David Cay Johnston Trump im Amt

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Inhaltsangabe zu „Trump im Amt“ von David Cay Johnston

Schlimmer als befürchtet

Wo steuert diese Präsidentschaft hin? Und vor allem: Welche Folgen birgt sie für uns? David Cay Johnston, einer der besten Kenner des amtierenden amerikanischen Präsidenten, zieht nach dem ersten Jahr mit Donald Trump eine düstere Bilanz: Die Lage der Wirtschaft ist desolat,
die globale Sicherheit in permanenter Bedrohung, das Alltagsleben spürbar eingeschränkt. Ein schockierendes Buch, nicht nur über den Präsidenten und die amerikanische Gesellschaft, sondern auch über die Instabilität der politischen Weltlage.

»Kein anderer Journalist kennt Donald Trumps Biografie so gut; schon aus diesem Grund verdient jedes Buch von David Cay Johnston Beachtung und viele Leser.«
Süddeutsche Zeitung

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  • „You are fired!“

    Trump im Amt

    Filzblume

    21. February 2018 um 16:03

    Ecowin Salzburg-München 1. Auflage 2018 David Cay Johnston renommierter Steuerexperte, Pulitzer Preisträger und investigativer Journalist „You are fired!“ Dieser Satz von Trump stammt laut Johnston aus zwei NBC-Serien, in dem es um Kandidaten geht, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, was schon sehr traurig ist, und zeigt, was der amerikanische Zuschauer u.a. konsumiert. Im Buch kann man unter dem Kapitel „Der Lehrling in Washington“ einiges über die Ausbildungsprogramme lesen – diese, leiden jedoch unter ständigen Kosteneinsparungen, da hauptsächlich Unternehmen bevorzugt, die nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter aufnimmt. Doch für das alles kann man Trump nicht verantwortlich machen. Was mir von Anfang an missfiel, waren die vielen inhaltlichen Wiederholungen aus seinem ersten Buch „Die Akte Trump“. Für Neueinsteiger bietet das Buch jedoch, was ein investigatives Buch bietet soll – belegte Fakten, auch reißerisch provozierend geschrieben, wer das mag. Mir war es etwas zu viel. Johnston zieht Bilanz und rechnet ab. Der Titel „Trump im Amt“ zeichnet dem Leser ein Bild von einem Präsidenten, wie wir ihn kennen, absolut ungeeignet für diese Aufgabe. Wie es auf Seite 406 steht…man möge doch das Feldhandbuch der US-Army für die Entwicklung von Führungskräften zurate ziehen, um Trumps Eignung für das Amt zu beurteilen. Dieses 135 Seiten starke Handbuch zeigt fünf entscheidende Eigenschaften auf, die eine Führungskraft benötigt: Vertrauen; Disziplin und Selbstkontrolle; Urteilsvermögen und kritisches Denken; Selbstreflexion; Empathie. Dies alles besitzt der amtierende Präsident nicht! Ich muss sagen, das meine Aufmerksamkeit zwar die des Präsidenten bei weitem übertrifft, doch habe ich mich schwer getan mit den vielen Seiten über Steuerpolitik, den Klimawandel, den er Wetter nennt. Im Kapitel Internationale Angelegenheiten geht es um Trump und die Saudis, den Handel, digitale Illusion (der Abschnitt war recht gut geschrieben). Mich konnte das Buch nicht so überzeugen wie sein Vorgänger. Hinzu kommt meiner Meinung nach, dass die Person Trump so negativ ist, dass es dem Leser schwer fällt nicht zu verzweifeln, warum er immer noch Präsident ist. Diese Frage beantwortet Johnston endlich im letzten, dem achten Kapitel „Der Schwindel fliegt auf“. Hier hat der Journalist Johnston bewiesen, dass er spannend Fakten zusammen trägt, - warum Trump an der Macht ist, so wie andere Autokraten auf der Welt auch.“ Donald Trump ist nicht die politische Krankheit, die Amerika befallen hat, er ist das Symptom“.        

