David Gemmell

 4.3 Sterne bei 317 Bewertungen
Autor von Die Legende, Der silberne Bogen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von David Gemmell

David Gemmell, geboren 1948 in London, war ein britischer Schriftsteller von Fantasy-Romanen. Er starb am 28. Juli 2006 zwei Wochen nach einer Bypass-Operation am Herzen.

Alle Bücher von David Gemmell

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Die Legende

Die Legende

 (25)
Erschienen am 01.09.2016
Der silberne Bogen

Der silberne Bogen

 (18)
Erschienen am 03.07.2006
Der Donnerschild

Der Donnerschild

 (14)
Erschienen am 03.09.2007
Ritter dunklen Rufs

Ritter dunklen Rufs

 (14)
Erschienen am 16.12.2013
Eisenhands Tochter

Eisenhands Tochter

 (16)
Erschienen am 31.01.2008
Königssturz

Königssturz

 (12)
Erschienen am 02.06.2008
Im Zeichen des dunklen Mondes

Im Zeichen des dunklen Mondes

 (10)
Erschienen am 01.10.2001

Neue Rezensionen zu David Gemmell

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AdamBlues avatar

Rezension zu "Der Schattenprinz" von David Gemmell

Halb Drenai, halb Nadir ...
AdamBluevor 6 Monaten

Klappentext:


„Ein Jahrhundert, nachdem sie sich heldenhaft gegen die Nadir verteidigt haben, sieht sich das Volk der Drenai einer neuen Gefahr gegenüber: Ein wahnsinniger Herrscher will das Reich erobern, und bei ihm sind seltsame Krieger mit übernatürlichen Fähigkeiten und geheimnisvolle Priester, die die Dunkelheit heraufbeschwören können.

Ein Mann jedoch stellt sich dieser finsteren Armee entgegen: Tenaka Khan, genannt der Schattenprinz. Er verfügt über Mut und Tapferkeit und großes militärisches Geschick – doch die Drenai, für die er kämpft, bringen ihm nichts als Verachtung entgegen, den Tenaka ist ein halber Nadir."


Cover: (Neuauflage)


Anton Kokarev ist erneut ein sehr hübsches Cover gelungen. Vorne erkennen wir ein Schwert und einen Helm, der sich auf dem Knauf des Schwertes befindet. Ich vermute, dass es sich dabei um Ulrics (bekannt aus dem Vorgänger-Roman) Gegenstände handelt.

Im Hintergrund sehen wir eine Wüstenlandschaft, wo Nadirstämme ihre Zelte aufgeschlagen haben. Das Cover gefällt mir deutlich besser als das alte Cover der Bastei Lübbe Ausgabe.


Inhalt:


Der Schattenprinz spielt ein Jahrhundert nach den Ereignissen von "Die Legende", was bedeutet, dass wir es hier nun mit völlig anderen Charakteren zu tun haben. Der zweite Band der Drenai Saga kann wie alle anderen Drenai Romane als Einzelband gelesen werden. Dennoch werden hier einige alte Charaktere (z.B Druss oder Ulric) oder Ereignisse (Schlacht um Dros Delnoch) erwähnt, weshalb es sich anbietet, den großartigen ersten Teil gelesen zu haben.

Wie man es von David Gemmell gewohnt ist, haben wir es hier mit vielen Helden zu tun, die sich einer schieren Übermacht stellen müssen. Der Antagonist ist hier ein größenwahnniger Diktator namens Ceska, der mithilfe von Ungeheuern (halb Mensch – halb Tier) und dunklen Templern versucht seine Macht auszuweiten. Ihm entgegen stellt sich der Protagonist der Geschichte: Tenaka Khan, welcher der Urenkel von Ulric (der große Khan und Herrscher der Nadir aus dem ersten Teil) und Rek (der Bronzefürst) ist. Tenaka Khan gehörte einst zu einer Elitetruppe der Drenai, welche sich "Drachen" nannten und ist ein hervorragender Schwertkämpfer. Dieser Drachenorden wurde einst von Ceska zerschlagen, jedoch gibt es noch einige überlebende Krieger wie z.B Ananais oder Decado. Tenaka Khan sehnt sich nach Rache und rekrutiert während der Geschichte immer mehr Krieger, um sich Ceska entgegenzustellen. Dabei stößt er später auf die oben genannten ehemaligen Verbündeten Ananais und Decado, die sich Tenaka Khan anschließen. Alle Helden haben eine tragische Geschichte in sich (z.B war Ananais einst ein sehr gut aussehender Mann, bis ihm einst ein mutiertertes Ungeheuer im Kampf sein Gesicht zerfetzte und sich nun nur noch mit Maske zeigt) und man merkt schnell, dass alle "Helden" eine finstere Vergangenheit haben. Sie sind nicht die typischen strahlenden Ritter ohne Makel, sondern Charaktere mit vielen Grauschattierungen. Der Schattenprinz hat keinen alles überragenden Helden wie Druss, sondern eine Vielzahl an Helden, die über sich hinaus wachsen müssen, um Ceska zu stürzen. Zudem hat es David Gemmell auch geschafft, Liebesgeschichten einzubauen, da Tenaka Khan sehr früh eine Frau namens Renya kennenlernt, auf die er zunächst aufpassen soll, sie sich aber entschließt, bei Tenaka zu bleiben. Renya ist jedoch keineswegs eine hilflose Begleitung, da sie sich selbst zu verteidigen weiß und voller Überraschungen steckt.

