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Louisdor

vor 2 Jahren

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Liebe Forengemeinde,

der Dezember ist ein ganz wundervoller Monat, um nach Südostasien zu reisen, weil es dann dort noch recht warm ist. (Im Januar wird es zumindest in Nordvietnam kühl und ungemütlich.) Ich lade euch alle zu einer Reise nach Vietnam ein - wenn auch einer Reise im Kopf. Mit Buchstaben und Phantasie und so.

Vergangene Woche ist mein erster Roman erschienen: "Hanoi Hospital", ein Vietnam-Krimi in der Regionalkrimi-Reihe des CONBOOK-Verlags. Der Verlag wird mir freundlicherweise 20 Bücher für eine Leserunde zur Verfügung stellen und an euch verschicken.

Ich habe acht Jahr lang in Vietnam als Journalist, Moderator, Stadtführer und Medientrainer gearbeitet, aus dieser Zeit sind bei CONBOOK zwei Reiseführer entstanden (mit denen man natürlich auch ganz wunderbar nach Vietnam reisen kann, sowohl in Gedanken als auch in echt). Mein erster Roman ist aber auch für mich doch noch einmal etwas Besonderes. Es ist eben eine Sache, etwas zu beschreiben, und eine ganz andere Sache, etwas zu erfinden. Umso neugieriger, gespannter, und ich gestehe, ein klein bisschen nervöser bin ich auch, was die Lesermeinungen zu meinem Krimi angehen. Und umso mehr freue ich mich auf diese Leserunde, weil ich wirklich einfach gerne erfahren möchte, wie das Buch euch gefällt.

Hier ist der offizielle Klappentext:

Ein fesselnder Roman mitten aus der vietnamesischen Kultur

Inmitten des Lärms der pulsierenden Hauptstadt Vietnams erschüttert plötzlich eine Reihe unerwarteter wie mysteriöser Todesfälle die Krankenhäuser in Hanoi. Auf den ersten Blick haben die Opfer wenig gemeinsam, doch nach und nach verstricken sich durch sie die unterschiedlichsten Schicksale. Die junge Journalistin Linh, Wirtschaftsstudentin Anne und Gelegenheitsarbeiter Tuan finden sich plötzlich in einem Geflecht aus Lügen und Ungereimtheiten wieder, vor dem die Medien die Augen verschließen und das auch vor Staatsinstanzen nicht Halt macht. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Todesfällen? Und was passiert hinter den stummen Wänden und fleckigen Vorhängen des Hanoi Hospitals?

Ein packender Krimi, in dem Welten aufeinanderprallen: Die Idylle vietnamesischer Reisfelder mit der Fortschrittlichkeit lärmender Metropolen. Die Identitätszweifel einer Deutsch-Vietnamesin mit dem Patriotismus der konservativen vietnamesischen Großfamilie. Hanoi Hospital taucht tief ein in das hektische Großstadtreiben Hanois und die Abgründe medizinischer Korruption durch die Kollision von arm und reich.

Der Roman nimmt euch mit nach Vietnam, wir werden vor allem die Hauptstadt Hanoi besuchen. Selbstverständlich ist es trotzdem ein Roman, und kein Reiseführer (dafür kann ich, siehe oben, zwei andere Bücher anbieten). Aber auch "Hanoi Hospital" hat am Ende einen kleinen Glossar mit hilfreichen Erklärungen zu verschiedensten fremden Begriffen und Themen.

Drei Protagonisten stehen im Zentrum der Handlung: Die vietnamesische Radiojournalistin Linh, die bei einer Reportage über Merkwürdigkeiten stolpert, die Deutsch-Vietnamesin Anne, die für ein Praktikum bei ihrer Familie zu Besuch ist, und der Gelegenheitsarbeiter Tuân, der sich Sorgen um seine kranke Freundin macht. Natürlich laufen diese Stränge nicht nebeneinander her. Den Rest lade ich euch ein, selbst zu erlesen.

Als Einstimmung auf das Thema und das Buch beantwortet mir einfach mitsamt Eurer Bewerbung die Frage, warum ihr gerne mal nach Vietnam reisen möchtet.

Und wie gesagt: Das kann gerne ein realer Reisewunsch sein, oder auch eine Reise in Gedanken, Träumen, über Rezepte, Musik oder Literatur. Ihr dürft da gerne eure Phantasie spielen lassen. Genauso wie ich mich, wenn euch das Buch gefällt, anschließend über phantastische und kreative Rezensionen und Weiterempfehlungen in der weiten Welt, sei sie virtuell oder real, freue.