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2018

    In 80 Buchhandlungen um die Welt

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine große literarische Weltreise im Jahr 2018? Dann lasst uns gemeinsam durch 20 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der Literarischen Weltreise 2017:  https://www.lovelybooks.de/autor/Mark-Twain/Reise-um-die-Welt-144251180-w/leserunde/1402610451/ Dann heißt es wieder einmal: Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise!  TeilnehmerInnen: AglayaAischaAischaAkanthaAleidaAmilynandimichihellianna_manna_mArbutusban-aislingeachBellisPerennisBeustBibliomaniablack_horseBluevanMeerbuchfeemelaniebuchjunkieBuchraettinc_awards_ya_sinCaillean79caratisCaro_LesemausChattysBuecherblogClaraChristina16Code-between-linesCorsicanaDajobamadanielamariaursulaDieBertaElkeEllMariaEmotionenfaanieFadenchaosfasersprosseFederfeeFornikafredhelGinevraGruenenteGwenliestgsthisterikerHortensia13ika17IraWirakassandra1010Kleine1984kleinechaotinkokardkalekrimielseKompassquallekruemelmonster798lesebiene27leseleaLeseratz_8leukoryxLilli33LillySjLos_AngelesMary2MerijanMilaWmiss_mesmerizedmonerlnaninkaNapallyniknakOliverBaierPagina86papaverorossopardenPetrisPMelittaMRitjareneesansolScheckTinaSchlehenfeeschokolokoseschatSikalSommerleseStefanieFreigerichtsursulapitschiTaluziTamiraSTanyBeetaumelndundtanzendTine13ulrikerabeValabevanessablnWedmaWickie72Wiebke_Schmidt-ReyerYolandezessi79

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    • 477
  • LovelyBooks Challenge 2018 - Sachbücher und Ratgeber

    Meinungsfreiheit!

    Sikal

    LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“ Du interessierst dich für historische Zeitreisen? Du entdeckst immer wieder spannende, naturwissenschaftliche Publikationen?  Du stöberst gerne wahre Schätze zu politischen oder skurrilen Themen auf?  Oder bevorzugst du Bücher über Tiere, genussvolles Erleben, Kreativität? Dann lass uns doch an deinen Entdeckungen teilhaben! Wir freuen uns auf deine Vorstellungen und Tipps, tauschen uns gerne mit dir aus. Stelle dich der Herausforderung und mach einfach mit! Und so bist du dabei: Du meldest dich hier im Thread an und erstellst einen Sammelbeitrag. Dieser kann von dir jederzeit verändert bzw. aktualisiert werden. Die Challenge dauert von 1.1.2018 bis 31.12.2018. Du kannst jederzeit einsteigen. Schreibe zu jedem Buch eine Rezension und ordne diese dem jeweiligen Bereich zu. Verlinke bitte deine Rezension in deinem Sammelbeitrag, nur so kann am Ende des Jahres ermittelt werden, ob du die Challenge geschafft hast. Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren. Es ist egal, ob du Sachbücher oder Ratgeber liest. Diese können in diversen Formaten (Hörbuch, E-book, Print) vorgestellt werden. Wichtig ist, dass das jeweilige Buch vom Verlag bzw. Lovelybooks als Sachbuch/Ratgeber/Biographie geführt wird. Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn! Und das kannst du gewinnen: Natürlich ein Buchpaket von LovelyBooks – dieses wird unter allen Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern verlost, die das Ziel der Challenge geschafft haben. In eigener Sache: Ich wünsche mir eine Challenge, in der wir respektvoll miteinander umgehen, in der wir die Meinung der anderen akzeptieren (wenn wir sie auch nicht immer teilen werden) und in der wir auch bei hitzigen Diskussionen immer wieder zu einem Konsens finden – „Meinungsfreiheit“ soll hier selbstverständlich sein. Ich freue mich, wenn du dabei bist. Ambermoon ban-aislingeach beerenbuecher Bellis-Perennis Buchraettin c_awards_ya_sin Ceciliasophie DieBerta Durga 108 ech fasersprosse Federfee Filzblume gst Igelmanu66 Knigaljub leucoryx mabuerele Merijan Nata1234 Nele75 OliverBaier peedee seschat Sikal StefanieFreigericht Talathiel Wedma wandablue    

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    • 454
    • 31. December 2018 um 23:59
  • Trump im Amt

