David Garnett

 4.1 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Dame zu Fuchs, Mann im Zoo und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Mann im Zoo

Neu erschienen am 14.01.2019 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von David Garnett

Dame zu Fuchs

Dame zu Fuchs

 (25)
Erschienen am 11.12.2017
Mann im Zoo

Mann im Zoo

 (2)
Erschienen am 23.01.2017
Mann im Zoo

Mann im Zoo

 (0)
Erschienen am 14.01.2019
Lady into Fox

Lady into Fox

 (0)
Erschienen am 01.01.2014

Neue Rezensionen zu David Garnett

Neu

Rezension zu "Dame zu Fuchs" von David Garnett

Die Nobeldame wird zur Fähe
SolarisAmaterasuvor einem Monat

Kapitelanzahl: -
Seitenanzahl: 155
Erscheinungsdatum: 11.12.2017
ISBN: 978-3-442-71557-2

Weitere Bücher: keine

Cover:

Das Cover ist sehr einfach gestaltet und zeigt die Dame die sich in einen Fuchs verwandelt hat. Die Farben sind stimmig und die Wiese im Vordergrund mit der Tapete im Hintergrund, ergibt ein konträres Bild, das gut zum Thema passt.

Klappentext:

Die Tebricks, ein charmantes, jung verliebtes und frisch verheiratetes Paar, ziehensich ahnungslos glücklich ins ländliche Oxfordshire zurück, um ein beschauliches Leben zu führen. Bei einem Spaziergang am Waldrand verwandelt sich Silvia Tebrick unerwartet in eine Fähe und kann trotz ihres Anstandes, ihrer Grazie und ihrer guten Erziehung den neu erlangten animalischen Instinkten nicht widerstehen. Richard Tebrick tut alles in seiner Macht Stehende, um seine Füchsin zu schützen, doch all die Gefahren zu bannen wird zunehmend unmöglich.

Inhalt:

Bei einem Spaziergang verwandelt sich die Frau von Mr. Tebrick plötzlich in eine Füchsin. Zunächst verhält sie sich noch genau so wie sie sich auch als Mensch verhalten hatte, doch zunehmend erwacht das Tier in ihr und sie fängt an die Geduld ihres Mannes immer wieder auf die Probe zu stellen.

Charaktere:

Mr. Tebrick Richard ist der Mann von Silvia und tut alles damit ihr nichts geschieht. Er kümmert sich selbst um alles und schützt seine Frau, obwohl er nicht weiß, ob sie je wieder ein Mensch wird.

Mrs. Tebrick Silvia ist die Frau von Richard und hat Probleme mit ihrem neuen Aussehen, doch nach und nach wird sie immer mehr zu dem wilden Tier, das sie darstellt.

Mrs. Cork ist das Kindermädchen von Silvia und gleichzeitig der einzige Mensch der über sie bescheid weiß.

Gestaltung:

Das Buch wird sachlich und aus der Sicht eines Unbeteiligten erzählt, der erstaunlich viel darüber weiß, was hinter den Mauern des Anwesens geschieht. Zunächst erklärt er diverse Umstände und erzählt von Geschehnissen, dann beginnt er mit der Geschichte.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er gleichzeitig einfach gehalten war, aber andererseits genügend Informationen enthielt um ein lebhaftes Bild zu vermitteln.
Besonders rührend fand ich, wie sich Richard um seine Frau gekümmert hat und wie er sich immer wieder aufgerafft hat um ihr zu helfen. Wie sehr sich die beiden lieben, kann man anhand ihrer Taten erkennen, doch Silvias Veränderung setzt ihrem Mann Stück für Stück immer weiter zu.
Das Ende empfand ich als übereilt und überraschend, jedoch nicht in dem Sinne, dass es nicht absehbar gewesen wäre, sondern in dem Sinne, dass es so plötzlich auftauchte.

