David Gilbert Die Normalen

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Inhaltsangabe zu „Die Normalen“ von David Gilbert

Was ist denn heutzutage schon normal? Billy ist hoch begabt, antriebslos und schwer verschuldet. Als seine Lebensumstände durch einen ziemlich brutalen Geldeintreiber noch prekärer werden, bleibt ihm nur die Flucht. Sie führt ihn in eine abgelegene Klinik, wo gesunde Probanden für neue Psychopharmaka stets willkommen sind. Als Mitglied der Kontrollgruppe, der so genannten „Normalen“, wird für Billy der Zauberberg bald zum Höllentrip. Und die anderen „Normalen“ entpuppen sich als Alltagsirre, die wie er vor der brutalen Banalität des Lebens fliehen wollten… „Dieses Buch ist eine Erfahrung, die man bis ins Letzte auskosten will.“ (Douglas Coupland)

Gut zu lesen, teilweise etwas makaber, aber auch witzig und dramatisch.

— Crazy_AM

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  • Rezension zu "Die Normalen" von David Gilbert

    Die Normalen

    Babscha

    23. January 2011 um 18:02

    Der 28-jährige Billy Schine ist Harvard-Absolvent, hoch verschuldet und lässt es trotz seiner Intelligenz deutlich an innerer Zielstrebigkeit wie auch dem Willen zur Koordinierung insbesondere seiner finanziellen Rahmenbedingungen mangeln. Als ihm ein Inkassounternehmen zunächst höflich, dann mit unmissverständlichen Drohungen zu Leibe rückt, lässt er in einer panikartigen Reaktion Hals über Kopf seine Freundin nebst der gemeinsamen New Yorker Wohnung zurück und taucht als Proband ab in die gut bezahlte Klinikstudie eines Pharmaunternehmens irgendwo im Niemandsland nahe Albany, in der die Auswirkungen eines neuen Medikaments gegen Schizophrenie auf den menschlichen Organismus getestet wird. Hier spielt dann auch der gesamte Rest der Handlung, die vordergründig dem Leser ziemlich glaubhafte meist abschreckende Einblicke in die Realität derartiger Versuchsreihen vermittelt, bei denen sich Menschen, vom schnellen Geld geködert, als Versuchskaninchen in die zweifelhaften Fänge von „am Menschen testenden“ Großkonzernen begeben. Hinter dieser Rahmenhandlung aber erfährt der Leser nach und nach Billys persönliche Geschichte, seine unerfreuliche und unverstandene Jugend ohne Zuneigung, Fürsorge und Anerkennung seitens seiner Eltern, deren ganzer Lebensinhalt in ihrer unermesslichen Liebe zueinander bestand und in der jede weitere Person, also auch das eigene Kind, wie ein unerwünschter Fremdkörper behandelt wurde, seine hierdurch bedingte völlige innere Vereinsamung und Haltlosigkeit, die keine festen Bindungen, Freundschaften oder den Aufbau klarer Lebensstrukturen zulässt. Und wie sehr sehnt er sich im Grunde genau hiernach, jedoch unfähig, dies in irgendeiner Form zu artikulieren, lässt niemanden wirklich an sich ran. Und als ob die sich kumulierenden Ereignisse im Klinikalltag, seine problematische und aussichtslose Zuneigung zu einer Mitprobandin und seine permanente Furcht vor Entdeckung durch die Geldeintreiber nicht schon genug wären, melden sich irgendwann auch noch seine Eltern, zu denen er seit Jahren den Kontakt nahezu abgebrochen hat, wieder bei ihm und konfrontieren ihn mit einem nahezu unglaublichen Ansinnen. Insgesamt ein durchgängig interessantes, gut geschriebenes Buch mit Tiefgang, das insbesondere in der Beschreibung der diversen kuriosen Begleitumstände des medizinischen Studienverlaufs aber auch mit einem guten Maß an bitterem Humor gewürzt ist.

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  • Rezension zu "Die Normalen" von David Gilbert

    Die Normalen

    PrinzessinMurks

    06. April 2010 um 22:45

    Der in Geldnot schwebende, desillusionierte Student beschließt an einem Medikamententest teilzunehmen. Er geht in die Anstalt und testet Psychopharmaka. Welche Gruppe hat das Placebo? Und was genau soll das Zeug bewirken? Eine schöne Charakterstudie! Spannend, unterhaltsam, clever konstruiert.

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