David Foenkinos Das geheime Leben des Monsieur Pick

(73)

Lovelybooks Bewertung

  • 64 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 1 Leser
  • 45 Rezensionen
(24)
(31)
(13)
(4)
(1)

Inhaltsangabe zu „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ von David Foenkinos

Über das Glück, vom Leben überrascht zu werden ...
Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.
Ein französisch-charmanter Roman über die Liebe, verlorene Träume und den Mut, sein Leben in die Hand zu nehmen. Leicht, beschwingt und voller Witz.

Lässt sich rasch lesen, Charaktere bleiben mir zu oberflächlich. Aber einige amüsante Stellen dabei.

— carathis

.Tolle Idee mit vielen Einzelschicksalen, die sich ineinander verweben.

— Quasselstrippe

Foenkinos schreibt einfach sehr gut, interessant, lustig und nachdenklich wird man auch!

— UlliAnna

Interessanter Stil, eine Geschichte, die ich so nicht vorhergesehen habe, liebenswerte Charaktere, "Bücher" als zentrales Thema - gefällt!

— once-upon-a-time

Manuskripte an die Macht! ;-)

— SATZZEICHEN

Ein sehr warmherziges, nachdenklich stimmendes aber auch sehr amüsantes Buch über den Literaturbetrieb!

— FrauTinaMueller

Die Welt der Literatur, überraschend und faszinierend. Meine Leseempfehlung für alle Leseratten!

— sunlight

locker geschrieben und interessante Geschichte :)

— Jennifer081991

Sehr von dieser Handlung angetan und voller Euphorie habe ich dieses Buch begonnen und auch beendet.

— Leyla1997

Charmant geschrieben, doch die Geschichte hat mich nicht mitgerissen!

— sommerlese

Stöbern in Romane

All die Jahre

Zwei Schwestern, die unteschiedlicher nicht sein können zwischen Gestern und Heute.

abunchofcats

Ein mögliches Leben

Eine Ode an Familie, Freundschaft und Kameradschaft. Es geht darum, auf der richtigen Seite und zu seinen Überzeugungen zu stehen.

hasirasi2

Die Herzen der Männer

Mal etwas anderes, hat mich sehr berührt

Sassenach123

Der kleine Teeladen zum Glück

Zu flach, zu hölzern, zu gewollt. Sehr schade, die Idee hat so viel Potential!

Thoronris

Die Perlenschwester

Die Geschichte zweier starker Frauen mit kleinen Minuspunkten

Das_Leseleben

Das Alphabet meiner Familie

Eine mitreisende Entdeckungstour durch eine ganz spezielle Familiengeschichte.

Belladonna

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018

    Bücher sind treu

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Da sich ja einige gewünscht haben, dass die Challenge auch in 2018 weiter geht, habe ich einen neuen Beitrag dazu erstellt. Die Regeln sollen so einfach wie möglich bleiben - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Die Sammelbeiträge werden ich dann hier im Startbeitrag verlinken, damit nicht jeder lange nach seinem Beitrag suchen muss. Jeder kann seinen Beitrag so gestalten wie er möchte, wichtig wäre nur am Anfang des Beitrages die Gesamtpunktzahl. Ich werde keine monatliche Auswertung der Punkte machen. Es wird dann Anfang 2019 wenn die Challenge vorbei ist eine Übersicht der Punkte geben. Eventuell werde ich auch schon mal eine nach einem halben Jahr machen, aber da möchte ich mich heute noch nicht festlegen. Wer seinen Punktestand zwischendurch wissen will, kann ja die Sammelbeiträge der anderen durchgehen und sieht wo er ungefähr steht.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2018 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2017 angefangen erst in 2018 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus (Achtung - die Seitenzahl hat sich geändert und es gibt eine Extra-Regel, damit man auch mal die dicken Wälzer zur Hand nimmt):  Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2018 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 300 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 500 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was über 800 Seiten hat, gibt es doppelte Punkte. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbücher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2018-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 10 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer:GrOtEsQuEArachn0phobiACode-between-lineshannipalannilisamnatti_ Lesemauskarinasophiejenvo82BuchgespenstFrau-AragornBuchperlenblogKymLucajala68BeustSomayatlowJanina84Frenx51KerdieChattysBuecherblogBellis-PerennisAkanthaWuschelMeeko81niknakkattiiIcemariposaTodHunterMoonglanzenteKleine1984MissB_schokoloko29Salander007LadySamira091062YolandejanakaHortensia13PMelittaMSomeBodyRitjaonce-upon-a-timepaevalillCurly84ReadingEmicarathisKuhni77FadenchaosSchluesselblumeeilatan123Steffi_Leyerermiau0815BettinaForstingerlinda2271lSutchyLarii-Mausierazer68nordfrauQueenSizeSommerkindtlieblingslebenStefanieFreigerichtdarkshadowrosesEnysBooksEcochi

    Mehr
    • 266
  • Tolle Idee mit vielen Einzelschicksalen, die sich ineinander verweben

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Quasselstrippe

    07. December 2017 um 14:45

    Über das mich enttäuschende Ende (weil es einfach zu viel wurde, etwas übertrieben) hat mich die Geschichte um ein anscheinend nicht akzeptiertes Buch gefallen. Eine gute MIschung aus Humor und Warmherzigkeit. In Beschriebungen und im Klappentext wird der Handlungsort, die Bretagne, sehr herausgearbeitet. Dem muss ich leider widersprechen. Es spielt zwar teilweise in der Bretagne (einem kleinen Dörfchen, in dem ich auch schon war), doch von dem Flair dieser Küstenlandschaft, dem Meer, den Gerüchen und allem Drumherum konnte ich zwischen den Zeilen kaum etwas spüren. Daher lobe ich dieses Buch nicht in der allerhöchsten Tönen.Das konstruierte Ende hat mich  das Buch mit dem Wort "schade" beenden lassen.DOCH: Die Idee einer Bibliothek der abgelehnten Bücher ist wunderbar. Fantastisch, wie der Autor die einzelnen Geschichten (eines Journalisten auf Recherche, eine junge Frau auf Spurensuche, eine Bibliotheksangestellte auf der Suche nach ihrem Glück, und schlussendlich eine längst vergangene Liebesgeschichte zweier Menschen, die bereits gestorben sind) ineinander verstrickt.

