David Gibbins

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Autor von Das Gold der Kreuzfahrer, Mission: Atlantis und weiteren Büchern.

Alle Bücher von David Gibbins

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Das Gold der Kreuzfahrer

Das Gold der Kreuzfahrer

 (8)
Erschienen am 11.06.2007
Mission: Atlantis

Mission: Atlantis

 (4)
Erschienen am 11.07.2008
Total War: Das Schwert des Attila

Total War: Das Schwert des Attila

 (1)
Erschienen am 09.03.2015
Total War: Rome II: Zerstört Karthago

Total War: Rome II: Zerstört Karthago

 (0)
Erschienen am 07.10.2013
Crusader Gold

Crusader Gold

 (1)
Erschienen am 01.09.2007
The Gods of Atlantis

The Gods of Atlantis

 (1)
Erschienen am 02.12.2011

Neue Rezensionen zu David Gibbins

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Rezension zu "Total War: Das Schwert des Attila" von David Gibbins

Total War: Das Schwert des Attila, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 3 Jahren

Es ist jetzt anderthalb Jahre her, dass mit "Total War: Rome 2: Zerstört Karthago" der Panini Verlag die Buchadaption des gleichnamigen Computerspiels herausbrachte. Seit damals ist ein Spiele-Nachfolger herausgekommen, zu dem es natürlich auch einen Roman gibt. Das Spiel heißt "Total War: Attila" und der Roman, erneut geschrieben von David Gibbins, fügt noch hinzu: "Das Schwert des Attila".

Das römische Reich steht im Jahr 439 vorm Zusammenbruch. Es zieht sich aus den britischen Kolonien zurück und die Vandalen unter der Führung von Geiserich ziehen plündernd durchs Land. Es sind keine guten Zeiten für Römer, die sich noch an die glorreichen Zeiten erinnern. Und dann droht da auch noch eine Bedrohung aus dem Osten.

Die Hunnen, so nennen sie sich. Sie sind ein Reitervolk aus den Steppen Asiens. Und sie werden angeführt von Attila. Sie verbreiten Angst und Schrecken. Nichts und niemand scheint sie aufhalten zu können. Bis sich einige aufrichtige Römer auf den Weg machen, den Hunnen eine Niederlage zu bereiten, die sie ein für alle Mal aufhält.

Genauso wie das Spiel ist auch der Roman eine Fortsetzung von "Rome II". Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Autor gleich geblieben ist. Schließlich ist David Gibbins ein Experte für Rom.

Und das zeigt sich auch wiederholt im Laufe des Romans. Unzählige Details, wie die Ausbildung von Soldaten oder die Zusammensetzung von römischen Einheiten, sind deutliche Zeichen der Fachkenntnisse. Besonders, wenn er auf die Unterschiede zwischen damals und der Handlungsgegenwart eingeht, fühlt man sich, als ob man zu der damaligen Zeit gelebt hat.

Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21873/total_war_das_schwert_des_attila

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Rezension zu "Atlantis" von David Gibbins

