David Duchovny

 3.6 Sterne bei 68 Bewertungen
Autor von Heilige Kuh, Heilige Kuh und weiteren Büchern.

Alle Bücher von David Duchovny

Heilige Kuh

Heilige Kuh

 (46)
Erschienen am 11.07.2016
Ein Papagei in Brooklyn

Ein Papagei in Brooklyn

 (4)
Erschienen am 25.04.2017
Heilige Kuh

Heilige Kuh

 (12)
Erschienen am 16.03.2015
Holy Cow

Holy Cow

 (6)
Erschienen am 03.02.2015

Neue Rezensionen zu David Duchovny

Neu

Rezension zu "Heilige Kuh" von David Duchovny

Moulder schreibt ein Buch
Eggi1972vor 2 Monaten

Heilige Kuh von David Duchovny

Hörbuch gelesen von Cathlen Gawlich

Übersetzung von Timur Vermes

 

Moulder schreibt ein Buch. Aber mit Akte X hat es rein gar nichts zu tun. Das mysteriöseste sind sprechende Tiere. David Duchovny glänzt mit einer anderen, unerwarteten Seite. Die Erzählung sprüht vor Humor in allen Schattierungen.

Eine Kuh sieht zufällig einen Fernsehbericht über Schlachthäuser und ist entsetzt über das Verhalten der Menschen. Keine Angst, es folgt keine Anschuldigung an die bösen Fleischesser. Im Gegenteil, die Kuh Elsie folgert nüchtern, dass auch der Wolf andere Tiere jagt, um zu leben. Aber die Menge des weggeworfenen Essens stört sie enorm. Trotzdem fühlt sie sich nicht mehr wohl auf ihrer Farm. Ein weiterer Bericht über heilige Kühe in Indien bringt sie auf eine Idee. Ein Schwein und ein Truthahn bemerken ihren Plan und schließen sich an. Warum aber der Truthahn in die Türkei will, das muss man einfach selber hören.

 

An dieser Stelle auch ein ganz großes Lob an den Übersetzer Timur Vermes. Diese Arbeit wird oft unterschätzt, aber sie ist ebenso wichtig, wie die des Autors selbst. In Zeiten von online-Übersetzungsprogrammen glauben viele, dies sei schnell gemacht, aber ohne gute Kenntnis von Land und Kultur der beiden Sprachen aus bzw. in die übersetzt wird und ein feines Gespür für den angebrachten Stil, klingt eine Übersetzung hölzern. Besonders die Anspielungen auf Fernsehsendungen, Zeitungen und Gedichte können nicht einfach übersetzt werden, sondern müssen adaptiert werden. Dies ist hier ausgezeichnet gelungen!

 

David Duchovny hat eine herrliche Erzählung geschrieben, die uns im Stil von Til Eulenspiegel den Spiegel vorhält, und wir können herzhaft über uns lachen. Dass der Wortwitz auch im Deutschen so gut funktioniert, verdankt er dem hervorragenden Übersetzer Timur Vermes, auch der Lesestil von Cathlen Gawlich trägt seinen Teil zu einer gelungenen Unterhaltung bei. Ich hoffe, bald wieder etwas von diesem tollen Team zu hören.

Literaturlounge

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Rezension zu "Heilige Kuh" von David Duchovny

Die ganze Wahrheit über dein Schnitzel
StMoonlightvor einem Jahr

Elsie ist eine, doch recht naive, Milchkuh. Bisher erging es ihr auf dem Bauernhof, zusammen mit ihren Freunden, nicht schlecht. Doch langsam aber sicher treibt sie die Neugierde an. Elsie will endlich wissen was HINTER dem Zaun liegt. So kommt es, dass sie den genervten Bauernjungen übertölpelt und sich ihre Heimat genauer ansieht. Abgesehen davon, dass sie nun viele andere tierische Bewohner des Hofes kennenlernt, erfährt sie auch von einem „Gott“ der Menschen. (Für wissende Hörer ist schnell klar, dass es sich um einen Fernseher handelt.) Und dieser „Gott“ zeigt grauenvoll Bilder: Von eingepferchten Artgenossen, wie sie getötet werden, ihnen die Haut vom Leib gezogen wird, … Blut, überall Blut. Nur noch das ist es, was Elsie sieht. Völlig traumatisiert kehrt sie in ihr Gatter zurück – und beschließt nicht tatenlos auf ihr Ende zu warten, sondern nach Indien zu fliehen, denn dort gelten Kühe als heilig. Auch das hat der Kastengott gesagt, also muss es ja wahr sein. Doch während des Fluchtversuches schließen sich auch andere Tiere an, denen ihr eigenes Schicksal schnell klar wird und als würde eine Kuh auf der Flucht nicht schon Aufsehens genug erregen, wirkt es bald so, als  wären die Bremer Stadtmusikanten wieder auf Reisen. Allerdings hat diese tierische Truppe hier mit den Tücken der Technik von heute – und einer sehr weiten Entfernung – zu kämpfen, was es wirklich sehr interessant  und auch lustig macht. Trotz allem Humor schwingt immer wieder der Große Gedanke Tierschutz mit. Wie nebenbei führt Elsie den Hörer die ganze Wahrheit von seinem Fleisch, Schuhen und Eiern vor Augen.

