David Ebershoff Das dänische Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Das dänische Mädchen“ von David Ebershoff

Die wahre Geschichte einer unerhörten Liebe.
Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.

Ein grossartiges Buch, was mich sehr berührt hat!

— steffi5437

Ein schönes, berührendes Buch. Der Autor geht gut auf die Thematik ein.

— AnaBanana

Stellenweise ziemlich langatmig, aber die Geschichte war dennoch etwas ganz besonderes. Sie hat mir gut gefallen.

— reading_ani

3,5 Sterne. Eine sehr interessante Geschichte und ein schöner, bildhafter Schreibstil. Allerdings schleppt es sich am Anfang ziemlich...

— leyax

Rührende, sehr einfühlsam geschriebene Geschichte von Einar,geboren im falschen Körper,und seiner taffen Frau Greta .... Tolle Geschichte!!!

— kn-quietscheentchen

Außergewöhnliche Geschichte über zwei außergewöhnliche Frauen! Macht Lust auf den Film, den ich nun unbedingt sehen muss!

— AngelikaHesse

Eine sehr bewegende Geschichte, angelehnt an Zeitungsberichte und den Briefen und Tagebüchern von Lili Elbe.

— locke61

Was für eine einmalige Geschichte! Ein Buch von Liebe, Stärke und tiefer Moral.

— Mareia

"Eine schöne Geschichte über eine außergewöhnliche Liebe.

— leseratte69

Die Geschichte einer starken, selbstbewussten Frau, die ihren Mann auf dem Weg zu sich selbst begleitet. Tolles Buch!

— Reni13

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    Das dänische Mädchen

    Livricieux

    19. April 2018 um 20:17

    »Greta hatte niemals einen anderen Menschen geliebt als sie, das wusste Lili. Und jetzt – jetzt, da sogar ihre amtlichen Papiere sie als Lili Elbe auswiesen – empfand sie die Gewissheit, dass Greta sich nicht ändern würde. Und diese Gewissheit half ihr durch die einsamen Nächte im Krankenzimmer unter der schweren Decke und durch die Schmerzen, die sich wie ein Dieb an sie heranschlichen und über sie herfielen. Lili änderte sich immerzu, aber Greta nicht, nein, Greta niemals.« – S.310Ich weiss, viele von euch plädieren dafür erst das Buch zu lesen und sich erst dann den Film anzugucken. Meistens halte ich das auch so, in diesem speziellen Fall aber ging diese ach so tolle Reihenfolge flöten. Um Ostern wurde nämlich der Film im TV gezeigt und als ich ein paar Tage später in der Bibliothek über das Buch stolperte, fackelte ich nicht lange und packte es ein. Belohnt wurde ich mit einer einmaligen Erzählstimme, die die Geschehnisse im Film wunderbar ergänzte.Ein kleiner MomentSeinen Anfang nimmt die Geschichte um Einar und Greta Wegener in Kopenhagen. Im Film heisst Greta übrigens Gerda, was auch der Realität entsprechen würde, David Ebershoff nimmt sich hier etwas künstlerische Freiheit heraus und benennt sie kurzerhand um. Auch in seinem Nachwort betont der Autor, dass die Geschichte zwar an das Leben von Lili Elbe angelehnt ist, dass aber vor allem die innersten Gedanken und Gefühle der Figuren ohne Vorstellungskraft und Fantasie nie so zu zeigen gewesen wären.Einar und Greta leben ein aufregendes Künstlerleben, er malt Bilder von Dänischen Fjordlandschaften und sie widmet sich hauptsächlich Portraits. Und genau ein solches Portrait wird für Einar zum Moment der Offenbarung, als ihn seine Frau nämlich bittet, ihr einen Gefallen zu tun. Dieses kurze Modellsitzen in Seidenstrümpfen und Schuhen mit goldenen Schnallen erweckt Lili zum Leben. In diesem kleinen Moment wird eine Türe aufgestossen, eine lange gefühlte, sexuelle Verunsicherung wird langsam zur Gewissheit. Tief in seinem Inneren spürt Einar zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts, was ihn beinahe zu zerreissen droht. Und während Lili immer mehr Raum einnimmt, geht diese Entwicklung nicht spurlos an der Beziehung zu Greta vorüber. Diese spürt, dass sie in ihrem Mann etwas ausgelöst hat.Eine grenzenlose Liebe und die Suche nach IdentitätEinar geht es nicht ums Verkleiden, es ist kein Spiel, das merkt Greta ziemlich schnell. Für sie bedeutet dies allerdings, dass sie ihren Lebensgefährten, die Liebe ihres Lebens verlieren könnte. Und so gibt sie Einar die Freiheit zu sein und seine bis anhin versteckte oder unterdrückte Seite auszuleben, akzeptiert die Anwesenheit Lilis, ihre Suche nach Erfüllung und sich selbst.Mit den Portraits von Lili erlangt Greta Berühmtheit und doch merkt sie von Bild zu Bild mehr, wie ihr Mann ganz in Lili aufgeht und immer mehr schwindet. Sogar seine eigene Malerei hat er aufgegeben.Diese tiefe Liebe von Greta zu ihrem Mann hat mich sehr berührt, auch wenn die Ehe nach Lilis Geschlechtsumwandlung vom Dänischen König annulliert wurde und die beiden danach (zumindest in der Realität, in Buch und Film waltet auch hier die künstlerische Freiheit) getrennte Wege gingen. Die vollständige Rezension könnt ihr auf meinem Blog Livricieux lesen. 