Rezension zu "Atlantis" von David Gibbins
cicerovor 6 Jahren

Archaeo-Fantasy um die Sintflut im Schwarzen Meer und Platons Atlantis
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Der Roman "Atlantis" von David Gibbins (2005) ist leider misslungen. Er funktioniert weder literarisch noch historisch noch archäologisch, wie im folgenden Punkt für Punkt gezeigt wird.
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Story und Erzählweise:
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Als Thriller ist der Roman "Atlantis" von David Gibbins eine Enttäuschung. Das klassische "treasure hunting", das historischen Romanen oft ihren Thrill gibt, ist bereits nach dem ersten Drittel des Romans beendet, und auch die beiden Hauptpersonen haben zu diesem Zeitpunkt bereits intim zueinander gefunden. Es geht im darauf folgenden Hauptteil des Romans nur noch darum, den Ort von Atlantis aufzusuchen und dabei künstlich in die Story eingebrachte Schwierigkeiten zu überwinden. Eine weitere Entwicklung der Charaktere bleibt aus.
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Zu diesen künstlichen Schwierigkeiten gehört vor allem ein eindimensional böse gezeichneter Raubgräber mit der finanziellen Macht und der militärischen Ausrüstung eines ganzen Staates, der zufällig immer an der passenden Stelle auf den Plan tritt. Zudem ist ebenfalls rein zufällig direkt vor dem Eingang von Atlantis ein sowjetisches Atom-U-Boot mit Nuklearsprengköpfen gesunken, um das sich seitdem niemand mehr kümmert. Die Protagonisten leiden im Verlauf der Handlung unter Blutverlust, immer knapper werdender Atemluft, Kerosinmangel oder schwächer werdenden Batterien, und doch erreichen sie immer wieder kurz vor dem Exitus das erwünschte Ziel.
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Weitere unglaubwürdige Zufälligkeiten sind drei gleichzeitige archäologische Funde an drei verschiedenen Orten, die sich natürlich alle drei auf dieselbe Sache beziehen. Unglaubwürdig auch, dass es auf einer kleinen, einsamen Vulkaninsel im Schwarzen Meer einen offenen Zugang in die Unterwelt von Atlantis geben soll, der über viele tausend Jahre unentdeckt blieb. Der Vulkan wird dann natürlich punktgenau zum Ende des Buches ausbrechen, nachdem er viele tausend Jahre lang ruhig blieb.
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Den ganzen Roman über quält der Autor seine Leser mit technischen Begriffen aus der Welt der Schiffahrt, des Tauchens und der Waffentechnik. Zahlreiche technische Abkürzungen verwirren. Vielleicht könnte man als Taucher und Waffennarr dem Roman etwas abgewinnen? Mehr als die Hälfte der Zeit befinden sich die Protagonisten unter Wasser und kämpfen mit der Technik, den Elementen und menschlichen Feinden.
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Völlig unnötig sind die vielen archäologischen Sensationsfunde und Entdeckungen, die die Protagonisten im Vorfeld der Romanhandlung gemacht haben wollen, mit denen die unglaubliche Story zusätzlich gestützt werden soll:
- Ein Fund von verbrannten Schiffen der Griechen vor Troja.
- Die Entzifferung des minoischen Linear A.
- Der Fund eines zweiten Diskus von Phaistos.
- Die Entdeckung eines Archivs in der Athener Akropolis.
- u.v.a.m.
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Zur Schwarzmeer-These im Allgemeinen:
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Ja, es ist zunächst richtig, dass das Schwarzmeerbecken einst besiedelt war. Ja, es ist richtig, dass das Wasser am Bosporus irgendwann durchbrach und das Schwarzmeerbecken flutete. Ja, es ist plausibel, dass die indogermanische Sprachfamilie von dort ihren Ursprung hat. Ja, es ist immerhin nicht unmöglich, dass in den Flutsagen des Gilgamesch und der darauf aufbauenden Bibel eine dunkle Erinnerung an dieses Ereignis enthalten ist. Ja, auf dem Grund des Schwarzen Meeres wird man noch manche steinzeitliche Siedlung finden, die das Bild der Steinzeit revolutionieren wird. Soweit so gut.
