David E. Hilton Wir sind die Könige von Colorado

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Inhaltsangabe zu „Wir sind die Könige von Colorado“ von David E. Hilton

Der 13jährige Will muss in einer Erziehungsanstalt eine Haftstrafe abbüßen. Auf der einsamen Ranch in Colorado soll Jugendlichen - genau wie den Wildpferden - der eigene Wille gebrochen werden. Auch Will ist den Aufsehern schutzlos ausgeliefert. Willkür, Gewalt und perfide Rituale sind an der Tagesordnung. Bis es eines Tages zur Katastrophe kommt … Hilton ist ein beeindruckendes Debüt gelungen über den Verlust der Unschuld, die Natur des Bösen und die Macht wahrer Freundschaft.

Unglaublich emotional!

— JennyTr

Überragend!

— Charlea

So traurig und so schön, dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen!

— Nina2401

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  • Überragende Geschichte eines kleinen Jungen mit unglaublich viel Mut!

    Wir sind die Könige von Colorado

    JennyTr

    01. June 2016 um 17:13

    Der erste Satz: "Im Sommer 1963, als ich dreizehn war, stieß ich meinem Vater ein Davy-Crockett-Taschenmesser in die Brust."Worum geht es? William Sheppard war 13 als er seinem brutalen Vater ein Messer in die Brust stieß. 'Leider' überlebt sein Vater den Angriff und Will wird in eine Erziehungsanstalt nach Colorado geschickt. Die Anstalt stellt sich als Ranch heraus, auf der Wilpferde gezähmt werden um sie danach zu verkaufen. Die Aufseher - vorallem Frank Kroft - sind gnadenlos und gewalttätig, sodass alle ihnen schutzlos ausgeliefert sind. Doch Will findet auf der Ranch neue Freunde und gemeinsam machen sie sich gegenseitig Mut und schmieden Zukunftspläne. Vorallem der gutmütige Benny wächst ihm ans Herz und als auf einmal 8 Pferde verschwunden sind, muss ein Suchtrupp gebildet werden, welcher die Pferde wieder zurückbringt. Während des Ausflugs gerät der Suchtrupp in eine Katastrophe und das Rennen um Leben und Tod beginnt.."Manche Geschichten wurzeln im Abenteuer, manche im Konflikt. Andere stammen aus dem Herzen, und die Schrecken und Freuden, die darin eingeschlossen sind, scheinen oft so unermesslich, dass man sich wahrhaft fragt, was aus den Kindern geworden ist, die wir einst waren." (S.12)Das einzig negative ist, dass manchmal zu viel drumherum geredet wurde und das Geschehen zu sehr in Gesprächen untertauchte.Dem Autor ist es erstaunlich gut gelungen, die Lebenssituation und die Gefühle von Will zu veranschaulichen. Die Kapitel sind nicht zu lang und nicht zu kurz, sodass man sich nicht davon abschrecken lässt. Man lacht und weint mit und hofft, dass Williams Leben trotz dieses schlechten Abschnittes sich trotzdem noch zum Guten wendet.Buchtitel: Der Titel ist ein sogenannter 'Insider'. Auf der Rückseite wird nur erklärt, dass Will nach Colorado kommt, aber was es mit den Königen auf sich hat wird erst im Laufe der Geschichte klar.Mein Fazit: Eine unglaubliche und überragende Geschichte über Fehler und Freundschaft. Ich würde dieses Buch jedem weiter empfehlen! :)

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  • Überragend!

    Wir sind die Könige von Colorado

    Charlea

    05. September 2015 um 23:07

    Vor ein paar Tagen habe ich "Wir sind die Könige von Colorado" ausgelesen und brauchte diese Tage, um das Gelesene zu verdauen. Manche Szenen sind mir noch immer so vor Augen, dass ich das Gefühl habe, dass ich Teil des Stoffes gewesen bin... Zum Inhalt: Ein in die Jahre gekommener Mann erzählt, rückblickend auf sein Leben, wie er als Junge auf eine Art Erziehungs-Ranch nach Colorado gekommen ist, dort den unabwendbaren Dingen begegnet, die man wohl als Alltag in einem Jugendknast bezeichnen würde und wie er das alles überlebt hat. Beurteilung: Ich bin absichtlich nicht en detail gegangen bei der Beschreibung der Handlung, da ich absolut nichts vorweg nehmen möchte. Was ich in den Vordergrund meiner Bewertung stellen möchte ist die Art, wie der junge Autor seinen Roman aufgebaut hat und wie er mich dadurch immer mehr in den Bann ziehen konnte. Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, als ich im Klappentext las, dass es sich um den Debut-Roman eines jungen Autors handelt, der Roman jedoch aus der Sicht eines vom Leben gezeichneten Mannes erzählt wird. Schon nach wenigen Augenblicken schafft der Autor es, den Leser auf die Reise in die Vergangenheit zu entführen, man hat das Gefühl, dass es eine Art Autobiographie ist und nicht etwa die Erzählung eines jungen Romanciers! Allein dafür möchte ich hier großes Lob aussprechen. Was mir darüber hinaus sehr gut gefallen hat ist die Intensität, mit der er den Leser gerade an den persönlichen Eindrücken des Jungen teilhaben lässt. Niemals zu ausschmückend, immer darauf bedacht, dass selbst nach so langer Zeit ein Mensch wahrscheinlich nicht alles zu Papier bringen kann, was das Herz ertragen musste hat man das Gefühl, dass man sich vorstellen kann, wie schwer es dem alten Mann gefallen sein muss, das Buch überhaupt zu schreiben! Wirklich erstaunlich. Ende (kein Spoiler) Auch das Ende hat mir ganz fantastisch gefallen, da sowohl die Erzählung des Jungen als auch des Alten ein Finale erleben darf, ohne dass es in meinen Augen unglaubwürdig erscheint. Fazit: Das Buch hat mich sehr mitgenommen und stellenweise hab ich geflennt wie ein Schlosshund. Dennoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass die Art und Weise des Autors gerade bei Szenen, die sehr ans Herz gehen, großes Fingerspitzengefühl beweist.

