David G. L. Weiss , Gerd Schilddorfer Die Novara

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Inhaltsangabe zu „Die Novara“ von David G. L. Weiss

Die Weltumseglung der österreichischen Fregatte SMS Novara gilt bis heute als die ambitionierteste und größte Expedition des ehemaligen Kaiserreichs. Zahlreiche Widersprüche haben das Autorenteam nach jahrelanger Recherche auf die wahren Hintergründe dieser offiziell der Wissenschaft gewidmeten Fahrt aufmerksam gemacht. Das Ergebnis ihrer akribischen Arbeit liegt nun vor und wirft überkommene Vorstellungen über Bord. David G. L. Weiss und Gerd Schilddorfer ist es gelungen, die lange unterschätzte politische Dimension der Fahrt zu belegen, sowie die direkte Beteiligung des Kaisers an den kolonialen Plänen seines Bruders Erzherzog Ferdinand Max nachzuweisen. Durch die erstmalige Veröffentlichung von Akten aus dem Hof-, Haus- und Staatsarchiv ergeben sich verblüffende Einblicke in die tatsächlichen Ansprüche der Verantwortlichen.

Ein penibel recherchiertes Sachbuch, nach dessen Lektüre die Geschichte der "S.M. Novara" umgeschrieben gehörte - empfehlenswert!

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

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  • Die Weltumseglung der S.M. Novara

    Die Novara
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Das Autorenduo Schilddorfer/Weiss räumen mit dem Mythos der „wissenschaftlichen Großtat der Weltumseglung der S.M. Novara“ auf. Wie wir es von den beiden gewöhnt sind, wurde penibel in den Archiven des Österreichischen Staatsarchivs und des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) recherchiert. Was dabei zu Tage kam, ist in diesem Buch zu lesen. Österreich-Ungarn musste, beschränkt auf wenige Häfen in der Adria (Triest und Pola), zur der Eröffnung des Suezkanals Flagge zeigen. Die Weltumseglung war keineswegs „nur“ den Wissenschaften gewidmet, obwohl eine Fülle von „Mitbringseln“ die Museen des heutigen Österreichs und seiner ehemaligen Kronländer füllen. Primärquellen belegen, dass diese Exponate teilweise von Händlern auf Märkten eingekauft wurden – also nicht unbedingt eine wissenschaftlich Vorgangsweise. Vielmehr lagen handfeste politische und wirtschaftliche Gründe vor, spät aber doch, in das Rennen um Kolonien einzusteigen. Nur mehr wenige, unerforschte Landstriche waren vorhanden. England, Frankreich, die Niederlande usw. hatten sich bereits die besten Plätze für die Errichtung von Kolonialstaaten ausgesucht. Für Österreich-Ungarn blieb nicht mehr viel übrig. Das Unternehmen „S.M. Novara“ wurde seitens der Admiralität mit einer Großmannsucht betrieben, die einen heute erschaudern lässt. Die immensen Summen, die das Projekt verschlungen hatte, wären vermutlich anderswo besser angelegt worden. Aus heutige Sicht ist es natürlich leicht(?), Kritik am Kaiser Franz Joseph zu üben. Schilddorfer und Weiss bemerken dies auch in ihrer Einleitung. Mir hat das Buch gut gefallen, wenn es auch nicht immer einfach zu lesen war. Die vielen Fußnoten, Seitensprünge und Zitate bedingten eine gründliche Auseinandersetzung mit der Geschichte Österreich-Ungarns. Ein außergewöhnliches Sachbuch, nach dessen Lektüre die Geschichte der S.M. Novara eigentlich umgeschrieben gehörte.