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Es ist aber falsch, von diesem Ereignis eine direkte Verbindung zu späteren Hochkulturen wie z.B. Mesopotamien oder Ägypten zu ziehen; die Gründe dafür sind folgende:
1. Die zeitliche Lücke zwischen dem Untergang der Schwarzmeerkultur und dem Aufstieg der späteren Hochkulturen umfasst mehrere tausend Jahre. Solange lässt sich keine detaillierte Überlieferung mündlich weitergeben und schon gar nicht geheimhalten. Mehr als dunkle und grobe Erinnerungen an ein Ereignis sind ohne Schrift nicht überlieferbar. Selbst mit Schrift wäre es schon schwierig genug.
2. Die Schrift entwickelte sich in Ägypten und Mesopotamien eigenständig und unabhängig voneinander und bei Völkern, die nicht der indogermanischen Sprachgruppe angehörten. Wenn die Schwarzmeer-Kultur über eine Schrift verfügte, so war sie schon Jahrtausende zuvor verloren gegangen. Indogermanische Völker wie z.B. die Hethiter oder Griechen übernahmen die Schrift vielmehr aus dem Orient.
3. Es ist offensichtlich, dass sich die späteren Hochkulturen eigenständig und angemessen langsam entwickelt haben, ohne einen Vorläufer, der ihnen einen Entwicklungsschub gegeben hätte.
4. Die späteren Hochkulturen weisen keine Gemeinsamkeiten auf, die auf einen gemeinsamen Ursprung hindeuten würden; nur die indogermanischen Völker weisen natürlich gewisse Gemeinsamkeiten auf; Ägypten und Mesopotamien gehören aber z.B. nicht dazu.
Kurz und gut: Die These von der Überbrückung dieser zeitlichen Lücke hat keine Chance.
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Die Schwarzmeer-These bei David Gibbins:
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Gibbins behauptet nicht nur eine Überbrückung der großen zeitlichen Lücke, sondern dehnt das Erbe der Schwarzmeerkultur auch auf spätere Hochkulturen aus, die a) definitiv nichts mit einem indogermanischen Ursprung zu tun haben, b) zeitlich in ihrem Auftreten sehr variieren, c) in ihrer kulturellen Entwicklung sehr stark auseinanderliegen. Gibbins nennt u.a. Ägypten, Mesopotamien, die Kelten, die Indus-Valley-Kultur, die Israeliten und auf den letzen Seiten sogar die amerikanischen Indianerkulturen. Die Minoer, die bei Gibbins im Zentrum stehen, treten in Wahrheit erst vergleichsweise spät in Erscheinung. Auch ist die Idee, dass die Priesterkaste der Schwarzmeerkultur sich über Jahrtausende die Weltherrschaft gesichert hätte und die kulturelle Entwicklung steuerte, nichts als eine Verschwörungstheorie, die für damals noch unhaltbarer ist als für die Gegenwart.
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Das untergegangene Atlantis wird von Gibbins als eine ziemlich befremdliche Kombination von steinzeitlicher, minoischer und ägyptischer Kultur geschildert: Gebäudekomplexe wie in Catal Hüyük, eine Sphinx in Stiergestalt, gewaltige Stufenpyramiden usw. Es ist ein archäologisches Walt-Disney-Land in Form eines völlig anachronistischen Potpourris der bekannten Hochkulturen.
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Atlantisforschung:
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Der Roman "Atlantis" von David Gibbins bewegt sich leider auf dem Niveau der üblichen pseudo-wissenschaftlichen Thesen rund um das Atlantis des Platon: Am Ende sei Atlantis die uralte Wiege der Zivilisation, was es im Original bei Platon eben nicht ist. Der Leser bekommt keinen realistischen Einblick in die Fragestellungen und die wirklichen Möglichkeiten der wissenschaftlich fundierten Atlantisforschung. Wer Platons Atlantiserzählung gelesen hat, findet seine Vorstellungen von Platons Atlantis in dem "Atlantis" des Romans von Gibbins nicht wieder.
