David Bainbridge Wir Middle-Ager

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Inhaltsangabe zu „Wir Middle-Ager“ von David Bainbridge

Doch was verändert sich überhaupt in dieser Lebensphase im Gehirn, in den Beziehungen und Körpern der Middle-Ager? Warum verrinnt die Lebenszeit schneller, je älter wir werden? Werden Menschen im mittleren Alter wirklich konservativer und unflexibler? Ist die sogenannte Midlife-Crisis wirklich der Grund, warum sich Männer – wie der Autor – rasante Sportflitzer kaufen? Und welche Vorzüge hat der Prozess des Alterns für die Menschen? Bainbridge findet verblüffende Antworten auf diese und viele andere Fragen: Ein erfrischend neuer Blick auf unsere besten Jahre im Leben. 'Endlich können wir Middle-Ager‹ uns darauf konzentrieren, richtig gut darin zu werden, was den Menschen ausmacht.'

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  • Ein evolutionäres Loblied auf die mittleren Jahre

    Wir Middle-Ager
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. May 2013 um 13:34

      „Abgesehen von dem grausamen Umstand, dass es mit mir geschieht, ist es äußerst schwer, das Middle-Age zu definieren“.   Und das liegt an der Verschiedenheit der Menschen und der leichten Schwammigkeit der Definitionen, von Menopause bis hin zu grauen Haaren, von Fruchtbarkeit bis hin zum wachsenden Bauchumfang (bei Männern), nur in etwa lassen sich die „mittleren Jahre“ genauer bestimmen.   Bainbridge, Zoologe und Tiermediziner, nimmt, ganz vom „biologisch evolutionären“ Standpunkt her als Arbeitshypothese logischerweise dennoch die Jahre von 40-60 als Grundlage seiner Betrachtung an. Und wer vorher vermutet hätte, dass hier eine Art alltäglicher Ratgeber (Haare färben!) oder psychologischer Mutmacher (graue Haare nicht so schlimm) vordergründig im Raume steht, der sieht sich (zunächst) getäuscht.   Aus biologischer, nicht aus „Babyboomer“ Sicht her nämich trägt Bainbridge zusammen, was die Forschung an verschiedenen Thesen und Theorien hergibt. Von der Monogamie bis zur Torschlusspanik, von der Naivität mancher Männer, die beim Fremdgehen ertappt werden (hatte eben vor hunderttausenden von Jahren einfach keine Konsequenzen und ist evolutionär verankert. Die Naivität), von grauen Haaren, dem Sinn der Menopause, dem Beweis, dass es eine „Midlife Crisis“ nicht gibt bis hin dazu, dass Menschen durchaus auch in grauer Urzeit bereits ein „mittleres Alter“ in nicht zu unterschätzender Zahl erreicht haben.   Warum ältere Männer evolutionär jüngere Frauen bevorzugen und Frauen im mittleren Alter es hier schwerer haben, das begründet und erzählt Bainbridge genauso in lockerer Sprache, wie seine Erläuterung über „dicker Bauch und dünne Beine“, die „klassische Physiognomie des männlichen „Middel-Agers“. Weil der eben von der Evolution geplant weniger Kalorien braucht (um die in unwirtlicher Lebensumgebung damals den Jungen, die Nahrung nicht streitig zu machen). Weil ein „Polster“ wichtig ist, wenn die Beine langsamer werden. Und weil dieses Polster eben da angesiedelt wird von der Evolution, wo es beim Laufen am wenigsten stört: Am Bauch. Alles kein Grund zur Panik. Alles in Ordnung und so geplant.   Im Gegenteil, auch wenn die physische Leistungskraft schon längst nach unten zeigt, auch wenn die Evolution es einfach nicht mehr einsieht, genetisch auf eine äußere Attraktivität von Middle-Agern zu achten (Hauptsache, das Gesicht bleibt einigermaßen wieder erkennbar), alles in allem ist diese Lebensphase mit großen Möglichkeiten versehen. Eine Zeit, in der das Menschentier endgültig erwachsen wird. Das „leere Nest Syndrom“ kennenlernt und durchaus schätzen lernen könnte (auch hierzu verfasst Bainbridge ein schönes Kapitel). Erfahrung, ein trotz allem noch einigermaßen funktionierender Körper, Lebensweisheit, Klugheit, praktisch Erlerntes, was das Leben leichter und die innere Attraktivität größer macht. Weitgehend  ist es ein Vergnügen, den Ausführungen zu folgen und manche „Aha-Effekte“ zu erleben.   Auch wenn die Kapitel über „Die Haut“ und „Die Menopause“ sich eher lang ziehen und in dieser Ausführlichkeit nicht unbedingt nötig gewesen wären, auch wenn hier und da der Zoologe zu sehr im Vordergrund steht und der „Psychologe“ nur ab und an gut erkennbar ist, Bainbridge hat ein gut zu lesendes und Mut machendes Buch vorgelegt.

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