David Chariandy Der karibische Dämon

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Inhaltsangabe zu „Der karibische Dämon“ von David Chariandy

Es scheint, als habe die Zeit das Haus am Rande Torontos übersehen. Und auch seine Bewohnerin, die seit Jahren immer seltsamer und vergeßlicher wird, lebt ganz im einsamen Rhythmus ihres dünner werdenden Gedächtnisses. Doch hat sich zwischen ihr und ihrem Sohn, der sie vor zwei Jahren als Teenager verließ, manches verändert. Jetzt ist er zurück und versucht nicht ohne Schuldgefühle, aber vor allem mit der Neugier des Spurensuchers, die verbliebenen Gedächtnissplitter der Mutter wieder zusammenzufügen. Wie erlebte sie ihre Kindheit in Trinidad, wie den Abschied von der Heimat und die Ankunft in der Fremde? Und worin besteht das Geheimnis, das ihre Existenz und auch seine eigene stets geprägt hat? Mehr und mehr beginnt er zu verstehen, daß auch seine Biographie auf dem Spiel steht. Die Erinnerung kehrt in ihrer beider Leben ein wie der Dämon aus den alten Geschichten der Karibik.<br>David Chariandy erzählt eindringlich, zuweilen drastisch und komisch. Mit seiner lebensnahen Anschaulichkeit und seiner frischen, von keiner Konvention stillgestellten Sprache hat dieser Roman über persönlichen und kulturellen Gedächtnisverlust bei den kanadischen Lesern begeisterten Zuspruch gefunden, und er wurde für den wichtigsten Buchpreis Kanadas, den Governor General's Literary Award, nominiert.

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  • Rezension zu "Der karibische Dämon" von David Chariandy

    Der karibische Dämon

    papalagi

    19. November 2009 um 09:46

    Der namenlose Ich-Erzähler verlässt als letzter mit 17 Jahren seine unter Demenz erkrankte Mutter und kehrt nach zwei Jahren reumütig zu ihr zurück. Wir erfahren wie die Familie gelebt hat, wie mühsam sich die Eltern - Vater Tamile, Mutter stammt aus Trinidad - eine Existenz aufbauten. Das heruntergekommene Haus, gelegen am äussersten Rand einer Sackgasse, nahe einer steilabfallenden Klippe, wurde liebevoll von der Mutter gepflegt. Sie hat immer die Kinder anderer Leute gegen ein Entgelt gehütet, bis auffiel, dass etwas mit ihr nicht stimmen konnte. Immer häufiger hat sie etwas vergessen, Dinge vertauscht. In der Nachbarschaft galt sie bald als die "Verrückte". Die Ärzte konnten auch nicht helfen und die Famiie konnte mit dem Wort Demenz nicht viel anfangen. Tatsache ist, dass die Mutter unter einer früh einsetzenden Demenz litt. Sehr früh starb dann auch der Vater und bald verliess der ältere Bruder das Haus. Er wollte immer Dichter werden. Nachdem der Ich-Erzähler zwei Jahre umhergereist ist, kehrt er wieder zu seinem Geburtshaus zurück. Die Mutter erkennt ihn nicht. In der Zwischenzeit hat sich eine junge Frau, Meera, um sie gekümmert. Hoffnungslos sieht der zurückgekehrte Sohn, wie es um seine Mutter steht, wie sie versucht zu kochen, dabei alles auf den Küchenboden verstreut, oder wie sie völlig verstört und nackt nach draussen geht. Ihm wird bewusst, dass durch ihr Vergessen auch seine Vergangenheit und Herkunft in Vergessenheit gerät. Wir erfahren auch den Grund, warum sich Meera um die alte Frau kümmert. Sie ist selber auch eine Einwanderertochter. Sie hat es in der Schule immer schwer gehabt und um von ihren Klassenkameraden anerkannt zu werden, hat sie ihre Nachbarin in tiefe Verzweiflung gestürzt. Schuldgefühle, Vergessen, die Vergangenheit, Familiengeschichte und Liebe prägen dieses Buch. Es zeigt die Probleme auf, die Einwanderer haben, wenn sie versuchen in einem neuen Land Fuss zu fassen, auch wenn es ein Land wie Kanada ist, das am meisten Einwanderer aufnimmt. David Chariandy ist selber Sohn schwarzer und südasiatischer Einwanderer aus Trinidad. Es ist sein erster Roman und er lebt in Vancouver.

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