David Foenkinos Unsere schönste Trennung

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Inhaltsangabe zu „Unsere schönste Trennung“ von David Foenkinos

Eine amour fou aus Frankreich Fritz und Alice lieben einander sehr, doch sie verbringen ihr Leben damit, sich zu trennen. Dafür gibt es leider unglaublich viele Gründe: die Eltern, die Schwiegereltern, die Kollegen, die Eifersucht, die falsche Krawatte. Fritz, der charmante, ungeschickte Tagträumer, und die charakterstarke Alice, Tochter aus gutem Hause, finden und verfehlen sich im Dickicht der Sprache und durch den Irrwitz der absurdesten Situationen. Sie schaffen es bis vor den Traualtar, doch ein Schicksalsschlag treibt sie wieder auseinander. Können sie nur mit oder nur ohne den anderen glücklich werden?

sehr witzig und sehr traurig

— MaraWinter
MaraWinter

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  • Eine typische on-off Beziehung

    Unsere schönste Trennung
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    03. April 2013 um 17:15

    Fritz begegnet in Alice die große Liebe, doch sie können weder miteinander noch ohne einander glücklich werden. So erfreuen sie sich an dem Glück, ein außergewöhnliches Pärchen zu sein, nur um sich bald wieder zu trennen. Man wird die Bücher David Foenkinos entweder lieben oder sie mit einem bedauernden Achselzucken zur Seite legen.  Die Charaktere sind skurril und die Geschichte nicht vorhersehbar – Ganz wie im richtigen Leben. Der Autor ist ein Meister darin, dass scheinbar Nebensächliche in den Vordergrund zu rücken. Fritz träumt davon Krawattenverkäufer zu sein, arbeitet aber brav bei der Firma Larousse und überarbeitet Lexika. Seine Eltern sind unangepasst und haben sich immer mehr um globale Themen gekümmert, als um ihren Sohn.  Alice kommt dagegen aus einem behüteten Zuhause und verdreht Fritz mit deutschen Wörtern den Kopf. Zusammen erleben sie eine on-off Beziehung, die sich über viele Jahre zieht. Ob es ein Happy-End für dieses Liebespaar geben kann? Die Bücher von David Foenkinos sind typisch französisch. Mit Anmut, Leichtigkeit und zuweilen auch mit tiefster Traurigkeit durchleben die Charaktere die Stationen ihrer Geschichte und berühren das Herz des Lesers. Für mich war auch dieses Buch wieder ein absolutes Lesevergnügen und ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke des Autoren.

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  • Rezension zu "Unsere schönste Trennung" von David Foenkinos

