David Benioff Stadt der Diebe

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Inhaltsangabe zu „Stadt der Diebe“ von David Benioff

Leningrad im Januar 1942: Der 17-jährige Lew und der Deserteur Kolja sollen innerhalb von sechs Tagen im belagerten und ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für eine Hochzeitstorte auftreiben. Gelingt es ihnen nicht, werden sie zum Tode verurteilt. Ein Abenteuerroman und zugleich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.

Ein Hörgenuss!

— Briggs

Nach dieser Geschichte weiß ich, warum David Benioff mittlerweile Writer & Co-Producer bei Game of Thrones ist... Toll!

— KasiaJaeckel

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  • 12 Eier, um Leben zu retten...

    Stadt der Diebe

    Briggs

    04. May 2018 um 19:18

    Heikko Deutschmann schafft es beispielhaft, der intensiven Geschichte Leben einzuhauchen.
    Die Bilder entstehen vor dem geistigen Auge, die beklemmenden Szenen, die Wälder, die Wanderungen...

    Ein sehr empfehlenswertes Hörbuch!

  • Warum er für mich der Meister der Geschichten ist...

    Stadt der Diebe

    KasiaJaeckel

    08. April 2017 um 10:30

    Wer ist er, dieser Meister? Hmmm, da scheiden sich bestimmt die Geister und ein jeder Buchwurm zählt da jemanden anderen an erster Stelle auf. Lasst uns einen Blick darauf werfen, warum David Benioff für mich ein solcher ist...Ganz viel SeeleBei der Einleitung des Hörbuchs – Zitat:„Mein Großvater, der Messerstecher, tötete zwei Deutsche, bevor er 18 war“ Zitatende.…und dem Namen der Protagonisten wird man stutzig. Warum heisst der Erzähler Lew Benioff?Aus Interviews mit David Benioff (z.B. im Deutschlandfunk) wird aber klar, dass es sich nur um ein Stilmittel handelt und nicht um eine authentische eigene Herkunftsgeschichte. Das besagte Mittel verfehlt nicht seinen Zwecks. Die Anbindung an den Erzähler ist sofort hergestellt.Schön ist auch, dass man nicht erst ein Drittel des Werks lesen muss, um in die eigentlich relevanten Ereignisse einzutauchen...Russland, eiskalter Januar 1942, belagertes LeningradWeil er während der nächtlichen Ausgangssperre beim vermeitlichem Leichenfleddern/ Plündern erwischt wurde, wird der 17-jährige Lew sofort inhaftiert – es interessiert niemanden, dass er nur Hunger hatte und auf Plündern steht Erschiessung. In einer dunklen Gefängniszelle harrt er seines Schicksals , erlebt aber eine Überraschung. Er wird nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit einem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der gibt den beiden eine „Chance“ auf Überleben, wenn sie eine unlösbare Aufgabe lösen: Im Tausch gegen ihre Freilassung sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Der schüchterne Lew klemmt sich an den Deserteur Kolja – einen gewitzten, charmanten Frauenhelden – und zusammen entwickeln sie eine Idee nach der anderen, wie man im hungernden Leningrad Eier finden könne.Neben zahlreichen Nebenhandlungssträngen, die aus diesen Ideen entspringen, arbeitet sich in den Vordergrund der Geschichte ein aberwitziger Plan: Kolja will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen deutschen Linien durchschlagen. Ein selbstmörderisches Unterfangen …Was macht denn nun den Meister aus?Für mich macht die natürliche, unaufgesetzte Art Charaktere zu zeichnen, sie durch ihre Handlungen und authentische Dialoge zum Leben zu erwecken, ein seltenes Talent bei Literaten aus. Dieses hat David Benioff scheinbar mit Löffeln gefressen.Er braucht keine unnötigen Erläuterungen, jede Beschreibung der Umgebung und der Handelnden ist so prägnant und spricht für sich, dass spätestens nach der Hälfte jeder Leser/jede Leserin einen Lieblingscharakter hat, mit ihm mitfiebert, mitlacht und weint. Ich glaube, dass es die Menschen sind, die auch im Alltag sehr achtsam leben und ganz genau auf die Details achten – was in unserer Umgebung unsere Emotionen in welcher Art und Weise lenkt – die die besten Geschichten kreiren ohne unnötig zu überladen oder mit Nichtigkeiten zu langweilen. David Benioff zählt zu ihnen.Trotz der Natürlichkeit der beiden Hauptprotagonisten springt die Grausamkeit des Krieges den Leser/Leserin immerwieder „von der Seite“ an und bringt uns als Leser auf den Boden der Tatsachen. Dass „wir“ nicht in einem einfachen Beziehungsproblem stecken in dem Buch. „Wir“ sind im Krieg. Und es geht ums nackte Überleben.Schließlich erschafft David Benioff ein echtes klassisches Abenteuer. Die liebgewonnen Helden gehen durch eine Gefahr nach der nächsten, Co-Charaktere gesellen sich dazu, trennen sich wieder oder sterben eines grausamen Todes. Die Spannungskurve ist elegant und unnachgiebig. Auf den Ausgang des Abenteuers möchte ich keinerlei Hinweise geben… es ist zu toll und ich will keinesfalls zuviel sagen.Woher kenne ich den Namen?Jaaa, Benioff wird bei dem ein oder anderen sofort klingeln im Ohr, da Herr Benioff nicht nur auf Grund der Stadt der Diebe internationale Bekanntheit erreicht hat. Stadt der Diebe ist übrigens immerhin in 27 Sprachen zu haben.Weltberühmt wurde David Benioff im Rahmen der Fantasyfernsehserie Game of Thrones! Gemeinsam mit D. B. Weiss adaptierte er dabei die Saga Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin als Cowriter und Producer in eine serienkonforme Fassung.Dies ist nicht sein einziges Projekt von Buch zu Film… sein eigenes Buch "25 Stunden" konnte er in einen ebenso erfolgreichen Film umsetzen... ich hoffe Euch Appetit gemacht zu haben. Es ist mehr als lohnenswert!

