David Fisher

 4,2 Sterne bei 22 Bewertungen

Lebenslauf

David Fisher (13. April 1929 – 10. Januar 2018) war ein britischer Schriftsteller und drehbuch-Autor.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von David Fisher

Cover des Buches Spock und ich (ISBN: 9783453201439)

Spock und ich

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Erschienen am 24.10.2016
Cover des Buches 13 SHADOWS - ENDSTATION HÖLLE (ISBN: 9783748586517)

13 SHADOWS - ENDSTATION HÖLLE

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Erschienen am 01.09.2019
Cover des Buches Perfides Spiel (ISBN: B00D5605XS)

Perfides Spiel

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Erschienen am 01.06.2013
Cover des Buches Robert Lory (ISBN: 9783748586210)

Robert Lory

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Erschienen am 31.08.2019
Cover des Buches Berlin Rising: Biography of a City (ISBN: 9780393331370)

Berlin Rising: Biography of a City

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Erschienen am 01.06.1994

Neue Rezensionen zu David Fisher

Cover des Buches Spock und ich (ISBN: 9783453201439)
larsmeyers avatar

Rezension zu "Spock und ich" von William Shatner

Empfehlenswert
larsmeyervor 2 Jahren

Ich bin Leonard Nimoy nie begegnet. Ich habe nie ein Wort mit ihm gesprochen. Dennoch kam es mir so vor, als hätte ich einen guten Freund verloren, als ich am 27.02.15 erfuhr, dass er verstorben war. Oft nimmt man den Tod einer bekannten Persönlichkeit oder eines „Stars“ mit einem Achselzucken hin, hin und wieder ist man kurz betroffen, und manchmal, in seltenen Fällen, ist man von echter Trauer erfüllt. Bei Leonard war Letzteres der Fall. Vielleicht lag es daran, dass er schon so lange Teil meines Lebens war. Star Trek habe ich seit meiner frühesten Jugend im TV gesehen. Ich kann mich daran erinnern, wie die ganze Familie zusammenkam, um sich gemeinsam neue Folgen anzusehen. Ich wurde damals zum Fan und bin es all die Jahre über geblieben. Natürlich war Spock einer meiner Lieblingscharaktere. Gibt es einen Star-Trek-Fan, der kein Spock-Fan ist?

 

Wie trauert man um jemanden, der einem so viel bedeutet hat, obwohl man ihn eigentlich gar nicht kannte? Lange Zeit fand ich keine Antwort auf diese Frage. Ich konnte nicht zum Begräbnis gehen. Ich konnte mich nicht verabschieden. Leonards Tod blieb mir im Gedächtnis. Als ich von diesem Buch hörte, wusste ich, dass ich es haben musste. Dies war mein Weg, das Leben Leonards zu feiern und gleichzeitig seinen Tod zu akzeptieren.

 

William Shatner hat Leonard gekannt. Er war sein Freund. Sie sind über Jahrzehnte hinweg einen gemeinsamen Weg gegangen, der sie viel Glück und auch erstaunlich viel Leid hat teilen lassen. An diesen Erfahrungen lässt William Shatner nun auch Leser und Fans teilhaben – zumindest ein bisschen. Ich habe bereits mehrere Autobiographien von Bill und Leonard gelesen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, viel Neues zu erfahren. Das Buch setzt sich zuerst mit den frühen Jahren von Leonard und seinem mühsamen Weg zum Erfolg auseinander. Es folgt – natürlich – Star Trek. Wer sich mit Star Trek auskennt und vielleicht schon die eine oder andere Biographie der Beteiligten gelesen hat, dem werden viele der hier erzählten Geschichten wohl bekannt sein. Die Zeit danach ist es jedoch, die ich besonders interessant fand, da ich hier über Dinge las, von denen ich noch nie gehört hatte.