    Unsere schönste Trennung
    Tialda

    Tialda

    09. November 2012 um 13:49

    x Autor: David Foenkinos x Übersetzer: Christian Kolb x Titel: Unsere schönste Trennung x Originaltitel: Nos Séparations x Genre: Liebes-/Roman x Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2012 x 208 Seiten x dtv x ISBN: 3423141492 x Erste Sätze: Mein Eindruck ist, die Augen des Todes lauern auf mich an jeder Ecke. All meine Bewegungen werden von einer höheren Macht ergründet, einer Macht die mich meiner zukünftigen verwesten Bestimmung zuführt. So liegen die Dinge seit meiner frühesten Kindheit. Ich lebe, und ich denke ständig daran, eines Tages nicht mehr zu leben. Klappentext: Fritz und Alice lieben einander sehr, doch sie verbringen ihr Leben damit, sich zu trennen. Dafür gibt es leider unglaublich viele Gründe: die Eltern, die Schwiegereltern, die Kollegen, die Eifersucht, die falsche Krawatte. Fritz, der charmante, ungeschickte Tagträumer, und die charakterstarke Alice, Tochter aus gutem Hause, finden und verfehlen sich im Dickicht der Sprache und durch den Irrwitz der absurdesten Situationen. Sie schaffen es bis vor den Traualtar, doch ein Schicksalsschlag treibt sie wieder auseinander. Können sie nur mit oder nur ohne den anderen glücklich werden? Rasant und witzig, heiter und melancholisch – eine Amour fou aus Frankreich. Rezension: “Unsere schönste Trennung” von David Foenkinos erschien erstmals 2010 als Hardcover im C.H. Beck Verlag und vor kurzem endlich als Taschenbuch bei dtv, wo das Cover aber um einiges nüchterner aussieht, als das der ersten Auflage. Der Schreibstil des Autors ist gewohnt berührend, fesselnd, nachdenklich stimmend, teils auch witzig und man liest die Geschichte aus Sicht des Protagonisten – einem Franzosen mit dem urdeutschem Namen Fritz. Doch die deutsche Sprache spielt trotz des Handlungsortes Paris sowieso eine kleine Nebenrolle – denn Fritz hat eine Vorliebe für Frauen, die deutsch sprechen können. Ebenso spielt Allgemeinwissen eine Rolle, denn er arbeitet bei einem Lexika-Verlag und verfasst dort neue Einträge, welche auch zu passenden Gelegenheiten im Text als eigener Absatz untergebracht sind und dann meist ein Schmunzeln provozieren. Das Hauptthema des Buches ist aber die Beziehung zwischen Alice und Fritz, wobei die beiden auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen passen. Sie kommen aus verschiedenen Welten und das merkt man vor allem ganz deutlich an Alices Beziehung zu ihren Eltern. Sie macht ein kleines Drama daraus, als sie den beiden nach einer kleinen Ewigkeit endlich ihren Liebsten vorstellt und da ihr Vater ein ziemlicher Snob ist und Fritz den falschen Witz an der falschen Stelle bringt, endet dieses Treffen gleich in einem Desaster und der ersten Trennung, was mir Alice und ihre Familie recht unsympathisch machte. Das andere, jedoch versteckte Thema ist wohl, dass die Geschichte den Leser daran erinnert, dass kein Mensch unfehlbar ist und jeder irgendwann in seinem Leben einmal einen größeren oder kleineren Fehltritt begeht, der sich auf das weitere Leben auswirkt. Ebenso, dass die romantische Vorstellung der einen und großen Liebe, mit der man sein komplettes Leben verbringt, eben in den meisten Fällen genau das bleibt – eine verklärte Vorstellung. Das Leben geht immer weiter, auch nach einer Trennung, und man kann nie wissen, was die Zeit bringt und ob es wirklich eine ‘Trennung für immer’ ist. Aufgeteilt ist der Roman übrigens in vier Teile, darin nochmals in Kapitel und am Ende gibt es noch einen Epilog, der davon handelt, wie Fritz’ Leben nach der Geschichte weiterverläuft. Wer Bücher von David Foenkinos mag, wird auch mit diesem sehr zufrieden sein – ich liebe seine Art oftmals schmerzhaft treffend zu (be)schreiben. Man erkennt sich als Leser wieder und das macht die Charaktere und den Verlauf sehr glaubwürdig. Fazit: Wie aus dem Leben gegriffen – wahnsinnig treffend und authentisch. Wir verlieben uns, um uns wieder zu trennen, um uns wieder zu verlieben, um uns wieder zu trennen …, denn das Schicksal kann sowieso niemand beeinflussen.

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  • Rezension zu "Unsere schönste Trennung" von David Foenkinos