    Mehr
  • Die Liebe zu den Büchern macht das Buch so Besonders!

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    UlliAnna

    02. November 2017 um 15:51

    In einem kleinen Ort in der Bretagne übernimmt Jean-Pierre Gourvec in seiner Bibliothek Werke von Autoren, die von Verlagen abgelehnt worden sind, die Bibliothek der unerwünschten Manuskripte. Die erfolgreiche Lektorin Delphine Despero und ihr Lebensgefährte Frédéric, ein erfolgloser Schriftsteller, entdecken diese nie erschienene Manuskripte und interessieren sich für das des Pizzabäcker Henry Pick. Doch weder die Witwe des Autors, Madeleine, noch seine Tochter Joséphine können sich vorstellen, dass Henry ein Buch geschrieben haben soll. Das Buch wird verlegt und ist ein voller Erfolg.  Doch der Journalist und Literaturkritiker Jean-Michel Rouche beginnt zu recherchieren und hat seine Zweifel daran, dass Monsieur Pick wirklich der Autor ist…David Foenkinos schafft es auch in diesem Roman die Leser zu fesseln. Obwohl sehr viele Personen vorkommen, werden alle sehr gut beschrieben. Auch Nebenfiguren, wie Magali, werden liebevoll gezeichnet. Man kann sich richtig das Leben der Protagonisten vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Ich empfand Mitleid mit den Autoren, die viele Stunden an ihren Werken gearbeitet haben und niemand sollte sie lesen können! Mit Ausdrücken wie „schutzbedürftige Manuskripte“ konnte Foenkinos mein Herz berühren. Das Buch ist für jeden, der Bücher liebt, ein ganz liebenswerter Roman und ein Leseerlebnis.

    Mehr
  • nicht mein Humor

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Gwhynwhyfar

    14. October 2017 um 09:09

    Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, eine Persiflage auf die Verlagswelt … Aber wie der Geschmack so verschieden, so konnte mich dieses Buch nicht erreichen. Ein paar Tage lang habe ich mich gefragt warum. Aber von vorn: Das Buch beginnt im ersten Kapitel im Sachbuchstil, es wird über die »Bibliothek der abgelehnten Manuskripte« berichtet, die es in Amerika gibt. Im zweiten Kapitel erfahren wir etwas über die ehrgeizige Lektorin Delphine, die ein gutes Näschen für erfolgreiche Manuskripte besitzt. Die Einsendung eines unbekannten Autors spricht sie an, man trifft sich zur Vertragsverhandlung, wird später ein Paar. Das Buch wird ein Flop. Delphine braucht Erfolg und in der Bretagne wird das Paar fündig in einer »Bibliothek der abgelehnten Manuskripte«, der Roman eines verstorbenen Pizzabäckers scheint der Hauptgewinn zu sein. In der Mitte habe ich das Buch zugeklappt. Ich denke, ich weiß, an welchen Stellen ich hätte schmunzeln müssen, aber ich empfand leider die Zeilen nicht komisch. Die Geschichte las sich für mich langweilig und ich fragte mich, warum ich keinen Zugang fand. Die Story ist oberflächlich und arg konstruiert, aber das allein konnte es nicht sein. Jede Menge Namen von berühmten Schriftstellern fließen ein, wozu? Ich empfand den Schreibstil kalt. Alles beginnt im Sachbuchstil und im weiteren Verlauf setzt der Autor einen distanzierten Focus auf, als würde er die Geschichte aus der Distanz von einem Flugzeug betrachten. Die Figuren sind leer, empathielos, auch die distanzierte Erzählweise lässt weder Zugang zu Protagonisten noch zur Geschichte zu. Delphine trifft sich anfänglich mit einem Autor, dessen Skript, »Die Badewanne«, ihr gefiel. Er fragt sie, ob sie einen Freund hätte. Sie verneint. Er fragt warum. Sie antwortet, weil sie auf einen wie ihn gewartet hätte. Er fragt, wenn sie nun ein Paar wären und sie seine Bücher verlegen würde und die Beziehung sei irgendwann zu Ende, würde sie dann seine Bücher einstampfen? Natürlich sagt sie, und danach gehen sie ins Bett. Mitten in der Nacht macht sie das Licht an und sagt, man müsse nun über den Vertrag reden. Ach, meint er, sie sei mit ihm ins Bett gegangen, um bessere Vertragspositionen zu verhandeln. Und nun sind sie ein Paar. Das ist nicht mein Humor. Die Dialoge wirken völlig emotionslos, wie auch die Handlungen der Protagonisten, wie Holzpuppen, völlig irreal. Aber eben doch nicht so grotesk, dass es mir ein satirisches Grinsen abverlangte, sondern nur ein gelangweiltes: Och nö, was soll so ein Dialog? Und solche Passagen gefielen mir nicht, da fehlt mir wohl auch der Humor, 10. Kapitel Anfang: »Im Bett streichelte Frédéric Delphines Beine, ihre Schenkel und hielt dann an einem bestimmten Punkt inne. ›Und wenn ich jetzt meinen Griffel hier reinstecke …?‹, flüsterte er.« – Kapitel zu EndeDen Verlauf des Romans nach der Mitte kann ich nicht bewerten, da mich das Buch bis zur Hälfte so gar nicht packen konnte. Klapp zu. Alles Geschmacksache, meiner nicht.