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  • Rezension zu "Stadt der Diebe" von David Benioff

    Stadt der Diebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. September 2012 um 13:26

    Jetzt hab ich das Hörbuch bereits zweimal angehört und bin wieder verzückt. Zum einen von der großartigen Darbietung des Heikko Deutschmann, der die beiden Freunde Lew und Kolja lebendig werden läßt. Und zum anderen von dem Humor, den diese doch zuweilen düstere Geschichte trägt. Es sind harte Zeiten - die letzten Kriegsjahre in Leningrad. Es gibt kaum etwas zum Essen, der Patriotismus der ersten Kriegsjahre ist verflogen. Die Menschen versuchen sich am Leben zu halten - mit allen Mitteln. So auch Lew und Kolja, deren seltsame Freundschaft beginnt, als beide wegen Kriegsverbrechen beschuldigt werden - der eine wegen Plünderung eines Toten, der andere wegen Fahnenflucht. Es droht ihnen die Todesstrafe, aber eine Möglichkeit bleibt ihnen. Sie sollen für den Oberst in nur ein paar Tagen ein Dutzend Eier besorgen, die in diesen Kriegszeiten so gut wie nicht mehr zu bekommen sind. Die Tochter des Oberst heiratet und für die Hochzeitstorte werden dringend Eier benötigt. So ziehen die beiden - etwas ziellos - los. Und daraus entwickelt sich ein Roadmoavie ganz anderer Art. Sie begegnen den merkwürdigsten Gestalten: Menschenfressern, Kriegsverbrechern und -opfern. Der Kampf ums Überleben prägt sie alle. Und keiner hat etwas abzugeben, schon gar keine Eier. Mal drastisch, mal einfühlsam erzählt Benioff diese Geschichte. Wenn Kolja von seinen sexuellen Erfahrungen, seinen Verdauungsproblemen oder über ein Buch, das niemand kennt, erzählt, muss man oft schmunzeln. Er versucht das Leben zu nehmen, wie es kommt und selbst in harten Zeiten den Humor nicht zu verlieren. Aber wenn es bitter wird, wenn die russischen Prostituierten deutscher Soldaten von Foltermethoden erzählen, wird auch Kolja still. Und treibt ihn an, zu kämpfen, auf seine Art. Lew wirkt hingegen ruhiger, wenn auch weniger erfahren. Er folgt Kolja, aber nicht blind. Und nur durch ihren Zusammenhalt, ihre Freundschaft gelingt den beiden das fast Unmögliche. Heikko Deutschmann läßt die beiden Helden lebendig werden als würden sie neben einem stehen. Er schafft es, Koljas forsches Wesen zu lieben, Lews Zweifel zwischen dem Gesagten zu spüren und mit zu leiden in den düsteren Momenten, die die beiden erleben. Großartig!

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  • Rezension zu "Stadt der Diebe" von David Benioff

    Stadt der Diebe

    anell

    31. August 2012 um 09:45

    Nachdem ich "die Bücherdiebin" irgendwie überlebt habe. (die Heulkrämpfe waren wirklich schlimm) wollte ich noch etwas über den zweiten Weltkrieg lesen. Aber nichts, was einem so runter zieht. Das mag jetzt dumm und egoistisch klingen, aber ich mag keine solchen Bücher. Die machen mir nur schlechtes Juju. Dann fand ich "Stadt der Diebe" und der Plot klang skuril, genug es zu versuchen. Es geht wie gesagt um zwei Typen (wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten) die losgeschickt werden um in St. Petersburg während der Blockade 12 Eier aufzutreiben. Ich glaube, es gab selten Figuren, die ich schon nach zehn Seiten so ins Herz geschlossen hatte. Oder ein Buch über ein schlimmes Thema wie WWII bei dem ich gleichzeitig und abwechselnd geweint und gelacht hab. Sogar mein Freund (der außer Max Frisch und dem Fernsehprogramm nichts liest) hatte das Buch innerhalb von drei Tagen durch. Ich denke das sagt alles. XD

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