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  • Werden wer man ist

    Das dänische Mädchen

    Bri

    18. September 2017 um 14:55

    Eine Zeit ist es nun schon her, dass ein Film ins Kino kam, der die Geschichte einer ganz ungewöhnlichen Frau erzählt: Lili Elbe nannte sie sich. Früher war sie Einar Wegener, Maler und mit seiner Frau Gerda (im Buch und Film heißt sie Greta, hier jedoch wird im laufenden ihr realer Name verwendet werden), ebenfalls Malerin, glücklich. Gemeinsam verließen Gerda und Lili 1930 Paris, damit Lili sich in Dresden einiger Operationen unterziehen konnte, um sozusagen eine Trans-Pionierin zu werden. Bald 100 Jahre ist das her und immer noch stecken wir in Geschlechter-Diskussionen fest, die sich um Stereotypen drehen. Da werden Verhaltensweisen in typisch weiblich oder männliche unterteilt, ungeachtet der Tatsache, dass wir eigentlich wissen sollten, dass es das eben nicht wirklich gibt. Aber vielleicht fehlt uns dazu die künstlerische Sichtweise, die Einar/Lili und Gerda hatten. Sie sahen, was noch nicht ist, sondern was sein kann. So entstehen Bilder, Geschichten - Kunst eben.Einar Wegener und Gerda Gottlieb lernten sich während des Studiums kennen und lieben. Dass die Verbindung auch noch bestehen blieb, als Einar sich langsam aber sicher in Lili verwandelte, zeigt, dass Liebe sich nicht nur geschlechtsspezifisch erklären lässt. Der Mensch und sein ihm eigenes Wesen ist es, der fasziniert. Und wenn man jemanden so sehr liebt, dass man es sogar noch unterstützt, dass aus ihm eine sie werden kann, dann ist das wohl ein Haupttreffer. Für beide Seiten. Wobei in diesem speziellen Fall Gerda nicht ganz "unschuldig" an der Entwicklung Einars/Lilis war. Bat sie ihn doch, sich für ein Gemälde, das sie zu vollenden hatte, Frauenkleider anzuziehen, weil ihr das Modell fehlte.Einar empfand immer mehr Gefallen an seiner anderen, seiner wahren Seite und wurde schlußendlich ganz zu Lili. So sehr, dass Lili sich selbst nicht als Künstlerin sah, die Kunst gehörte für sie zu Einar. Oder war sie, ihre Person nun selbst zur Kunst geworden? Bald hundert Jahre ist es her und klingt für uns Leser doch ungewöhnlich, wenn wir fundiert und eingängig davon erfahren dürfen, wie es Einar / Lili wohl in der Phase der Entscheidung und der Ich-Werdung erging.David Ebershoff selbst hat sich eingehend über Lili Elbe informiert und war fasziniert von ihrer Geschichte. Zu der natürlich auch Gerda gehört - ohne sie hätte sich wohl alles zumindest anders entwickelt. Ebershoff hat aber auch einen Roman geschrieben und keine Biographie und so lesen wir hier die Geschichte der Lili Elbe, wie sie - in den Details - hätte sein mögen. Sprachlich flüssig, seiner Faszination folgend sehr genau und detailreich wurde diese Geschichte. Wer den zu Beginn angesprochenen Film zuerst angesehen hat und danach das Buch liest, wird vielleicht etwas enttäuscht oder verwundert sein. Ebershoff aber gelingt, was einem Film nie so richtig gelingen kann - er lotet das Innerste, das Menschlichste, die Zweifel und das Glück einer Verwandlung wie die des Einar Wegener in Lili Elbe bei den beiden beteiligten Personen - Gerda und Lili - einfühlsam und doch gründlich aus. Und genau deshalb ist dieses Buch unglaublich zeitgemäß und wichtig, weil es wertfrei aufzeigt, dass Liebe seit jeher nichts mit Geschlechterzugehörigkeit zu tun hat.

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    • 10
  • Das dänische Mädchen von David Ebershoff

    Das dänische Mädchen

    steffi5437

    13. May 2017 um 23:36

    Alles beginnt als der Landschaftsmaler Einar seiner Frau Greta, die ebenfalls Malerin ist, als Modell zur Verfügung steht! Einar muss Frauenkleider anziehen und verspürt in diesem Moment, dass er sich im Körper einer Frau zuhause fühlt!Dieses Buch hat mich mitten ins Herz getroffen! Es beschreibt die bedingungslose Liebe einer Frau zu ihrem Mann, der im Körper einer Frau lebt und von seiner Frau Greta so geliebt und akzeptiert wird, wie er ist! Seine weibliche Seite heisst Lily und Lily schiebt sich im Laufe der Geschichte immer mehr in den Vordergrund!  Ich konnte so sehr mit Lily mitfühlen, habe mit ihr gelitten und geweint!Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung und berührt die Seele!

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  • Ein außergewöhnlicher Roman