    Mehr
  • Schönes Buch zum Entspannen

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Lovinbooks4ever

    27. September 2017 um 08:50

    Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil der Klappentext eine ganz besondere Geschichte verspricht. Ich mochte den Gedanken, dass es eine Bibliothek mit abgelehnten Manuskripten gibt. Wo jeder Autor sein Werk hinbringen kann und es dann vielleicht doch noch gelesen werden kann und nicht nur in der Schublade versauert. Der Einstieg ins Buch fällt eigentlich ganz leicht. Ich mochte die Stimmung und den Flair in dem Buch und hatte sofort das Gefühl selber in der Bretagne zu sein. Die Geschichte rund um Henri Pick ist in der Tat aussergewöhnlich und birgt auch viele Rätsel in sich. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was wohl dahinter steckt, dass seine Frau nichts über das Manuskript wusste und das Henri nie Bücher gelesen hätte. Weiterhin fand ich es durchaus interessant auch mal einen kleinen Einblick ins Verlagswesen zu bekommen. Delphine als Lektorin gefiel mir ganz gut. Ihr Freund Frédèric allerdings weniger. Er erschien mir launisch und zu sehr von sich selbst eingenommen. Seine Eifersüchtelein, wenn Delphine ein anderes Buch als seines verlegen lässt, fand ich sehr kindisch und unangemessen. Allerdings passt es super zu seinem Charakter. Leider bin ich der Meinung, dass alle Charaktere viel zu oberflächlich und flach dargestellt wurden. In meinen Augen fehlt ihnen einiges an Tiefgang und Emotionen. Ich konnte überhaupt keine Bindung zu den ganzen Personen aufbauen und so liessen mich ihre Lebensgeschichten auch teilweise ziemlich kalt. Alles in allem ist „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ ein schönes, ruhiges Buch, welches sich prima lesen lässt. Für zwischendurch oder wenn man einfach mal was zum entspannen braucht, ist es daher bestimmt genau das Richtige. Allerdings sollte man nicht zu viel Tiefgang erwarten. 4 von 5 Punkten!