    Trump im Amt

    Sikal

    09. February 2018 um 21:22

    Anfangs möchte ich gleich mal meine Einstellung zu Donald Trump anführen: Ich halte ihn für einen rassistischen, frauenfeindlichen Narzissten, der sich um das Wohl seiner Mitmenschen einen Deut kümmert und einzig und allein auf seinen Vorteil bedacht ist. Oft stellte ich mir die Frage, warum er letztendlich Präsident wurde? Hier kommt natürlich das amerikanische Wahlsystem mit den Wahlmännern als Argument zum Tragen und des Weiteren vermutlich war er für viele das geringere Übel – was ja für viele oft den Ausschlag geben mag, wo das Kreuzchen auf dem Stimmzettel gesetzt wird.   Nun ist es eben so, das Volk hat gewählt und Amerika hat einen Präsidenten, der unter ständiger Beobachtung steht – wie wohl kaum ein anderer zuvor. Einerseits leckt das so schwer getroffene Establishment die ihm zugefügten Wunden, andererseits pushen die Medien jeden noch so kleinen Schritt Trumps in ungeahnte Sphären und hier wird nicht unterschieden ob gerechtfertigt oder nicht.   David Cay Johnston ist engagierter Trump-Aufdecker, verfolgt dessen Fehltritte seit Jahrzehnten und hat bestimmt ein enormes Wissen dazu. Sein Buch „Trump im Amt“ soll nun eine Zusammenfassung dieses ersten Regierungsjahres bieten, welche selbstverständlich auch das Bild eines twitternden Trump aufzeigt. Nur zu gut kennen wir sämtliche Meldungen, denen wir beinahe täglich in den Nachrichten begegnen. Doch gerade hier hätte ich mir von Johnston mehr erwartet, als genau in diese Kerbe zu schlagen – statt sachlicher Tatsachenanalyse werden subjektive Vermutungen weitergesponnen, sicherlich zum Teil belegbar, oftmals aber aus einem Kontext herausgenommen, um den Akteur so dastehen zu lassen, wie es der Autor gerne hätte.   Man mag Trump für Vieles verantwortlich machen können, doch dass er an der derzeitigen Gesamtsituation Amerikas die alleinige Verantwortung trägt, ist wohl ziemlich weit hergeholt. Bereits seine Vorgänger trugen viel dazu bei, dass sich Wirtschaft, Sozialstatus und Lobbyisten so entwickelten, wie wir diese heute wahrnehmen (z.B. spielt die Waffenlobby nicht erst seit Trumps Amtsantritt in einer gefährlichen Oberliga). Somit stellt sich die Frage, was denn nun so großartig anders ist als vorher?   Abschnitte über Trumps Geschäftspraktiken, Steuerhinterziehungen, eventuelle Nichtbegleichungen von Löhnen und Mafiamethoden erzählen nun nichts Neues, vieles kennen Leser bereits aus „Die Akte Trump“. Warum sich hier der Autor unzähligen Wiederholungen hingibt oder welchen Sinn es haben soll, irgendwelche Geschichten aus den 80er Jahren hervorzukramen, erschließt sich mir nicht und hat meiner Meinung nach auch in diesem Buch nichts verloren.   Was ich aber besonders kritisieren möchte, ist die Doppelmoral, die der Autor teilweise an den Tag legt – so werden die Fehltritte Clintons (als Außenministerin) bagatellisiert während Trump z.B. eine enge Verbundenheit mit den Saudis nachgesagt wird. Hier bekommen wir von Johnston eine Interpretation geliefert, die durchaus glaubwürdig und logisch dargestellt wird. Sobald man aber diese Auslegungen zu hinterfragen beginnt, merkt man, dass der Autor hier keine vorurteilsfreien Analysen aufzeigen möchte, sondern einzig und allein in eine Richtung schießt. Sachlichkeit sieht anders aus.   „Trumps Präsidentschaft ist eine Herausforderung für Amerika und die Welt. Für welche Zukunft werden wir uns entscheiden? Wollen wir Amerika in dieser und in zukünftigen Administrationen zu einer Autokratie umbauen? Welche Zeichen senden wir damit an unsere Partner und um den Globus? Oder entscheiden wir uns doch für eine Zukunft, die den menschlichen Geist freier macht?“   Dieser letzte Absatz in dem Buch ist wohl bezeichnend für die Entwicklung von Gesellschaft und Politik in der heutigen Zeit. Ich sehe jede Präsidentschaft als Herausforderung für einen Staat und dessen Verbindungen. Ob ich meinem Geist freie oder gesteuerte Gedankengänge zugestehe, entscheide ich als mündiger Bürger für mich selbst – das ändert nichts daran ob der US-Präsident Trump oder sonst wie heißt.   Somit vergebe ich zwei Sterne und leider keine Leseempfehlung.

