David Benioff

 4.4 Sterne bei 671 Bewertungen
Autor von Stadt der Diebe, Alles auf Anfang und weiteren Büchern.

Lebenslauf von David Benioff

David Benioff ist 1970 in New York geboren und arbeitet als Autor und Drehbuchautor. Bekannt wurde er mit seinem Debütroman »25 Stunden« welcher von Spike Lee mit Edward Norton und Philip Seymour Hoffman in den Hauptrollen verfilmt wurde. Weitere Erfolge erzielte er mit den Drehbüchern für die Filme »Troja«, »Drachenläufer« und »X-Men Wolverine«. Seit 2006 ist er mit der Schauspielerin Amanda Peet verheiratet, mit der er zwei Töchter hat. Er lebt mit seiner Familie in New York.

Alle Bücher von David Benioff

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Stadt der Diebe

Stadt der Diebe

 (576)
Erschienen am 03.05.2010
Alles auf Anfang

Alles auf Anfang

 (39)
Erschienen am 09.11.2011
25 Stunden

25 Stunden

 (25)
Erschienen am 05.10.2009
Stadt der Diebe

Stadt der Diebe

 (19)
Erschienen am 15.06.2009
City of Thieves

City of Thieves

 (12)
Erschienen am 31.03.2009
The 25th Hour

The 25th Hour

 (0)
Erschienen am 16.05.2002
When the Nines Roll Over

When the Nines Roll Over

 (0)
Erschienen am 21.03.2011
The Kite Runner

The Kite Runner

 (0)
Erschienen am 31.01.2008

Neue Rezensionen zu David Benioff

Neu

Rezension zu "Stadt der Diebe" von David Benioff

Tolles Jugendbuch
EmmaZeckavor 24 Tagen

Inhalt: David Benioff erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven: Wir begegnen im ersten Kapitel dem Protagonisten David, der Autor ist und dringend eine Idee für eine neue Geschichte braucht. Da besucht er seine Großeltern, die den zweiten Weltkrieg miterlebten. Am Ende des Kapitels bekommen wir den Eindruck, dass David in Stadt der Diebe die Geschichte seines Großvaters erzählt.

Ab dem zweiten Kapitel wird die zweite Perspektive der Geschichte eingeläutet: Hier begegnen wir dem 17-jährigen Lew, der aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände verhaftet wird. So lernt er Kolja, einen extrovertierten, lebendigen Mann kennen, der nicht nur ein wahrer Frauenversteher ist, sondern auch ein echter Überlebenskünstler mit einer ausgeprägten Liebe zur Literatur. So zitiert er immer wieder aus seinem Lieblingswerk Der Hofhund und ist begeistert, als er erfährt, dass Lews Vater Schriftsteller war.

Beide Männer bekommen von einem Oberst ein verlockendes Angebot: Sie haben eine Woche Zeit, ein Dutzend Eier für eine Hochzeitstorte aufzutreiben. Wenn sie das schaffen, werden beide von allen Anklagepunkten freigesprochen.

Was mir an der Geschichte besonders gut gefällt, ist die Geschichte in der Geschichte: Zu Beginn bekommen wir noch den Eindruck, dass es sich hier um eine Handlung mit einem biografischen Hintergrund handeln könnte. Zudem taucht auch im Handlungsstrang von Lew und Kolja immer wieder der Name Benioff auf, was den Eindruck noch verstärkt. Und diese Idee, egal, ob sie jetzt der Wahrheit entspricht, oder nicht, wurde hier sehr gut umgesetzt.

David Benioff entwirft hier einen Roadtrip anderer Art. So müssen Lew und Kolja jede Menge Wagnisse eingehen, um an ein Dutzend Eier zu kommen. Und als ihre Lage aussichtslos scheint, tut sich doch überraschend eine Möglichkeit auf, die ihnen Hoffnung gibt.

Beide Protagonisten können nicht unterschiedlicher sein: Lew ist introvertiert. Er ist hin- und her gerissen zwischen dem Wunsch, das große Abenteuer zu finden und bloß nicht negativ auffallen zu wollen. Und da zwingt ihn das Schicksal mit dem extrovertierten Kolja im Team zu spielen. Einem Mann, der es gar nicht schaffen kann, nicht aufzufallen. Kolja geht offen auf Menschen zu und hat keinerlei Berührungsängste. Er weiß, was er will und versteht sich gut darauf, seinen Willen auf eine liebevolle, diebische Art durchzusetzen. Und er hat Gefallen an Lew gefunden und beschließt den schüchternen Jungen unter seine Fittiche zu nehmen.

