Legenden des Krieges: Das blutige Schwert

von David Gilman 
4,0 Sterne bei16 Bewertungen
Legenden des Krieges: Das blutige Schwert
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Hart - Konsequent - Actionreich. David Gilman weiß wie man die Leser fesselt. Guter Start. Sehr empfehlenswert.

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David Gilman gab seinem Roman etwas lebendiges und schillerndes.

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Inhaltsangabe zu "Legenden des Krieges: Das blutige Schwert"

Der Geist des Kriegers lebt in seinen Taten.

England, 1346. Der junge Steinmetz Thomas Blackstone wird vor die Wahl gestellt: Entweder der Tod durch den Strick – für einen Mord, den er nicht begangen hat. Oder er schließt sich der englischen Armee an, für die König Edward dringend weitere Bogenschützen sucht. Die Entscheidung fällt ihm nicht schwer. Doch in der Normandie lernt Thomas die bittere Realität des Krieges kennen. Ritterlichkeit ist ein Kodex für bessere Zeiten. Gnade gibt es nicht – schon gar nicht in der Schlacht von Crécy, dem blutigen Kessel des Hundertjährigen Krieges …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499290763
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.07.2017

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    Isar-12s avatar
    Isar-12vor 4 Monaten
    Der Aufstieg des Langbogenschützen

    "Das blutige Schwert" ist der erste Band aus der Serie "Legenden des Krieges" von David Gilman. Erzählt wird dabei die Geschichte des jungen Steinmetz Thomas Blackstone, der in den ersten Jahren des hundertjährigen Krieges als Bogenschütze in den Reihen König Eduard III. und dem "Schwarzen Prinzen" Edward dient. Dabei ist dieses Buch im wesentlichen in drei Teile aufgeteilt. Zu Beginn wie es dazu kommt, dass Thomas und sein Bruder Richard in die königliche Armee kommen und der damit verbundene Feldzug der Engländer durch Frankreich 1346 bis hin zur Schlacht von Crécy. Der zweite Teil dann Thomas Leben auf  der normannischen Burg von Graf Jean V. d'Harcourt, wo seine schweren Verletzungen aus der Schlacht geheilt werden, seine Liebe findet und letztendlich auch zum Schwertkämpfer ausgebildet wird. Im letzten Teil des Buches sichert er dann weiteres Terrain für England und steht abermals treu ergeben seinem englischen König in der Schlacht um Calais zur Seite. Viele historische Rahmenbedingungen sind tatsächlich ähnlich gewesen. David Gilman wollte aber auch zeigen wie diese einfachen Soldaten wie die Bogenschützen zu großem Ruhm kamen und sich sogar Anerkennung und Titel verdienen konnten. Auch er lässt seinen Protagonisten eine Entwicklung durchlaufen vom "gemeinen Mann" bis hin zu einem Anführer, der sich nicht nur auf dem Schlachtfeld beweisen muss, sondern auch bei normannischem Hofe. Diese Darstellung ist im dabei gut gelungen. Zwar wird meiner Meinung nach der Feldzug und die Schlacht von Crécy vom Autor im Schnelldurchlauf dargestellt, aber im weiteren Verlauf des Buches erkennt man als Leser dass sein Fokus auf der Geschichte des Thomas Blackstone liegt. Als Auftaktroman zu der Serie "Legenden des Krieges" hat mir daher dieser Roman gut gefallen und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung Blackstones in den Wirren des hundertjährigen Krieges.

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    MichaelSterziks avatar
    MichaelSterzikvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hart - Konsequent - Actionreich. David Gilman weiß wie man die Leser fesselt. Guter Start. Sehr empfehlenswert.
    Blutige Kriegskunst?

    Die Erzfeindschaft zwischen den Königreichen England und Frankreich entfaltete seine kriegerische Wucht im 100jährigen Krieg. Die Schlacht bei Crécy war wohl der historische Anfangspunkt der langjährigen Auseinandersetzung auf dem europäischen Festland. Die Heere von König Eduard III. Von England und seinem Kontrahenten Philipp VI. von Frankreich standen sich am 26. August 1346 gegenüber – England vernichtete durch seine berühmten und berüchtigten Langbogenschützen den französischen Adel.