 

William Shatner hat ein unterhaltsames, informatives, aber auch ehrliches Buch geschrieben. Oft war zu spüren, wie tief die Freundschaft der beiden war und wie schwer auch Bill Leonards Verlust getroffen hat. Dass er so ehrlich war, zuzugeben, dass diese fast 50 Jahre lange Freundschaft am Ende ein etwas trauriges Ende nahm, rechne ich ihm hoch an. Auf 275 Seiten spannt William Shatner einen Bogen vom Anfang bis zum Ende eines Lebens und vom Anfang bis zum Ende einer echten Freundschaft. Dies ist kein literarisches Meisterwerk, und hin und wieder hat man den Eindruck, dass Koautor David Fisher die IMDB-Credits durchgegangen ist, um noch ein paar Seiten zu füllen. Ich habe das Buch dennoch als positive Leseerfahrung empfunden.

 

Ich gebe „Leonard“ von William Shatner 5 Sterne, denn das Buch hat seinen Zweck erfüllt. Ich konnte Abschied nehmen von einem großartigen Darsteller, von einer Ikone, von einem Mann, der auch nach seinem Tod noch etwas zu lehren hat, und von einem Freund, dem ich nie begegnet bin.

 

Live long and prosper.

Cover des Buches Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte (ISBN: 9783854456643)
Sonnenwinds avatar

Rezension zu "Lebe Lang ... und was ich auf meinem Weg lernte" von William Shatner

Wiedersehen mit Captain Kirk
Sonnenwindvor 4 Jahren

Ein Buch fürs Gefühl; für alte Enterprise-Fans eine Rückkehr in alte Zeiten. Mir hat es gefallen, aber ich muß es nicht im Bücherschrank haben. Ich bin mit Enterprise aufgewachsen und habe die DVDs im Schrank, über die Schauspieler selbst wußte ich aber nicht viel. Hier lernt man die Persönlichkeiten kennen. Daß Spock Jude war, wußte ich, von Captain Kirk wußte ich es nicht. Das war für mich sehr interessant.

Auch was er über sich selbst erzählt, fand ich gut, ich interessiere mich einfach immer für Menschen, besonders für solche, denen ich schon öfter begegnet bin. Insofern eine schöne Bereicherung.

Cover des Buches Spock und ich (ISBN: 9783453201439)
chumas avatar

Rezension zu "Spock und ich" von William Shatner

Faszinierend
chumavor 4 Jahren

»Das Leben ist wie ein Garten. Perfekte Momente können erlebt, aber nicht bewahrt werden, außer in der Erinnerung. LLAP« 

William Shatner und Leonard Nimoy schrieben als Captain Kirk und Spock Fernsehgeschichte. In der Kultserie »Star Trek« verband sie eine besondere Freundschaft, die trotz einiger anfänglicher Differenzen auch im wahren Leben der beiden Männer aufblühte und fast 50 Jahre währte. Gemeinsam mit seinem Co-Autor David Fisher schrieb Shatner knapp ein Jahr nach Nimoys Tod dieses Buch, eine Art Liebeserklärung, wenn man so will, aber vielleicht auch eine Form der Trauerbewältigung, denn die beiden Männer sprachen sich nach einem Bruch vor dem Ende nicht mehr aus. Ein Brief an seinen Freund, von dem er nicht weiß, ob er ihn je gelesen hat, und die vielen Erinnerungen, die gemeinsame Reise mit allen Höhen und Tiefen, sind alles was Shatner bleibt und das teilt er nun mit seinen Lesern. 

»Spock und ich: Mein Freund Leonard Nimoy« (OT: Leonard: My Fifty-Year Friendship with a Remarkable Man) ist keine hohe Literatur aber es ist eine wirklich faszinierende und teilweise auch sehr berührende Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Ich bin zwar Fan der Serie und auch aller darauffolgender Serien und Filme aber ein eingeschfleischter Trekkie bin ich wohl nicht, weshalb dieses Buch für mich auch viel Wissenswertes bereithielt. Shatner beschränkt sich dabei nicht auf Informationen zu Nimoy/Spock, vielmehr erzählt er im Plauderton vom steinigen Weg, den sowohl Nimoy, als auch er zu Beginn ihrer Schauspielkarriere nehmen mussten. Sie hatten viel gemeinsam, stammten beide aus jüdischen Familien der unteren Mittelschicht und wuchsen in Immigrantenvierteln von amerikanischen Großstädten auf, schlugen sich mit Gelegenheitsjobs durch, um ihren Traum von der Schauspielerrei nachgehen zu können. Es ist ein interessanter Blick hinter die Kulissen des Film- und Fernsehgeschäfts der Fünfziger- und Sechziger-Jahre, der dem Leser so geboten wird. 

