David Garnett

 4.1 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Dame zu Fuchs, Mann im Zoo und weiteren Büchern.

Lebenslauf von David Garnett

David Garnett, am 9. März 1892 in Brighton geboren, war Schriftsteller, Buchhändler, Verleger und Kritiker. »Dame zu Fuchs«(1922) war der erste Roman, den David Garnett unter eigenem Namen veröffentlichte. Er erhielt dafür mehrere Preise. In zweiter Ehe war er mit Angelica Bell verheiratet, der Tochter seiner Freunde aus der Bloomsbury-Gruppe, Vanessa Bell und Duncan Grant, mit denen er eine Zeit lang in Charleston Farmhouse zusammengelebt hatte. David Garnett verstarb am 17. Februar 1981.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von David Garnett

Cover des Buches Dame zu Fuchs (ISBN:9783442715572)

Dame zu Fuchs

 (28)
Erschienen am 11.12.2017
Cover des Buches Mann im Zoo (ISBN:9783442717187)

Mann im Zoo

 (2)
Erschienen am 14.01.2019
Cover des Buches Mann im Zoo (ISBN:9783038200406)

Mann im Zoo

 (2)
Erschienen am 23.01.2017
Cover des Buches Lady into Fox (ISBN:9780486493190)

Lady into Fox

 (0)
Erschienen am 01.01.2014

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Rezension zu "Mann im Zoo" von David Garnett

Eine Novelle über die Liebe und die Bindung zwischen Mann und Frau, die nach wie vor aktuell ist
schnaeppchenjaegerinvor 6 Tagen

John Cromartie ist mit seiner Freundin Josephine Lackett gemeinsam im Zoo und erklärt ihr, dass er sie gern heiraten würde. Für Josephine kommt dies nicht in Frage. Sie möchte sich nicht nur an ihn binden und hat Angst um ihre Freiheit. Es kommt zum Streit, in dem sie ihm ein barbarisches Verhalten vorwirft und meint, er gehöre zu den Tieren im Zoo. John ist enttäuscht, dass seine Liebe so abgeschmettert wurde und beschließt, ihrer Idee Folge zu leisten. Er schreibt einen Brief an den Zoo und zieht anschließend in das Affenhaus. 

Das Buch ist bereits 1924 erschienen hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Es ist eine Novelle über die Liebe und über das Infragestellen der Konzeption Ehe. Dabei enthält die kurze Erzählung aber noch viel mehr Anspielungen auf das widersinnige Verhalten der Menschen. 

So werden die Besucherzahlen des Zoos enorm gesteigert, da die Menschen in Scharen einfallen, um den "Homo Sapiens" zu sehen. Die Affen um John reagieren eifersüchtig, da er die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dieser erlangt bald einen Käfigkoller, erhält einen Karakal als "Schmusekatze" und Freund, während er sich von dem nebenan einziehenden "Neger" - der Zoo möchte ein ganzes "Menschenhaus" - errichten, belästigt fühlt. 

Josephine besucht ihn mehrfach, als sie merkt, wie sehr sie John liebt, fühlt sich durch seine freiwillige Inhaftierung in den Zoo jedoch gedemütigt. Das durch den Käfig getrennte Paar streitet sich und niemand möchte nachgeben. Man selbst erkennt sich in Beziehungsfragen in der Unnachgiebigkeit und Sturheit der beiden wieder, was die skurrile Geschichte so lebensnah und unterhaltsam macht. Sie regt zum Nachdenken an über lebenslange Bindungen und wie man in einer Trennung die Chance für eine Gemeinsamkeit finden kann und ist überhaupt nicht altbacken, sondern mit einem Augenzwinkern geschrieben.

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S

Rezension zu "Dame zu Fuchs" von David Garnett

Sehr niedlich für zwischendurch
Schwanenfedervor 8 Monaten

Bei einem Spaziergang verwandelt sich die Frau von Mr. Tebrick plötzlich in eine Füchsin. Zunächst verhält sie sich noch genau so wie sie sich auch als Mensch verhalten hatte, doch zunehmend erwacht das Tier in ihr und sie fängt an die Geduld ihres Mannes immer wieder auf die Probe zu stellen. Hierbei versucht der Ehemann, seine zur Füchsin mutierte Frau in die menschliche Welt zu integrieren indem er Sie ankleidet und mit ihr die Mahlzeiten am Tisch einnimmt.

Fazit: Sehr charmant geschriebenes Buch, welches der Leser mit viel Empathie verfolgen kann.

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Rezension zu "Mann im Zoo" von David Garnett

Hinter Gittern
Giselle74vor 9 Monaten

Ich lese britische Literatur aus der Zeit von 1850-1950 ja sehr gern. Und daher habe ich letztes Jahr sehr erfreut David Garnett entdeckt, den ich seltsamerweise bis dahin gar nicht kannte. Sein Roman "Dame zu Fuchs" hat mich fasziniert. Eine britische Landlady verwandelt sich auf einem Spaziergang plötzlich in eine Füchsin, was ihre Ehe durchaus vor Schwierigkeiten stellt. Das völlig absurde Szenario wird ganz ruhig und in seinen Abläufen selbstverständlich dargestellt. Genau so muss/wird es ablaufen, wenn jemand zum Tier wird, besonders, wenn dieser Jemand sehr britisch ist.
Nun veröffentlicht btb eine weitere Novelle Garnetts, "Mann im Zoo". Ein junges Paar gerät sich bei einem Zoobesuch in die Haare. Im Eifer des Gefechts erklärt sie, er gehöre mit seinen veralteten Ansichten durchaus auch in den Zoo. Woraufhin der junge Mann Nägel mit Köpfen macht und in ein Gehege dort einzieht.
Klug beschreibt Garnett die darauf folgenden Ereignisse: große Besuchermengen, Käfigkoller, eifersüchtige Tiere in den Nebengehegen. Insgesamt zeigen die Tiere aber durchaus bessere Manieren als die Menschen. Besonders ein Karakal, ein Wüstenluchs, freundet sich mit dem jungen Mann an und hilft ihm, das Käfigleben zu bewältigen.
Auch hier beeindruckt die Selbstverständlichkeit, mit der Garnett den Verlauf erzählt.
Eine kleine feine, wieder sehr britische Erzählung, die den Aberwitz zur Normalität macht. Man kann nur hoffen, dass die vereinten Bemühungen von Dörlemann und btb David Garnett zu einem höheren Bekanntheitsgrad verhelfen. Verdient wäre es definitiv.

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