Das Schöne ist, dass Stadt der Diebe nicht nur aufgrund der grundverschiedenen Charaktere lebt, sondern diese beiden Männer, die unterschiedliche Ziele verfolgen auch noch in abstrusen Situationen landen, aus denen sie sich irgendwie befreien müssen. Es ist also wichtig, dass sie zusammenarbeiten.

Und hier lässt sich sehr gut beobachten, wie man eine spannende Geschichte aufbauen kann: Man braucht nicht nur einen inneren Konflikt, also die Zerrissenheit der Protagonisten, sondern auch noch einen äußeren Konflikt, in diesem Fall die Suche nach einem Dutzend Eiern in einem Land, in dem die Menschen seit Monaten hungern. Also ein äußerer Konflikt, der schon zum Scheitern verurteilt ist. Oder?

Wenn ich nach meinen Lieblingsgeschichten gefragt werde, ist Stadt der Diebe immer eine der Geschichten, die hier zu meinen Standardantworten gehören. Ich mag die Verbindung zwischen den gegensätzlichen Charakteren und der Handlung. Obwohl Stadt der Diebe während des zweiten Weltkrieges spielt, schafft es David Benioff etwas Leichtigkeit in die Geschichte zu bringen, ohne, die Ereignisse während des Krieges zu verharmlosen.

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Obwohl mir die Geschichte so gut gefällt, hatte ich überhaupt keine Vorstellung, wie das Hörbuch dazu aussehen könnte. Zu Beginn war ich etwas enttäuscht, dass Stadt der Diebe nur als gekürztes Hörbuch produziert worden ist. Dennoch glaube ich nicht, dass viel vom Inhalt weggelassen wurde und vermute eher, dass sich die Kürzungen auf die Streichung der Nebensätze bezogen haben. Was diesen Eindruck verstärkt hat, war die Seitenzahl der Printausgabe im Vergleich zur Laufzeit des Hörbuches. Da die Geschichte eine Laufzeit von etwa sieben Stunden hat und die Printausgabe um die 350 Seiten enthält schien mir hier das Verhältnis ziemlich ausgeglichen zu sein. Die Streichung der Nebensätze ist eine Sache, die der oder die Hörbuchsprecher*in bei einem Hörbuch gut ausgleichen kann. Deswegen bin ich da etwas nachsichtiger und ziehe für die Kürzungen keine Punkte bei der Bewertung ab.

Stadt der Diebe wird von Heikko Deutschmann gelesen. Und das hat mich ziemlich verwirrt. Ich bin dem Hörbuchsprecher nämlich das erste Mal bei Ein Mann namens Ove begegnet und dort interpretiert er einen Rentner. Hier hingegen darf er in die Rolle von zwei jungen Männern schlüpfen und da hätte ich vermutet, dass man einen Hörbuchsprecher engagiert, der auch jünger klingt.

Doch schon nach wenigen Minuten wurde mir bewusst, das Heikko Deutschmann der Geschichte gerecht wird. In Stadt der Diebe gibt es viele Momente, die zeigen, dass unsere Protagonisten, eine Art Reife mitbringen, obwohl sie noch nicht sehr alt sind. Ich glaube nicht, dass Hörbuchsprecher mit einer jüngeren Stimme an der Interpretation von Stadt der Diebe gescheitert wären. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob eine Lesung mit einem anderen Sprecher authentisch geklungen hätte. Es ist schwer, diese Zeilen zu begründen, da ich damit nicht zum Ausdruck bringen will, dass Sprecher mit einer jüngeren Stimme auch gleichzeitig über weniger Können verfügen. Ich hoffe, es wird deutlich, was ich meine.

Heikko Deutschmann konnte die Atmosphäre der Geschichte sehr gut aufgreifen und hat es geschafft unsere Charaktere lebendig werden zu lassen. Besonders gefiel mir seine Interpretation der Dialoge zwischen Lew und Kolja, weil hier die Gegensätzlichkeit der beiden Charaktere zum Vorschein kommt.