    Der britische Autor David Gilman beschreibt in seinem historischen Roman – Legenden des Krieges – mit dem ersten Band „Das blutige Schwert“ sehr detailgetreu diese brutale Schlacht. Dreh- und Angelpunkt seiner Geschichte ist die Laufbahn des einfachen Bogenschützen Thomas Blackstone, der sich in der Schlacht den Respekt des schwarzen Prinzen holt, und in den Ritterstand erhoben wird.

    David Gilmans Werk ist einfach gesagt: Brutal – konsequent und schonungslos erzählt er in einem sehr drastischen und sehr ausschmückenden Stil, vom (über)leben und sterben auf dem Schlachtfeld. Strategie und Taktik nehmen ebenfalls einen großen Raum ein, sodass der Leser dem Verlauf fast schon minutiös folgen kann. Das ein Krieg, brutal, grausam, blutig, und mehr ist, ist uns lange bekannt – aber so actionreich und gleichzeitig bis ins letzte schaurige Detail beschrieben, folgt man selten der Handlung. Hart und schonungslos und nichts für sensible Seelen beschreibt er die Schrecken einer Schlacht.

    Das erste Drittel des Romans ist an actionreichem Tempo kaum zu überholen, und diese Dosierung ist fast schon proportional übertrieben. Die Handlung, bzw. der Lebenslauf des Thomas Blackstones beginnt dann auch erst nach der Schlacht bei Crecy, in der er schwerste Verletzungen davonträgt und von einer französischen, jungen Adeligen gepflegt wird. Aufgenommen von einem Normannen, der auf englischer Seite steht, erlernt er ein weiteres Kriegshandwerk – die professionelle Schwertkampftechnik. Die Verwandlung, von dem einfachen Bogenschützen, zu einem ungalanten, barbarischen Ritter ist eine kleine Ruhephase in dem vorliegenden Band. Ein durchatmen in der Handlung. David Gilman versteht es ebenfalls die ruhigen Töne in der Story zu platzieren und dabei die Spannung, die Atmosphäre aufrechtzuerhalten, eine klassische Liebesgeschichte, darf dabei auch nicht fehlen.

    Im letzten Drittel des Romans kehrt die Action wieder zurück. Thomas Blackstones wirken, seine erbarmungslose, rücksichtslose Herangehensweise Konflikte mit dem Schwert zu lösen, machen ihn zu einer gefürchteten Legende bei Freund und Feind.

    David Gilmans erzählerischer Stil ist sehr direkt, manchmal sehr vulgär, dass könnte in den Nachfolgebänden zum Problem werden, denn das führt schon nahe zum Rand des erträglichen.

    Der Roman ist historisch authentisch, allerdings ist die Charakterzeichnung der Hauptfigur überdimensioniert. Thomas Blackstone ist zwar kein formvollendeter Rittersmann, ungefähr so galant wie ein ausgehobenes Grab, aber der Autor hat ihm Eigenschaften auf dem Leib geschrieben, die etwas übertrieben sind.
    Fazit

    „Legendes des Krieges – Das blutige Schwert von David Gilman ist ein fulminanter Auftakt, dieser historischen Reihe und ein Actionfeuerwerk ohne viel Konkurrenz.

    Spannende Atmosphäre mit wilden Kriegern, politischen Schachspielen und einer romantischen Liebe – David Gilmans Rezeptur ist aufgegangen und präsentiert uns einen sehr guten historischen Roman.

    Michael Sterzik

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    Fornikas avatar
    Fornikavor einem Jahr
    Mittelmäßiger Serienauftakt

    Thomas Blackstone ist Steinmetz, sorgt für sich und seinen taubstummen Bruder. Als dieser eines Verbrechens beschuldigt wird, bleibt nur der Galgen. Oder die königliche Armee, die für den bevorstehenden Krieg gegen Frankreich dringend mehr Bogenschützen benötigt. Die ungleichen Brüder finden sich schnell in vorderster Front wieder, auf dem Weg zur großen Schlacht von Crécy.