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  • "Keiner von uns wird je wieder derselbe sein."

    Wir sind die Könige von Colorado

    Janine2610

    Das Buch wird der Leseprobe, die ich vor ein paar Jahren gelesen habe und so gut fand, absolut gerecht. Die Geschichte fängt mit einem wirklich bedrückend dramatischen, ersten Satz an, woraufhin ich Fesselndes erwartet habe. - Das habe ich auch bekommen. Ich wurde nicht enttäuscht. Will Sheppard wird Zeuge eines Autounfalls mit einem Anhänger, in dem eine weiße Stute transportiert wird. Das wunderschöne Pferd stirbt dabei und Will kann nichts tun. Die tote Stute lässt Erinnerungen in ihm wach werden, die er nie ganz verarbeitet hat. Weil ihn diese Situation, in der seine Vergangenheit wieder hochgekommen ist, nicht mehr loslässt, setzt er sich Zuhause entschlossen hin und beginnt das aufzuschreiben, was ihn schon seit Jahren quält... Alles beginnt damit, dass der 13-jährige Will, nachdem er seinem Vater ein Messer in die Brust gestochen hat, auf eine Erziehungsranch in Colorado, die weit abgeschieden von der Zivilisation liegt, gebracht wird. Zuerst sah es für Will so aus, als ob er dort nicht so schnell Anschluss finden würde, doch schon bald haben die 4 Jungs Will, Mickey, Benny und Coop zueinander gefunden, die fortan die besten Freunde sein sollten, und geglaubt haben, sie könnten dort in dieser Hölle, die "Könige von Colorado" sein... Was das Vierergespann auf dieser Ranch alles durchmachen und sich gefallen lassen muss, was die Freunde alles erleben und welchen Ungeheuern sie sich stellen müssen - all das war so, ich weiß nicht, mir fehlen die Worte. So dramatisch, traurig und böse, aber vor allem unglaublich unfair. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten wie selten bei einem Buch. Für Will hatte ich gleich von Anfang an tiefe Sympathie und Verständnis empfunden, bei den anderen Jungs hat es auch nicht lange gedauert, bis sie mir ans Herz gewachsen sind. Ich wollte die ganze Zeit, dass auch mal was Schönes auf dieser Ranch passiert. Aber bis auf die tiefe Freundschaft untereinander, die immer wieder so richtig schön in den verschiedensten Situationen beschrieben wurde, kann man kaum von etwas zusätzlich Positivem für die Freunde sprechen. Oja! Positiv war auch noch die Hoffnung, die zwischendurch kurz aber doch wiederkehrend, zwischen den Zeilen herauszulesen war. Vielleicht hat es das sogar noch einen Ticken dramatischer gemacht, jedenfalls war das für mich einfach die richtige Mischung, um mich in die richtige emotionale Stimmung zu versetzen. Deswegen weiß ich, dass ich das Buch definitiv nicht so schnell vergessen werde. Also das ist nur zum Ende hin eine schöne Geschichte, der ganze Rest ist mehr oder minder harte Kost. Wie Freundschaft und Hoffnung darin aber dargestellt und beschrieben wird, macht diese Lektüre unheimlich lesenswert!

