David Coventry Die unsichtbare Meile

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Inhaltsangabe zu „Die unsichtbare Meile“ von David Coventry

Das Signal der Rennleitung, und die fünf Männer treten in die Pedale, sie rattern über das Kopfsteinpflaster von Paris, rechts und links die Menschen, die herrschaftlichen Fassaden, der Jubel, all das verschwimmt. Vor ihnen liegen 5.376 Kilometer, die sie retten sollen, und ein Wiedersehen … Ein Buch über ein Abenteuer, kraftvoll und zugleich hochsensibel erzählt es von Ekstase, Freundschaft und dem Echo des Ersten Weltkriegs.

Zu Beginn werden sie von den Franzosen nur belächelt, sie sind die aus Neuseeland, die mit dem veralteten Schrott und den lächerlichen Outfits. Dass sie es wieder bis nach Paris zurückschaffen werden, glauben sie selbst nicht. Doch nach kurzer Zeit sind sie Teil dieser sonderbaren Gemeinschaft, stoßen sich beim Sprintduell die Ellenbogen in die Rippen, jagen nachts lebensmüde die Alpen runter, betäuben sich nach der Etappe mit allem, was zur Verfügung steht. Doch in dieser von Kratern und Gräben zerfurchten Landschaft braucht es bald mehr als nur Entschlossenheit, um seinen eigenen Dämonen zu entfliehen …

Ziemlich lahme Geschichte. Mehr Familiengedöns als aufregender Radsport, der natürlich vorkommt, aber nicht im Mittelpunkt steht.

— wandablue

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  • Langwieriges Memorieren über Familienhintergründe.

    Die unsichtbare Meile

    wandablue

    Langwieriges Memorieren über Familienhintergründe„Auslöser für die Geschichte, wie der am 2. Oktober 1969 im neuseeländischen Wellington geborenen David Coventry in einem Radiointerview erzählt, war eine Anfrage zu Harry Watson. Coventry arbeitete damals in einem Filmarchiv. Der ehemalige Sounddesigner fing an zu recherchieren und fand heraus, dass Harry Watson als erster Neuseeländer 1928, mit drei Australiern, Hubert Opperman, Percy Osborn and Ernie Bainbridge, bei der Tour de France teilgenommen hatte. 22 Tage lang kämpfte sich das Team durch dieses mörderische Rennen und am Ende belegte Harry Watson den 28. Platz.“ Bayerischer Rundfunk. Derart beworben musste mich dieses Buch enttäuschen, das ich nach etwas mehr als der Hälfte abbreche. Denn um Sport geht es nur am Rande, obwohl der namenlose Protagonist, Bruder eines Bruders und Bruder einer Schwester und Cousin einer Cousine Alice, Neuseeländer, mit einigen Kumpels 1928 an der grandiosen Tour de France teilnimmt, die seinerzeit eine ganz andere Tour gewesen sein muss als diejenige, die wir heute atemlos im Fernsehen mitverfolgen. Weder kommt die umwerfende Naturkulisse im Buch zum Tragen, obwohl dem Icherzähler ein Dossier über "Stadt und Burg" der im Umland lebenden Cousine Alice zugegangen ist, aus dem er ausgerechnet die langweiligsten Einzelheiten dem Leser memoriert auf abendlichen Sightseeinggängen. Sightseeing statt Physiotherapeut? Weinsaufen, Kokain, Ephetrin und was weiß ich noch alles statt ausgewogener Ernährung? Lachhaft. Oder? Noch steht der Radsport wirklich im Brennpunkt. Er ist eher ein Mittel zum Zweck zum Sinnieren, Träumen, Nachdenken, Familienbande darzustellen. Hallo? Wen interessieren die Gedankengänge eines Ghosts, eines Protagonisten, der nicht einmal einer echten Rennsportgestalt nachempfunden ist, sondern eine Fiktion ist?Die Icherzählung ist schwach auf der Brust. Was den Leser interessiert hätte, der Vergleich der Tour von damals mit heute, der anderen Organisation, den anderen Straßenverhältnissen, das alles muss er sich zwischen den Zeilen herausklauben, was er dagegen in voller Länge verpasst bekommt, sind langwierige Sinnierungen über den Bruder, der im Ersten Weltkrieg irgendwo über Frankreich abgeschossen wurde und darauf hin wunderlich wurde, über die somnambule Schwester, die früh verstarb, über die Cousine, die der Protagonist noch nie gesehen hat und die er nun gerne treffen würde, deren Rendez-vous aber irgendwie nicht zustandekommt, ein Groupie älteren Semesters, das ihn mit Opium versorgt und das die Sportler studiert, auf all das, wen interessierts, habe ich nach mehr als der Hälfte absolut keine Lust mehr. Ich würde nicht sagen, dass „Die unsichtbare Meile“ ein schlechtes Buch ist, es ist nur nicht in erster Line ein leidenschaftliches Buch über die Tour die France. Sicher, die Leiden der Fahrer kommen vor, nebenbei, doch alles, was mich interessiert hätte, wie kommt ein Sturz zustande, wie sind die Beziehungen der Fahrer untereinander, wie wird die Verpflegung organisiert, warum müssen die Fahrer ihre Räder selber reparieren, wenn sie eine Panne haben, wie sind die Straßenverhältnisse, all das nimmt eine untergeordnete Rolle ein. Dagegen wird endlos memoriert über Gespräche am Streckenverlauf und über dies und über das, nur nicht über etwas Interessantes. Kurz und gut: auf die Depressionen auslösenden Gedanken des Protagonisten habe ich auf Seite 235 keine Lust mehr. Lese es ein anderer fertig. (Ich habe keine Lust mehr, ist tatsächlich der beherrschende Gedanke, den ich während der Lektüre hatte). Die Sprache, die mich auch bei langwierigen Stoffen immer abholen kann, gefällt mir hier nicht. Zwar gibt es zahlreiche poetische Wendungen, aber auch vollkommen sinnentleerte Sätze, bei denen man nicht weiß, ob man sie dem Autor oder dem Übersetzer zuschreiben muss, jedenfalls kann auch die Sprache mich nicht mit dem Stoff versöhnen. Fazit: Dramatik der Tour? Spannung des Rennverlaufs? Nichts. Für mich langweilige Icherzählung, aus der mit einem übergeordneten Erzähler viel mehr herauszuholen gewesen wäre. Kategorie: BelletristikVerlag: Insel, 2017

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    sursulapitschi

    21. August 2017 um 20:56
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

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