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Rezension zu "Dame zu Fuchs" von David Garnett

Ein Märchen mit Moral.
Anne-Sophie_Fuchsvor 10 Monaten

„Britischer Klassiker mit kafkaesker Handlung: Eine Lady verwandelt sich in einen Fuchs. Und ihr Mann hat den Salat.“

Das schreibt die „Brigitte“ über „Dame zu Fuchs“, der Geschichte eines jungen Ehepaares, dessen beschauliches Leben während einem Waldspaziergang gehörig auf den Kopf gestellt wird. Und einen Pelz bekommt.

Richard Tebrick hat’s nicht leicht, denn seine einst vornehme Frau ist nun eine Fähe. Einfach so. Eine Füchsin, die nach und nach das Tier in sich entdeckt.

„Eine halbe Ewigkeit betrachtete er die so vertrauten Gesichtszüge, bevor er den Kopf hob und das Tier vor sich ansah. Da lachte er bitter, und es sollte das erste und letzte Mal sein, dass Mr Tebrick je über die Verwandlung seiner Frau lachte, denn er war nicht besonders humorvoll.“

Entzückend absurd – eine kurze Geschichte, wie eine Parabel, ein Märchen mit Moral. Versteckten Analogien zwischen den Zeilen, humorvolle Metaphern und Türöffnern für alltägliche Gedanken. Ein bisschen Gesellschaftskritik ist auch noch mit dabei und oben drauf eignet sich das 155 Seiten schmale Büchlein einfach als perfektes Geschenk. Peng!

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Rezension zu "Dame zu Fuchs" von David Garnett

Lady Fox
Giselle74vor einem Jahr

Der 1892 geborene David Garnett gehörte zur sogenannten Bloomsbury Group rund um Virginia Woolf, E.M. Forster und einige andere namhafte Autoren, Künstler und Wissenschaftler. Seine Buchhandlung Birrell & Garnett war zeitweise ein beliebter Treffpunkt für die Mitglieder dieses illustren Kreises.
"Dame zu Fuchs", 1922 erschienen, war Garnetts erster schriftstellerischer Erfolg.

Die Tebricks sind ein frisch verheiratetes Ehepaar und wohnen gerade im ersten gemeinsamen Heim, als Lady Tebrick sich bei einem Spaziergang urplötzlich in eine Füchsin verwandelt.
Naturgemäß bringt eine solche Verwandlung Verwirrungen und Handlungsbedarf mit sich. Geheimhaltungsmaßnahmen werden getroffen, das Personal entlassen und so findet sich der verzweifelte Ehemann allein mit seiner Füchsin wieder, die immer mehr ihren nun tierischen Instinkten nachgibt.

Was man als puren Klamauk hätte inszenieren können, macht Garnett zu einer berührenden Geschichte über die Facetten der Liebe und gesellschaftliche Erwartungen. In urteilsfreiem, leichtem Plauderton erzählt er vom wachsenden Freiheitsdrang der Füchsin, den die Lady niemals offen hätte zeigen dürfen, von Jagdinstinkt und Essmanieren und davon, welche Veränderungen jemand aus Liebe, Einsamkeit und Verzweiflung bereit ist einzugehen, nahezu bis zur Selbstaufgabe.

Die Verwandlung selbst ist nicht der Schwerpunkt des Textes, sondern das, was sie nachfolgend auslöst. Es wird angedeutet, dass es so etwas in der Familie der Lady, gebürtige Fox, schon einmal gegeben haben könnte, beteuert, dass das Erzählte wahr und bewiesen ist und damit sind die Weichen gestellt, um sich auf die Folgen zu konzentrieren. Und die sind beträchtlich. Immer wieder die Frage: kann man jemanden zähmen und auf alte Charaktermerkmale festnageln? Wieviel Veränderung verträgt eine Ehe? Wieviel Freiheit sollte man bereit sein zu geben? Und darf man jemanden schützen, der den Schutz nicht wünscht?

Es freut mich sehr, dass diese feine Erzählung, in der großartigen Übersetzung von Maria Hummitzsch, ihren Weg wieder in die Buchläden findet. Es wäre wahrlich schade gewesen, wäre dieses Kleinod britischer Erzählkunst in Vergessenheit geraten.

Ich danke dem btb-Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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