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    • 7
  • Wir sind die Könige von Colorado

    Wir sind die Könige von Colorado

    Eule90

    31. January 2015 um 22:36

    William Sheppard ist etwas über sechzig und trägt eine große Last mit sich herum: seine Jugend. Um sich endlich von dieser Last zu befreien, beginnt er zu schreiben. Er schildert dem Leser, wie er aufgewachsen ist: Sein Vater ist Alkoholiker und misshandelt den jungen Will regelmäßig. Auch muss Will miterleben, wie seine Mutter von seinem Vater misshandelt und Vergewaltigt wird. Mit 13 Jahren hat Will genug: Er sticht seinem Vater ein Messer in Hüfte und Brustkorb und bringt ihn damit fast um. Zur Strafe schickt ihn das Gericht in eine Erziehungsanstalt für minderjährige Straftäter in, die Swope-Ranch. Hier, in einem abgelegenen Teil Colorados, werden von straffälligen Jugendlichen wilde Mustangs abgerichtet und sonstige Arbeiten ausgeführt. Was nach Ranch-Idylle klingt ist für viele der Jungs die Hölle. Einige der Aufseher sind äußerst brutal und die Jungs für sie nur ein Stück Dreck. Die einzige Person, die den Häftlingen wohlgesonnen ist, ist die Krankenschwester Doreen Little. Will findet schon schnell Freunde auf der Ranch. Doch genauso schnell, wie sie sich kennenlernen, verlieren sie sich auch schon wieder. Einer der Jungs, Coop, wird wegen eines Fehlverhaltens von einem der Aufseher erschossen, alle Anderen müssen es mit ansehen. Einem weiteren Freund von Will, Bobby, wiederfährt ein schrecklicher Unfall: Er wird von einem Pferd mit dem Huf am Kopf getroffen und kommt schwerverletzt in ein Krankenhaus. Wie durch ein Wunder überlebt er und kehrt auf die Ranch zurück, um dort kleinere Arbeiten zu erledigen. Will bekommt nach einiger Zeit die Chance auf der Ranch zu den Abrichtern zu gehören, die sich um die Pferde kümmern. Doch dadurch wird sein Leben auf der Swope-Ranch nicht angenehmer. Der Aufseher Frank Kroft lässt seine Launen an den Jugendlichen und vergewaltigt einige von ihnen. Doch die schlimmste Zeit auf der Ranch soll für Will und seine Freunde noch kommen. Denn eines Tages brechen durch eine Manipulation an einem der Weidezäune die Mustangs aus. Einige Aufseher machen sich zu Pferde mit Will, seinen Freunden Mickey, Bobby und einigen anderen Jungs auf die Suche. Mit dabei ist auch Silas Green, der ständig für Ärger sorgt und dabei sehr aggressiv ist. Diese Suche läuft gehörig aus dem Ruder und wird für Will und seine Freunde so gefährlich, dass sie um ihr Leben bangen müssen. Anfangs fand ich das Buch zwar in Ordnung aber etwas langweilig, ich hatte mir durch den Klappentext mehr davon versprochen. Doch schon bald nahm die ganze Geschichte an Spannung zu. Je weiter ich fortgeschritten bin mit dem Lesen, desto weniger konnte ich glauben, was dort geschrieben stand. Diese unglaubliche Brutalität, sowohl körperlich als auch seelisch hat mich schockiert. Das liegt sicherlich auch an der Art und Weise des Autors, zu schreiben. Besonders gut gefallen hat mir, dass das gesamte Buch eigentlich keine Geschichte ist, sondern die persönlichen Aufzeichnungen des alten William Sheppard. Das wird auch am Ende nochmal klar, als er Mickey und Doreen Little noch einmal trifft. Diese Tatsache gibt dem Buch etwas sehr Authentisches. Ich würde dieses Buch jederzeit wieder lesen und auch weiterempfehlen.

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  • "Die Könige von Colorado"

    Wir sind die Könige von Colorado

    Sternenstaub

    Das Buch ließ mich mit einem Seufzer zurück. Sowohl die Hauptfigur, als auch seine Freunde "Die Könige von Colorado" berührten mein Herz. Die Geschichte nahm mich gefangen. Stilistisch gesehen war es gut zu lesen. Fazit: Gerne mehr von diesem Autor, sofern es wieder eine interessante Handlung beinhaltet.

    • 2

    Floh

    27. July 2014 um 05:42
  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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    • 113
  • Rezension zu: Wir sind die Könige von Colorado von David E. Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    corbie