Aber vor allem: Ich freue mich auf euch!

Los soll es in einer Woche gehen. Denn ich sagte ja: Der Dezember ist ein ganz wundervoller Reisemonat für Südostasien. Vor allem, wenn es bei uns in Deutschland kalt und eisig wird.

PS: Wer einen Einblick in meinen Schreibstil bekommen oder sich bis zur kommenden Woche einfach noch ein wenig die Zeit vertreiben und auf das Land einstimmen möchte, kann gerne auf meinem Blog www.ngugon.de vorbeischauen. Ich gestehe allerdings, dass ich den Blog seit meiner Rückkehr aus Vietnam 2014 sträflich vernachlässigt habe. Auf Amazon gibt es außerdem den üblichen "Blick ins Buch", das erste Kapitel als Leseprobe, sowie meine Anmerkungen zum Schluss. (Ich empfehle allerdings, die Anmerkungen noch nicht zu lesen. Es sind keine wirklichen Spoiler drin, aber ... das eine oder andere Thema wird zumindest angedeutet).

Autor: David Frogier de Ponlevoy
Buch: Hanoi Hospital

louella2209

vor 2 Jahren

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Ich liebe es, durch Bücher, in andere Länder zu reisen. Vor allem Krimis bieten da ja schon etliche Vielfalt. Durch Krimis habe ich schon viele Länder und ihre Kultur kennenlernen dürfen. Vietnam war aber bislang noch nicht dabei. Ich war selbst noch nicht da, aber Berichten zufolge, muss Vietnam über atemberaubend schöne Strände verfügen. Ein Land, das viel zu bieten hat. Gerne würde ich in diese exotische Welt eintauchen und dann noch als Krimi aus der Feder eines deutschen Autors.
Ich bin immer auf der Suche nach einem besonderen Roman und würde mich freuen an der Leserunde teilnehmen zu dürfen.

britta70

vor 2 Jahren

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Das klingt absolut genial! Ein Vietnam-Krimi vereint zwei Leidenschaften von mir: die von Krimis und die asiatischer Kulturen. Ich bin Kultursoziologin mit Schwerpunkt Asien und da würde ich, um die Bewerbungsfrage zu beantworten, natürlich sehr gerne auch einmal nach Vietnam reisen, um Land und Kultur kennenzulernen. Außerdem kenne ich den ein oder anderen Vietnamesen und da wäre es schön, mehr über ihre Heimat zu erfahren. Außerdem interessiere ich mich ganz besonders auch für außereuropäische Literatur. Ich würde sehr gerne auch literarisch nach Vietnam reisen und dazu bietet dieses Buch ja schon einmal eine sehr gute Gelegenheit. Ich mag besondere Bücher jenseits des Mainstreams. ☺

Ich bin gespannt, was es mit den Morden im Krankenhaus auf sich hat, wie die Fälle zusammen hängen und natürlich wie der "culture clash" hier behandelt wird. Sehr gerne wäre ich dabei ☺

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Louisdor

vor 2 Jahren

Kapitel 8 ("Tigerhöhle und Schlangengift"), S. 269
@Shenjaliest

Schön von dir zu hören. :) Und es freut mich natürlich ganz besonders, dass dir die Charakterdarstellung gefällt. Das war mir als Autor auch wichtig, aber ob es am Ende wirklich gelingt und überzeugend ist, weiß man ja nicht...

Shenjaliest

vor 2 Jahren

Kapitel 9 ("Dies Irae") und 10 ("Was Kiêu wusste"), S. 333
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Puh, alles geht gut aus! :)
Hab mich sehr über die Reise gefreut, viele neue Einblicke gewonnen und tolle Charaktere wachsen gesehen.
Gleich morgen werde ich auch meine Rezension reinstellen!
Hab ein neues Genre für mich kennengelernt und die anderen, empfohlenen Länderkrimis gleich auf meinen Wunschzettel hinzugefügt ;)

Shenjaliest

vor 2 Jahren

Fazit, Rezension und "letzte Worte"

http://shenjaliest.blogspot.de/2016/02/rezension-hanoi-hospital.html

Das Schreiben der Rezension war doch schwieriger als gedacht, man will ja nicht irgendwas aus der Handlung vorweg nehmen.
Die Rezension stelle ich noch hier, auf Goodreads und amazon ein.