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    • 3
  • Ein objektives Sachbuch geht anders

    Trump im Amt

    seschat

    09. February 2018 um 16:19

    Der amerikanische Journalist David Cay Johnston kennt Donald Trump seit 1988 und beschäftigt sich ebenso lang mit dessen Werdegang. In dem nun vorliegendem Werk „Trump im Amt“ nimmt der Autor das erste Regierungsjahr des 45. amerikanischen Präsidenten unter die Lupe. Obschon Johnston in den USA ein anerkannter Journalist und Buchautor zu sein scheint, so hat er doch ein recht eindimensionales Sachbuch vorgelegt, das in keiner Weise dem Anspruch der Objektivität genügt. Vielmehr ergeht er sich auf den insgesamt 464 Seiten recht ausführlich über Donald Trumps unzureichende Regierungskompetenz und Menschlichkeit. Kurzum, alle Trump-Hater werden hier auf ihre Kosten kommen und auf jeder Zeile lesen können, wie schlecht und unreif der neue Präsident doch sei. Medial allseits bekannte Vorurteile und Klischees kommen reichlich zur Sprache. Ganz gleich, ob der Leser gegenüber dem polarisierenden Präsidenten positiv oder negativ eingestellt sein mag, ein derartiges Sachbuch sollte m. E. neutral gehalten sein. Mich konnten die Enthüllungen über Trump und seine „Machenschaften“ nicht wirklich berühren, weil viel zu oft auf seine Unfähigkeit, seine skandalösen Entscheidungen und seinen Rassismus im Vergleich zu den Vorgängern im Amt des Präsidenten abgehoben wurde. Doch waren nicht auch diese alles andere als Gentlemen bzw. Saubermänner? So unpassend Trumps Wortwahl und Auftreten oft sein mögen, ihn als alleinigen Buhmann der ganzen Präsidentenschar hinzustellen, ist mehr als fragwürdig und wird dem Buch einfach nicht gerecht. Auch die Schilderungen der „Verstöße“ Trumps fielen meiner Meinung nach zu detailreich aus, was den Lesefluss hemmte, gar arg verlangsamte. Denn zu viel Klein-Klein geht auf Kosten der Lesbarkeit und des Lesers Nerven.FAZITMehr stringente Schimpftirade und Diffamierungskampagne als sachliche Studie.

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    • 2
  • Unverhohlene Propaganda, stumpfe Teufel-an-der-Wand-Malerei im Stil der 80-ger Jahre des letzten Jh.

