David Gilbert & Sons

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Inhaltsangabe zu „& Sons“ von David Gilbert

Who is A. N. Dyer? & Sons is a literary masterwork for readers of 'The Art of Fielding', 'The Emperor's Children', and 'Wonder Boys' - the panoramic, deeply affecting story of an iconic novelist, two interconnected families, and the heartbreaking truths that fiction can hide.
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    & Sons
    Fornika

    Fornika

    04. October 2015 um 09:59

    A. N. Dyer ist ein Bestsellerautor, sein fulminanter Erstling Ampersand wird ähnlich Salingers Catcher in the Rye verehrt. Jetzt ist er in den 80ern angekommen, fühlt sich alt und ausgelaugt. Umso wichtiger scheint ihm die Versöhnung seiner Kinder zu sein. Jamie und Richard stammen aus seiner Ehe, Andy ist das Nesthäkchen, entsprungen einer Affäre. Auch dank des enormen Altersunterschieds von 20 Jahren sind sich die drei nie warm geworden. Mit von der Partie ist außerdem Philip Topping, der Sohn von Dyers ältestem Freund Charlie. Diesen hat Dyer gerade zu Grabe getragen und bleibt so als einziger Halt für seinen Patensohn Philip zurück. Der Philip, der schon als Kind lieber ein Dyerzögling gewesen wäre. Ein Buch über Väter und Söhne, Onkel und Neffen, Brüder und Halbbrüder. Und die, die einfach nur dazugehören wollen.  Philip fungiert als z.T. allwissender Ich-Erzähler, allerdings wird auch sehr oft in die dritte Person gewechselt (gerne auch mal mitten im Satz), oder die Story kommt kapitellang ohne ihn aus. Das sorgt ehrlich gesagt nicht wirklich für bessere Lesbarkeit, oft fand ich diesen Kunstgriff eben – naja – künstlich. Unnötig. Nervig, um genau zu sein. An sich ist Gilberts Art zu schreiben sehr gelungen, er hat ein Talent dafür sich gut auszudrücken. Doch das verschwindet oft hinter dem Personenkuddelmuddel. Mir gefielen seine Charaktere, auch wenn manche ab und an einen Anfall von Stereotypie erleiden. Die Geschichte startet gut, interessant sind die unterschiedlichen Lebenswege der Dyers, die schillernde Schriftstellerkarriere, der Hype um Ampersand, die Einblicke in die amerikanische Welt der Literatur. Doch irgendwann fährt Gilbert die Story für mich an die Wand; warum nur, ja warum diese dämliche Idee zu Andys Herkunft? Wenn das ein ironischer Winkelzug sein sollte, dann ist der gehörig zum müden Schenkelklopfer verblasst. Auch das Ende konnte es dann für mich nicht mehr rausreißen. Schade. Ein weiterer Negativpunkt: einigen Kapiteln sind handschriftliche Briefe von Andrew vorangestellt, allerdings in einer dermaßen krakeligen Handschrift, dass ich es irgendwann aufgegeben habe, diese lesen zu wollen. Da hätte man als Verleger durchaus auch mal drauf achten können, wie man gegen Ende des Buches erfährt, sind die Inhalte der Briefe nämlich durchaus wichtig. Also lieber Leser, Lupe raus und ran ans Dechiffrieren ; ) Insgesamt konnte mich dieses Buch einfach nicht so recht überzeugen, nach der interessanten ersten Hälfte ging es langsam, aber stetig bergab.

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