David Dunwoody

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David DunwoodyHell Walks - Der Höllentrip
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Hell Walks - Der Höllentrip
Hell Walks - Der Höllentrip
 (2)
Erschienen am 08.03.2016

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Rezension zu "Hell Walks - Der Höllentrip" von David Dunwoody

Eine gelungene Mischung aus Postapokalypse- und Kaiju-Roman
chumavor 3 Jahren

Achtzehn Jahre ist es her, dass gewaltige Superstürme rund um den Globus fegten, sie brachten Tod und Verwüstung aber auch etwas anderes, viel Größeres und Zerstörerisches mit sich: Ein gigantisches, nicht irdisches Wesen, genannt der "Höllengänger". Jeder seiner Schritte löste weitere Katastrophen aus, Tsunamis und Erdstöße, die unendlich viele Todesopfer forderten. Vierzehn Jahre wandelte es unendlich langsam über die Erde bis nach Chicago, um dort regungslos zu verharren. Nichts und niemand konnte es aufhalten, weder Atombomben noch Raketen. Verschwörungstheorien und Mutmaßungen brachten keine Erkenntnisse und noch während seiner Wanderung nach Chicago erschienen die "Little Ones". Diese Wesen kamen direkt aus dem "Höllengänger" und schwärmten in alle Richtungen aus, um weitere Zerstörung über die Menschheit zu bringen. Letztlich fielen die Regierungen und die Zivilisation brach komplett zusammen.

Eine kleine Gruppe von acht Männern und Frauen kämpft sich durch die Überreste einer zerstörten Welt, Frank Eckman, ein ehemaliger Werbetexter, führt sie an. Sie bemühen sich, den "Little Ones" aus dem Weg zu gehen, denn neben der unmittelbaren Gefahr durch die schiere Größe der Wesen, geht eine todbringende Krankheit von ihnen aus. Einmal infiziert, gibt es keine Heilung und ein qualvoller Tod steht den Opfern bevor. Als sie den Weg eines gefallenen "Little One" kreuzen, brechen Visionen über Frank herein und er glaubt, den Schlüssel zur Rettung der Welt gefunden zu haben. Gibt es wirklich einen Weg, sich von dem "Höllengänger" zu befreien und somit die Apokalypse zu beenden?


Leseeindruck
"Hell Walks" im Original von David Dunwoody erschien erstmals 2014 und ist ein Kaiju-Roman, der neben dem namensgebenden Element des fremdartigen Wesens (Riesenmonster) auch postapokalyptische Elemente enthält. Diese Mischung ist hier recht gut gelungen wie ich finde, denn besonders die Endzeitkomponente erzeugt eine dichte und spannende Atmosphäre, die sich durch den gesamten Roman zieht.
Der Leser erlebt die Apokalypse selbst nur indirekt durch die Erinnerungen des Protagonisten Frank mit, denn die Handlung setzt fast 20 Jahre später ein. Die Überlebenden sind über das ganze Land hinweg versprengt und versuchen mehr schlecht als recht ihren Lebenswillen aufrecht zu erhalten und sich ihre Menschlichkeit zu bewahren.

"Schließlich besitzen wir kein Geld mehr, nicht wahr? Oder materielle Güter. Alles, was uns noch bleibt, ist das Hier und Jetzt, und selbst das nur unter Vorbehalt."

Die vom Autor geschaffenen Figuren gefallen mir gut, jede für sich aber auch ihre Interaktion miteinander.
Der Protagonist Frank ist alles andere als ein typischer Held. Er war vor dem Zusammenbruch ein mittelmäßiger Werbetexter, der zudem noch an einer Lungenkrankheit, einem Herzklappenfehler und dauerhaft schmerzenden Gelenken leidet. Nicht gerade vorteilhaft, um in einer harten Welt zu überleben. Und dennoch oder gerade wegen seiner Einschränkungen beißt er sich durch und nimmt sogar die Position des Anführers seiner Gruppe ein. Neben ihm gibt es noch Chia, einen alten und sehr geduldigen Mann, dessen Stärke unglaubliche Empathie gegenüber anderen Menschen ist; Quebra, ein ehemaliger Soldat; Autumn, die ihre jüngere Schwester Caitlin beschützt; O´Brien und Duckie, ein behinderter Junge und seine Betreuerin sowie Dodger, 26 Jahre jung, Sohn eines Gouverneurs und von diesem verstoßen.
Sie alle sind sehr gut ausgebaut, ergänzen sich wunderbar in ihren Stärken und Schwächen und stehen füreinander ein. Schon nach kurzer Zeit sympathisiert man als Leser sehr stark mit dieser kleinen Gruppe.

"Sie hatten ein gutes stabiles Verhältnis zueinander, und auch wenn sich ihre höchsten Ziele darauf beliefen, den nächsten Sonnenaufgang zu erleben, schöpften sie Sinn aus einer Welt, in der nichts mehr Sinn ergab."

Der Schreibstil Dunwoodys ist solide, liest sich flüssig und natürlich. Bei der Plotentwicklung gibt es ein paar Schwächen meines Erachtens, allerdings nicht so gravierend, dass es zu Einbußen bei der Spannungskurve kommt. Diese ist fast durchweg rund, es gab nur einen leichten Einbruch im letzten Viertel des Buches. Ohne etwas zu verraten (wer das Buch gelesen hat, wird wissen, was konkret ich hier anspreche): Der Handlungsstrang um RG war ein wenig strukturlos und wurde für meinen Geschmack unbefriedigend aufgelöst.

Alles in allem konnte mich "Hell Walks - Der Höllentrip" trotz kleinerer Schwächen gut unterhalten, was vor allem den gut ausgebauten Charakteren und der interessanten Mischung von Monsterwesen, Postapokalypse- und Mysterythriller-Elementen geschuldet sein dürfte. Besonders gelungen war übrigens das Ende, welches mich wirklich positiv überrascht hat. Lest selbst, es lohnt sich.


Fazit
"Hell Walks - Der Höllentrip" bietet Spannung und Unterhaltung auf ganzer Linie. Interessante Figuren, ein solider Schreibstil sowie vielversprechende Ideen zeugen vom Talent des Autors und sorgen, trotz kleinerer Schwächen, für ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Lesevergnügen.

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