    Trump im Amt

    Wedma

    Meine Begeisterung hält sich leider sehr in Grenzen. Ich habe gehofft, dass es nicht so schlimm wird. Es ist eine unverhohlene Propaganda, stumpfe Teufel-a-der-Wand-Malerei, dazu noch in grässlichsten Tönen, die man bisher nur über die Oberhäupter der Regierungen anderer Länder zu lesen bekam. (Titel der Originalfassung: "It's even worse than you think") Oft musste ich mich fragen: Für wie dumm hält der werte Autor bitte seine Leser? Schon allein sein Ansatz, nur das Schlechteste hervorzukramen und nur schwarz zu malen, egal, um welchen Bereich es geht, verrät ihn als einen Propagandisten, der Interessen bestimmter Gruppe vertritt, die mit dem Wohl des Volkes eher wenig am Hut hat. So eine Herangehensweise macht sein Pamphlet zu einer unglaubwürdigen Schmonzette, egal wie er sich abmüht, überzeugend  zu wirken, die v.a. an diejenigen gerichtet ist, die: a) nicht gewohnt sind, selbst und kritisch zu denken; b) wenig gut informiert sind; c) mit einem starken Minderwertigkeitskomplex  befallen sind; d) denen es schon länger nicht gut geht, insofern ist der Titel der Originalfassung sehr treffend gewählt: „Es ist gar schlimmer als Sie denken“; e) die ihre Meinung über das Geschehen in den Schriften mit solchen Titeln suchen und nicht imstande sind, diese Pamphlete als das zu erkennen, was sie eigentlich sind: Werkzeuge aus der Mottenkiste der Meinungsmacher, die zu einem sehr bestimmten Zweck eingesetzt werden. Schon allein die Tatsache, dass es dem werten Autor nicht möglich erschien, sich um einen differenzierteren Ansatz zu bemühen, viel einfacher war es alles in Schwarz zu malen, verrät, was er, und vermutlich auch seine Auftraggeber, vorhatten. Die Eliten sind „not amused“. Die breite Masse hat den Falschen gewählt. Aber nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl.  So müssten die Wähler so langsam für die nächsten Wahlen entsprechend bearbeitet werden, damit es wenigstens beim nächsten Mal klappt und ein den Eliten genehmer Kandidat ins Weiße Haus einzieht. (Mehr zu Eliten in z.B. „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ von Hrgs. Ulrich Mies, Jens Wernicke.) So wurde ein main stream treuer Schreiberling angeheuert, der sein Job nur dann als getan betrachten kann, wenn er das erste Jahr des neuen Präsidenten in grässlichsten Tönen verhöhnt und an Trump selbst kein gutes Haar gelassen hat. (Mehr zu wie die sog. Leitmedien funktionieren in: „Lügen die Medien?“ von Jens Wernicke.) Und das bei dem, dass es bekannt ist, dass Trump viel Wert darauf legt, welche Meinung in der Öffentlichkeit über ihn kursiert. Er sollte also noch dazu an der empfindlichsten Stelle getroffen werden. „Raffiniert“. Schwere Geschütze wurden hier aufgefahren. Und je schwerewiegender die Vorwürfe: Alles war vertreten, von Verrat, denn Trump ist, nach Meinung des werten Autors, ein Werkzeug in den Händen der bösen Russen, wofür er keinerlei ernstzunehmende Beweise vorzuweisen hat, das spielt aber für diesen „Profi“ gar keine Rolle; über die Unzulänglichkeit in Wirtschaftsfragen, seltsam nur, das Trump kein Bettler ist und sein nicht gerade unbedeutendes Imperium aufgebaut hat; bis zu beabsichtigtem Wählerbetrug uvm. Je schwärzer die Malerei, desto deutlicher fiel das Ganze ins Unglaubwürdige, wenn nicht gesagt Absurde. Dass der werte Autor sich selbst dabei nicht lächerlich vorkam… Aber naja, das Geld seiner Auftraggeber wird ihn schon darüber hinweg getröstet haben. Die Tatsache, dass Trumps Wahl das Ergebnis der Politik seiner Vorgänger ist, wurde von diesem „hochkarätigen Durchblicker“ geflissentlich übersehen. Dass auch seine Vorgänger genug Scheußliches getan haben, was weder ihrer Heimat noch vielen anderen Ländern der Welt etwas Gutes gebracht hatte, wovon sie am liebsten nicht in der Zeitung lesen würden, und erst recht nicht in so einem Ton, wie Johnston ihn eingeschlagen hat, wurde hier schlicht unter den Teppich gekehrt. (Mehr dazu z.B. in „Illegale Kriege“ von Daniel Ganser, „Wer beherrscht die Welt“ von Noam Chomsky, „Die den Sturm ernten“  von Michael Lüders, „Schwarze Flaggen“ von Joby Warrick, „Der Fluch der bösen Tat“ von Peter Scholl-Latour, etc.) Die früheren Präsidenten und ihre Minister wurden hier nur positiv erwähnt, quasi als Kontrast zum „bösen Bub“ Trump. Und nur über Trump im Amt wurde bisher in solchen Tönen und so abwertend berichtet. Das  demonstriert v.a. eins: Derjenige, der den Eliten schmerzhaft genug auf die Füße getreten ist, wird quasi für vogelfrei erklärt. Der bekommt so ein Pamphlet zusammengedichtet, das dann auf die internationale Öffentlichkeit losgelassen wird. Von solchen „Meisterwerken“ habe ich schon einige gelesen. Sie sind nicht schwer zu erkennen. Dämonisierung und Schwarzmalerei sind da oft die erste Priorität, um bestimmte Person in der Öffentlichkeit im schlimmsten Licht darzustellen. Einen differenzierten Ansatz sucht man in solchen Schriften oft vergeblich. Propaganda ist ein Machtinstrument. Wirkt aber nur, wenn man nicht imstande ist, diese als solche zu erkennen. (Mehr dazu z. B: in „Propaganda als Machtinstrument“ von A. Bleyer, „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon, etc.) So gesehen, soll Trump doch stolz darauf sein. Wenn jmd es nicht für nötig gehalten hätte, so etwas über ihn anzufertigen, dann wäre er schlicht nicht wichtig genug. Nun wurde er in die „Hall of Fame“ aufgenommen. Damit wir uns richtig verstehen: Ich bin bestimmt kein Trump Fan. Aber dieses unverhohlene bashing, so eine plumpe Meinungsmache wie dieses Propagandapamphlet hier, diese Respektlosigkeit ggü den Lesern, dieses antizipierte Bild von denjenigen, auf die dieses Stück einwirken und von denen es ernstgenommen werden soll,  ist schon eklatant und veranlasst mich dazu, diese Zeilen zu schreiben. Das ist definitiv nicht die Möglichkeit. Fazit: 1 Stern finde ich angemessen. Man kann seine Zeit mit besseren Büchern verbringen.