    Unsere schönste Trennung
    HeikeG

    HeikeG

    16. May 2010 um 14:18

    Glück, das ins Rutschen kommt . „Ich hörte ihm an jenem Abend gerne zu. Er verkaufte Rasierapparate. Nicht zu fassen. Ihm kam das vollkommen normal vor. Die Symbolik war ihm nie aufgefallen. Sein Vater verkaufte Krawatten, und er rasierte die Hälse. Er verkaufte Klingen für die Körperpartie, die die Domäne des Vaters war. Ich dachte: Hätte er einen Sohn, würde dieser Stricke verkaufen. Ich hatte es mit einer Familie zu tun, die sich seit Generationen um Hälse kümmerte...“ . Schon anhand dieses kurzen Textauszuges kann man die Leichtigkeit, den Humor und zugleich die Tragik erahnen, mit der David Foenkinos seine neueste Geschichte zu Papier gebracht hat. Der französische Autor versteht es zum Lachen zu bringen, aber gleichzeitig auch zu Tränen zu rühren, in bester Referenz an Woody Allen. Ernsthaftigkeit und Schmerz gehen bei ihm mit Witz und Esprit Hand in Hand. Entstanden ist ein äußerst skurriles, ideenreiches und fantasievolles Buch. Rasierapparat und Krawatte sind nur zwei der vielen bizarren Metapher, die der Autor heranzieht, um den grotesk-tragischen Alltag seines Protagonisten darzustellen. Im weiteren Verlauf gesellen sich noch Glückszähne, Hippie-Eltern, Depressionen und Ikeamöbel hinzu "Bei Ikea müsste ein Eheberater arbeiten. Denn nirgendwo tritt das Wesen einer Beziehung so deutlich zutage wie an diesem Ort. Ich frage mich sogar, ob all diese Möbel, die man hinterher erst noch zusammenbauen muss, nur als großartiger Vorwand dienen, um unter Liebenden Zweitracht zu säen."  . Derweil begann alles so vielversprechend. Der charmante, aber alles andere als zielstrebige und entscheidungsfreudige Franz („Mich interessierten alle Arten von Robert: Musil, Schumann, Bresson oder Zimmermann.“), trifft auf die beharrsame und konsequente Deutschlehrerin Alice und verliebt sich in sie. Doch irgendwie können sie nicht zusammen, aber ohne einander auch nicht. „Wir verjubelten unsere Glücksmomente, benahmen uns zeitweilig wie in der Pubertät, träumten vom Ende unserer Liebe und hielten doch einander fest, waren körperlich nicht in der Lage, der Spielwiese im Käfig unserer Liebe zu entkommen.“ . Ihrer beider Leben ist ein ständiges Trennen und wieder Zusammenfinden. „Ihre Liebe funktioniert über Wörter, sie finden und verfehlen sich durch die Sprache und den Irrwitz der absurdesten Situationen.“ Bis man beschließt, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Bei einem ihrer unzähligen Streits äußert ein anwesender Schüler Alices: „Ihr solltet heiraten. Ihr seid genau wie meine Eltern.“ Gesagt, getan. Doch gerade in Momenten höchster Glückseligkeit erlangen substanzielle Fragen wie: „Konnte man alles haben? Musste man nicht unweigerlich für das, was man sich verdiente, anderswo wieder bezahlen?“, eine entscheidende Bedeutung. „Der Countdown des Unglücks lief, während ich das Glück noch im Herzen trug.“ . David Foenkinos schildert in einer tragisch-komischen Mischung mit typisch französischer Leichtigkeit aus der Sicht von Franz eine französische On-Off Beziehung, die wohl oder übel auch in den deutschsprachigen Raum übertragbar ist. Es ist die realistische und zugleich tragikomische Geschichte einer Liebe, die man vielleicht schon morgen von einem guten Freund zu hören bekommen könnte. Literarisch hat Foenkinos jedenfalls den Nagel auf den Kopf getroffen und dies in überaus amüsanten, aber zugleich tiefsinnigen „Wortkombinationen“ verpackt. . „Später würde ich verstehen, dass man zum Schreiben gewiss nicht von Wörtern umgeben sein muss. Zum Schreiben muss man Wörtern entrinnen.“, äußert der Ich-Erzähler. Der französische Autor hat diese Strategie in bislang sieben Romanen erfolgreich angewandt. Das „Entrinnen der Wörter“ gelingt ihm jedenfalls außerordentlich gut. Für „Das erotische Potential meiner Frau“, das 2005 erschien, bekam er den Prix Roger Nimier. Seine Werke erscheinen in über 15 Ländern und wurden für alle wichtigen französischen Literaturpreise nominiert. Christian Kolb hat Foenkinos wunderbar lakonischen Tonfall kongenial ins Deutsche übertragen. . Fazit: „Es kommt nicht selten vor, dass man erst an dem scheitert, was einem am Ende gelingen wird, und oft verdankt man das Gelingen dem anfänglichen Scheitern.“ Alice und Fritz, das Paar in David Foenkinos Roman, scheitert oft. Wie der Autor dies bitter-komisch und zugleich romantisch-melancholisch, mit leichter Hand, ja scheinbar unbeschwert, aber keineswegs ohne Substanz in Szene setzt, ist einfach lesenswert. Ein Buch in allerbester Tradition französischer Liebesfilme, immer etwas überspannt, aber trotzdem gut.

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