Der Beginn der Erfolgsgeschichte von Star Trek war dabei aber nicht der Beginn dieser komplexen und zeitweise auch schwierigen Freundschaft, denn beide Männer hatten unterschiedliche Herangehensweisen an die Schauspielkunst. Nimoy sah sich als Charakterdarsteller, der seine Rolle lebte, die Figur entwickelte und sie gleichermaßen trug, wie sie umgekehrt ihn trug. Diese Intensität und Besessenheit machte den Erfolg und die Authentizität der Figur Spock überhaupt erst möglich. Shatner hingegen agierte klassisch, eher aus dem Bauch heraus. 

»Shatner war die personifizierte Energie. Ein Energiebündel, ständig Ausschau haltend, nach etwas grabend, suchend, was mir einen Raum gab, um als Spock zu existieren. (…) Bill Shatner stellte die ganze Energie bereit, die man für die Szene brauchte, was mir ermöglichte, reflexiver und zurückhaltender zu agieren. Die Tatsache, dass Shatner in dieser Weise auftrat, half mir, so denke ich, sehr bei der Entwickung von Spocks Charakter.« 

Und während Nimoy im Verlauf der Jahre so immer »spockiger« wude, hatte Shatner damit zu kämpfen, dass sein Ansehen bei den Serienfans hinter dem Nimoys stand. Es brauchte Zeit bis beide Männer sich auf ihre gemeinsamen Stärken konzentrieren, die Unterschiede in positive Energie umwandeln und als Antriebsmotor für ihre ungewöhnliche Freundschaft sehen konnten. Nicht zuletzt verband sie viele Schicksalschläge, bei denen sie sich gegenseitig stützen konnten. 

Nimoy mimte die komplexe Figur des Spock - aber auch er selbst war ein zutiefst tiefgründiger und ehrgeiziger Mann, der niemals still zu stehen vermochte. Rastlos angetrieben von seiner Leidenschaft war er nicht nur ein herausragender Schauspieler, sondern auch Regisseur, Produzent, Fotograf, Autor, Musiker, Poet, Pilot, liebender Ehemann und Vater … sowie trockener Alkoholiker. Letzteres brachte ihn schließlich auch in die Position Shatner beizustehen, als dieser durch einen tragischen Unfall seine alkoholabhängige Frau verlor. 

Es sind Höhen und Tiefen wie sie das Leben selbst schreibt und beide Männer gingen sie, denn das ist das, was man tut. Es ist das, was Kirk und Spock tun würden, sich der Herausforderung stellen – gemeinsam. Nicht immer durchlebten sie die Unwegsamkeiten Seite an Seite aber weit entfernt war der andere nie. Es ist diese innige Verbundenheit zweier Menschen, deren Weg sich zufällig kreuzte und dann immer wieder schnitt, die bei diesem Buch deutlich zum Tragen kommt und die teilweise etwas sprunghaften und auch leise egozentrischen Gedanken Shatners ausbalanciert. Und so ist es eben auch eine richtig gute Story. 

»Es geht immer um eine gute Geschichte. (…) Du kannst noch so viele Schiffe in die Luft jagen, Raketen abschießen, Kämpfe, Katastrophen oder Stunts zeigen. Ist die Geschichte gut? Nimmst du etwas mit nach Hause, worüber du nachdenkst? Etwas, das dich berührt und dir das Gefühl vermittelt, Teil einer menschlichen Spezies zu sein?« 

Fazit

Ein Buch, das dem interessierten Leser teilweise tiefe Einblicke in das Leben zweier Stars und der Persönlichkeiten dahinter bietet, ihre Kämpfe mit Selbstzweifeln und auch Identitätskrisen beschreibt. Eine Ode an die Freundschaft mit all ihren Facetten, aber auch ein Beweis dafür, dass man mit Leidenschaft und Ehrgeiz immens viel erreichen kann. LLAP

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