Ganz lieben Dank für die Möglichkeit mitlesen zu dürfen (und die Geduld mit mir)!!
Ich bin immer noch traurig, dass das Buch "schon" vorbei ist, hätte noch Ewigkeiten weiterlesen können. :)

Louisdor

vor 2 Jahren

Fazit, Rezension und "letzte Worte"
@Shenjaliest

Danke für die schöne Rezension. Das mit dem Geheimnisverratsproblem ging mir genauso, als ich dem Verlag einen Entwurf für den Klappentext schicken musste. Ich war auch umgekehrt gar nicht sehr happy darüber, dass im inneren Klappentext zum Beispiel die Großmutter erwähnt wird. Die Verlagslektorin sagte dann, man "müsse" bei einem Krimi einen Teil spoilern, sonst reize es keinen Leser. Ist wohl auch etwas Ansichtssache.

Kleiner Hinweis: Auf deinem Blog hast du meinen Nachnamen falsch geschrieben ("Frottier"). :)

Mir geht es genauso wie dir, ich finde es schade, dass die Leserunde vorbei ist, sie hat mir nämlich sehr viel Spaß gemacht. Es fehlt aber jetzt, glaube ich, nur noch FamousNinchen, die nach wie vor verschwunden bleibt und wohl nicht mehr teilnehmen wird.

Ich gehe das nochmal in Ruhe durch, und schließe dann wohl in den nächsten Tagen offiziell die Fensterläden hier. :)

StSchWHV

vor 2 Jahren

I am sooo sorry ... jetzt wäre ein guter Moment für den blöden Affen-Emoji, der sich die Augen zuhält... Ich habe die Leserunde hier verfolgt, aber immer wieder festgestellt, dass das Buch bei mir einfach nicht "zieht". Hier sind alle so begeistert gewesen und voll dabei, aber ... Na, egal, hier meine Rezi.

http://www.lovelybooks.de/autor/David-Frogier-de-Ponlevoy/Hanoi-Hospital-1179940053-w/rezension/1223196338/

Ich bin trotzdem sehr dankbar, dass ich das Buch lesen durfte und zum ersten Mal mit dem Conbook Verlag und den Länderkrimis in Kontakt gekommen bin.

Louisdor

vor 2 Jahren

@StSchWHV

Liebe StSchWHV,

Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich, alles andere wäre langweilig, insofern brauchst du dich nicht zu entschuldigen, wenn das Buch dich nicht anspricht, auch wenn man selbst als Autor natürlich den Ansporn hat, möglichst viele Leute damit zu faszinieren und sich insgeheim dann doch ärgert, wenn es jemandem nicht gefällt. (Aber auch das wäre ja wiederum schlimm, wenn es mir nicht so ginge).

Davon abgesehen finde ich deine Kritik prinzipiell völlig legitim und nachvollziehbar, auch wenn mein Anspruch zumindest war, gerade nicht "alles Besonderheiten zu erklären", sondern das eher indirekt zu machen. Der Effekt am Ende wird aber wohl derselbe sein: Ja, es geht auch sehr viel um kulturelle Besonderheiten und andersartige Begebenheiten, und so weiter. Da du als Beruf(ung) im Steckbrief unter anderem Stadtführerin angegeben hast, ist es natürlich trotzdem schade, dass dich die Sache nicht packen konnte.

Wie auch immer: Danke fürs Mitmachen, für die ehrliche und offene Meinung, und für die angesichts des Missfallens eigentlich noch immer ziemlich generösen vier Sterne. :)

Liebe Grüße :)

PMelittaM

vor 2 Jahren

StSchWHV schreibt:
I am sooo sorry ... jetzt wäre ein guter Moment für den blöden Affen-Emoji, der sich die Augen zuhält... Ich habe die Leserunde hier verfolgt, aber immer wieder festgestellt, dass das Buch bei mir einfach nicht "zieht". Hier sind alle so begeistert gewesen und voll dabei, aber ... Na, egal, hier meine Rezi. http://www.lovelybooks.de/autor/David-Frogier-de-Ponlevoy/Hanoi-Hospital-1179940053-w/rezension/1223196338/ Ich bin trotzdem sehr dankbar, dass ich das Buch lesen durfte und zum ersten Mal mit dem Conbook Verlag und den Länderkrimis in Kontakt gekommen bin.

Ich hätte es schön gefunden, wenn du gerade deshalb an der LR teilgenommen und deine Kritikpunkte zur Diskussion gestellt hättest. Ich finde es immer interessant, auch einmal einen anderen Gesichtspunkt zu erfahren. Schade ...

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