David Denby Große Bücher

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(9)
(2)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Große Bücher“ von David Denby

Einen Text wiederzulesen ist häufig ein Schock, eine Begegnung mit einem früheren Ich, das revidiert wurde. So mochte David Denby ursprünglich gedacht haben, als er sich nach 30 Jahren nochmals in Klassischer Philologie und Kulturgeschichte der Gegenwart einschrieb, beides Traditionsseminare der Columbia University, dafür gedacht, Studienanfängern die Literatur des christlichen Europa und die Grundlagen westlicher Zivilisation nahezubringen.<P> Für den erfolreichen Filmkritiker sind die zwei Semester also zunächst ein persönliches Abenteuer auf der Suche nach sich selbst, was für ihn auch ein Kampf gegen die Allgegenwart der Medien ist. Denby sieht aber gleichwohl, daß er Privates nicht vom Ganzen trennen kann, und so kommt es, daß er bei seinen (leider nicht immer sonderlich gelungenen) Plaudereien über die behandelten Werke (die "großen Bücher" von 27 Autoren, von Homer über Thomas Hobbes, Immanuel Kant bis Virginia Woolf) wiederholt bohrende Fragen aufwirft: Was hält die bürgerliche (US-)Gesellschaft angesichts „sozialer Demoralisierung“ (Angst, Verbrechen, Armut, Neid) noch zusammen? Was legitimiert sie nach innen und nach außen? Wie kann man gegensteuern?<P> Nachdem die Globalisierung in der One World den Universalitätsanspruch des Westens ins Wanken gebracht hat und allem Anschein nach ein <i>Kampf der Kulturen</i> (Huntington) drohe, denkt auch Denby darüber nach, ob der Columbia-Literaturkanon entweder ein Teil des Unterdrückungsinstruments weißer Herrschaft oder ein Bollwerk der westlichen Kultur ist. Er verneint den Vorwurf der Hegemonie, wenngleich er eingestehen muß, daß er ja "innerhalb der Mauern des Imperiums" lebt und dessen Schutz genießt.<P> Abhilfe, zumindest im Innern, erhofft sich Denby durch einen moralischen Pakt in der Gesellschaft, eine "Übereinstimmung des allgemeinen Gefühls" (im Sinne Humes).<P> Die geraffte Darstellung von 3000 Jahren abendländischer Geistesgeschichte macht das Buch allemal lesenswert für philosophisch und philologisch interessierte Einsteiger.<I>--Jürgen Grande</I>

ein Muss für jeden Bücherliebhaber, leider vergriffen also in amazon marketplace suchen

— sethos01
sethos01

Stöbern in Sachbuch

Die Stadt des Affengottes

Aufregender Trip in den Urwald von Honduras. An manchen Stellen etwas zu trocken, aber insgesamt ein interessante Erfahrung.

AberRush

Nur wenn du allein kommst

Volle Leseempfehlung. Sehr beeindruckende Geschichte.

Sikal

LeFloid: Wie geht eigentlich Demokratie? #FragFloid

Großartiges Buch für Jung und Alt zur Erklärung unserer Politik in verständlichen und interessant verpackten Worten!

SmettgirlSimi

Vegetarisch mit Liebe

Jeanine Donofrio beweist mit diesem Kochbuch, dass ein gutes Gericht nicht tausend Zutaten bedarf, um unglaublich lecker zu sein!

buecherherzrausch

Hygge! Das neue Wohnglück

Dank hometours taucht man ein in fremde Wohnungen und erhält tolle Inspirationen um eigene "hyggelige" Wohnmomente" zu schaffen.

sommerlese

Was das Herz begehrt

Ein anspruchsvolles Buch, bei dem sich alles um unser wichtigstes Organ dreht. Umfassend, verständlich und humorvoll.

MelaKafer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Suchtgefahr für Leser

    Große Bücher
    sethos01

    sethos01

    27. February 2015 um 00:12

    ein Wühlkorbfund avanciert zu einem meiner Lieblingsbücher: Denby beschreibt sein Jahr als Student der "grossen Literatur" und macht Lust aufs Lesen der Klassiker aus dreitausend Jahren, man lernt unglaublich viel und rennt nach jedem Kapitel zum Regal um zu sehen, ob man das betreffende Buch eh schon hat und gleich beginnen kann.

  • Rezension zu "Große Bücher" von David Denby

    Große Bücher
    Kaivai

    Kaivai

    01. April 2007 um 20:37

    Dies Buch hat einen Klappentext,der einfach alles sagt und dem ich auch gar nichts hinzuzufügen hab,denn besser könnt ich dies Buch nicht vorstellen und auch wenn ich das nur ungern mach,statt der eigenen Rezension eine andere hier niederzuschreiben,tu ich dies hier mal ausnahmsweise aus obengenannten Gründen: "Mit achtundvierzig Jahren,nach Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit als Journalist und Filmkritiker,fühlte David Denby,daß sein Leben seltsam schal geworden war.Die hektische bunteWelt der Medien kam ihm mit einem Mal eitel,hohl und unerträglich oberflächlich vor.In all den Jahrzehnten des Berufslebens,so schien es ihm jetzt,hatte er nur Informationen,aber kein Wissen angesammelt.Und während die Fundamente seines Lebensgebäudes in sich zusammenfielen,erkannte er,daß er sich in einer speziellen Art von Midlife-crisis befand und daß traditionelle Gegenmittel wie ein Abenteuerurlaub oder eine heimliche Affäre ihm nicht weiterhelfen würden.Er suchte das wirkliche Abenteuer,das Abenteuer des Geistes.Und er fand es in den >Großen Büchern<. So erfüllte sich Denby einen Traum und ging für ein Jahr zurück an die Columbia Universität in New York. Dreißig jahre zuvor hatte er dort bereits die >Großen BücherIch habe die unsägliche Sünde begangen, dieses Buch zu meiner eigenen Freude und der des Lesers zu schreiben.< (David Denby) "

    Mehr