    Das dänische Mädchen

    fraencisdaencis

    26. January 2017 um 20:09

    Schon nach ein paar Sätzen war mir klar, dass der Roman „Das dänische Mädchen“ ein besonderer und außergewöhnlicher ist, schließlich wird Transsexualität eher selten thematisiert – und dann auch vor allem nicht in den 1920ern. Der Autor David Ebershoff hat sich bei der Entstehung des Romans an die Realität gehalten, aber dennoch die künstlerische Freiheit genutzt, sodass die Erzählung als fiktiv anzusehen ist. Die Geschichte um Einar und Greta Wegener – und damit auch um Lili Elbe – ist sehr flüssig und klar geschrieben, sodass ich beim Lesen nur so hindurch flog. Sie ist unterteilt in vier Teile, die an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Die Unterteilung erfolgte aber aufgrund inhaltlicher Unterschiede.Wir begegnen Einar und Greta zuerst 1925 in Kopenhagen. Die beiden sind in ihrer Wohnung und Greta muss das Porträt einer Opernsängerin fertigstellen. Diese kann aber wieder einmal nicht zum Modellstehen kommen und so bittet Greta ihren Mann, die Schuhe und Strumpfhosen der Sängerin anzuziehen. Einar ziert sich erst, aber steht seiner Frau dann doch Modell. Um das Porträt zu Ende bringen zu können, muss Einar noch einige Male in die Rolle der Opernsängerin Anna schlüpfen und bald wird den beiden klar, dass Einar Gefallen daran gefunden hat und nun immer öfter seine weibliche Seite zeigen möchte.Dass das Ehepaar Wegener der weiblichen Seite Einars den Namen Lili gibt, macht es den beiden einfacher, über die Tatsache zu sprechen, dass Einar transsexuell ist. Über eine lange Zeit hinweg reden die beiden über Lili, als wäre sie eine für sich gestellte, dritte Person. Und sicherlich ist es gefühlsmäßig auch genauso gewesen. Denn Einar sagt selbst immer wieder, dass eine zweite Person in seinem Körper wohnt. Lili und Einar teilen sich zwar viele Dinge, jedoch gibt es Erinnerungen, an die sich nur eine der beiden Personen erinnern kann.„War Lili hier?“ Greta fühlte sich zu der Frage gedrängt, denn sie wusste, Einar selbst würde davon nicht anfangen.„Eine Stunde. Etwas weniger. Riechst du sie nicht? Ihr Parfüm?“[…]Greta wusste nicht, was sie sagen sollte, sie wusste nicht, was ihr Mann von ihr erwartete. „Kommt sie wieder?“„Nur wenn du es willst“, sagte Einar, ihr den Rücken zuwendend.- Seite 35Mit jedem neuen Kapitel war ich gespannt darauf, wie sich Lili nun weiterentwickeln wird. Auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren und vor allem auch zwischen Greta und Lili wuchsen immer weiter und wurden enger. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich wäre ein Teil dieses inneren Zirkels, mit dem Lili ihr Geheimnis geteilt hat. Besonders angetan hat es mir Greta, die ihren Mann bedingungslos liebt und noch vor ihm weiß, dass er eine Frau ist. Greta unterstützt Einar und Lili mit allem, was ihr zur Verfügung steht, und ich habe viel Respekt für sie gehabt.Fazit und Empfehlung„Das dänische Mädchen“ hat mich sehr fasziniert und ich habe mir beim Lesen viele Notizen und Anmerkungen zwischen den Zeilen gemacht. Ein passendes Zitat herauszufinden war gerade nicht einfach, da ich so viele Sätze unterstrichen habe. Die Geschichte ist angelehnt an die wahre Geschichte von Lili Elbe und ihrer Frau Greta und ich bin nun neugierig, wie es nun wirklich damals Lili als Transfrau erging.

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  • Metamorphosen.

    Das dänische Mädchen

    ClaraOswald

    09. July 2016 um 18:28

    Das Buch beginnt in Kopenhagen im Jahr 1925. Das Künstler-Ehepaar Wegener lebt zusammen in Kopenhagen. Einar ist Landschaftsmaler, seine Frau Greta Porträtmalerin. Er kommt aus einem dänischen Dorf, sie ist Amerikanerin. Er ist klein, zierlich und schüchtern, sie ist groß, blond, eigenwillig und unkonventionell. Greta muss das Porträt einer Opernsängerin, Anna, fertigstellen, allerdings sagte diese kurzfristig ab, weil sie zur Probe muss. Also bittet Greta ihren Mann Einar, Annas Kleider anzuziehen und für sie Modell zu stehen. Das löst in Einar etwas aus, was Greta schon vermutet hatte. Es gefällt ihm, er wird zu Lili. Nun führen sie eine Ehe zu dritt; Greta, Einar und Lili. Lili kommt die beiden immer häufiger besuchen, ist mutiger, jünger als Einar und entwickelt eine ganz eigene Persönlichkeit. Einar ist teilweise sehr verwirrt, weil er sich gar nicht daran erinnert, was er als Lili getan hat. Anfangs ist es ein faszinierendes Spiel, doch Einar wird es ernst und er fasst einen gewagten Entschluss.---Ich fand die Ausgabe aus dem Jahr 2000 zufällig in der Bibliothek und dachte, ich müsste es schnell lesen, bevor ich endlich den Film gucke.Das Thema ist absolut meins und ich war schon auf den ersten Seiten begeistert und beeindruckt.Wie bekannt entdeckte David Ebershoff zufällig in einem Buch einen kurzen Text über den Künstler (dänischen Landschaftsmaler) Einar Wegener, den ersten Mann, der sich einer Geschlechtsangleichung unterzogen hatte. Als er Nachforschungen anstellte, fand er die Tagebücher von Lili Elbe, welche kurz nach ihrem Tod veröffentlich wurden. Es ist unglaublich was er daraus gemacht hat, ich konnte jede Situation mitfühlen. Die Menschen um Einar und Lili schienen alle sehr positiv, kaum jemand beschimpfte sie, auch die Behörden verhielten sich modern (die Dänen waren ja schon immer aufgeschlossener als wir anderen Europäer). Nur die Ärzte verhielten sich seltsam, behandelten sie falsch oder wollten ihre Karriere durch sie pushen. Ich empfand auch Greta als sehr starke Frau, die ihren Mann aufrichtig liebt und so sehr unterstützt, das fand ich großartig. Sie schien immer das Ganze zu sehen, immer klar und intelligent. Doch leider am Ende nicht fähig, Lili von ihrem letzten Schritt abzuhalten, weshalb ich sehr aufgewühlt die letzten Seiten las. Sehr einfühlsam erzählt.

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  • Das versteckte Mädchen

    Das dänische Mädchen

    locke61

    06. June 2016 um 09:03

    Einar Wegener und seine Frau Greta sind ein Paar, das jedem auffällt. Beide Maler, aber während die Bilder von Greta strotzen vor Farbe und Größe, sind Einars Kunstwerke klein und in düsteren Farben gehaltene Landschaften.Sie, eine großgewachsen Schönheit mit langen blonden Haaren, ein Energiebündel, immer gut gelaunt und  genau wissend, wie sie bekommt was sie will. Er, zierlich und klein gewachsen, sehr zurückhalten und leise. Deshalb hat Greta auch keine Probleme damit, Einar zu überreden als Model einzuspringen als ihre Freundin ausfällt. Und zwar in Frauenkleider. Doch in Einar löste es eine Veränderung aus: zuerst etwas gehemmt aber so nach und nach fühlt er sich so wohl in den Kleidern, das er sie auch anzieht wenn Greta nicht zuhause ist. Er verändert sich seelisch und körperlich - während Lili, wie er sich nennt, wenn er Frauenkleider trägt, immer mehr hervor tritt, fängt Einar an zu schwinden. Greta wird von der Ehefrau und Geliebten zur Freundin. Sie unterstützt schweren Herzens Lilis zukünftigen Leidensweg.Wer hier eine Autobiographie erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Die Geschichte lehnt sich, darauf wird am Buchende vom Autor hingewiesen, lose an die Lebensgeschichte von Einar Wegener an. Mit Hilfe von Zeitungsberichten, Tagebucheinträge und Briefen gelang Ebershoff eine sehr bewegende Geschichte eines Mannes, der mit viel Leid und Schmerzen entdeckt, das in seinem Körper eine Frau steckt.