    Mehr
  • Von der Macht der Manuskripte

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    SATZZEICHEN

    11. September 2017 um 12:05

    Viele Verlage überlassen es ihren Volontären oder Praktikanten, sich der unangefordert eingesandten Manuskripte anzunehmen. Unfassbare Mengen an Texten flattern tagtäglich mit der Post herein und warten darauf, beachtet zu werden. Sie liegen da in ihrer Ecke, aufeinandergestapelt und scheinen stille, stumme Schreie auszusenden: Lies! Mich! Wie viel Liebe, Herzblut und Fleiß stecken in jedem einzelnen dieser Werke? Wie viel Mut gehört dazu, sein Innerstes nach außen zu kehren und das Ergebnis den gestrengen Blicken eines Verlagsmitarbeiters auszusetzen? Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr bricht es einem das Herz, denn – und das ist ja nun längst kein Geheimnis mehr – die Verlage behandeln diese Quelle der Literatur mehr als stiefmütterlich. Kaum ein Titel aus dem unangefordert eingesandten Manuskript-Stapel schafft es je auf den Schreibtisch eines Lektors – und wenn doch, dann nur, um einen von einem Seufzer begleiteten Post-it aufs Deckblatt geklebt zu bekommen, auf dem dann doch wieder nur steht: „Absagen!“. Welcher Verlag hat schon das Geld und die Lust, sich für einen kompletten Neuling in der Literaturszene stark zu machen. Um wie vieles einfacher ist es, einen Bestseller aus dem Ausland einzukaufen, ihn übersetzen zu lassen und dann mit den Worten bewerben zu können „Die Nummer 1 aus …“. Wer jemals selbst die Aufgabe hatte, sich durch den Wust an hoffnungsfrohen Anschreiben inklusive Exposé oder gleich ganzem Oeuvre durchackern zu müssen, der weiß: So manche Perle schlummert dort, doch die Chance, dass sie veröffentlicht wird, geht gegen Null. Umso wunderbarer, was sich da im tiefsten Finistère in Frankreich tut: Der Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec gründet in einer kleinen Gemeinde namens Crozon eine Bibliothek der abgelehnten Manuskripte, nach dem Vorbild von Richard Brautigan. Nach Gourvecs Tod übernimmt seine einzige Angestellte, Magali Croze, die Aufgabe, sich darum zu kümmern. Doch der Alltag hat die fleißige Frau fest im Griff, und nach und nach gerät die merkwürdige Bibliothek in Vergessenheit. Bis die junge, aufstrebende Lektorin Delphine Despero mit ihrem Freund, einem eher erfolglosen Buchautor (dessen Erstling den vielversprechenden Namen „Die Badewanne“ trägt …), für die Sommerferien in den Ort kommt, um die Eltern zu besuchen. In einem Gespräch erfährt sie von all den abgelehnten Manuskripten, die in der Dorfbibliothek schlummern. Einen Nachmittag lang durchstöbert das Pärchen die skurrilen Texte, und dabei macht Delphine Despero die Entdeckung ihres Lebens! Es gelingt ihr, ihren Arbeitgeber von der literarischen Qualität des Manuskripts zu überzeugen, das Buch wird veröffentlicht und ein riesiger Erfolg. Der Autor des Werkes ist der längst verstorbene Pizzabäcker des Örtchens, Henri Pick, – und das wirft Fragen auf. Nicht mal seine Frau kann sich so richtig vorstellen, wann und wie ihr Göttergatte dieses Wunderwerk vollbracht haben soll. Doch man glaubt ja gern, was einem gefällt, und so fügt sie sich in ihr Schicksal als „Autorenwitwe“. Doch nicht nur für sie ändert sich durch dieses Buch einiges – das Leben vieler Personen wird komplett umgekrempelt. Schnell stellt der Leser des Romans „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ von David Foenkinos fest, dass es nicht so wichtig ist, wie überzeugend die literarische Qualität des in der Bibliothek der unveröffentlichten Manuskripte gefundenen Romans „Die letzten Stunden einer großen Liebe“ tatsächlich ist. Wichtig ist vielmehr, was diese Veröffentlichung bewirkt. Es scheint, als würde allein die Tatsache, dass ein braver Restaurantbesitzer ein solches Werk erschaffen konnte, und dass dieses Manuskript bis zu seiner märchenhaften Entdeckung im dunklen Keller der Dorfbücherei seinen Dornröschenschlaf schlummerte, ungeahnte Energien bei anderen Menschen freisetzen: ‚Wenn der das geschafft hat, schaffe ich auch Sachen, die mir keiner zutraut.‘ Bei den unterschiedlichsten Menschen bringt das Buch Dinge ins Rollen. Dieses Buch konnte Leben verändern. Sei es die Tochter des Monsieur Pick, Joséphine, die durch die Entdeckung der literarischen Ader ihres Vaters plötzlich ein wenig seines posthumen Ruhmes abbekommt. Sie, die von ihrem Mann wegen einer anderen verlassen wurde, nachdem sie ihm die zwei Söhne großgezogen hatte. Sie, die sich seither, zugegebenermaßen, völlig hatte gehen lassen, die vom Leben nichts mehr erwartete. Plötzlich interessiert sich das Fernsehen für sie, sie wird interviewt und in Zeitungsartikeln erwähnt – und selbst ihr Dessousladen in Crozon läuft endlich wieder besser. Und dann will sogar ihr Ex wieder zurück zu ihr. Das alles ist wie ein verspätetes Geschenk ihres Vaters! Oder sei es Magali, die Bibliotheksleiterin, die über die Jahre immer dicker und ihr Mann, zeitgleich, immer dünner wird. Dazu ein schönes Beispiel für Foenkinos großes Talent, kleine Sachverhalte äußerst literarisch zu beschreiben: […] in dem Maße, wie sie immer dicker geworden war, war er immer dünner geworden, als hätte man ihnen ein gemeinsames Paargewicht verordnet, das sie nun untereinander aufteilen mussten […] Die ältliche, biedere Magali hat die Sternstunde ihres Lebens, als ein junger Mann mit fettigem blonden Haar die Dorfbücherei betritt, um sein eigenes (erfolgloses) Manuskript dort abzugeben. Es knistert sofort zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Personen und – zack! – hat Magali die erste und einzige heiße Affäre ihre Lebens, die sie zum Glück aber nicht von ihrem Mann entfernt, sondern ihm wieder näherbringt. Eine alte Dame darf durch das Buch neue Hoffnung schöpfen, dass ihre einzige große Liebe tatsächlich auf Gegenseitigkeit beruht hat, auch wenn sie das leider erst versteht, als ihr Angebeteter bereits einige Jahre tot ist. Sie fühlt sich dennoch beflügelt und fast ein wenig glücklich. Viele Fäden, die zu Beginn des Romans lose gesponnen wurden, werden im weiteren Verlauf des Buches miteinander verknüpft, unerwartete Wendungen bringen den Lesefluss immer wieder in Bewegung, so dass nie Langeweile aufkommt. In feuilletonistischem Stil erzählt Foenkinos ein locker-leichtes Sommergeschichtchen mit anrührenden Momenten und pointierten Dialogen. Nichts für die Ewigkeit, keine nachhaltige Lektüre, aber eine, die einen beschwingt macht und ein wohliges Gefühl in der Herzgegend aufkommen lässt. Und noch etwas schafft Foenkinos scheinbar mühelos in seinen Romanen: Er erwähnt immer mal wieder am Rande reale Personen, gibt in ein paar Fußnoten kurze Informationen über sie, weckt so die Neugier und lässt einen bereichert zurück. Das macht er in seinem grandiosen Roman Charlotte ganz wunderbar (Damals war es Aby Warburg, auf den ich neugierig wurde.) und hier gelingt es ihm wieder (Wer genau war Vivian Maier? Ich möchte gerne mehr über sie wissen …). Eine großartige Sache, wenn ein Buch so nebenbei einen „Mehrwert“ entwickelt und eine Art Schneeballeffekt lostritt! Genau die richtige Lektüre für die anstehenden (oder, je nach Bundesland, bereits begonnenen) Sommerferien, in denen man zwischen Sandburgen bauen, Radeln und Spazierengehen auch noch ein nettes Buch unterbringen will. Hier findet sich übrigens noch eine Besprechung des von Axel Milberg gelesenen Hörbuchs zum Roman. Wer nicht lesen will, kann ja auch hören …

    Mehr
  • Sehr unterhaltsam geschrieben

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    variety

    10. September 2017 um 11:32

    Fast 5 Sterne für diesen vergnüglich geschriebenen und sehr unterhaltsamen Roman, der in der Bretagne spielt. Im Dorf Finistère (auf Deutsch das "Ende der Welt") entsteht eine Bibliothek der abgelehnten Romanmanuskripte. Die Idee an sich ist schon spannend, aber als ein Roman des verstorbenen Pizzabäckers gefunden wird, entwicklet sich ein Strudel an Ereignissen, der packend mitzuverfolgen ist. Was jetzt etwas dramatisch und plakativ tönt, wird so liebevoll und mit viel Verständnis für die Personen geschildert, dass es eine wahre Freude ist, die Lektüre des Buches voranzutreiben.

