David Adam Zwanghaft

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Inhaltsangabe zu „Zwanghaft“ von David Adam

<p>Die Geheime Welt der Obsessionen</p><br /><p>Etwa 4.000 Gedanken gehen uns täglich durch den Kopf. Nicht alle sind relevant oder tiefschürfend. Manche davon setzen sich sogar fest, unwichtige Sätze, Wörter, Bilder, irgendeine Melodie, die zum Ohrwurm wird. Letztendlich sind sie aber harmlos. Genauso wie die Frage, ob man das Bügeleisen wirklich ausgeschaltet hat – wenn man es denn getan hat. Doch es gibt noch eine andere Art von Gedanken, die verstören, weil sie abwegig erscheinen. Der größere Teil der Menschen ignoriert sie, denkt an etwas anderes, geht darüber hinweg. Das gelingt nicht allen. Es sind gar nicht so wenige, bei denen diese nicht steuerbaren Gedanken zu Obsessionen werden und zu ernsthaften Problemen im Leben führen. Das betrifft Essstörungen, Waschzwang, Ordnungszwang, den Drang zur Selbstverletzung und vieles andere mehr. Das Thema war für die Hirnforschung lange ein schwarzes Loch. Das hat sich inzwischen geändert. Anhand erschütternder Fallbeispiele zeigt der Autor, was man heute darüber weiß und was man dagegen tun kann. </p>

Interessanter, spannender und authentischer Einblick in eine mit Vorurteilen behaftete psychische Erkrankung.

— loveisfriendship
loveisfriendship

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  • Wenn unerwünschte Gedanken die Kontrolle übernehmen

    Zwanghaft
    loveisfriendship

    loveisfriendship

    27. February 2017 um 21:44

    Jeder kennt sie, jeder hat sie - unerwünschte, irrationale und eigentlich im Widerspruch zum eigenen Selbstbild stehende Gedanken. Meistens messen wir ihnen nicht allzu viel Bedeutung bei und beachten sie nicht weiter, und kurz nachdem sie aufgekommen sind, sind sie auch schon wieder verschwunden. Doch was passiert mit Jemandem, der diese Gedanken nicht abschütteln kann? Bei dem sie sich einnisten? Der sie nicht mehr abschalten kann, bis sie quälend sein Leben bestimmen? David Adam widmet sich in seinem Sachbuch "Zwanghaft" ohne Scheu einem in der Gesellschaft noch immer tabuisierten und mit Vorurteilen behafteten Thema - Zwangsstörungen. Besondere Glaubwürdigkeit verdankt sein authentischer und zuweilen erschreckender Bericht der Tatsache, dass er selbst seit Jahrzehnten an dieser psychischen Erkrankung leidet. Auf jeder Seite habe ich gemerkt, dass er weiß, wovon er schreibt. Spannend und auf Augenhöhe mit den Betroffenen verschafft er seinen Lesern einen allgemeinen Überblick, klärt über gängige Missverständnisse auf und beleuchtet mit einem kritischen Blick Hintergründe, wie etwa Theorien zur Entstehung, die Geschichte der Entdeckung, Behandlungsmethoden und das Bild in der Öffentlichkeit und den Medien, und hat mir dabei oftmals überraschende Erkenntnisse beschert. Mit seinem offenen und direkten Umgang nimmt Adam die oft mit Zwangsgedanken und -handlungen verbundene Scham.Was sofort auffällt, ist die gute Verständlichkeit, auch für Menschen ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Adam greift dieses schwierige und komplexe Thema in einem angenehmen Tonfall auf und stellt dabei, verwoben mit seiner eigenen Leidensgeschichte, diverse wissenschaftlichen Theorien aus allen möglichen Bereichen (z.B. der Evolution, Psychologie und Neurologie) und reale Fallbeispiele, die er allesamt anschaulich und gut komprimiert rüberbringt, vor. So habe ich einen umfassenden Einblick erhalten, doch teilweise waren es mir zu viele unterschiedliche Informationen auf einmal. Die weite Quellenauswahl schneidet Adam gleichzeitig nur oberflächlich und grob an.Verbesserungsvorschläge habe ich für die Struktur des Inhalts. So fehlten mir manchmal logische Unterteilungen und ich konnte nicht genau sagen, warum Adam genau an der Stelle genau dieses Beispiel gibt. Insgesamt scheint der Aufbau etwas konfus und unschlüssig. Ich mag es bei Sachbüchern immer, wenn es am Ende nochmal einen Überblick in Form eines Glossars über die wichtigsten Begriffe gibt und man dank eines Stichwortverzeichnisses schnell was nachschlagen kann. Beides fehlte mir. Positiv im Anhang sind mir allerdings die weiteren Literaturempfehlungen und ein vorgefasster Kontakt-Vorschlag an Ärzte der OCD-UK für Menschen, die mit ihrer Zwangsstörung in Behandlung gehen möchten, aufgefallen.Fazit: Seine Motivation dafür, ein Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen, begründet David Adam an einer Stelle wie folgt: "Die Realität der Zwangsstörung ist für alle Beteiligten beängstigend. Aber sie ist nicht gefährlich. Doch sie kann gefährlich werden, vor allem für diejenigen, die glauben, dass es bei diesem Leiden allein um den Drang geht, sich die Hände zu waschen. Deswegen ist es nötig, aufzuzeigen, was eine Zwangsstörung ist und was sie nicht ist. Deswegen ist auf dem Umschlag dieses Buches kein Stück Seife zu sehen." - S.232 Dieses Vorhaben ist ihm gelungen. Nach dem Lesen kann ich, die ich mich vorher nicht ausgiebig damit auseinandergesetzt habe, sagen das Essentielle über dieses oft falsch verstandene, einseitig gesehene und unterschätzte Problem gelernt zu haben, sensibilisiert bin und bewusster damit umgehe. Dieses Buch ist bestens geeignet für einen interessanten Einstieg in dieses wichtige, ernst zu nehmende Thema.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes
    LaLeser