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    • 2
  • Das dänische Mädchen |Rezension|

    Das dänische Mädchen

    yunasmoondragon7

    01. May 2016 um 13:07

    Meine Meinung Den Schreibstil des Autors finde ich sehr gut; ich kam während des Lesens nicht ins Stocken und schnell voran. Geschrieben ist der Roman in der dritten Person und die Perspektiven wechseln zwischen Greta und Einar bzw. Lili. Manchmal kamen Rückblenden vor, die sehr interessant waren und halfen manches besser zu verstehen. Insgesamt war das Buch sehr fesselnd. Die Geschichte ist wundervoll. Die Liebe zwischen Einar und Greta ist wirklich einzigartig. Ich fand es schön, wie Greta Einar unterstützt seinen neuen Lebensweg einzuschlagen und ihn so akzeptiert wie er ist. Beide sind sehr individuelle Personen und haben eigentlich nur ihren Beruf und ihre Liebe zur Kunst gemeinsam – doch sie ergänzen sich und gehören einfach zueinander. Ich fand es wirklich interessant wie der Autor die psychischen und physischen Veränderungen Einars beschrieben hat und mir kamen sie auch vollkommen realistisch vor - David Ebershoff hat zwar Quellen wie Lili Elbes Tagebuch verwendet, doch vieles stammt aus seiner Phantasie. Alle Personen sind bzw. waren mir sehr sympathisch und kamen sie auch, für die damalige Zeit, sehr tolerant gegenüber Einar bzw. Lili vor. Auch ich bekam einen neuen Eindruck und ein neues Verständnis gegenüber Transgender. Die Geschichte war/ist sehr emotional und ich vergoss so einige Tränen. Das dänische Mädchen ist jedenfalls eine sehr schöne und ganz sicher keine langweilige Liebesgeschichte. Fazit Ich fühlte mich vollkommen einer anderen Zeit und Welt zurückgesetzt, die spannend, traurig, einzigartig und voller Liebe ist. Das dänische Mädchen ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Roman, die den Leser die Geschichte der ersten Transgender Frau vermittelt und indirekt die Toleranz gegenüber Transgender vergrößert. Alles in allem gebe ich 5 Sterne. Lieblingszitat „Verwandelte sich nicht jeder Mensch fortwährend in etwas Neues?“ [Seite 193]

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  • Eine unglaublich tiefe Geschichte mit einzigartigen Charakteren

    Das dänische Mädchen

    Mareia

    12. April 2016 um 19:44

    Der SchreibstilDavid Eberhoff schafft es an die Problematik des Textes mit einer Feinfühligkeit zu begegnen, die geradezu erstaunlich ist. Auch, wenn seit Beginn der Handlung schon mehr als 90 Jahre verstrichen sind, ist Inter- und Transsexualität noch immer ein Thema, das doch sehr an den Rand gekehrt wird. Umso erstaunlicher ist es, wie detailreich und fesselnd er die Geschichte eines Jungen Mannes erzählt, der eigentlich/innerlich eine Frau ist.  Die Art und Weise, wie er dem Leben der Lili Elbe einen Roman widmet, ist berührend und bewegend zugleich. Hier wird nicht nur an der Oberfläche gescharrt, sondern tief in die Materie eingedrungen. Auf diese Weise schafft er es glaubhaft und realitätsnah, dennoch aber mit künstlerischer Bearbeitung ein vermutlich einzigartiges Leben zu präsentieren.Die HandlungEinar Wegener ist ein renommierter Künstler Kopenhagens. Als er für seine Frau in einem Kleid Modell sitzt bricht sein schon immer unterschwellig existierender Wunsch aus, eine Frau zu sein. Nun kann man sich aber vorstellen, dass das in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts noch alles andere als anerkannt war und so wird der Druck auf ihn immer größer. Seine weibliche Identität - Lili - scheint dabei komplett anders zu sein, als Einar selbst. Das geht soweit, dass er sich teilweise nicht an das erinnern kann, was er als Lili gemacht hat und umgekehrt.Auch heute noch gehört die Problematik des Buches zu eher gemiedenen Themen unserer Gesellschaft. Auch, wenn es heute (zumindest aus biologisch-medizinischer Sicht) nicht mehr als Krankheit angesehen wird, ist Inter- und Transsexualität ein mehr oder minder großes Tabu. Da spricht man halt nicht drüber. Umso stärker finde ich das Buch und v.a. auch Lili Elbe, auf deren Leben das Buch basiert.Man darf von Das dänische Mädchen nicht die große Spannung oder gar Nervenkitzel erwarten. Es ist definitiv ein eher ruhiges und gesittetes Buch, dass aber durch seinen Tiefgang und durch sein Einfühlvermögen besticht. Ich muss auch sagen, dass ich teilweise nur so 20 - 30 Seiten am Stück lesen konnte, weil es einfach schwer fallen kann bestimmte Verhaltensweisen o.ä. von Einar nachzuvollziehen und eine Identifikation dadurch nicht immer einfach ist, trotzdem empfand ich dies nicht als störend, denn bei einer Geschichte dieser Art sollte man sich auch ein wenig Zeit nehmen um das Gelesene reflektieren zu können.Die CharaktereDie Charaktere sind eine weitere stärke des Buches. Durch verschiedene Flashbacks erhält man insbesondere zu Einar und Greta ein detailliertes Gesamtbild, mit reichlich Hintergrundwissen. Dass Einar durch die Dogmen seiner Zeit bestimmt unter den gegebenen Umständen kein leichtes Leben führt, ist vermutlich nachvollziehbar. Da er sehr schüchtern und introvertiert ist, benötigt er somit eine Stütze von außen und diese findet er in seiner Frau Greta.Greta ist für mich eine der stärksten Protagonistinnen, die ich kenne. Sie unterstützt Einar auf seinem Weg zu Lili in fast jedem Punkt. Nur ein einziges Mal wird sie ihm ihren Zuspruch verwehren. Sie ist eine sehr leidenschaftliche, impulsive junge Frau und dementsprechend ist es wirklich schwer für sie, wenn sie Lili mit anderen Männern sieht. Trotzdem unterstützt sie ihren Mann so unglaublich stark! Ohne Greta gäbe es keine Lili. Und diese Stärke und das Leben, dass sie führt und führte machen sie zu einer einmaligen Person. Sie hat eigentlich alle Schicksalsschläge, die man so durchleben kann überstanden und zurück bleibt diese unglaubliche Frau!FazitWas soll ich noch groß zusammenfassen? Kennt ihr es, wenn ein Buch euch scheinbar innerlich das Herz zerdrückt, weil ihr so viel wie es aussagt gar nicht aufnehmen könnt? So ging es mir gestern Abend/heute Nacht. Man sollte wie gesagt nicht das spannendste aller Bücher hinter Das dänische Mädchen erwarten. Wer aber nach etwas sucht, das alles andere als leichte Lektüre ist, liegt hierbei goldrichtig!