    Mehr
  • Wo heimliche Bestseller ruhen

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    steffchen3010

    17. August 2017 um 17:40

    "Diese Bibliothek ist gefährlich." Vorangestelltes Zitat Crozon, ein bretonisches Küstendorf im Finistère. Hier, in ihrem bescheidenen Heimatort am Ende der Welt rechnet Delphine am Allerwenigsten mit einer Sensation. Doch während ihr Freund Frédéric sich verzweifelt an einem zweiten Roman versucht, stößt die junge Lektorin in der Gemeindebibliothek auf eine ganz besondere Geschichte: "Die letzten Stunden einer großen Liebe". Doch es ist kein Buch wie jedes andere. Seit Jahren schlummert die Liebesgeschichte in der Bibliothek der abgelehnten Manuskripte, die der frühere Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec als Hommage an die Brautigan Library aus den Vereinigten Staaten ins Leben rief, um abgelehnten und verwaisten Manuskripten eine letzte Ruhestätte zu schenken. Dass es von Henri Pick stammen soll, kann keiner glauben. Denn die Aufmerksamkeit des simpel gestrickten Henri galt zu seinen Lebzeiten nie etwas Anderem als seiner Tätigkeit als Pizzabäcker. Mit seiner Frau Madeleine unterhielt er vierzig Jahre lang die Dorfpizzeria, machte sich neben dem Schreiben des Einkaufszettels weder durch übermäßiges Schreiben noch durch Lesen bemerkbar. Wie konnte es Madeleine entgehen, dass in ihrem Mann ein Romanautor schlummert? Sind Henris Zeilen, die selbst im fernen Paris für Aufregung sorgen, gar ihr gewidmet? Auf der Suche nach der Inspirationsquelle des rätselhaften Romans, wird nicht nur das bretonische Küstendörfchen Crozon und seine Bewohner, sondern auch die gesamte Literaturwelt auf den Kopf gestellt. "Der erste Roman ist immer der eines fleißigen Schülers. Nur Genies sind von Anfang an faul. Es brauchte sicher Zeit, um zu begreifen, wie so ein Text atmet, wie man im Geheimen die Fäden spinnt." Zitat, Seite 39 Es mag an meiner zwiespältigen Beziehung zu französischen Romanautoren und ihrer besonderen Schreibweise liegen, dass mich "Das geheime Leben des Monsieur Pick" nicht übermäßig begeistern konnte. Bereits zum zweiten Mal habe ich mich auf den französischen Bestsellerautor eingelassen, der mit einem reizend anzuschauenden Roman daherkam, der sich mir präsentierte, wie eine Einladung in die Bretagne. Leider konnte Foenkinos mich, ähnlich wie bei seinem Werk "Nathalie küsst", nicht auf seine Seite ziehen, weshalb ich mich nun der schmerzlichen Erkenntnis ins Auge blicken sehe, dass auch ein weiterer seiner Romane das Ruder nicht herumzureißen vermag. Monsieur Foenkinos und ich scheinen einfach nicht füreinander geschaffen zu sein. Doch alles der Reihe nach. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" kommt als überaus hübsch verpackter Roman daher. Sowohl das Cover als auch die Beschreibung ließen mich auf ein paar unterhaltsame Lesestunden hoffen, die mich gedanklich von der doch recht radikalen Vorgängerlektüre wegtragen sollten. Die mentale Ablenkung gelang Foenkinos zwar, die Entzückung über seine Geschichte blieb dennoch aus. C'est la vie! Zugegeben, die Geschichte seines Romans ist durchaus originell. Ich begegne einer Bibliothek, die verstoßene Manuskripte beherbergt und einem ganz besonderen Fundstück, das trotz seines Potentials jahrelang keine Wertschätzung erfährt. Auch die bizarren Figuren, an deren Seite mich Foenkinos durch seine Geschichte geleitet und die wohl eher ungewöhnliche Erfolgsgeschichte des Romans sorgen für jede Menge Unterhaltung. Dennoch, zwischen all den netten Zeilen über die Liebe und das Leben, begegne ich einer Reihe an Belanglosigkeiten. Zeilen, denen eine gewisse Tristesse anhaftet und die in meinen Augen so ganz und gar nicht zu der sonst so spektakulären Geschichte passen. Während seine zahlreichen Fußnoten noch für Belustigung sorgen, langweilen diese Zeilen mich enorm, sorgen für unnötige Längen im Roman und eine gewisse Zähe im Lesefluss. Trotz seiner heimtückischen Handlungsbremsen begeistert mich Foenkinos aber mit einem ganz und gar schelmischen Blick auf die Verlagswelt, durch die er so manche Entscheidungen fragwürdig erscheinen lässt und sie einmal quer durch den Kakao zieht. Den Erfolg von "Die letzten Stunden einer großen Liebe" schreibt er nämlich nicht der Qualität von Picks Zeilen, sondern vielmehr der sensationsträchtigen Entstehungsgeschichte des Werkes zu, der sehr viel mehr Gewichtung zuzufallen scheint, als alles andere. Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als den Roman auf den Stapel der aussortierten Werke zu legen, die sich dort, ähnlich wie die verstoßenen Manuskripte der Bibliothek von Crozon, nach Wertschätzung sehnen. Wer sich dem Werk annehmen möchte, der möge es mich in der Kommentarspalte wissen lassen. "Der Anfang vom Ende einer Liebe ist immer schwer genau zu bestimmen. Die Dinge geschehen langsam, sie schleichen sich ein, mit der hinterhältigen Gewandtheit des Sterbens." Zitat, Seite 142