Ähnlich wie bei "Die Legende" erzählt David Gemmell die Geschichte sehr reduziert, wodurch keine Langeweile aufkommt. Die Kampfszenen, von denen es eine Vielzahl gibt, werden packend beschrieben und lassen spannende Bilder im Kopf entstehen.


Das Ende der Geschichte wirkt leider etwas überhastet, da sehr viel auf einmal passiert. Im vierten Drenai Roman "Der Bronzefürst" wird weiter auf das Ende von der Schattenprinz aufgebaut.

Insgesamt fand ich den Schattenprinz etwas schwächer als den ersten Teil (und auch schwächer als Waylander oder Druss – Die Legende), weshalb ich mal 4 Sterne gebe. Das liegt einerseits am überhasteten Ende und daran, dass mir ein starker Charakter wie Druss oder Waylander gefehlt hat. Für Gemmell Fans oder generell Fans der heroischen Fantasy lohnt sich das Buch jedoch definitv.

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ClaudiasBuchboxs avatar

Rezension zu "Die Legende" von David Gemmell

Mal ein etwas anderer Held
ClaudiasBuchboxvor 8 Monaten

"Die Legende" ist der erste Band der Drenai Saga.

Das Volk der Nadir hat begonnen das Volk der Drenai zu erobern und zu unterjochen. Nun marschieren sie direkt auf die Stadt Dros Delnoch zu.

Die Stadt ist nur mit knapp 9000 Rekruten zur Verteidigung besetzt und das wird nicht ausreichen.

Am Anfang begleitet man Reck, der wie ein ruheloser Lebemann wirkt. Aber man erahnt schnell das mehr dahinter steckt. Hier habe ich mich täuschen lassen, mit der Annahme das Reck der Hauptcharakter ist. Aber das ändert sich schnell. Dann lernt man Druss kennen. Für die Drenai ist er die Legende. Unter den Nadir kennt man ihn als Todeswanderer. Druss ist Axtkämpfer und hat einer vergangene Schlacht, die schon verloren geglaubt war, zum Sieg verholfen.

Mittlerweile ist Druss aber an die 60 Jahre alt, hat ein entzündetes Knie und einen schmerzenden Rücken. Dennoch folgt er dem Ruf von seinem Freund Graf Delnar als er ihn bittet nach Dros Delnoch zu kommen.

Ich war am Anfang sehr überrascht, das ich es hier mit einem so alten Helden zu tun hatte. Aber gerade das hat mich auch Neugierig gemacht. Ich denke wäre hier Reck die Hauptfigur gewesen, hätte ich das Buch vielleicht nicht beendet. Aber so hatte ich verdammt viel Spaß mit dem alten Druss, der einfach einen herrlichen Humor hat und in ihm steckt immer noch ein Held der das Kämpfen nicht verlernt hat.

Die Geschichte an sich wirkt sehr düster, die Gedanken und Unterhaltungen beschäftigen sich sehr intensiv mit Krieg, Töten und dem eigenen Tod. Das wird glücklicherweise immer wieder aufgelockert, hat mich aber Stellenweise doch ergriffen zurück gelassen. Auch wenn sich das jetzt nach viel Geschwafel anhört, dem ist nicht so, denn die Action kommt keinesfalls zu kurz.

Welche Position Reck in dem Buch einnimmt wird erst wirklich deutlich als er Dros Delnoch erreicht.

Ich habe hier zwischen E-Book und Hörbuch gewechselt. Zu dem Hörbuch möchte ich sagen, das dies sehr gelungen ist. Der Sprecher Thomas Schmuckert ist kurzfristig etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber seine Sache dann sehr gut gemacht und ich habe ihm gerne zugehört.

Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann ohne Probleme so stehen gelassen werden. Der zweite Band setzt erst ein Jahrhundert nach der Schlacht um Dros Delnoch an.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Nur dem Ende konnte ich gar nichts abgewinnen. Das passte, in meinen Augen, nicht zu dem Buch. Es wirkte eher als wäre es einem Kindermärchen entsprungen.

Aus diesem Grund ziehe ich hier Sterne ab und vergebe 4 von 5 Sternen.



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AdamBlues avatar

Rezension zu "Die Legende" von David Gemmell

Die letzte Schlacht einer Legende
AdamBluevor einem Jahr

Klappentext:

Die letzte Schlacht einer Legende: Das Meisterwerk der Heroic Fantasy

Er ist der größte Held seiner Zeit, eine lebende Legende: der Axtkämpfer Druss, dem kein Feind zu widerstehen vermag.