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  • Eine außergewöhnliche Geschichte über außergewöhnliche Menschen

    Das dänische Mädchen

    BubuBubu

    10. April 2016 um 15:52

    „Das dänische Mädchen“ handelt von Greta und Einar Wegener,  einem Künstler-Ehepaar aus Kopenhagen in den 20ern. Das Buch ist in vier  Teile aufgeteilt (Kopenhagen, Paris, Dresden und nochmals Kopenhagen).  Die Geschichte wird aus einer Erzählerperspektive erzählt, die abwechselnd zwischen Einar und Greta wechselt. Man bekommt Einblicke in das Leben vor der Ehe und während der Ehe. Greta, die ursprünglich aus Pasadena, Kalifornien, kommt, lernt an der Künstlerakademie Einar kennen und verliebt sich in ihn. Eines Tages bittet Greta ihren Mann, für sie in Frauenkleidern Modell zu stehen. An diesem Tag ändert sich alles für die beiden. Greta nennt ihren Mann in Frauenkleidern Lilli. Einar fühlt sich immer wohler in Frauenkleidung und verhält sich auch immer mehr wie eine Frau. In ihm kommen Gefühle zum Vorschein, die er so noch nie gehabt hatte. Greta unterstützt ihren Mann, und bittet ihn immer öfter darum, Lilli kommen zu lassen. Nach und nach verschwindet Einar immer mehr in Lilli. Körperlich scheint die Veränderung ihre Folgen zu hinterlassen und Greta sucht einen Arzt auf, der bereit dazu ist Lilli vollständig in eine Frau zu verwandeln. Zunächst muss ich sagen, dass ich den Film gesehen habe bevor ich das Buch gelesen habe. Diese Tatsache hat allerdings in keiner Weise meine Neugier auf das Buch gemildert. Hinzufügen sollte ich vielleicht noch, dass sowohl Buch, als auch Film auf den Tagebüchern der real existierenden Lilli Elbe beruhen. Das Buch hat es geschafft, mich vollständig in seinen Bann zu ziehen. Man erfährt sehr viel über Gretas Vergangenheit bevor sie Einar kennengelernt hat. Manche Ereignisse erklären warum Greta oftmals so handelt wie sie handelt. Auch Einar lernt man besser kennen. Man fühlt mit ihm und Greta mit. Man spürt förmlich die Zerrissenheit der beiden und fragt sich selbst wie man reagieren würde wenn man in solch eine Situation kommen würde. Die Liebe der beiden zueinander ist stark und immer wieder kommt die seelische Verbindung der beiden Protagonisten zum Vorschein. Allerdings finde ich es recht seltsam, dass alle aus dem Umfeld der beiden so positiv auf Einars Verwandlung zur Frag reagieren. Es gibt Unterschiede zu dem Film, der in meinen Augen noch trauriger ist als das Buch.  Der Autor hat es geschafft, authentisch zu erzählen wie die Ehepartner es schaffen diese Zeit der Wandlung, welche Jahre beträgt, zu überstehen. Es geht nicht nur darum wie ein Mann die Wandlung zur Frau durchlebt, sondern auch um das Umfeld. Einar hatte viel Unterstützung und hätte sich ohne Greta vermutlich gar nicht  zu diesem doch schweren Schritt  entschieden. Mut, Liebe, Kunst  und Toleranz spielen eine sehr starke Rolle in diesem Buch. Das Thema Transgender wird auf eine einmalige Weise sehr gefühlvoll behandelt. Es ist ein tolles Buch und für jeden zu empfehlen, auch wenn man sich mit diesem Thema noch nicht auseinander gesetzt hat.

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  • Gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights!

    Das dänische Mädchen

    Sehrvielmehr

    28. March 2016 um 15:53

    "Das Dänische Mädchen" ist ein Roman von David Ebershoff. Inhalt: Es geht um das Liebes-und Künstlerpaar Einar und Greta die sich auf einer Akademikerschule kennenlernen. Einar der als einzige Erfolg mit seinem Bildern hat, soll eines Tages für seine Frau Greta Modell stehen. Von da an Entwickelt sich in ihm eine weibliche Person Namens "Lili". Von da an taucht Lili immer häufiger im Alltag von Greta auf und Anfangs nimmt sie es auch eher als eine Phase auf, was sich bald aber als das Gegenteil herausstellen wird. Meine Meinung: Mir hat das Buch wirklich fantastisch gefallen und ich habe mich richtig in die Zeit der 20er und 30er Jahre wiedergefunden. Der Autor stellt die Umgebung, die Landschaften und vor allem die Menschen ganz toll dar, sodass man sich die Personen sehr gut vorstellen kann. Außerdem ließ sich das Buch flüssig lesen und ich wollte sofort wissen wie es nach einem Kapitel weitergeht. Ich kann mir nur nicht so ganz vorstellen das man in der Zeit mit dem Thema so locker umgegangen ist, wie es im Buch geschildert wird. Ganz toll hat mir aber auch gefallen wie nah Greta Einar und später Lili war. Weil es sicher nicht leicht für sie war ihren Ehemann "zu begraben". Sie hat das Schicksal so hingenommen wie es ist und ihr war nur wichtig das Lili glücklich ist. Man hat beim Lesen einfach gemerkt wie Bedingungslos Greta erst Einar und dann Lili geliebt hat.