    Mehr
    • 2
  • Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    FrauTinaMueller

    14. August 2017 um 17:50

    David Foenkinos hat ein zauberhaftes neues Buch mit dem Titel “Das geheime Leben des Monsieur Pick” geschrieben. Es geht um eine Bibliothek für Bücher in einem kleinen Ort in der Bretagne. Bücher, die kein Verlag veröffentlichen, also niemand lesen wollte (sagen die Verlage, doch woher wollen sie das wissen?). Jean-Pierre Gourvec, der Bibliothekar dieser spektakulären Bibliothek der abgelehnten Manuskripte ist ein schlanker, schroffer und doch besonnener und überlegter Mensch. In seinen Augen dienten Wörter einem Sinn und Zweck. Eben auch jene Wörter, die in den abgelehnten Manuskripten zu lesen sind. Nach seinem Tod gerät die Abteilung der verschmähten Bücher immer mehr in Vergessenheit, bis eines Tages eine Literaturagentin ein vielversprechendes Manuskript entdeckt. Der Roman stammt von einem lokalen Pizzabäcker, der selbst bereits schon verstorben ist. Seine Witwe hat ihn selbst nie schreibend erlebt und bezweifelt auch stark, dass das Buch ihr Mann geschrieben haben soll, doch die Geschichte ihres Mannes mutiert zum Bestseller in Frankreich. Das Buch löst sehr viele Turbulenzen aus, wie man sich vorstellen kann. Vielen Neugierige kommen jetzt in das Dorf und das Buch verändert auch das Leben vieler Dorfbewohner und deren Beziehungen. Mehr möchte ich hier auch gar nicht verraten, lest das Buch unbedingt ;-)! Wer David Foenkinos kennt, der weiß, wie detailliert der Autor seine Figuren skizziert und wie er diese so zum Leben erweckt, als würde man diese schon sehr lange kennen. Ich habe alle Personen ins Herz geschlossen und auch der herrlich altmodisch Schreibstil (hervorragende Arbeit des Übersetzers Christian Kolb!), der brillant ins Deutsche übertragen wurde. Das sagt der Autor zur Frage, ob es sich um ein Buch über Bücher und die Verlagswelt handelt: “Die Verlagswelt ist eine Art Hintergrund. Was mich vor allem interessiert, sind die menschlichen Schicksale. Der Verfasser des mysteriösen Manuskripts hat im Geheimen geschrieben. Wer war er? Wann hat er an dem Buch gearbeitet? Zu dieser Figur wurde ich angeregt durch die Geschichte von Vivian Maier, der Babysitterin, deren großartige Fotografien man erst nach ihrem Tod entdeckt hat; diese Art, ganz im Verborgenen ein Werk zu schaffen … Der Roman sollte eine Art Spurensuche sein nach diesem Man – der vielleicht gar nicht der wahre Autor ist?” Der erste Satz: “1971 erschien der Roman Die Abtreibung des amerikanischen Schriftstellers Richard Brautigan.” (Seite 9) Zur Info: Als Hommage an Brautigan gründete ein Fan dessen Bücher eine Bibliothek der abgelehnten Manuskripte. So entstand in den USA (in Vancouver im Bundesstaat Washington) die Brautigan Library, die eben diese nie veröffentlichten Bücher sammelt.  Hier gibt es ein interessantes Interview mit David Foenkinos! Fazit: Ein sehr warmherziges, nachdenklich stimmendes aber auch sehr amüsantes Buch über den Literaturbetrieb! Es ist eine Liebeserklärung an die Kraft und Magie der Worte und auch auf die Wirkung von mit Herzen geschriebenen Büchern! Unbedingt lesen!

    Mehr
  • charmante, amüsante und temporeiche Geschichte mit überraschendem Ende

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    katze102

    10. August 2017 um 19:14

    In dem kleinen bretonischen Ort Crozon hatte Anfang der 90er Jahre der damalige Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec, ganz nach dem amerikanischen Vorbild der Brautigan Library, in der Gemeindebücherei eine Abteilung geschaffen, die sich die Bücherei der abgelehnten Manuskripte nennt. Dort findet eine Junglektorin ein Manuskript in dem die letzten Stunden einer großen Liebe abwechselnd mit Puschkins Ringen mit dem Tode erzählt wird. Offensichtlich hat sie einen Schatz gefunden, der veröffentlicht werden muss....In kurzen, dahinfliegenden Kapiteln erzählt David Foenkinos darüber, was dieses Manuskript bei der Familie des unbekannten, inzwischen verstorbenen Autors, einem ehemaligen Pizzabäcker, und anderen, vor allem auch den Bewohnern Crozons, ins Rollen bringt. Ebenso schildert er die Tätigkeiten im Verlagswesen, auch rund um die Vermarktung des Buches, was sich äußerst amüsant liest. Es geht u.a. darum, wie Legenden entstehen und dass Äußerlichkeiten in der heutigen Zeit das Eigentliche vollkommen in den Hintergrund drängen können. Aber auch die Liebe, der Geist der Vergangenheit und Verschwörungstheoretiker kommen in dieser Geschichte nicht zu kurz.Es lässt sich aber noch viel mehr in dieser witzigen, manchmal etwas grotesken Geschichte finden, denn es verhält sich ja genauso, wie der Autor im Laufe der Geschichte vermerkt: Jeder Leser ist auf der Suche nach dem, was ihn persönlich anspricht.„Das geheime Leben des Monsieur Pick“ war der erste Roman, den ich von David Foenkinos gelesen habe und sicherlich nicht der letzte. Mich hat diese charmante, amüsante und temporeiche Geschichte bestens unterhalten, manchmal auf eine falsche Fährte geführt und mich mit einem ganz unerwarteten Ende bis zum Schluss überrascht und erhält selbstverständlich meine absolute Leseempfehlung.

