David Almond Eine Ecke vom Paradies

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Inhaltsangabe zu „Eine Ecke vom Paradies“ von David Almond

Drei Kinder reißen aus, um die Freiheit zu finden, und entdecken einen seltsamen, mystischen Ort. Und auch seine Bewohner, der alte Mann und das Mädchen, scheinen ein Geheimnis zu haben. (Quelle:'Fester Einband')

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  • "Eine Ecke vom Paradies" von David Allmond

    Eine Ecke vom Paradies
    Jacynthe

    Jacynthe

    10. November 2016 um 16:16

    Inhalt Die Waisenkinder Erin, Januar und Maus hauen immer wieder aus dem Heim ab. Dieses Mal mit einem selbstgebauten Boot, mit dem sie jedoch kurz darauf in den Sümpfen stecken bleiben. Hier treffen sie auf die seltsame Heaven Eyes, die Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen hat und mit ihrem Großvater in den Räumen einer alten Fabrik lebt. Während Erin sich schnell mit dem seltsamen Mädchen anfreundet, wittert Januar ein mörderisches Geheimnis und beginnt, herumzuschnüffeln. Und schon bald entdeckt er eine heiße Spur... Meine Meinung Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren einmal aus der Bibliothek geliehen und mich sofort verliebt. Vor einiger Zeit habe ich es mir dann selbst zugelegt und nun endlich wieder gelesen. Und das war sicherlich nicht das letzte Mal.Der Roman wird vom Verlag als "Ausreißergeschichte ab 12" bezeichnet, ist meiner Meinung nach jedoch auch etwas für im Herzen jung Gebliebene. Es geht um Freundschaft und Einsamkeit, die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsenwerden. Es geht um den Wunsch nach einer Familie und den Ruf der Freiheit, der die drei Waisenkinder Erin, Januar und Maus durch ständiges Ausreißen aus dem Heim immer näher zu kommen versuchen. Gleichzeitig hat die Geschichte Züge einer Detektivgeschichte, die stellenweise doch sehr unheimlich anmutet, und sie lässt einen darüber nachdenken, was Anderssein bedeutet und wie wir in unserer Gesellschaft damit umgehen.Ich fand es faszinierend, wie jedes der Kinder, Erin, Januar und Maus, eine eigene Persönlichkeit widerspiegelt, ohne dass Almond viele Worte darüber verloren hat. Es ergab sich einfach so, aus den Gesprächen und den Taten, und doch ist keiner der Charaktere oberflächlich geblieben. Jeden von ihnen habe ich auf seine eigene Weise liebgewonnen, denn jeder von ihnen geht anders mit den Ereignissen um, in die sie unversehens hineingeworfen wurden.Heaven Eyes hingegen, das Mädchen mit den Schwimmhäuten, auf das die drei Kinder auf einem verlassenen Fabrikgelände stoßen, wirkt zunächst unnahbar und wie von einem anderen Stern. Sie ist unvoreingenommen und glaubt an das Gute im Menschen, doch ich hatte, ebenso wie die Protagonisten, das Gefühl, nicht richtig an sie heran zu kommen. Zu diesem Gefühl trägt auch die Sprache bei, die sie verwendet, und die im ersten Moment ulkig wirkt. Doch wenn man genauer darüber nachdenkt, dann ist sie eigentlich viel treffender als unsere Sprache. Ich verfiel während des Lesens häufig in Gedanken darüber, warum manche Worte so sind wie sie sind und Tätigkeiten so und nicht anders benannt werden. Warum heißt es zum Beispiel "etwas sehen" oder "etwas hören" und nicht, wie Heaven Eyes sagt, "etwas augen" beziehungsweise "etwas ohren"?Wie bereits erwähnt ist die Geschichte teilweise gruselig und düster. Viele Szenen spielen sich in der Nacht und in verlassenen Gebäuden ab und Heaven Eyes Großvater, dessen Beweggründe den Kindern nicht ganz klar sind, wirkt immer ein wenig wie der große böse Wolf. Nicht allein dadurch zeigt der Roman auf sanfte Art und Weise, dass es in der Welt nicht immer nur Schwarz und Weiß gibt, Gut und Böse. Dennoch ist der Roman einer, der Mut macht und das Herz wärmt. Zumindest geht es mir so. Ich vergebe 5 von 5 Wolken.

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