David Benioffs Schreibstil hat es mir ebenfalls angetan. Er erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Lew. Und es wird schnell deutlich, dass Lew seine Unsicherheiten durch ein kühles Verhalten zu verstecken sucht.

David Benioff findet in Stadt der Diebe die richtige Mischung zwischen historisch wichtigen Inhalten, der Interaktion von unseren beiden Protagonisten und der Handlung. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass es langatmige Stellen gab und die Handlung nicht voran kommt. Wenn es in der Handlung ruhiger wurde, spielte sich etwas Wichtiges zwischen unseren Protagonisten ab und so verhielt es sich auch umgekehrt.

Besonders mochte ich die Dialoge zwischen Kolja und Lew oder Kolja und anderen Charakteren der Geschichte. Kolja lässt sich zu Aussagen hinreißen, die nicht gefährlicher sein könnten. Doch er ignoriert es und sagt einfach das, was er denkt.

Gesamteindruck: Stadt der Diebe ist eine der wenigen Geschichten, die auch für Jungs geeignet sind. Da unsere Protagonisten hier eben auch Jungen sind, werden Themen aufgegriffen, die Jungen bewegen wie beispielsweise, wie man eine Frau für sich gewinnt. Und gerade diese Frage wird in Stadt der Diebe sehr ausführlich diskutiert.

Da es sich bei Stadt der Diebe um ein Re-Read handelt, war ich gespannt, wie viel ich noch von der Geschichte wusste. Und ich musste entsetzt feststellen, dass ich die Einzelheiten der Handlung wieder vergessen hatte. Deswegen habe ich es sehr genossen noch einmal mit Lew und Kolja nach Leningrad reisen zu dürfen. 

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Rezension zu "Stadt der Diebe" von David Benioff

Das Buch erinnert an einen Film
Kapitel7vor 10 Monaten

Was mich zu der Geschichte gebracht hat, war die herrlich skurile Idee um die Eier, und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch erzählt eine spannende Story, die nie ihren Humor verliert. Man merkt es der Geschichte an, dass Benioff als Drehbuchautor arbeitet, an vielen Stellen fühlt sie sich an wie ein Hollywoodfilm. Die Stadt der Diebe ist ideal, wenn einem der Sinn nach etwas lockerem und unterhaltsamen steht.

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Rezension zu "Stadt der Diebe" von David Benioff

12 Eier, um Leben zu retten...
Briggsvor einem Jahr

Heikko Deutschmann schafft es beispielhaft, der intensiven Geschichte Leben einzuhauchen.
Die Bilder entstehen vor dem geistigen Auge, die beklemmenden Szenen, die Wälder, die Wanderungen...

Ein sehr empfehlenswertes Hörbuch!

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Gespräche aus der Community

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Leider gibt es hier keine Bücher zu gewinnen, denn wir haben uns in einer Gruppe zum SUB-Abbau zusammen gefunden und haben das Buch zu Hause liegen. Wer es also auch noch bei sich rumsubben hat, kann sich uns gerne anschließen:-) Wir starten am 15. März
Zur Leserunde
Weiß jemand ob das Buch 'Stadt der Diebe' von David Benioff autobiographisch ist?
Letzter Beitrag von  charlievor 9 Jahren
Diese Frage habe ich mir auch schon des öfteren gestellt! Guck dir vielleicht mal dieses Interview mit ihm an: https://www.youtube.com/watch?v=WZ-wym97OeE , da sagt er ganz deutlich, dass für ihn die Idee am Anfang stand dass es um zwei Jungs gehen sollte die auf der Suche nach Eiern in einer belagerten Stadt sind. Und auch in diesem Interview http://www.powells.com/authors/davidbenioff.html wird denke ich deutlich dass es sich nicht um ein Autobiographische Buch handelt, sondern dass der Satz "My Grandfather, The Kinfe Fighter, killed two germans before he was 18" einfach der erste Satz war der ihm für das Buch einfiel. Die ganze Details und die Geschichten (Die Sache dass es keine Tauben mehr gibt oder die Geschichte mit de Kannibalen) will er aus alten Tagebüchern und Gesprächen mit Zeitzeugen bezogen haben. Vielleicht war sein Großvater ja auch einfach nur eine kleine Inspiration?
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