David Freidel , Linda Schele Die unbekannte Welt der Maya

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Inhaltsangabe zu „Die unbekannte Welt der Maya“ von David Freidel

<I>Maya. Eine Kultur voll Glanz und Würde</I><br> Die Maya als ein Volk mit weit zurückreichender Geschichte werden zu unrecht immer noch zurückgestellt hinter die Ägypter, Griechen und Römer. Mit Sicherheit ist als Grund dafür die Tatsache anzusehen, daß erst sehr spät überhaupt von dieser untergegangenen Kultur Notiz genommen wurde. Um so erfreulicher, daß in den letzten Jahren mehr und mehr hochwertige Literatur zu dem Thema auch in deutscher Sprache publiziert wird.<P> In dem vorliegenden Band wird -- ebenso wie in <i>Maya. Die klassische Periode</i> und <i>Maya. Paläste und Pyramiden im Urwald</i> -- die "Entdeckung" der Maya-Kultur beschrieben, die auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgeht, also auf die Zeit der Reisenden, Forscher und Entdecker. Erst 1787 sei es Antonio del Rio im Auftrag der spanischen Krone gelungen, die ersten Komplexe in Palenque freizulegen und diese näher zu erforschen. Die Berichte des Forschers und seines Zeichners Ricardo Almendáriz blieben lange unbeachtet, bildeten jedoch letztlich einen wichtigen Grundstein für die spätere Maya-Forschung. Erst etwa zweihundert Jahre später wurden die Forschungen -- erneut unter spanischer Flagge -- wieder aufgenommen. Besonders bemerkenswert wird das nordamerikanische Forscherteam John Lloyd Stephens und Frederik Catherwood dargestellt. Ihr Verdienst sei es nicht nur, über 40 Ruinenkomplexe Mittelamerikas untersucht und beschrieben zu haben; vielmehr hätten sie es durch ihre zweibändige Publikation <i>Incidents of Travel</i> ab 1843 geschafft, die Maya-Kultur einer breiteren Schicht zugänglich zu machen. Ihnen sei auch die nachfolgende umgreifende Forschung zu verdanken, die versuchte, Funktionen von Gebäuden, Monumenten, Keramiken und nicht zuletzt auch von Schriftzeichen zu enthüllen.<P> Heute weiß man um die Funktion der Pyramiden als Grab- und Kultstätten; durch die weitgehende Entzifferung der Schriftzeichen ist es ferner gelungen, bestimmte Opferzeremonien zu beleuchten. Die Dechiffrierung des sehr weit entwickelten Maya-Kalenders mit seiner "langen" und "kurzen" Zählung verhalf aber auch zur zeitlichen Einordnung vieler Ereignisse, die streng in Stein datiert wurden.<P> In dem vorgestellten Buch wird neben der Aufarbeitung der geschichtlichen, politischen und kulturellen Daten auch ein guter Querschnitt durch den heutigen Zustand der Kunstwerke und Ruinenstätten präsentiert -- ein Klassiker der Maya-Forschung. Der Interessenschwerpunkt von Linda Schele und David Freidel liegt eindeutig auf kulturellen Hintergründen der Mayakultur. Eingehend und kompetent werden die Hieroglyphen entschlüsselt und in historische Zusammenhänge gebracht. Diese Publikation scheint besonders interessant für Interessierte an der Hochkultur der Maya, sowie für solche, die sich bisher mit der englischsprachigen Version dieses Textes plagen mußten.<P> Weiterführende Literatur zum Thema:<P> <UL> <LI> <i>Maya-Städte und Kolonialarchitektur in Mittelamerika</i> von Wolfgang Gockel <LI> <i>Mexiko. Kunst-Reiseführer</i> von Wolfgang Gockel <LI><i>Das Geheimnis der Maya-Schrift. Ein Code wird entschlüsselt</i> von Michael D. Coe </UL><P> <I>--Frank Tischer</I>
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