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  • Ein wirklich tolles Buch

    Das dänische Mädchen

    leseratte69

    25. March 2016 um 17:05

    KlappentextDie wahre Geschichte einer unerhörten Liebe.Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.Der AutorDavid Ebershoff wurde 1969 in Pasadena geboren und hat in Chicago studiert. Heute ist er als Programmleiter eines großen Verlagshauses in New York tätig und unterrichtet Creative Writing an der New York University und in Princeton. Sein erster Roman "Das dänische Mädchen" wurde mehrfach mit Preisen geehrt und hat Leser wie Kritiker in mehr als zwölf Ländern begeistert. Seine Kurzgeschichtensammlung "The Rose City" wurde von der Los Angeles Times als eines der besten Bücher 2001 ausgezeichnet. Die Familiensaga "Pasadena" ist David Ebershoffs drittes Buch.Meine MeinungStoryDie Handlung hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Man begleitet als Leser das Maler Ehepaar Greta und Einar Wegener auf ihrem gemeinsamen Weg, der wegen Einars beginnender Transsexualität immer steiniger wird. Das Buch ist angelegt an der wahren Geschichte der Lili Elbe, dass meiste ist aber fiktiv. An dem Tag, als Einar für Gretas weibliches Modell einspringt und sich das erste Mal in Frauenkleidern malen lässt, ändert sich das Leben der beiden drastisch. Einars Transsexualität wird von diesem Tag immer deutlicher und Lilly wird sozusagen geboren. Einar und Lilly sind von da an wie zwei völlig unterschiedliche Personen, die sich einen Körper teilen. Lilly nimmt immer mehr Raum für sich in Anspruch und das Erscheinen von Einar wird immer seltener. Greta begleitet ihren Mann auf diesem steinigen Weg, egal ob als Lilly, die sich auch in andere Männer verliebt, oder als Einar, den sie eigentlich nicht aufgeben möchte. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Ich habe mit Lilly, Einar und vorallem mit Greta mitgefiebert. Sie sind tolle Persönlichkeiten, die man als Leser schnell in sein Herz schließt.Ich fand die Handlung sehr interessant. Es war mal etwas völlig neues am Bücherhimmel. Ich freue mich jetzt noch mehr auf den Film, der mit so tollen Schauspielern bestimmt sehr gut sein wird.SchreibstilDas Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Obwohl der Autor David Ebershoff Amerikaner ist, hat das Buch eher einen nordischen, etwas kühleren Schreibstil, gerade am Anfang, als das Buch noch in Dänemark spielt.CharaktereDie drei Hauptcharaktere, Lilly, Greta und auch Einar, sind mir sehr schnell vertraut gewesen und ans Herz gewachsen. Man hat als Leser ständig im Kopf, das die Geschichte an einer wahren Begebenheit anlehnt. David Ebershoff hat den Charakteren Tiefe verliehen weshalb sie sehr authentisch waren.Mein FazitEin wirklich tolles Buch, mit dem Tabuthema Transsexualität, welches selbst heute noch von vielen abgelehnt wird, leider. Die Geschichte kommt mit vielen Emotionen und authentischen Charakteren daher, welche man schnell ins Herz schließt. Ich vergebe für dieses tolle Buch fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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  • Sehr schönes Buch

    Das dänische Mädchen

    ChristineChristl

    16. March 2016 um 18:46

    Kurzbeschreibung: Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.Titel‣ Das Dänische MädchenAutor‣ David EbershoffVerlag‣ GoldmannSprache‣ DeutschErscheinungsdatum‣ 21. Dezember . 2015Seiten‣ 384 Seiten / Taschenbuch Preis‣ D- 9,99 € ISBN‣ 978-3442472796Reihe‣ NeinGenre‣ Drama, RomantikChristl : " Tiefe Gefühle, schwieriges Thema, toller Schreibstil. Ein Buch das zum denken anregt & Bewegt. "Ohne lang drum herum zu Schreiben beginnt der Autor sofort mit der Geschichte, man bekommt sofort einen Eindruck von dem Leben der beiden Hauptprotagonisten - Einar & Greta. Der Schreibstil ist recht flüßig, stellen weisse mit bisschen veralteten Sprachweisen, aber dennoch sehr schön zu lesen. Relativ schnell, wird einem klar um was es hier geht und auch das es absolut keine einfache Lektüre für zwischen durch ist. So finde ich zumindest, denn ab dem Zeitpunkt wo Lili in der Geschichte auftaucht wird es dann doch oft verwirrend & sehr gefühlvoll. Zum Inhalt:  Die beiden Künstler, Einar und Greta führen ein wunderbares Künstlerleben. Jedoch ändert sich alles ab den Tag wo Greta ihren Mann bittet ihr in Frauen Kleider Model zu stehen, da sie ein Porträt zu ende malen muss. Schnell wird klar das Einar sich wohl in diesen Kleidern und in dieser "Rolle" fühlt. Greta nimmt das ganze auch zuerst recht lustig auf und schnell bauen sich die zwei eine Welt um Lili auf, die gleichermassen verwirrend wie zu bewundern gilt. Lili wird mehr und mehr wichtiger. Und Einar hat natürlich eine schwierige Phase, die er damit zu bewältigen versucht, dass er Lili & Einar streng getrennt hält. Natürlich wird einem als Leser klar das dies wohl nicht al zu lange gut gehen kann. Es beginn eine Spannende Geschichte um Einar Lili & Greta die oft verwirrt und nachdenklich stimmt. Die Story an sich finde ich wahnsinnig spannend, aber das Buch hat dann doch so seine langatmigen Stellen wo man sich nur denkt "wann passiert den hier endlich etwas" ... Natürlich ist es ein schwieriges Thema, eine schwierige Geschichte jedoch will man sich als Leser auch nicht nur langweilen.... Bewundern muss ich aber Greta, wie lange sie ihm beisteht und wie viel sie aufgibt für ihren Mann ist wirklich unglaublich. Ich wüsste ja absolut nicht, auch nicht in der Heutigen Zeit wie ich mit sowas umgehen müsste/würde. Ab und an denke ich mir aber, wäre es besser gewesen hätte Greta die Sachen direkt angesprochen. Das hat mich oft wirklich in Rage gebracht!! Auch die Liebe und die Ehe wird auf eine harte probe gestellt. Aber lest selbst....... Ich hab die Buch Ausgabe "Das Buch zum Film" mit den Schauspielern auf den Cover. Gefällt mir persönlich wirklich gut, und der Schauspieler ist genau so wie ich mir Einar vorgestellt habe. Mehr möchte ich euch eigentlich gar nicht erzählen, es ist ein Buch was sicherlich sehr interessant ist. Zu erleben wie es in der damaligen Zeit war, womit wir ja heute eigentlich noch Probleme in der Gesellschaft haben, sich unwohl in seinem eigenen Körper zu fühlen. Die Story ist gut, die Protagonisten schön beschrieben mit viel Tiefgang. Der Schreibstil absolut ok, hat aber so seine längen. Daher gibt es von mir 3 von 5 Masken! 