    06. April 2014 um 11:08

    Durch eine Sterbende weiße Stute an seine schlimme Vergangenheit erinnert, entschließt sich William Shepard in einer Schlaflosen Nacht, dazu einen Teil seiner Jugendzeit niederzuschreiben. Ein Teil, der von Gewalt und Demütigung dominiert war. "Im Sommer 1963, als ich dreizeh Jahre alt war, stieß ich meinem Vater ein Davy- Crocket- Taschenmesser in die Brust"   So beginnt William's Geschichte. Nach Jahren der Dehmütigung und der Gewalt, die von Will's Alkoholkranken Vater ausgingen, sieht William rot. Um seine Mutter zu beschützen, die seit Jahren von ihrem Mann geschlagen, vergewaltigt und drangsaliert wurde, sieht William nur noch einen ausweg. Er sticht seinen Vater nieder. Aufgrund seiner Tat muss will, auf die Erziehungsranch in den Rocky Mountains. Dort lernt Will neben Brutaler Gewahlt auch 3 Jungen kennen, Benny, Mickey und Coop. Die drei werden Freunde und geben sich in der Hölle immer wieder halt. Eines Tages, brechen ein paar Pferde aus der Ranch aus. Mehrer Gefangene und Werter, werden aufgestellt, um die Tiere wieder zurück zu bringen. Auch Will und seine Freunde sind dabei doch dieser Trip, zeigt ihnen, was wirklich die Hölle auf Erden ist. Mir fällt es sehr schwer, diesen Roman zu bewerten. Auf der einen Seite, ist mir immer wieder schlecht geworden, von den brutalen Gewahltszenen, die eine schlimmer als die andere, die der Autor offen und detaliert beschreibt. Auf der anderen Seite steht die Freundschaft der Jungs und die Krankenschwester, Miss Little, als starken Kontrast zur Gewahlt. Ich muss erlich sagen, dass ich nicht weiß ob ich den Roman fertig gelesen hätte, wenn ich ihn nicht für Vorablesen Rezensieren sollte. Das fertig lesen hat sich an für sich aber gelohnt, auch wenn irgendwann die Tränen flossen. Ich würde diesen Roman nur Menschen empfehlen, die einen wirklich straken Magen haben und den Gewaltszenen nicht allzuviel ausmachen.

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  • „Keiner von uns wird je wieder derselbe sein.“

    Wir sind die Könige von Colorado

    Nina2401

    12. September 2013 um 20:33

    Die Geschichte wird als Rückblende erzählt. Will wird durch ein sterbendes Pferd auf einer Parade an eine schwere Zeit in seinen jungen Jahren erinnert, die er sein Leben lang versucht hat zu verdrängen. Aber nun ist es an der Zeit sich zu erinnern und er setzt sich hin und schreibt seine Erlebnisse von damals auf. Und so werde ich Zeuge seiner schlimmsten und vielleicht auch wichtigsten beiden Jahre in seinem Leben. Will erzählt aus der heutigen Sicht und kommt mir mit seiner Geschichte sehr nah. Es ist eine Geschichte über sinnlose Gewalt, aber auch über tiefe Freundschaft. Sehr sensibel und sehr emotionsgeladen lässt David E. Hilton den alternden Will erzählen. Oft musste ich schlucken und es gab ein paar Szenen, da konnte ich meine Tränen einfach nicht zurück halten. Die Geschichte von Will hat mich tief berührt! Denn sie ist auch schön in all ihrer Grausamkeit. Und davon gibt es nicht wenig in diesem Buch. Und es ist diese glaubhafte Grausamkeit, die mich frösteln ließ. Aufseher, die ihre dunkle Seite an den Jungs auslassen und junge Menschen, die einfach nur böse sind. Und unter ihnen sind die, die geradezu nur Pech gehabt haben und sich durch beißen müssen. Ständig hatte ich Angst, dass auch diese Jungs immer weiter abrutschen in den Sumpf von Gewalt und Abartigkeit. Und an diesem Ort des Schreckens und der Brutalität lerne ich so besondere Menschen kennen und diese verleihen dem Buch eine außerirdische Schönheit. Manche Ereignisse sind so traurig, dass mir die Worte fehlen und andere Ereignisse sind so schön, dass ich schlucken musste, weil der Kloß in meinem Hals immer dicker wurde. Und für diese Momente liebe ich dieses Buch, das mich einige Tränen gekostet hat. Mein Lieblingssatz: „Es war, als liefe man über den heißen Boden eines riesengroßen leeren Parkplatzes und entdeckte plötzlich eine perfekt geformte, unnatürlich schöne Sonnenblume, die durch die Asphaltdecke sproß und sich voller Blüte dem Himmel entgegen reckte, obwohl sie dort überhaupt nichts zu suchen hatte.“ (s. 186) Es passieren abscheuliche Dinge und ich wundere mich immer wieder, zu welchen Grausamkeiten auch so junge Menschen fähig sind. Aber dann kommen wieder die ganz feinen leisen Szenen, die mich zu Tränen zu rühren. Es ist für mich eins der Bücher, die man nicht so schnell vergisst. Und am Ende … da war es tröstlich und das Ende ließ mich zwar die ganzen Grausamkeiten nicht vergessen, aber es hat mich versöhnt und ich habe das Buch mit einem tiefen Seufzer zugeklappt. Fazit: So traurig und so schön, weil es mich gleichzeitig traurig und glücklich gemacht hat.

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E. Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    Kreisrundes_Quadrat

    17. March 2013 um 19:56

    Im Alter von 13 Jahren sticht Will mit einem Messer auf seinen Vater ein. Nein, wirklich töten wollte er ihn nicht. Aber er hat einfach keinen anderen Ausweg mehr gesehen. Um sich und seine Mutter vor dem prügelnden Tyrann zu retten. Zur Strafe muss er 2 Jahre in eine Erziehungsanstalt, eine Ranch in Colorado. Den Wärtern dort ist wenig an einer Resozialisation der Jungs gelegen. Vielmehr sollen sie gebrochen werden, genau wie die Pferde, die sie abrichten müssen. Aber trotz des unbarmherzigen Alltags findet Will auf der Ranch auch Freunde. Als eines Nachts jedoch einige der Pferde ausbrechen und man einen Suchtrupp bildet, wird diese Freundschaft vor schier unmenschliche Herausforderungen gestellt. Dieses Buch ist wirklich etwas besonderes. Gerade durch die unsentimentalen Beschreibungen berühren einen Wills Erlebnisse umso mehr.

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E. Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    Laren

    08. October 2012 um 08:49

    Was für ein tolles Buch!! Selten hat mich ein Buch so mitgenommen und im Nachhinein noch so beeindruckt! Obwohl neben mir einige nasse, zerknüllte Taschentücher liegen, kann ich David E. Hilton nur zu seinem Werk gratulieren! Ich weiß gar nicht wie ich das Buch genau beschreiben soll. In mir sträubt sich alles, so Sätze wie " der Schreibstil war flüssig, die Geschichte stimmig etc." zu benutzen. Das wird dem Buch gar nicht gerecht. Mr. Hilton sorgt dafür, dass uns Will an die Hand nimmt und uns seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte über 4 Jungs, die an ihrer Freundschaft festhalten obwohl sie sich in einer Atmosphäre bzw. Situation befinden, in der sich jeder selbst der Nächste ist. Beim lesen überfielen mich regelrecht die Bilder. Egal ob es dabei um die friedlich, lustige Kartenrunde der Jungs ging, dem Willkommensritus der Neuen oder die oftmals schrecklichen Gewaltausbrüche. Der Autor lässt die Jungs altersgerecht kindlich naiv aber manchmal doch erschreckend weise erscheinen, dass es mir fast Gänsehaut gemacht hat. Die Ereignisse sind streckenweise wirklich grauenhaft, gleichzeitig sorgt David E Hilton für so eine feine Art von Menschlickeit, dass mir des öfteren die Augen übergelaufen sind. Gerade zum Ende hin brachen bei mir die Dämme. :0) Aber ein wirklich tolles Ende! Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen! Wie schon geschrieben - ich bin von diesem Buch beeindruckt - und deswegen kann ich es auch nur in den höchsten Tönen loben und auf jeden Fall weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    SmilingKatinka

    20. June 2012 um 13:25

    Dieses Buch hat mich teilweise schockiert, teilweise sprachlos und stets aufgewühlt zurückgelassen. Es ist ein Buch über die Freundschaft und ein Buch über Loyalität. Der 62 jährige Will wird Zeuge eines Autounfalls mit Pferdehänger und steht dem verletzten Pferd in den letzten Augenblicken seines Lebens bei. Dieses Pferd erinnert ihn an ein Pferd, welches er während eines Erziehungscamps in den Bergen Colorados betreut hat. Er beschließt, seine Erlebnisse aufzuschreiben und öffnet dem Leser somit ein Tor, das vielleicht besser verschlossen geblieben wäre. Ein tor zu unsagbarer Gewalt. Mit 13 Jahren sticht Will seinem Vater ein Taschenmesser in die Brust, weil er einfach nicht mehr mit ansehen kann, wie dieser seine Mutter schlägt, vergewaltigt und tyrannisiert. Der Richter verurteilt ihn zu 2 Jahren auf einer Pferderanch in den Bergen Colorados. Der Naturfreund mag sich jetzt denken, dass dies garnicht so schlimm sein kann, doch er irrt sich. Will gerät in eine Atmosphäre der Gewalt, sei es von Wärtern oder Mithäftlingen. Wahrscheinlich wäre jeder Jugendknast angenehmer gewesen. Die Jungs spüren ständig, dass sie in den Augen der Wärter nichts wert sind. Auf Prügeleien zwischen den Jungs schließen die Wärter gar Wetten ab. Doch zwischen all der Gewalt keimt auch das Band der Freundschaft zwischen 4 Jungs. Zwischen all der Gewalt und abgeschnitten von der Öffentlichkeit sind Will und seine Freunde die Könige von Colorado. Als einige der Pferde aufbrechen, sind auch Will und seine Freunde bei dem Suchtrupp dabei. Die Suche ist aber keineswegs eine Erholung vom von Gewalt geprägten Alltag, sondern nimmt den Jungs auch noch das letzte bisschen Jugend, das sie haben. David E. Hilton hat ein Buch geschrieben, das den Leser berührt und schockiert. Das Schicksal des jungen Will lässt einen auch nicht in den Lesepausen los und ich habe so manches mal Tränen in den Augenwinkeln gespürt. Will musste durch die Hölle, weil er seiner Mutter helfen wollte und man erfährt im Laufe des Buches, dass es bei seinen Freunden nicht unbedingt anders war. Die Jungs haben eientlich nur ein gutes Herz und müssen dafür durch eine absolute Hölle. Wäre es ein Film, so hätte ich über die Hälfte die Augen zugekniffen, doch bei einem Buch muss man sich der Geschichte stellen. Ich bin froh, durchgehalten zu haben und finde das Buch absolut empfehlenswert. Zukünftige Leser sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass dieses Buch, was Gewaltdarstellungen betrifft, so ziemlich alles bisher gekannte übertrifft

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    monja1995

    01. May 2012 um 10:21

    Klappentext: David E. Hilton hat mit Wir sind die Könige von Colorado einen Roman geschrieben, der an William Goldings Herr der Fliegen erinnert: ein Werk, das auf schonungslose Weise Auskunft gibt über den Verlust der Unschuld, die Natur des Bösen und die Macht wahrer Freundschaft. Während der Vater überlebt, wird Will – eigentlich noch ein Kind – zu einem zweijährigen Zwangsaufenthalt auf einer abgelegenen Erziehungsranch hoch in den Bergen von Colorado verurteilt. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen muss er dort wilde Pferde zähmen. Die Arbeit ist hart, und schon bald muss Will erfahren, dass auf dieser Ranch nicht nur der Wille von Tieren gebrochen werden soll. Doch er findet auch Freunde: Coop, Benny und Mickey, die eine verschworene Gemeinschaft bilden. Während die Jungen der Willkür der sadistischen Aufseher und eines hinterhältigen Mitgefangenen ausgesetzt sind, machen sie sich immer wieder gegenseitig Mut: »Scheiß auf die Welt da draußen. Hier drinnen sind wir Könige. Wir sind die Könige von Colorado.« Als eines Tages Pferde ausbrechen, soll ein Trupp von Gefangenen und Wärtern die Tiere wieder einfangen. Auch Will und seine Freunde nehmen an dieser Expedition teil – bei der es für die Jungen schon bald ums nackte Überleben geht. Mein Umriss: 50 Jahre sind vergangen. 50 Jahre seit Colorado. Jetzt erzählt uns Will Sheppard seine Geschichte. Die Geschichte einer Kindheit, die kaum zu ertragen war. Seine Mutter wurde von seinem alkoholkranken Vater vergewaltigt und geschlagen. Auch Will entkam der Gewalt seines Vaters nicht immer. Bis sich Will seinem Vater entgegenstellt. 13 Jahre alt. Er will nur seine Mutter schützen. Mit einem Messer, das ihm sein Vater zum Geburtstag schenkte. Sein Vater überlebte und Will wird vom Gericht in das Erziehungscamp Swope in Colorado gesteckt. Hier muss er erleben, dass es noch schlimmer geht. Er kennt niemanden, er fühlt sich einsam, nur ein Foto seiner Mutter ist ihm geblieben. Gleich am ersten Abend wird er in eine blutige Schlägerei verwickelt. Wie überall gibt es auch auf der Swope-Ranch Gruppenbildungen und schnell ist er in die Gruppe von Benny, Coop und Mickey aufgenommen. Sie erklären ihm, dass die Schlägerei geplant war. Immer wenn ein Neuer kommt, muss der letzte Aufgenommene mit dem eine Schlägerei anzetteln. Die Aufgabe der jugendlichen Straftäter ist es, die Farm am Laufen zu halten, die Pferde zu pflegen und neu eingefangene Wildpferde abzurichten. Arbeit, die Will eigentlich viel Spaß bereitet, wäre da nicht Silas. Ein brutaler Jugendlicher, der keine Möglichkeit auslässt, die anderen physisch und psychisch zu quälen. Schutz finden sie keinen, denn schnell stellt sich raus, dass die Aufseher um keinen Deut besser sind. Deren Quälereien gehen bis zur sexuellen Misshandlung der Jugendlichen. Auch schrecken sie nicht davor zurück, die Jungs mit Waffen zu bedrohen, sie in einen Bunker zu sperren, oder im härtesten Fall sie auch zu töten. Als Benny durch ein Pferd im Stall lebensgefährlich verletzt wird, nehmen seine Kumpel an, dass er das nicht überleben wird, aber eines Tages ist er wieder zurück. Er ist nicht mehr der Alte, aber versucht sich wieder zu integrieren, was ihm die Wärter nicht gerade leicht machen. Als eine Gruppe Pferde ausbricht, sollen ein paar Wärter mit ein paar Jungen die Pferde wieder einfangen und zurück bringen. Da jedoch eskaliert die ganze Situation... Mein Eindruck: David E. Hilton hat hier ein Buch in einer Form geschrieben, als hätte er das alles tatsächlich erlebt. Er geht so intensiv auf die einzelnen Personen ein, dass der Leser das Gefühl hat, diese persönlich zu kennen. Schnell entwickelt man Sympathien und Antipathien, den einzelnen jugendlichen Straftätern und auch Aufsichtspersonen gegenüber. Besonders hebt Hilton die Krankenschwester Miss Little hervor, die als stiller Schutzengel von den Jungs angesehen wird. Schnell ist der Leser im Geschehen und gefesselt von der Geschichte, die einem im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Teilweise brutal, aber keineswegs unrealistisch stellt Hilton den Alltag des Erziehungscamps dar. Er stoppt aber nicht bei der Entlassung der Jugendlichen, sondern geht zusätzlich auf deren weiteres Leben ein, in dem es die einzelnen durch ihre Vergangenheit nicht gerade leicht haben. Fazit: Ein Buch das schockiert und teilweise zu Tränen rührt und das man nicht mehr zur Seite legen will. Ich kann es guten Gewissens jedem Leser empfehlen.

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    Dupsi

    08. April 2012 um 21:05

    _„Ich glaube, manchmal beginnt man sogar zu vergessen, was sich überhaupt hinter dieser verschlossenen Tür verbirgt. Aber dann, manchmal, wird die Tür eingetreten und ob man es will oder nicht, man erinnert sich doch.“_ (S.5) Sein ganzes Leben lang behält William Sheppard seine Erinnerungen tief in sich verborgen, achtet sorgsam darauf, dass sie nicht an die Oberfläche treten. Doch dann passiert etwas, das seine Erinnerungen wieder weckt und er beschließt, sie aufzuschreiben. Erinnerungen, die teilweise so schrecklich sind, dass sie vielleicht doch lieber für immer verschwunden wären. Will ist dreizehn, als er mit einem Messer auf seinen Vater losgeht, der ihm und seiner Mutter seit Jahren das Leben zur Hölle macht. Obwohl sein Vater überlebt, wird Will verurteilt, zu zwei Jahren in einer Erziehungsanstalt in Colorado. Pferde abrichten soll er dort. Gewalt steht dort auf der Tagesordnung. Sowohl unter den Jungs, als auch zwischen den Aufsehern und den Jungs. Gewalt und Missbrauch werden geduldet, wenn nicht sogar forciert. Alle schauen weg, nur eine nicht: Miss Doreen Little, die Krankenschwester. Trotz aller Widrigleiten findet Will auf der Ranch Freunde, Freunde fürs Leben. Und doch geht es täglich um nichts anderes, als zu überleben. Dieses Buch ist anders. Dieses Buch ist für mich einzigartig. Es geht an die Nieren, ist teilweise alles andere als schön und doch schafft es, zu begeistern. Es ist eine Geschichte über die Freundschaft, die Dinge wie Gewalt, Missbrauch, Angst und Tod beinhaltet. Eine Geschichte über eine harte Zeit, die ein ganzes Leben prägt. Bei diesem Buch ist etwas passiert, das nicht oft passiert: Mir kamen die Tränen und das nicht nur einmal. Ich war teilweise so aufgewühlt, dass ich es beinahe zur Seite gelegt hätte, wäre da nicht die Faszination gewesen, die es trotzdem auf mich ausgeübt hat. Will, Coop, Benny und Mickey sind vier Jungs, die ich ins Herz geschlossen habe. Jeder für sich hat sein Bündel zu tragen, hat seine eigene Geschichte und doch verbindet die vier eine Freundschaft, die ihresgleichen sucht. Zudem ist der Schreibstil von David E. Hilton so eindringlich, dass ich als Leser das Gefühl hatte, direkt daneben zu stehen, wenn z.B. Gewalttaten passierten, die Schmerzen am eigenen Leib zu spüren. „Wir sind die Könige von Colorado“ ist ein Buch, das hängen bleibt, das nach dem Lesen irgendwie immer einen Platz in den Gedanken einnehmen wird. Zumindest wird es mir so gehen. Ich kann nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen, allerdings mit der Warnung, dass man einiges aushalten können muss, selbst wenn die Dinge nur auf dem Papier stehen. Für mich steht dieses Buch außerhalb der Wertung, hätte mit Sicherheit mehr als 5 Sterne verdient, doch so bleibt mir nichts anderes übrig, als lediglich die beste Wertung zu geben, die hier möglich ist: 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

    liebling

    09. November 2011 um 23:09

    Zum Inhalt: Es ist das Jahr 1963, Will ist gerade einmal dreizehn Jahre alt. Bereits seit Jahren wird er immer wieder Zeuge wie sein Vater seine Mutter verprügelt und vergewaltigt. Und immer öfter ist auch er selbst Opfer der Gewalt. Bis er es nicht mehr aushält und seinem Vater ein Taschenmesser in die Brust sticht. Daraufhin wird er zu zwei Jahren Haft verurteilt, welche er jedoch nicht in irgendeinem Jugendknast verbringt, sondern auf einer Ranch in Colorado. Dort warten nicht nur harte Arbeit und ein streng geplanter Tagesablauf auf ihn, sondern auch noch jede Menge mehr Gewalt, als er es sogar von seinem Vater gewohnt war. Zum einen sind da natürlich die Aufpasser, welche in vielen Fällen tatsächlich die Pferde auf der Ranch besser behandeln als die Kinder. Allen voran Frank Kroft, dem das Leiden der Kinder sogar Spaß bereitet. Zum anderen gibt es aber auch unter den anderen Gefangenen einige fast schon sadistische Personen, welche Will das Leben schwer machen. Aber zwischen all der Gewalt und Grausamkeit findet Will auch wunderbare Freunde - und das nicht nur unter den Menschen. Meine Meinung: Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Buch schreiben soll. Ich habe das Gefühl, dass Worte ihm kaum gerecht werden können. Ich hatte ja bereits bei fireez (http://fireez.blogspot.com) gelesen, wie sehr sie dieses Buch umgehauen hat. Das war ja auch der Grund, weshalb ich bei ihrem Gewinnspiel mitgemacht hatte. Ich glaube, wenn ich die Inhaltsangabe im Buchladen gelesen hätte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, das Buch zu lesen. Und das wäre wirklich eine Schande gewesen. Ich habe es angefangen und war sofort in der Geschichte drin. Sprachlich ist es sehr flüssig und klar geschrieben, was sehr gut zum Charakter von Will passt, aus dessen Sicht es geschrieben ist. Zwar ist er aufgrund der Ereignisse verwirrt und sorgt sich um seine Mutter und sich selbst, aber dennoch merkt man immer wieder, dass er letztendlich den Blick für das Wesentliche behält und recht einfach gestrickt ist. Das spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Sie ist unverschnörkelt, aber realistisch und wirkt dadurch nicht dramatisch, aber emotional. Die Charaktere sind geradezu unfassbar gut und real beschrieben. Jeder hat seine eigene Geschichte und es gibt zu fast jedem einen Einblick in dessen Vergangenheit und die Umstände, unter denen er auf die Ranch kam. Ich hatte schon etwa nach der Hälfte des Buches das Gefühl, jeden einzelnen von ihnen persönlich zu kennen. So empfand ich nicht nur Sympathie für einige von ihnen, sondern echte Wut anderen gegenüber und stellenweise auch echte Trauer. Ich konnte auf jeder Seite Wills Gefühle nachempfinden und so auch seine Reaktionen verstehen. Es gibt viele wirklich wunderschöne Momente, die so simpel und vielleicht gerade deshalb so besonders waren. Aber ihnen gegenüber steht jedes Mal auch die grausame Realität, welche Will und die anderen "Könige" immer wieder einholt. Und diese besteht aus solch einer Masse an Gewalt und Grausamkeit, dass ich manchmal echt einfach nicht weiterlesen konnte. Dabei gibt es zwar viele Momente, die wirklich eklig sind und die, wäre dies ein Film, fast schon in die Kategorie "Splatter" fallen würden, aber dennoch rutscht Hilton hier nie auf ein plattes Niveau ab, dass nur darauf aus ist, den Leser durch Grauen und Ekel zu faszinieren. Viel mehr weckte das in mir noch mehr Sympathie für die Charaktere und ihr Handeln und ließ mich verstehen, warum Kleinigkeiten wie z.B. ein Foto von Wills Mutter ihnen so viel bedeuten. Das Schlimmste ist, dass man sich gar nicht sicher sein kann, wie fiktiv und unrealistisch die Geschehnisse dieses Buches sind. Die Ranch ist relativ abgeschieden von allen umliegenden Orten und vielleicht ist es gerade das, was alle Anwesenden dazu bringt, ohne Reue zu handeln. Vielleicht gibt es aber auch Menschen, die tatsächlich einfach "böse" sind? Letztendlich ist es diese Frage, die der Leser sich immer wieder stellt und deren Antwort wohl jeder für sich anders finden muss. Ich bin jedenfalls begeistert von "Wir sind die Könige von Colorado" und zähle es schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern. Insofern möchte ich mich auch nochmal bei fireez bedanken für den Lesetipp und das Gewinnspiel! Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: http://rabbitholereading.blogspot.com

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  • Rezension zu "Wir sind die Könige von Colorado" von David E Hilton

    Wir sind die Könige von Colorado

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    "Die Könige von Colorado" ist ein Buch welches bei 28° Aussentemperatur Gänsehaut hervorruft. Schlicht, in der Ich -Form , erzählt Will Sheppherd von seiner Zeit auf einer Erziehungsranch in Colorado während den 60 ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Kinder sind Missbrauch, Brutalität und bösartiger Gewalt um ihrer selbst willen ausgesetzt. Dennoch entsteht unter den vier "Königen" eine tiefe Verbundenheit und Zuneigung die ein Leben lang, sogar bis über den Tod hinaus, anhält. Diese Liebe macht dieses Leben nicht erträglich doch sie bietet Schutz und Fluchten und hält den Lebenswillen unter traumatischen Umständen aufrecht. Die "Könige" sind hart, heftig , teils widerwillig zu ertragen. Doch David E. Hilton hält den Leser gepackt bis zum Schluss. Und er gönnt ihm Hoffnung, lässt ein Licht schimmern, welches verheissungsvoll und tröstlich immer wieder aufscheint. Möge allen die ein solches benötigen dieses Licht leuchten und sei es in Form von Jacks ... Absolute Leseempfehlung.

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