Die Sprecherin macht ihre Sache wirklich gut, die Stimmlagen sind stets passend zum Ereignis, so dass ich schnell das Gefühl hatte, wirklich mehreren Sprechern zu lausche.

Eine wirklich herrliche und schöne Geschichte, die zum Denken und Nachdenken anregt – und sicher dem ein oder anderen den Appetit auf Fleisch verdirbt. (Ich war bereits Vegetarierin, als ich dieses Hörbuch gehört habe, ansonsten wäre ich es vermutlich danach geworden.)

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Rezension zu "Heilige Kuh" von David Duchovny

Abgedrehte Geschichte
Nicky123vor 2 Jahren

Inhalt:
Die Kuh Elsie macht eines Tages eine Entdeckung, die ihr heiles Farm-Leben völlig auf den Kopf stellt: Menschen nutzen nicht nur tierische Erzeugnisse - sondern verspeisen und häuten die Tiere anschließend auch noch! Für Elsie ist klar: Sie wartet auf dieser Farm nicht auf den sicheren Tod. Sie will in ein Land, in dem Kühe verehrt und ganz sicher nicht gegessen werden: Indien. Auf ihrer Reise in die weite Welt wird sie von einem hibbeligen Truthahn und einem jüdischen Schwein mit ganz eigenen Zielen und Wünschen begleitet.

Meine Meinung:
Die Kuh Elsie schreibt das Buch selbst und zwar einmal in der Ich-Perspektive als auch hin und wieder in Skript-Form. Zwischendrin erläutert sie auch einige Dinge z.B. wie sie mit Hufen schreiben kann und wie ihre Verlegerin ihre Ideen immer wieder so findet. Ich fand diese Einschiebungen recht unterhaltsam.
Nur gerade zu Anfang ist Elsie besonders aufgekratzt: Sie erzählt viel und davon noch mehr Unnötiges und versucht dabei auch noch, witzig zu sein (vielleicht ist sie witzig und es war schlichtweg nicht mein Humor). Die Kuh ging mir zu Anfang dermaßen auf die Nerven, dass sie Glück hatte, dass ich gerade nichts Anderes zum Lesen hatte ...
Leider wurde das Buch nicht besser. Der Anfang war sehr langatmig und als es dann endlich begann einigermaßen spannend zu werden, verfielen zwei der Hauptprotagonisten in einen Dialekt, der unmöglich zu verstehen war - trotz lautem Vorlesen. Das hat mir wirklich die Lust am Lesen verdorben. Es war mir kaum möglich, mehr als drei Seiten am Stück zu lesen, weil der Dialekt einfach zu anstrengend (für mich) war.
Das Buch ist sehr moralisch, was die Lesefreude für mich ebenfalls getrübt hat, da es mir irgendwann nur noch auf die Nerven ging. Immerhin kommt die Message des Autors damit klar und unmissverständlich an ...
Im Buch befinden sich ein paar Illustrationen, die nicht "klassisch schön" zu nennen sind, aber gerade weil sie so spacig sind, passen sie perfekt ins Buch.

Fazit:
Für mich war das Buch wirklich zu phantastisch und alles in allem zu viel des Guten. Ich habe es nur deshalb zu Ende gelesen, weil ich Bücher grundsätzlich nicht abbreche und dem Autor die Chance geben will, mich letztlich doch zu überzeugen. Hier war das leider nicht der Fall.
Die Sternebewertung spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wieder, lieber hätte ich keine Sterne vergeben, wenn das System es mir erlauben würde, da das Buch nicht eigentlich schlecht ist. Wer auf verrückte Geschichten steht und sich auch ein bisschen bekehren lassen und vielleicht auch etwas lernen möchte, für den ist dieses Buch sicher etwas. Für mich ist es schlichtweg nicht mein Genre gewesen.


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