Doch die Jahre gehen auch an Legenden nicht spurlos vorüber, und Druss ist ein alter Mann, der seit einem Jahrzehnt keine Waffe mehr geschwungen hat, als sein Volk von einem übermächtigen Gegner bedroht wird. Ein letztes Mal wetzt der alternde Held die Doppelklinge seiner Axt, denn auf den Mauern der Festung von Dros Delnoch wird sich das Schicksal seines Volkes entscheiden.


David Gemmells Legende war das zweite Buch, was ich von David Gemmell gelesen habe. Mein erstes Buch von ihm war "Ritter dunklen Rufs". Es war solide, jedoch war es kein Meisterwerk und ich fragte mich schnell, warum David Gemmell so einen guten Ruf genießte. Erst als ich die Drenai Saga begonnen habe, verstand ich warum. Die Drenai Saga umfasst 11 Bände, was ich mich erst abgeschreckt hat, jedoch erfuhr ich, dass es sich dabei um einzelne voneinander unabhängige Geschichten handelte, die alle in der selben Welt spielten. Den Auftakt der Drenai Saga legte "Die Legende", vielleicht das bekannteste Werk von David Gemmell.


Cover (Knaur Verlag, Neuauflage):


Mir gefällt der dunkelgrüne Farbton des Covers sehr. Im Vordergrund sehen wir einen Raben, der auf einer Axt (Druss' Waffe) steht und im Hintergrund eine Burg (Dros Delnoch?). Es sieht viel besser aus als das Cover der US Version, was irgendwie etwas trashig wirkt. Das Cover hätte mir noch etwas besser gefallen, wenn man noch die Nadir Soldaten sehen würde, die die Burg mit Belagerungsgeräten belagern würden. Doch auch so gefällt mir das Cover ganz gut (und ich bin sehr froh darüber, dass die Drenai Saga neu aufgelegt wird).


Inhalt:


Der Inhalt ist eigentlich schnell erklärt: Der Kriegsherr Ulric droht dem Reich der Drenai mit Krieg. Ca 500.000 Nadir Soldaten marschieren auf Dros Delnoch zu, welches das Tor zum Land der Drenai bildet. Dros Delnoch wird durch eine Burg und sechs Mauern geschützt und galt quasi als uneinnehmbar. Jedoch hat der Anführer (Abalayn) der Drenai die Besatzung der Mauer auf ca 9000 Mann reduziert. Dros Delnoch muss drei Monate durchhalten, damit Verstärkung kommen kann. Damit die 9000 Männer bestmöglichst auf die Schlacht vorbereitet werden, wird Druss, ein 59 Jahre alter Kriegsveteran, darum gebeten, die Männer auszubilden. Er ist eine lebende Legende und verteidigte einst in Unterzahl den Skeln Pass (sowas wie die Schlacht bei den Thermopylen). Selbst die Nadir erzählen von seinen Legenden. Er ist die letzte Hoffnung der Drenai und soll als eine Ort Symbol, dem Volk Hoffnung schenken. Obwohl er körperlich den meisten überlegen ist, hat er mit Gelenkproblemen zu kämpfen. Insgeheim weiß Druss aber, dass die Schlacht so gut wie hoffnungslos ist, strahlt dies jedoch nicht aus.

Ob Druss und die Drenai die Schlacht überstehen werden, müsst ihr selbst herausfinden.

Die Geschichte erinnert auf eine Art an 300, da sich zahlenmäßig stark unterlegene Soldaten der schieren Übermacht des Gegners entgegenstellen. Dies wird jedoch so packend und actionreich beschrieben, wie ich es selten gesehen habe. Es gibt keine Fantasy Wesen wie Elfen, Zwerge, Orks etc. und auch mit Magie wird gespart. Der Weltenbau steht auch im Hintergrund, einzig und allein die Schlacht ist das was zählt. So spartanisch wie die Handlung klingt, ist auch der Schreibstil. David Gemmell richtet seinen Fokus auf das Nötigste und es gelingt ihm wirklich gut. Als Nebenhandlung gibt es noch eine Liebesgeschichte, eine Portion Humor und Heldentum, wo das Auge reicht.

Die Charaktere haben mir alle gut gefallen (selbst der Gegenspieler Ulric ist irgendwo sympathisch) und es gibt viele Grauschattierungen. Die Hoffnungslosigkeit der Schlacht wird sehr gut dargestellt.

Mit 460 Seiten ist das Buch verglichen mit heutigen Werken eher kurz, mir hat es jedoch vollkommen ausgereicht. Auch auf eine Karte oder ein Personenregister wird verzichtet.


Mir hat das Werk wirklich extrem gut gefallen und kann es allen Low Fantasy bzw. Heroic Fantasy Fans empfehlen.

Wer eher Fan von Intrigen, komplexen Welten und Fantasywesen ist, dürfte vielleicht nicht ganz so glücklich damit werden.

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Zusätzliche Informationen

David Gemmell wurde am 01. August 1948 in London (Großbritannien) geboren.

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