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  • Österreichs kolonialer Traum

    Die Novara
    karatekadd

    karatekadd

    "Die Novara-Expedition (1857–59) war die erste und einzige groß angelegte Weltumsegelungsmission der Österreichischen Kriegsmarine. Weltweit bekannt wurde sie durch die später als Bestseller in mehreren Sprachen veröffentlichten Berichte über die wissenschaftliche Ausbeute der Reise." So stehts in wikipedia.de Unter dem Kommando von Commodore Bernhard von Wüllersdorf-Urbair fuhr die k.k. Fregatte, ein Dreimaster ohne Maschine (!), ein Kriegschiff mit etlichen Kanonen um die Welt. Ein österreichisches Schiff? Ein Blick auf die Monarchie vor 150 Jahren und auf die Weltkarte zeigt, dass in diesem Reich auch Küsten vorhanden waren. Aber warum fuhr dieser stolze Windjammer über die Meere? Auch heute noch gibt man dieser Weltumsegelung vor allem einen wissenschaftlichen Anstrich. David G.L. Weiss und Gerd Schilddorfer betrachten in ihrem Sachbuch die Sache mal von einer anderen Seite. Nämlich der politischen und vor allem kolonialen Seite. Die Habsburger Monarchie wollte nämlich um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein Scheibe vom kolonialen Kuchen abhaben. Ein gewisser Karl SCHERZER schwärmt in seinen Aufzeichnungen förmlich vom kolonialen und ökonomischen Geschick der Engländer und wünscht sich das auch für seine kaiserliche Majestät Franz Joseph. Vor allem aber wünscht sich das auch Erzherzog Ferdinand Max. Der bringt als Flottenoberbefehlshaber die Expedition auf Spur. Später wird er mit eben dieser Fregatte nach einer Kungelei mit dem Erzfeind Frankreich nach Mexiko fahren um dort Kaiser zu werden. Nicht für lange und als ihn die Soldaten des Benito Juarez drei Jahre später erschießen, schickt sein kaiserlicher Herr Bruder den Kahn noch einmal über den Atlantik um die kaiserliche Leiche heim ins Reich zu holen.  Aber erst einmal fährt das Schiff von 1857 bis 1859 um die Welt. Dabei will man die NIKOBAREN "erobern" und erhebt durch Hissen der Flagge Anspruch auf die Inseln, obwohl Dänemark schon drauf sitzt.  WEISS und SCHILDDORFER gehen weniger den wissenschaftlichen Ergebnissen nach, wobei sie durchaus versuchen, den Nachweis über eine relative Unergiebigkeit zu führen. Es waren zwar ein paar durchaus hochrangige Wissenschaftler mit von der Partie, aber letztlich und das wird wohl auch heute noch in Wien keineswegs hervor gehoben, war dies eine politisch-koloniale Reise, die übrigens in den angesteuerten Hafenmetropolen bereits angekündigt war. Überall gab es Empfänge, Audienzen und sonstige Vergnügungen. Aber nicht für alle Teilnehmer, denn auf dem Schiff herrschte strenge Hierarchie. WEISS und SCHILDDORFER machen eines sehr geschickt: Sie schreiben und schreiben; irgendwann fragt man sich, was das Ganze, also die Reise, denn nun sollte und genau in diesem Moment geben sie wieder interessante Antworten. Warum gibt es zum Beispiel keine Fotos von der Expedition? Die Photographie war doch schon ziemlich weit fortgeschritten. Welche rolle spielt der später geadelte Karl von Scherzer? Warum blieb Dr. Hochstetter wirklich in Neuseeland? Viele Zitate aus der dreibändigen Volksausgabe des Scherzer zeigen bestimmte Eigenarten der Expedition auf. Aber auch Denkweisen und ansichten, wie sie in der Mitte des 19. Jh. weit verbreitet waren. Begriffe wie "Hottentotten", "Kaffer" usw. wurde damals selbstverständlich verwandt, die heutige "Bedeutung" führt zur Vermeidung der Namen für eingeboren Stämme Afrikas.  Es ist ein interessantes Buch, welches echt Horizonte öffnet. Daher gibt es demnächst sicher noch eine lange Version dieser Rezension. © KaratekaDD

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  • Leserunde zu "Heiß" von Gerd Schilddorfer

    Heiß
    Hoffmann_und_Campe_Verlag

    Hoffmann_und_Campe_Verlag

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