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  • Zwei außergewöhnliche Frauen

    Das dänische Mädchen

    LimitLess

    26. February 2016 um 12:48

    Die Geschichte in "Das dänische Mädchen" beruht auf der wahren Persönlichkeit Lilli Elbe, von der Tagebücher existieren, jedoch schreibt der Autor im Nachwort, dass die Geschichte nur an die Biografie angelehnt ist und dass man nicht so sehr nach Ähnlichkeiten suchen sollte. Das Thema finde ich sehr interessant, vor allem, wie in den 20er Jahren damit umgegangen wurde. Auch, wenn ich irgendwie nicht so ganz glauben kann, dass die Menschen zu der Zeit so tolerant damit umgehen konnten. Das Buch ist in vier Teile eingeteilt (Kopenhagen, Paris, Dresden, Kopenhagen), die jeweils einen wichtigen Abschnitt im Leben der beiden Hauptcharaktere spielen. Es wird abwechselnd zwischen Greta und Einar erzählt und Einblicke in die Gefühlslage auf beiden Seiten gegeben. Über die beiden lernt man viel aus Rückblenden, die geschickt in die Haupthandlung eingebunden wurden und die wunderbar den Charakter der Figuren gezeichnet und untermauert haben. Durch die Rückblenden verstand ich die Personen einfach besser. Einars Verwandlung war für mich manchmal etwas unrealistisch. Es war immer so, als ob zwei verschiedene Personen da sind und (obwohl sie den gleichen Körper haben) nichts von den Gedanken und Gefühlen der jeweils anderen wissen!? Einar hat zwar die Stärke und steht dazu, dass er eigentlich eine Frau ist, doch jedesmal, wenn er Lilli ist, dann verliert er komplett alles, was einen Erwachsenen ausmacht und er wird als junges Mädchen beschrieben... Naja. War etwas komisch irgendwie. Der Schreibstil des Autor ist sehr intensiv und detailgetreu. Manchmal fand ich ihn etwas schwerfällig, wobei das jedoch zur Lebenszeit und zum Thema passt. Die Kunst spielt in dieser Geschichte eine wichtige Rolle und sie kommt auch dementsprechend oft vor. Zwischendurch empfand ich einige Stellen als sehr langatmig und vor allem am Anfang musste ich mich erst an den Stil gewöhnen. Die Geschichte erzählt auf beispiellose Weise von mutigen Menschen, die Liebe und Toleranz leben und sich nicht davon abbringen lassen, wie viele Steine ihnen auch in den Weg gelegt werden. Der Roman ist sehr einfühlsam und gefühlvoll und man wird von der außergewöhnlichen Lebensgeschichte zweier außergewöhnlicher Frauen in den Bann gezogen. Am stärksten ist sicherlich Greta. Es ist beeindruckend wie sie mit der Zerrissenheit und der einmaligen Situation umgeht. Fazit Das dänische Mädchen ist ein unglaublich lesenswertes Buch, dass das Thema Transgender auf sehr gefühlvolle Weise behandelt. Die gut ausgearbeiteten Charaktere und ein zur Zeit passenden Schreibstil machen die Geschichte zu einem interessanten Lesevergnügen. Ein Buch, das durch seine besondere Handlung noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Und die Verfilmung ist auch sehenswert!

