David Duchovny Ein Papagei in Brooklyn

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Inhaltsangabe zu „Ein Papagei in Brooklyn“ von David Duchovny

Marty Fullilove und sein Sohn Ted sind beide auf ihre ganz eigene Art im Leben gescheitert. Der Vater als zynischer Lebemann, der an nichts ein gutes Haar lassen kann. Der Sohn als Möchtegern-Schriftsteller, der als Erdnussverkäufer im Stadion arbeitet. Beide haben seit Jahren kein Wort miteinander gewechselt. Da braucht es schon einen unheilbaren Lungenkrebs, damit Ted seinem Vater einen Besuch abstattet. Zunächst wird er mit den üblichen Vorwürfen und Beschimpfungen begrüßt. Doch nach und nach finden die beiden zueinander – über Baseball, die Suche nach der wahren Liebe und die Freuden des Cannabiskonsums.

nix für mich, eher was für Baseball liebende USA Fans. Mir ist auch der Schreibstil zu schnoderich. Hat seinen Platz in der US Literatur.

— IrisBuecher

Eine sehr bewegende Geschichte über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung.

— leserattebremen

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    Ein Papagei in Brooklyn

    leserattebremen

    24. May 2017 um 09:29

    Ted arbeitet trotz Abschluss an einem Elitecollege als Erdnussverkäufer im Stadion, während er versucht, nebenbei einen Roman zu schreiben. Zu seinem Vater Marty hat er ein zerrüttetes Verhältnis und seit dem Tod seiner Mutter fast keinen Kontakt mehr. Doch als er erfährt, dass sein Vater Lungenkrebs im Endstadium hat, kümmert er sich um ihn und die beiden müssen lernen, sich zusammenzuraufen. David Duchovny hat mit „Ein Papagei in Brooklyn“ eine sehr warmherzige und ergreifende Geschichte über eine äußerst schwierige Vater-Sohn-Beziehung geschrieben. Ganz langsam beschreibt er, wie die beiden mit der Zeit viel Unausgesprochenenes aus dem Weg räumen und sich wieder annähern. Schnell zeigt sich, dass sowohl Ted als auch Marty keine einfachen Persönlichkeiten sind, sie sind stur, nachtragend und manchmal angriffslustig. Gerade ihre Ähnlichkeiten in diesen Charakterzügen macht ihr Verhältnis so schwer, denn keiner mag so richtig auf den anderen zu gehen. In Ihrer Unsicherheit und Verletzlichkeit gehen beide lieber zum Angriff über, als offen zu reden. Dass es da Zeit braucht, sich anzunähern, ist nur verständlich und Duchovny versteht es ausgezeichnet, diese Annäherung in kleinen wie großen Gesten darzustellen. Der Schreibstil des Autors hat mich am Anfang ein wenig irritiert, doch nach den ersten Seiten kommt man schnell in einen Lesefluss und die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Es braucht etwas Zeit, Teds Gedanken zu verstehen, die so auf einen einprasseln, umso mehr wachsen er und sein Vater einem aber ans Herz. „Ein Papagei in Brooklyn“ – so fühlen sich die beiden manchmal, völlig fehl am Platz, unnütz, nicht wissend, wohin sie gehören. David Duchovny beschreibt die Aufarbeitung dieser Vater-Sohn-Beziehung mit viel Gespür für Zwischentöne und kleine Momente, bei denen aber der Humor keinesfalls zu kurz kommt. Ein sehr schönes Buch, das gleichzeitig unterhält, bewegt und nachdenklich macht. 

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  • Baseball, derbe Sprüche und eine rührende Geschichte

    Ein Papagei in Brooklyn

    Ritja

    13. May 2017 um 19:32

    Ich bin bei dieser Geschichte etwas hin- und hergerissen. So richtig gefesselt hat sie mich leider nicht, aber so richtig schlecht war sie auch nicht. Es gab Passagen und die auch Grundidee, die ich gut und auch rührend fand. Die Beziehung zwischen Marty und Ted und wie sie sich wieder entwickelt, war durchaus interessant und gut beschrieben. Wie sie beide eigentlich die Sehnsucht nach Verständnis, Liebe und Familie hatten und am Ende durch ihre eigene Mauer im Kopf auf vieles davon verzichten mussten, weil sie zu stolz waren aufeinander zuzugehen.   Dafür nervte mich relativ schnell der derbe Humor und die doch recht häufigen Beleidigungen, die sich die einzelnen Charaktere an den Kopf warfen. Der Kit in dieser Geschichte ist die Trauerbegleiterin, die der Kontrast zu den beiden Männern darstellt und mit ihrer ruhigen, aber auch schlagfertigen Art (hier fand ich den Humor gelungen) eine angenehme Figur in dieser Geschichte ist.  Der Schreibstil von David Duchovny ist gut und leicht lesbar, so dass man schnell in die Geschichte abtauchen kann. Man sollte sich jedoch ganz gut im Baseball auskennen (was bei mir leider nicht der Fall war), denn es wimmelt nur so an Fachbegriffen, Mannschaften und Spielernamen in dieser Geschichte. Auch dies bremste ein wenig meine Begeisterung für dieses Buch, da ich nicht annahm, dass Baseball einen so hohen Stellenwert haben würde.

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