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Die Begegnung von griechischer und ägyptischer Kultur, die eine der Kernfragen der Atlantisforschung ist, wird ganz falsch dargestellt: In Ägypten wurde kein nennenswertes Wissen ausschließlich der mündlichen Überlieferung vorbehalten, die Priester hüteten auch keine Geheimnisse und erst Recht keine Kenntnisse, die weit vor 3000 v.Chr. hinausgereicht hätten. Es ist auch nicht wahr, dass die höheren Priester höhere Weisheiten gewusst hätten; eher im Gegenteil wussten Priester von niederen Graden oft mehr, weil sie spezialisiert waren. Auch logen die ägyptischen Priester griechische Besucher nicht einfach an; die Gründe für Falschinformationen greifen häufig viel tiefer und sind eher als ein Missverstehen zu deuten, wie man bei Herodot sehr gut studieren kann. Gerade von Herodot zeichnet Gibbins ein ziemlich simplifizierendes Bild, u.a. auch im wissenschaftlich gemeinten Nachwort.
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Solons Aufenthalt in Ägypten wird leider völlig anders dargestellt als bei Platon. Wie Gibbins im Nachwort einräumt, geschah dies mit der Absicht, den Besuch des Solon in Sais mit dem Atlantis-Konzept des Romans in Einklang zu bringen. Es ist auch nicht wahr, wie Gibbins im Nachwort meint, dass der Name des Priesters, mit dem Solon sprach, mutmaßlich bekannt ist. Überliefert ist nur der Name Sonchis in der Solon-Biographie des Plutarch. Diese Angabe ist allerdings wenig glaubwürdig, gerade auch deshalb, weil der Priester, der von Atlantis weiß, bei Platon nicht als besonderer, "hoher" Priester dargestellt wird. Platon wird von Gibbins freies Erfinden und grobes Anpassen historischer Stoffe unterstellt; kein vernünftiger Platonforscher würde das so unterschreiben. Die Frage, wie Platon seine Atlantiserzählung konstruierte, ist in der Tat eine der Kernfragen der Atlantisforschung, und kann nicht so beiläufig und einfach abgetan werden.
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Fazit:
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Der Roman "Atlantis" von David Gibbins ist literarisch und historisch eine Enttäuschung. Wenn der Roman auch literarisch nicht gelungen ist, so hätte man sich von einem Unterwasserarchäologen doch wenigstens in historischer Hinsicht mehr versprochen. Aber der Autor zerstört konsequent den Thrill, der sich aus der Möglichkeit entfalten würde, dass eine Geschichte wahr sein könnte, indem sie sich möglichst eng an die reale Welt und die reale Historie anlehnt. Die Versprechungen des Covers: "only this time, it really could be true", oder die Behauptung im Nachwort: "the archaeological backdrop is as plausible as the story allows" werden schlicht nicht eingehalten. Beim Roman "Atlantis" von David Gibbins handelt es sich wohl eher um Archaeo-Fantasy mit Taucher-Thrill als um einen Historien-Thriller.
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Alternative Buchempfehlungen:
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Wer sich auf wissenschaftliche Weise mit dem Atlantis des Platon beschäftigen möchte, dem seien folgende Bücher empfohlen (teilweise nur antiquarisch zu haben):
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Contra Existenz:
- Heinz-Günther Nesselrath: Platon und die Erfindung von Atlantis.
- Pierre Vidal-Naquet: Atlantis - Geschichte eines Traumes.
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Pro Existenz:
- John V. Luce in: E.S. Ramage: Atlantis - Mythos, Rätsel, Wirklichkeit?
- Thorwald C. Franke: Mit Herodot auf den Spuren von Atlantis - Könnte Atlantis doch ein realer Ort gewesen sein?

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Feverbrains avatar

Rezension zu "Crusader Gold" von David Gibbins

Rezension zu "Crusader Gold" von David Gibbins
Feverbrainvor 10 Jahren

Auf dem Einband steht: "Eine Mischung aus Dan Brown und Indiana Jones" und zutreffender hätte man es auch kaum zusammen fassen können. Dabei kommt aber nicht Superlative sondern nur Mittelmaß raus. Der Plot ist viel zu simple und vor allen Dingen viel, viel zu unglaubwürdig gestrickt. Trotzdem liest sich sehr flüssig. Es ist halt leicht verdauliche Kost.

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