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    • 7
  • Ein Präsident, der nur schlecht sein kann

    Trump im Amt

    R_Manthey

    19. January 2018 um 12:15

    Der Wahlsieg von Donald Trump war ein schockierender Unfall, der das US-Establishment schwer getroffen hat. So war das auf keinen Fall vorgesehen. Die Macht zu verlieren, ist für eine politische Partei oder Kaste schon Albtraum genug. Und dann noch an so einen. Statt einmal die Dinge in Ruhe sachlich zu analysieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen, toben insbesondere die Medien schnappatmend in einem Ausmaße, das ebenso schockierend ist. Mehr als 90 Prozent der Berichterstattung ist in den USA negativ. In Deutschland scheint der Anteil nahe 100 Prozent zu liegen. Was dieser Präsident tatsächlich praktisch tut, welche Verordnungen und Erlässe er tatsächlich unterschreibt, bleibt inhaltlich nicht weiter erwähnenswert. Es kann schließlich nur schlecht sein.Und nun dieses Buch. Trump im Amt, schlimmer als erwartet. Eigentlich braucht man den Text nicht wirklich zu lesen. Warum? Nun, schon auf Seite 10 findet man die Feststellung, dass der Präsident "ein Idiot im klassischen Sinne des Wortes" wäre. Sieben Seiten später heißt es: "Trump selbst blickt auf ein Leben als Trickbetrüger zurück …" Und: "Seine Ehefrau ist ein ehemaliges Porno-Model …" Schließlich findet man auf Seite 29 noch die Feststellung: "In der Präsidentschaft Trump geht es jedoch einzig und allein um Donald Trump. Punkt. Ende." Das ist das intellektuelle Niveau dieses Buches, das sich dann im Weiteren voll entfaltet.Selbstverständlich kann man über Donald Trump und sein gelegentlich reichlich merkwürdiges Verhalten denken, was man will. Man muss Trump auch nicht sympathisch finden. Man kann ihn auch für einen Narzissten und Angeber halten. Doch wenn man ein Buch über einen Präsidenten im Amt schreibt, dann kann man genauso als Leser eines solchen Textes erwarten, dass sich sein Autor sachlich mit den Tatsachen und weniger mit den eigenen Wünschen oder Vermutungen auseinandersetzt. Dazu gehört zunächst einmal, dass man die tatsächlichen Sachentscheidungen dieses Präsidenten einigermaßen objektiv oder wenigstens von den verschiedensten Standpunkten zu betrachten versucht. Das überschreitet jedoch offenbar den Horizont dieses Autors. Seine Aussagen sind stets negativ und herabsetzend.Donald Trump hat die Ausgangslage seiner Präsidentschaft nicht zu verantworten. Es waren seine Vorgänger, die es zugelassen haben, dass die US-Wirtschaft in großen Teilen ihre Konkurrenzfähigkeit eingebüßt hat. Dass die Infrastruktur sich in einem sehr schlechten Zustand befindet. Dass die amerikanische Mittelschicht ausblutet. Dass die Staatsschulden explodiert sind. Und vieles mehr. Davon liest man in diesem Buch nichts. Die USA stehen vor enormen und sehr komplexen Problemen, dessen ist sich Trump wohl durchaus bewusst, auch wenn das dieser Autor nicht wahrhaben möchte. Sein Credo in diesem Buch lautet ganz anders: Trump ist erstens nur zufällig Präsident geworden, und zweitens will er nur angeben und sich im Glanze des Amtes sonnen und absahnen. Und drittens ist er in Gänze inkompetent.Nach den einleitenden Abschnitten kommt der Autor dann zu Trumps Gebaren als Geschäftsmann. Es mag zutreffen, dass Trump als Immobilienunternehmer brutal vorgeht und jede Gelegenheit nutzt, um seine Interessen durchzusetzen. Doch was nützt es einem deutschen Leser, wenn er seitenlang und ohne Kenntnis des tatsächlichen Streits alle möglichen Auseinandersetzungen aus Trumps Geschäftsleben vorgesetzt bekommt? Die Methode des Autors ist immer dieselbe: Erst eine These aus der Hand schütteln und dann Beispiele bringen, die sie beweisen sollen. Das klingt für manche vielleicht überzeugend. Ein wirkliches Bild kann man sich daraus jedoch nicht machen, weil man immer nur den Ausschnitt des Ganzen vorgesetzt bekommt, der gerade die These des Autors zu unterstützen scheint.Das trifft zum Beispiel auch auf Trumps Steuerreform zu, die inzwischen verabschiedet wurde und somit auch den Autor eines Besseren belehrt, denn der zweifelt in seinem Text noch heftig an ihrer Realisierung und natürlich an Trumps Befähigung, eine solche Reform überhaupt zustandezubringen. Das koppelt er außerdem mit Trumps bisheriger Steuervermeidungsstrategie als Geschäftsmann, die zwar legal, aber moralisch zu verurteilen sei. Was gilt denn nun eigentlich? Einmal unterstellt der Autor Trump zu allem zu blöd zu sein. Und wenn Trump plötzlich nicht zu dämlich ist, um die bestehenden, nicht von ihm gemachten Gesetze auszunutzen, um Steuern zu sparen, dann schlägt die Moralkeule zu. Inzwischen haben übrigens auch deutsche Konzerne erkannt, dass die Trumpsche Steuerreform erhebliche Investitionsanreize in den USA setzt.Wie einseitig dieses Buch tatsächlich, sieht man auch an den Ausführungen zur Außenpolitik dieser Administration. Der Autor unterstellt Trump völlig Unkenntnis und lobt außerdem, wo immer er kann, die ehemalige Außenministerin Clinton, die sich mit ihrer E-Mail-Affäre und anderen Fehlleistungen (z.B. in Libyen) nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Die vom Autor erwähnte Clinton Foundation erhielt nicht unerhebliche Zuwendungen von den Saudis, was den Autor aber nicht davon abhält, nun Trump Nähe zu diesem Staat vorzuwerfen und zu behaupten, er würde nicht verstehen, dass die Saudis den islamischen Terrorismus unterstützen. Doch Trump hat bei den Saudis eine Rede gehalten, in der er gerade das, wenn auch indirekt, hart kritisierte. Der Autor zitiert sogar diese Rede, so dass man das Gefühl bekommen kann, seine Wahrnehmung ist heftig gestört. Trumps Rede in Warschau, in der er den Westen und insbesondere Europa, auffordert schwer errungene kulturelle Werte zu verteidigen, hält der Autor für paranoid.An all diesen Beispielen kann man ersehen, dass in diesem Buch nicht darum geht, die Politik dieses Präsidenten von einem neutralen Standpunkt aus zu beleuchten. Weil sie sich essentiell von der seiner Vorgänger unterscheidet, geht es allein darum, genau diesem Vergleich aus dem Weg zu gehen und sie stattdessen mit den verschiedensten Methoden nur abzuqualifizieren. Der Leser soll erst gar nicht auf die Idee kommen, dass einige Elemente der Herangehensweise von Trump vielleicht doch durchdacht und vernünftig sein könnten. Immerhin wächst die Wirtschaft wie lange nicht, und die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht.Dieser Präsident wird von den Medien vor allem als dumme und verwerfliche Person dargestellt. Von einem solchen Menschen kann man schließlich nichts Brauchbares erwarten. Und damit lässt sich jeder Versuch einer Debatte im Keim ersticken. Das ist kurz gesagt die simple, aber offenbar (wenigstens in Europa) wirkungsvolle Strategie hinter dem ganzen Trump-Bashing, zu dem auch leider dieses Buch gehört.Wer das zur Bestätigung bereits gefasster Urteile braucht, dem wird das Buch gefallen. Wer sich jedoch mit der tatsächlichen Politik dieses Präsidenten befassen möchte, dem wird lediglich ein reichlich verzerrtes Bild vorgesetzt, das den alleinigen Zweck hat, möglichst jede Diskussion über verschiedene Strategien in der Politik des Westens zu unterbinden.

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