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • Zwangsstörungen erklärt!

    Zwanghaft
    Bücherkrähe

    Bücherkrähe

    10. August 2016 um 10:34

    Zwangsstörungen und Zwangsneurosen sind in der Gesellschaft inzwischen gängige Begriffe. Manch einer sagt sogar – an das englische Wort für Zwangsstörung OCD (obsessive-compulsive disorder) angelehnt – „Da kommt meine OCD durch“, wenn er den Bilderrahmen gerade rückt oder Geschirr sofort nach dem Essen abräumt. Genau solche Aussagen zeigen aber auch, dass die meisten nicht genau wissen, was man sich unter einer Zwangsstörung oder einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung vorzustellen hat. Mit diesen falschen Wahrnehmungen und Missverständnissen will David Adam aufräumen. Er selbst leidet seit Jahren an einer Zwangsstörung und geht damit im Buch ganz offen um. Er erklärt, dass jeder intrusive Gedanken hat, also solche, die einen verstören („Ich könnte jetzt auch einfach vor den Zug springen“, „Was passiert, wenn ich das Baby einfach fallen lasse?“, etc.), und auch die Zusammenhänge von Zwangsstörungen und anderen (Begleit-)Krankheiten wie Depressionen. Es ist erfrischend, wie Adam mit seiner eigenen Krankheit umgeht und sie den Lesern auf seine ganz eigene Art näher bringt. Die wissenschaftlichen Erklärungen stützt er nicht nur mit seinen eigenen Erfahrungen, sondern auch mit echten Beispielen aus Geschichte, Literatur und Gesellschaft. Als Laie bzw. Nicht-Betroffener bekommt man eine gute Vorstellung davon, was die verschiedenen Krankheitsbilder ausmachen, die Adam im Laufe des Buches vorstellt. Trotzdem ist die Sprache oft voll von Fachbegriffen, die in der Fülle verwirrend sein können und das Lesen sperrig machen. Wenn man sich allerdings die Zeit nimmt, wird die wissenschaftliche Sprache vertrauter, die Begriffe prägen sich ein. Wer allerdings eine leichte Sprache wie bei Matt Haig in Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben erwartet, wird leider enttäuscht. Es ist bisher das beste Buch, das ich zum Thema Zwangsstörungen in die Hände bekommen habe, und ich denke, gerade Interessenten, die noch neu in dieser Thematik sind, sind mit diesem Buch sehr gut beraten. Neben der Fülle an Informationen, bereits in diesem Buch vermittelt werden, gibt es ein umfassendes Literaturverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise.

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  • Zwanghaft

    Zwanghaft
    Kleine8310

    Kleine8310

    12. December 2015 um 04:57

    "Zwanghaft - Wenn obsessive Gedanken unseren Alltag bestimmen" ist ein Sachbuch des Autors David Adam. In diesem Buch nimmt der Autor seine Leser/Innen mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der Zwänge und damit auch durch die Funktionen unseres Gehirns. Das Besondere an diesem Buch ist, dass David Adam selber Erfahrungen mit einer Zwangsstörung gemacht hat und das merkt man auch an seiner Art darüber zu schreiben. Er gibt dem Leser/ der Leserin damit einen emotionalen und persönlichen Einblick über das Leben mit einer Zwangsstörung und er macht auch deutlich klar, dass das Leben mit solch einer Diagnose, keinesfalls so witzig ist, wie es zum Beispiel in der Serie "Monk" dargestellt wird.  Neben seinen persönlichen Erfahrungen geht David Adam aber auch auf die aktuellen Ergebnisse der Studien in der Hirnforschung ein, was wahnsinnig faszinierend ist, beim Lesen aber auch eine etwas größere Konzentration erfordert.  Mich hat es beeindruckt wie offen der Autor, über diese immer noch tabuisierte Störungsform schreibt und dabei wirklich zum Nachdenken anregt. Durch die theoretischen Einflechtungen, Erklärungen und seine eigenen Erfahrungen ist dieses Buch spannend und auch sehr abwechslungsreich!  "Zwänge" macht deutlich wie wichtig es ist, diese Krankheiten nicht unter den Teppich zu kehren, sondern Betroffenen beizustehen. Toll fand ich es auch mehr von den Formen und Auswirkungen zu erfahren, alles mit einem persönlichen Touch des Autors! Daumen hoch!

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