    Mehr
  • ...gute Unterhaltung...

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Lesebegeisterte

    09. August 2017 um 13:17

    Madeleine und ihre Mann Henri haben über vierzig Jahre lang eine Pizzeria betrieben. Doch nun ist Henri tot. Für Madeleine ein Schock. Als dann auch noch eine Lektorin mit einem Manuskript auftaucht, wird ein Geheimnis gelüftet.

  • Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Jennifer081991

    21. July 2017 um 12:37

    Im Vordergrund des Romans steht weniger eine einzelne Figur, sondern das Rätsel um ein gefundenes Manuskript. Die junge Lektorin Delphine findet ein Manuskript in einer Bibliothek der unerwünschten Manuskripte. Dort werden Bücher gesammelt, die von Verlagen abgelehnt wurden und deren Autoren sich offiziell von ihrem Traum verabschieden wollen. Delphine findet das Manuskript jedoch so gut, dass sie es mitnimmt und in ihrem Verlag veröffentlichen will. Dieser Fund stellt das Leben vieler Personen auf den Kopf. Ein Autor wird ausfindig gemacht, ist jedoch bereits verstorben. Die Witwe und die Tochter geraten in den Trubel öffentlicher Aufmerksamkeit, Verlagsvertreter und Literaturkritiker sind begeistert von dem Sensationsfund. Delphines Freund, ein bereits gescheiterter Autor, bemängelt, wie viel Zeit sie in das Marketing dieses Buches steckt, das schnell ein absoluter Bestseller wird. Das ruft wiederum einen gescheiterten Literaturkritiker auf den Plan, der einen Marketing-Gag des Verlags wittert und beweisen will, dass Monsieur Pick keinesfalls der Autor sein kann... Der Tonfall ist wirklich wundervoll und ich mochte den Stil sehr. Das Buch ist sehr leicht geschrieben und eigentlich eine perfekte Entspannungslektüre. Dennoch ist die Geschichte nicht vorhersehbar. Die Schicksale der Figuren werden sanft erzählt und miteinander verknüpft und das Ende hat mich schlussendlich wirklich überrascht! Dass es keine feste Hauptperson gab, hat mich nicht im mindesten gestört. Im Gegenteil ist es ein wunderbares Buch für zwischendurch, gerade weil man nicht einer Person folgt, sondern sich unterschiedliche Erzählstränge vermischen. Man sollte allerdings nicht zu viel Zeit zwischen den einzelnen Kapiteln verstreichen lassen, ich denke, dann wird das ganze vielleicht ein bisschen undurchsichtig. Fazit: Schöne Sommerlektüre!

    Mehr
  • Trockener Humor und französische Leichtigkeit

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    himbeerbel

    06. July 2017 um 08:48

    In den Vereinigten Staaten entstand Anfang der 1990er Jahre in Vancouver im Bundesstaat Washington die Brautigan Library, deren Ziel es ist, verwaiste Texte zu beherbergen. In dem Roman ‚Das geheime Leben des Monsieur Pick‘ folgt diesem realen Beispiel der Bibliothekar der bretonischen Gemeinde Crozon und gründet im Oktober 1992 die französische Version der Bibliothek der abgelehnten Manuskripte.Die erfolgreiche Lektorin Delphine besucht mit ihrem Freund, dem erfolglosen Autor Frédéric, ihre Eltern in ihrer Heimatstadt Crozon und stößt auf eben diese Bibliothek, deren Inhalt sie sich näher anschaut.„Sie lachten sich schief, wenn sie allein die Titel lasen, erlebten aber auch berührende Momente, schmökernd in Tagebüchern, die vielleicht schlecht geschrieben waren, in denen jedoch die Wahrheit der Gefühle steckte.“ (S. 55)Doch sie finden auch ein Manuskript, dessen Stil seltsam, einfach und doch poetisch ist und das sie für ein Meisterwerk halten. Dem Autor, dem vor zwei Jahren verstorbenen Pizzabäcker Monsieur Pick, der nach Aussagen seiner Frau weder gelesen noch mehr als den wöchentlichen Einkaufszettel geschrieben hat, wird dieses Werk allerdings nicht so recht zugetraut. Trotz einiger Ungereimtheiten wird das Buch verlegt und ein riesengroßer Erfolg. Nebenbei wirbelt es das Leben der achtzigjährigen Autorenwitwe, ihrer Tochter und nicht zuletzt der Lektorin ziemlich durcheinander.Und mehr mag ich an dieser Stelle gar nicht vorwegnehmen, weil man diesen mit trockenem Humor und französischer Leichtigkeit geschriebenen Roman möglichst unvoreingenommen genießen sollte. Dann fliegt man nur so durch dieses Buch. Stellenweise sind die Charaktere und die Handlung zwar etwas flach, aber das nimmt man dem Autor und der lockeren Geschichte nicht allzu übel.Einzig das Ende wollte mir nicht so recht schmecken, doch die Enttäuschung war schnell verflogen, weil der Epilog der ganzen Geschichte schließlich eine Wendung gibt, die doch noch zu einem runden befriedigenden Abschluss des Romans führt.„Das geheime Leben des Monsieur Pick“ ist ein vergnüglicher Unterhaltungsroman, den ich auch besonders Lesern empfehlen kann, die gerne Bücher lesen, die von Büchern und deren Drumherum handeln.