     Gilman hat thematisch bei mir voll ins Schwarze getroffen, ich fand die Geschehnisse rund um den Hundertjährigen Krieg schon immer sehr interessant. Seine Einblicke in die Welt der berüchtigten englischen Bogenschützen waren sehr spannend und aufschlussreich. Auch die Perspektive des kleinen Mannes ist sehr gelungen. Leider hat mich der Erzählstil des Autors so gar nicht angesprochen, sehr distanziert berichtet er über Blackstones Erlebnisse. Der ist mir weder sympathisch noch unsympathisch gewesen, denn leider gab es nicht viele Möglichkeiten sich mit ihm zu identifizieren. Auch die anderen Figuren wirken eher platt. Kein idealer Ausgangspunkt für die geplante Reihe, obwohl man die Figuren so zugegebenermaßen besser kennen lernen würde. Der Spannungsbogen ist ganz ordentlich gelungen, auch wenn ganz große Überraschungen ausbleiben. Zwischenzeitlich plätschert die Story leider auch etwas dahin.

    Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich den weiteren Bänden eine Chance geben soll, wirklich überzeugt hat mich dieser erste Teil nicht.

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    quatsprechevor einem Jahr
    Kurzmeinung: David Gilman gab seinem Roman etwas lebendiges und schillerndes.
    Das blutige Schwert

    Als Bogenschützin und Mediävistin habe ich natürlich schon von der berühmten Schlacht bei Crécy gehört, in der die englischen Bogenschützen ein ganzes französisches Heer ausgelöscht haben sollen. Jedoch hatte ich nie Zeit mich mehr mit dem Krieg im Frankreich des 14. Jahrhunderts zu beschäftigen. David Gilmans großartiger hirstorischer Roman weckte nun doch mein Interesse. Diese Geschichte handelt nicht nur von Krieg und Macht, sondern auch von unterschiedlichen Kulturen, die eigentlich gar nicht so verschiedene sind, und erschafft somit Legenden des Krieges.

    Der junge englische Held der Geschichte, Thomas Blackstone, wird mit seinem Bruder vor dem Galgenstrick gerettet und als gute Bogenschützen nach Frankreich in den Krieg verschifft. Doch der Job ist viel Gefährlicher, als es sich zunächst angehört hatte, denn die Schützen werden plötzlich immer in die erste Reihe gestellt oder sind auf sich selbst gestellt und Thomas muss mehr als einmal seine Wehrhaftigkeit mit dem Schwert unter Beweis stellen, das eigentlich nicht zu seinen Vorzügen gehört.

    Die Schlacht von Crécy verändert sein Leben komplett. Nachdem er mit dem Tod gerungen hatte fällt es ihm schwer zurück zu den Lebenden zu finden. Doch er entdeckt in sich eine Kraft, die ihm erlaubt einen anderen, jedoch weit erfolgreicheren Weg zu beschreiten. Und er findet eine Liebe, die geduldig und widerstandsfähig ist.

    Spannend finde ich die Zusammensetzung der kulturellen Einflüsse. Thomas ist halb Engländer, halb Franzose und kämpft in Frankreich für die Engländer, verliebt sich aber in eine Französin. Diese Französin ist außerdem fast die einzige Frau, die in diesem Buch eine Rolle spielt und die einzige mit einer Hauptrolle. Aber Gilman stellte sehr schön dar, wie gleich doch alle sind, trotz der verschiedenen Sprachen. Mensch ist Mensch und jeder kann und darf geliebt werden, egal welcher Herkunft.

    Der Konflikt, der in Thomas von Anfang an brodelte, verebbte über die Länge des Buches nicht, jedoch änderte er sich und passte sich den Umständen an. Dadurch blieb er immer bestehen und war für mich verständlich und nachvollziehbar, wurde jedoch nicht langweilig oder zäh.

    Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen, auch wenn das Thema schwer im Magen lag. David Gilman gab seinem Roman etwas lebendiges und schillerndes. Die Charaktere sind alle lebhaft und meisterhaft durchdacht. Ich freue mich auf den nächsten Teil Der ehrlose König, der heute bei Rowohlt erscheint!

    Originalbeitrag: Das blutige Schwert

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    SunshineBaby5vor einem Jahr
    Tolles Buch mit vielen Wendungen

    Mir hat dieses Buch insgesamt sehr gut gefallen. Gerade im letzten Teil kommt nochmal richtig Spannung auf und obwohl ich grundsätzlich eher keine Kriegsbücher lesen würde, bin ich jetzt richtig gespannt auf den nächsten Teil. Es ist sehr flüssig und interessant geschrieben. Die Schilderungen der Schlachten lassen die Handlung lebendig werden und man kann sich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Die Charaktere werden gut und differenziert dargestellt, ebenso die Beziehungen der Protagonisten untereinander. Was mit sehr gut gefallen hat ist auch wie sich die Beziehungen untereinander im Laufe der Geschichte entwickeln. Es ist ein tolles Buch um sich in die Zeit und den Krieg zur Zeit des Mittelalters hineinzuversetzen und sich eine Vorstellung davon zu machen, wie das abgelaufen sein mag und mit welchen Problemen und Sorgen die Menschen zur damaligen Zeit zu kämpfen hatten. Auch wie unterschiedlich die Menschen je nach Stand gelebt haben und zueinander waren.

    Es sind einige Hintergrundinformationen hinten im Buch zu dessen Entstehung zu finden. Das fand ich auch interessant und ungewöhnlich.

    Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen.

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    olga_oreschkinvor einem Jahr
    Legenden des Krieges

    Ich habe das Buch an der Seite wasliestdu gewonnen und konnte schöne Leserunde teilnehmen. Weil ich nicht so viel Zeit zu Hause wegen schönes Wetter verbracht habe, habe ich mir das Hörbuch besorgt. Es war ungekürzte Version, deshalb habe ich nichts vepasst und konnte ganz locker mit den Lesen des Buches kombinieren.
    Das Buch hat mir gleichzeitig gefallen und nicht. Ich werde anfangen damit, was mir gefallen ist. Die Kriegsszenerie sind episch, gut beschrieben, berauschen. Selbst die taktischen Verhalten gibt uns gute Vorstellung, wie die Truppenverschiebungen gewesen waren.
    Die Mut und die Einsatzbereitschaft der Kriegers entflammen. Wenn man das liest, füllt man, wie etwas drin in Seele begint man zu bewegen.
    Die Schreibweise ist gut, sehr viel Beschreibungen, dass uns die Möglichkeit gibt, der Welt des XIV Jahrhundert vorzustellen.
    Und jetzt sage ich noch ein paar Wörter über andere Teil, die mir nicht gefallen ist. Der Protagonist ist nach Meine Meinung zu gut. Er lässt uns nicht überaschen. Er kann alles ohne Probleme lernen, hat sehr gute Herz, ist bereit jedem zu helfen. Ich finde das übertrieben.
    Deswegen wusste ich nicht, wie soll ich das Buch bewerten. Danach habe ich alles verglichen und verstanden habe, dass großere Teil in dem Buch Krieg nimmt und dann habe enschieden, dass ich mit 4 Sterne das Buch bewerte.

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    Mine_Bvor einem Jahr
    Das blutige Schwert

    Der Autor David Gilman hat mit „Legenden des Krieges – Das blutige Schwert“ den Auftakt einer geplanten vierteiligen Reihe geschrieben, welche den Hundertjährigen Krieg thematisiert.

     

    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):

    England, 1346. Der junge Steinmetz Thomas Blackstone wird vor die Wahl gestellt: Entweder der Tod durch den Strick – für einen Mord, den er nicht begangen hat. Oder er schließt sich der englischen Armee an, für die König Edward dringend weitere Bogenschützen sucht. Die Entscheidung fällt ihm nicht schwer. Doch in der Normandie lernt Thomas die bittere Realität des Krieges kennen. Ritterlichkeit ist ein Kodex für bessere Zeiten. Gnade gibt es nicht – schon gar nicht in der Schlacht von Crécy, dem blutigen Kessel des Hundertjährigen Krieges …

     

    Der Schreibstil von David Gilman ist angenehm, sodass sich das recht umfangreiche Werk flüssig lesen lässt. Dabei beschreibt der Autor bildhaft die einzelnen Gegebenheiten, sodass quasi ein Bild vor dem inneren Auge entsteht. Jedoch sollte man beachten, dass das Hautthema dieser Reihe der Hundertjährige Krieg ist. Einige blutige Szenen und auch kriegerische Auseinandersetzungen werden thematisiert. Diese blutigen Details werden bildhaft beschrieben, sodass man einen guten Einblick in die Schattenseiten des Krieges bekommt. Gut gefallen hat mir auch die umfangreiche Recherche, welche man dem Buch bei jeder Seite angemerkt hat. Diesbezüglich geht der Autor nochmal in der beigefügten historischen Anmerkung am Ende des Buches ein. Ein interessanter Einblick auf das Vermischen der historischen Fakten mit der Fiktion des Autors wird gewährt.

    Gut gefallen hat mir auch, dass der Autor es auf verschiedene Weise schafft, Spannung aufzubauen. Zu Beginn des Buches erfahren wir, wie Thomas Blackstone vom jungen Steinmetz zu einem guten Bogenschützen und später sogar zum Ritter aufsteigt. Wie er sich im Krieg bewährt und welche Gefahren er meistern muss. Vielseitige Wendungen und neue Gegebenheiten werden in den Verlauf der Geschichte eingebaut, sodass der Spannungsbogen auf vielseitige Weise aufgebaut wird und aufrechterhalten bleibt. Ein interessanter Einblick wird gewährt, wie ein einfacher Mann ohne Rang und Namen den Krieg erlebt.

    Auf der Innenseite des Buchdeckels ist eine bunte und hilfreiche Karte abgebildet, welche ich gerne während des Lesens zu Rate gezogen habe. Etwas schade fand ich, dass kein Personenregister beigefügt wurde. Dieses hätte man so anlegen können, dass erkennbar ist, welcher Charakter fiktiv und welcher historisch belegt ist. Dies habe ich mich oftmals während des Lesens gefragt.

    Der Hauptcharakter in „Legenden des Krieges – Das blutige Schwert“ ist der Steinmetz Thomas Blackstone. Er ist ein sympathischer Engländer, der gutmütig und teilweise auch recht bedacht handelt. Nach dem Tod seines Vaters passt er auf seinen taubstummen Bruder auf und muss ihn vor dem Spott seiner Mitmenschen bewahren. Seine Talente, zum Beispiel dass er räumliche Gegebenheiten recht schnell einschätzen kann und zum Vorteil der Kriegsmannschaft ausnutzen kann, werden recht schnell erkannt und somit steigt er relativ schnell während des Krieges auf. Aus dem einfachen Steinmetz wird ein erfahrener Bogenschütze, der sich in der Schlacht bewährt und sich auszeichnet, sodass er zum Ritter geschlagen wird. Auch gelingt ihm alles relativ schnell, ohne dass er große Hürden meistern muss. Fast wurde Blackstone überdimensional angelegt, er muss wenige Rückschläge erleiden und lernt alles besonders schnell. Dies fand ich etwas schade und hat meinem Lesevergnügen einen kleinen Abbruch getan. Einige Nebencharaktere werden auch interessant und vielseitig gestaltet – eine klare Schwarz- Weiß- Zeichnung wird oftmals vermieden, was mir gut gefallen hat. Gut gefallen hat mir auch, dass zwar eine Liebesgeschichte in die Handlung mit eingebaut wird, diese aber nicht in den Vordergrund gerückt wird. Sie wird eher nebensächlich behandelt, sodass diese nicht allzu viel Raum einnimmt.

    Etwas schade fand ich auch, dass die Hintergründe des Krieges recht knapp abgehandelt werden. Das einfache Leben des Volkes steht im Vordergrund des Buches. Dies fand ich auch interessant und hat einen spannenden Einblick in das alltägliche Leben gewährt, dennoch hätte ich mir manchmal gewünscht, dass die Hintergründe des Hundertjährigen Krieges und vielleicht auch das politische Geschehen ein bisschen intensiver thematisiert worden wären.

     

    Insgesamt hat David Gilman mit „Legenden des Krieges – Das blutige Schwert“ einen spannenden und informativen Auftakt geschrieben, welcher über den Hundertjährigen Krieg berichtet. Auf Grund ein paar kleinerer Schwächen möchte ich 4 Sterne vergeben.

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    Diana182vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessant zu lesen, aber der Romanheld ist etwas zu glatt
    Historischer Roman mit einem Superhelden

    Das Cover zeigt ein großes Schwert über einem Kriegsschauplatz. Dazu passend der Titel des Buches. Aber auch die Fülle des Buches macht direkt aufmerksam und man greift einfach danach und beginnt darin zu Blättern. Am Anfang wird man von einer Karte erwartet, welche die damalige Landschaft darstellt und dem Leser etwas unter die Arme greift.´


    Die Buchbeschreibung klingt ebenfalls sehr interessant und man beginnt umgehen mit dem lesen.


    Eigentlich lese ich sehr gerne dickere Bücher und lasse mich von vielen Seiten auch nicht abschrecken. Dennoch hatte ich anfangs etwas Probleme in den Roman zu finden. Manchmal las ich nur vereinzelt ein paar Abschnitte und verbannte das Buch wieder auf den Nachtischt. Die Konzentration wollte sich einfach nicht einstellen. Doch nach ein paar Seiten war die anfängliche Hürde überwunden und man konnte sich prima auf die Geschichte einlassen und nun mehr lesen.


    Die Charaktere werden allesamt sehr gut und authentisch gezeichnet. Auch die Hauptfigur Thomas wird schnell sympathisch und menschlich dargestellt. Doch irgendwie wirkt der dann und wann zu glatt. Alles fällt ihm „in den Schoß“ und was er nicht direkt kann, wird problemlos erlernt. So steigt er auf vom einfachen Steinmetzlehrling zum Heeresführer. 


    Der Autor hat einen angenehmen, flüssigen Schreibstil, der die Geschichte sehr bildhaft erzählt. Man hat direkt eigene Bilder vor den inneren Augen und kann sie die Landschaft der damaligen Zeit bestens vorstellen. Auch die Spannung wird gut gehalten und stets noch ein Stückchen angehoben. Zwar hatte man hier und da schon leise Vermutungen, was als nächstes passieren könnte, dennoch hielt der Autor ein paar Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen parat.


    Das Ende wird dann noch mal richtig spannend und hält einige offene Fragen für die nun folgenden Bände parat.


    Mein Fazit:
    Ein interessanter Roman über den 100 Jährigen Krieg, der sehr viel historische Punkte anspricht und erläutert. Der Roman war sehr lesenswert, dennoch weiß ich  noch nicht genau, ob ich nun unbedingt weiter lesen muss. Das Buch hat mir gefallen- umgehauen hat es mich allerdings nicht.

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    echvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungener Auftakt einer Reihe über den 100-jährigen Krieg
    Gelungener Auftakt einer Reihe über den 100-jährigen Krieg

    Der englische Autor David Gilman legt hier den insgesamt gelungenen und vielversprechenden Auftakt einer 4-teiligen Serie über den 100-jährigen Krieg vor, der mich trotz leichter Schwächen gut unterhalten und zudem davon überzeugen konnte, auch die weiteren Bände zu lesen.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Steinmetz Thomas Blackstone, der sich im Jahre 1346 zusammen mit seinem taubstummen Bruder Richard gezwungenermaßen den Truppen des englischen Königs Edward anschließt, als Richard beschuldigt wird, eine junge Frau ermordet zu haben. Auf dem Feldzug durch den Normandie lernen Thomas und sein Bruder die Grauen des Krieges kennen und müssen schon bald erbittert und rücksichtslos um ihr Überleben kämpfen.

    Dem Autoren gelingt es mit seinem packenden Schreibstil, den bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino mächtig ankurbeln, und seinem fundierten Wissen zu den geschichtlichen Hintergründen die brutale und unbarmherzige Zeit des Mittelalters vor dem geistigen Auge seiner Leser entstehen zu lassen. Mit einem hohen Erzähltempo, einer gut konstruierten Geschichte, die mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet, und einem nahezu durchgängigen Spannungsbogen, der nur im letzten Abschnitt stellenweise ein wenig durchhängt, lässt er seine Leser am Leben und Leiden des Thomas Blackstone teilhaben.

    Die zahlreichen Protagonisten des Buches sind zwar insgesamt gut und glaubwürdig charakterisiert, allerdings wird die Hauptfigur dabei streckenweise fast schon zu einer Art Superheld hochstilisiert. Dies nimmt dem Aufstieg des einfachen Steinmetztes zum Bogenschützen und später dann zum Ritter ein Stück weit seine Glaubwürdigkeit. In der Figur und seinen zahlreichen Schicksalsschlägen steckt noch einiges mehr an Potential, das in diesem Band (noch ?) nicht vollständig genutzt wird.

    Trotz dieses leichten Kritikpunktes überwiegen aber die positiven Eindrücke des Buches bei weitem. Wer an historischen Romanen im allgemeinen und an Geschichten aus dem Mittelalter im speziellen Gefallen findet, wird hier bestens unterhalten.  

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    PMelittaMvor einem Jahr
    Viel versprechender Reihenauftakt

    England 1346: Thomas Blackstone zieht als Bogenschütze mit den Truppen König Edwards gegen den französischen König.

    Oft stammen die Protagonisten solcher Romane aus dem Adel, wenn sie auch oft verarmt oder nicht legitim sind, hier gibt es einmal einen, der aus den niederen Ständen kommt. Natürlich kommt auch dieser Roman nicht ohne Personal aus höheren Ständen aus, und Bogenschützen waren wertvoll, aber er zeigt eben auch die Zeit und vor allem den Krieg aus der Sicht einfacher Menschen. Das gefällt mir gut.

    Mir bot der Roman viele Überraschungen, ich hatte einen ganz anderen Verlauf der Geschichte erwartet. So stehen letztlich nicht nur die Schlachten im Vordergrund, sondern es gibt ein recht breitgefächertes Szenario. Ein bisschen gestört hat es mich, als eine Frau unter all den Männern auftauchte (nicht schon wieder eine Liebesgeschichte, dachte ich), doch dieser Handlungsstrang passt sich gut ein und drängt nicht in den Vordergrund. Natürlich bleibt es auch nicht bei der einen Frau, jedoch sind Frauen naturgemäß bei diesem Thema eher am Rande zu finden.

    Die Charaktere gefallen mir durchgehend gut, ich kann sie mir alle gut vorstellen und Schwarz-Weiß-Zeichnung wird weitgehend vermieden. Leider gibt es kein Personenregister, so dass man selbst herausfinden muss, welche Charaktere wohl historisch verbürgt und welche wahrscheinlich nur fiktiv sind. Das ist ein bisschen schade, auch wegen der Fülle an Personen, die kommen und gehen und oft nicht überleben, wäre ein solches Register sinnvoll gewesen. Auch ein Glossar habe ich vermisst, wobei es am Ende doch nicht so viel war, was ich hätte nachschlagen wollen. Dafür gibt es zwei nützliche Karten, eine zeigt den Weg der Engländer, die andere die Schlachtaufstellung bei Crécy, der Schlacht, die nicht nur für Thomas entscheidend war.

    Der Autor arbeitet sehr gut heraus, was ein Krieger damals leisten musste, überhaupt fühle ich mich durch den Roman sehr gut in das Geschehen und die damalige Zeit versetzt, erzählt wird sehr plastisch und fesselnd, allerdings nicht ganz ohne Klischée, ich denke da z. B. an die Wildschweinjagd, die für mich keine Überraschungen bot. Im Anhang gibt es historische Anmerkungen des Autors, die ich sehr interessant finde.

    Der Roman ist erste Band einer Reihe, im Original sind bereits 4 Bände erschienen, die auf Deutsch nach und nach veröffentlicht werden. Dennoch hat dieser Band ein Ende ohne Cliffhanger, so dass man ihn zufrieden aus der Hand legen kann. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter lesen, denn ich bin gespannt, wie es mit den Charakteren weitergeht.

    Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich wurde gut unterhalten. Ich empfehle den Roman gerne weiter, vor allem an jene, die gut recherchierte Romane dieser Epoche mögen, und vergebe 4,5 Sterne, die ich aufrunde.

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    Ein schonungsloses Buch, das seinen Lesern kein blutiges Detail der mittelalterlichen Kriegsführung erspart. Garantiert werden die Leser mehr von diesem Autor hören wollen.

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