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  • Das dänische Mädchen

    Das dänische Mädchen

    Seehase1977

    Klappentext: Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist. Zum Inhalt: Die Amerikanerin Greta Waud und ihr Mann Einar Wegener, ein erfolgreicher Landschaftsmaler, führen im Kopenhagen der 20er Jahre ein ruhiges und glückliches Leben, welches sie ganz ihrer Kunst widmen. Eines Tages ist Gretas Modell verhindert und die Portraitmalerin bittet ihren Mann Einar sich die Frauenkleider anzuziehen und für sie Modell zu sitzen. Dieser Moment löst in Einar alles verändernde Gefühle aus. Er fühlt sich sehr wohl als „Lili“, genießt seinen Körper auf völlig andere Weise. Greta bemerkt die Veränderungen und ermuntert ihn sogar „Lili immer öfter erscheinen zu lassen und sogar als Frau auf die Straße zu gehen. Bald verschwindet Einar fast vollständig und Greta merkt, wie sich ihr geliebter Mann immer mehr von ihr entfernt und immer mehr ganz in „Lili“ verschwindet. Um ihm zu helfen sich vollständig zu fühlen, sucht Greta einen Arzt auf, der bereit ist, aus Einar eine Frau zu machen… Auf das „Dänische Mädchen“ bin ich zu allererst durch die Kinovorschau zum Film „The Danish Girl“ aufmerksam geworden. Da dieser noch nicht in unseren Kinos läuft, wollte ich unbedingt zuerst das Buch von David Ebershoff lesen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich in die Geschichte gefunden habe, dann hat sie mich aber umso mehr, zumindest zu großen Teilen, in ihren Bann gezogen. Ebershoff schreibt einfühlsam und schafft es, ausgeglichen sowohl Einars innere Zerrissenheit wie auch Gretas Gefühlswelt auszuleuchten. Ich persönlich weiß nicht, vor welcher der beiden Personen ich mehr Hochachtung habe, vor Einar, der seinem unbändigen Wunsch voll und ganz „Lili“ zu sein nachgibt und seinen Weg bis hin zur Geschlechtsumwandlung geht, oder aber vor Greta, die aus Liebe zu ihrem Mann ihr Leben und ihr Glück an die Seite stellt und ganz in der Unterstützung Einars aufgeht. Die vielen Passagen über die Kunst waren mir persönlich etwas zu langatmig, auch wenn dieser Teil ja ein wichtiger Bestandteil von Gretas und Einars Leben war. Etwas verwundert hat mich auch, dass das persönliche Umfeld der Eheleute allesamt positiv auf „Lili“ reagierte, ich kann mir das für die 20er Jahre nur schwerlich vorstellen. „Das Dänische Mädchen“ ist ein einfühlsames und sehr gefühlvolles Buch und eine Hommage auf Toleranz, Liebe und Mut. Ich freue mich wirklich auf den Film, das Buch ist auf jeden Fall sehr lesenswert.

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    • 4

    Cridilla

    26. February 2016 um 04:25
  • Von der Stärke einer mutigen Frau...

    Das dänische Mädchen

    Reni13

    18. February 2016 um 23:45

    Klappentext: Kopenhagen 1925: Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, die ebenfalls Malerin ist, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Doch alles ändert sich, als Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen. Denn von diesem Tag an wird Einars Leben nie mehr so sein wie zuvor. Und Greta sieht sich vor die Frage gestellt: Was tun, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist? (Ausgabe: 1. Auflage Sonderausgabe Januar 2016 – Goldmann Verlag) zum Autor: David Ebershoff stammt aus Pasadena in Kalifornien und begann seine berufliche Laufbahn mit einem Praktikum bei Random House, bevor er ein Jahr später Vollzeit bei Modern Library (Verlag) arbeitet. Heute arbeitet er als Vice President und Executive Editor bei Random House in New York und unterrichtet nebenbei Kreatives Schreiben an der NYU, Princeton und Columbia University. “Das dänische Mädchen” ist sein Debütroman gewesen, welcher 2015 in der Regie von Tom Hooper verfilmt wurde (Hauptrollen: Eddie Redmayne & Alicia Vikander). zum Werk: Die Handlung von Ebershoffs Roman “Das dänische Mädchen” ist lose an das wahre Leben von Gerda Wegener und Einar Wegener/Lili Elbe angelehnt. Lili Wegener gilt als eine der ersten Intersexuellen, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen hatte. Quellen für das Buch waren dabei Interviews mit Lili von 1931, sowie Nachrufe und Artikel über sie und Lili Briefe und Tagebücher. Ebershoff benannte dabei einige reale Personen um und erschuf ihnen eine neue Hintergrundgeschichte (zB. Greta – die im wahren Leben Gerda hieß und geborene Dänin war), oder fügte mehrere Personen zu einer Figur zusammen (zB. Professor Bolk –  real: Prof. Warnekros aus Dresden und Prof. Hirschfeld aus Berlin). Andere Figuren sind frei erfunden, sowie der Großteil der Handlung – wer also eine Biografie über Lili Elbe lesen will, ist mit diesem Buch falsch bedient. Allen, die gerne historische Romane lesen, erwartet ein 380 Seiten dickes spannendes Buch, dessen Handlung vollkommen fiktiv ist. Das Werk ist in vier Teile unterteilt: Kopenhagen 1925 (Kapitel 1-12), Paris 1929 (Kapitel 13-18), Dresden 1930 (Kapitel 19-23) und Kopenhagen 1931 (Kapitel 24-29). Die Teile markieren gleichzeitig auch die wichtigsten Lebensorte des Paares. Die Handlung wird dabei abwechselnd von Einar/Lili und Greta in der 3. Person erzählt, wobei immer wieder Rückblenden zu deren jeweiliger Vergangenheit eingestreut werden. Das man durch diesen Stil sich in beide Hautpersonen einfühlen kann und dabei sowohl ihre Beweggründe als auch ihre Entscheidungen nachvollziehen kann, fand ich toll und faszinierend, denn so ermöglicht der Autor uns Lesern einen tiefen Einblick in beide Persönlichkeiten. Das kommt auch anderen Figuren im Buch zu gute, da man oft Beschreibungen der jeweiligen aus zwei Perspektiven erhält, und ein tieferes Gesamtbild des jeweiligen Charakters bekommt. Durch diese Zweigleisigkeit wurde für mich der Roman auch nicht langweilig, sondernd bot immer die richtige Mischung aus interessanten und spannenden Momenten. Besonders beeindruckt hat mich Greta, die eine unglaubliche Kraft im Laufe der Handlung an den Tag legt, die ich nur bewundern konnte. Sie verliert im Laufe des Buches ihren Mann (an Lili), jemanden, den sie eigentlich für die Ewigkeit geheiratet hat. Ihre Liebe und ihr Mut, sowie die Toleranz gegenüber ihm wird auf eine harte Probe gestellt, denn Einar als Lili verliebt sich in Männer und testet dabei auch ihre neu entdeckte Weiblichkeit aus. Für Greta ist so, als lebe sie mit zwei Personen zusammen, da Einar sich kaum an das zu erinnern scheint, was Lili erlebt, und umgekehrt. Das Greta ihn trotzdem unterstützt und ihm hilft, sich selbst zu finden ohne ihn zu verurteilen, zeugt für mich von wahrer Größe.

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