    Mehr
  • Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Hunderttausendbuecher

    02. July 2017 um 11:12

    Was mich am Anfang des Buches am meisten verwirrt hat, war, dass ich nicht sagen konnte wer die Hauptfigur dieses Buches ist. Nach ein paar Kapiteln hat sich dann herausgestellt, dass es in dieser Geschichte keinen Protagonisten gibt. Stattdessen dreht sich alles um das Manuskript, das Henri Pick geschrieben haben soll. Die Geschichte wird abwechselnd von verschiedenen Personen weitererzählt und man erfährt nicht nur wie es mit dem Manuskript weitergeht, sondern auch wie dieses Auswirkungen auf die erzählenden Personen hat. Leider muss ich sagen, dass ich diese Art eine Geschichte zu erzählen zwar sehr interessant und neu finde, es mir in diesem Fall jedoch dennoch an einer richtigen Hauptfigur gefehlt hat. Man wurde so vielen interessanten Personen vorgestellt, aber immer wenn man gerade begonnen hat ein wenig mehr über sie herauszufinden wurde die Sichtweise auch schon wieder gewechselt. Das hat dazu geführt, dass ich keine richtige Bindung zu irgendeiner Person aufbauen konnte und es mir im Endeffekt eigentlich gar nicht so wichtig war, was mit ihnen passiert. Auch von der Geschichte von Henri Pick und seinem Manuskript hätte ich mehr erwartet. Man will die ganze Zeit mehr erfahren, doch die Geschehnisse kommen nur langsam ins Rollen und erst auf den letzten Seiten wird es so richtig spannend. Was mir hingegen sehr gut an dem Werk gefallen hat, ist der Schreibstil von Foenkinos. Seine Art Bücher zu schreiben hebt sich definitiv von anderen Autoren ab und ich habe diesen frischen Wind sehr genossen. Durch seine manchmal sarkastische Art musste ich öfters lachen und die Weise wie er Dialoge einbaut fand ich sehr gelungen. Der Autor hat auch ein Talent dafür den französischen Charme in Worten niederzubringen. Sobald man das Buch aufschlägt befindet man sich sofort in Frankreich. Ich liebe es wenn mich Büche an einen anderen Ort bringen können, deswegen ist dieser Aspekt definitiv ein Pluspunkt für das Werk. Fazit: Dieses Buch ist sehr eigen in seinem Aufbau und seiner Erzählweise. Wer primär an einer mysteriösen Geschichte rund um ein Manuskript interessiert ist, wird seine Freude an dem Werk haben. Wer jedoch eine starke Hauptfigur in einem Buch sucht, wird mit „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ wohl nicht glücklich werden.

    Mehr
  • Sehr von dieser Handlung angetan und voller Euphorie habe ich dieses Buch begonnen und auch beendet.

    Das geheime Leben des Monsieur Pick

    Leyla1997

    29. June 2017 um 18:39

    Zunächst einmal vorweg: Die Buchidee hinter diesem Roman finde ich absolut originell und überzeugend. Mit der Handlung konnte ich mich sofort anfreunden und auch von der Umsetzung war ich begeistert!Aber kommen wir erst einmal überhaupt zu der etwas anderen Handlung: Der Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec ruft “Die Bibliothek der abgelehnten/unveröffentlichten Manuskripte“ ins Leben. Zu Beginn des Romanes lernen wir die Vorgeschichte zu dieser etwas anderen Bibliothek und somit auch die Angestellte Magali kennen, die sich inzwischen um die verkümmerten Manuskripte kümmert. Als dann die Verlagsangestellte Dephine diesen Ort besucht und dabei eine wichtige Entdeckung macht, beginnt die turbulente Geschichte rund um den Roman des Verstorbenen Henri Pick ihren Lauf zu nehmen. Doch kann der unauffällige Pizzabäcker von nebenan wirklich einen heimlichen Bestseller geschrieben haben? "Die Bibliothek der abgelegten Manuskripte war sein Lebenswerk ..." Zitat S. 52Der Schreibstil weist die Besonderheit auf, dass es mehrere Protagonisten sind, die aus ihrer Sicht beschreiben. Diese Charaktere stehen in einer direkten Verbindung zueinander und bringen oft die Geschichte, zeitlich und von der Handlung her, weiter. Überraschend war, dass ich keine großen Probleme hatte zu erkennen, wer mir jetzt etwas beschreibt. Bei mehreren Sichtweisen habe ich oft das Problem, dass ich nicht mehr weiß, welcher Charakter hinter welchem Namen steckt. Bei diesem Roman war das nicht der Fall. Zum einen sind die Figuren so verschieden, dass ich sie nicht verwechseln könnte und zum Anderen stehen sie wirklich in enger Verbindung zueinander. Meine Gesamteindruck: Die Ausdrucksweise des Autors fand ich oft amüsant und es kam, während des Lesens, kaum langweile auf. Selten gab es mal ein paar wenige Seiten, die sich in die Länge gezogen haben und somit hatte ich viele schöne Lesestunden mit dem Roman. Das Highlight des Buches war das Ende! Es war überraschend und mal etwas Neues, was ich so niemals erwartet hätte. Nichts war so, wie es schien. Mein Fazit zum Buch: Sehr von dieser Handlung angetan und voller Euphorie habe ich dieses Buch begonnen und auch beendet. Ich war mehr als nur angetan von den vielen starken und ausdrucksvollen Persönlichkeiten dieses Buches. Daher spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks