Legenden des Krieges: Der einsame Reiter

von David Gilman 
4,6 Sterne bei7 Bewertungen
Legenden des Krieges: Der einsame Reiter
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Harter historischer Roman. Brutal und sehr blutig. Dramatisch, aber wenig überraschend. Spannend allerdings und hochklassigen.

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Er ist nicht nur gefüllt voller Gewalt und Tod, sondern auch voller Hoffnungslosigkeit.

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Inhaltsangabe zu "Legenden des Krieges: Der einsame Reiter"

Ehre ist ein Kodex für bessere Zeiten.
Die Toskana, 1358. Weil Thomas Blackstone gegenüber dem französischen König keine Gnade walten lassen wollte, verbannte ihn König Edward ins Exil. Nun führt Thomas sein Schwert für Florenz: als Söldner, gegen die Visconti von Mailand. Da erreicht ihn die obskure Nachricht eines Boten: Der König von England erwarte ihn, er habe keine Gefahr zu fürchten. Thomas befürchtet eine Falle, aber er macht sich trotzdem auf den Weg zu seinem König – und der führt über die verschneiten Alpen, durch das berüchtigte Tor des Todes. Doch das wahre Grauen erwartet ihn erst dahinter …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499290992
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:17.11.2017

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    Isar-12s avatar
    Isar-12vor 4 Tagen
    Ehre ist ein Kodex für bessere Zeiten

    "Der einsame Reiter" ist der dritte Band aus der Legenden-des-Krieges-Reihe von David Gilman. Dieser Band knüpft nahtlos an die Ereignisse des vorherigen Teil an. Thomas Blackstone wurde wegen seines Angriff auf den französischen König verbannt und er muss sich als Söldner sein Brot verdienen. Im Dienste Florenz kämpft er dabei gegen die Visconti aus Mailand, als ihn neue Nachricht aus England erreicht. Erneut macht er sich auf den beschwerlichen Weg nach England, auch in der Hoffnung seine Familie wieder zu sehen. Und so tritt er wieder in den Dienst der Krone und zieht erneut mit einem schwierigen Auftrag nach Frankreich. Gilman gelingt es auch hier eine Episode des hundertjährigen Krieges spannend darzustellen und man fiebert mit dem Protagonisten mit. Packende und brutale Kampfszenen lassen einen den Atem anhalten und man spürt die ganze Grausamkeit dieser Zeit. Thomas Blackstone und seine Mitstreiter geraten immer wieder zwischen die Fronten, deutlich spürt man wie die Menschen Spielbälle von Königshäusern in dieser Zeit waren. Bauernaufstände werden ebenso gnadenlos niedergeschlagen, wie auch Heere sich immer wieder in Stellung bringen. Und am Ende muss auch Thomas Blackstone einen sehr schmerzhaften und bitteren Preis zahlen. Diese dritte Band war für mich wieder ein Pageturner und David Gilman avanciert mittlerweile bei mir unter meinen Lieblingsautoren im Bereich "Historische Romane".

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    MichaelSterziks avatar
    MichaelSterzikvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Harter historischer Roman. Brutal und sehr blutig. Dramatisch, aber wenig überraschend. Spannend allerdings und hochklassigen.
    Brutal und wo ist die Unschuld?!

    Der 100jährige Krieg zwischen dem englischen und französischen Königreich war ein gewalttätiges Ereignis. Ein Krieg deren Opfer nicht nur Ritter, Söldner und einfache Soldaten waren, sondern auch die zivile Bevölkerung einen hohen Blutzoll ausrichten musste.

    Baronate und Grafschaften, die je nach Lage des Krieges die Hoheiten wechselten, die katholische Kirche, die zumeist ihre weltliche Macht und ihren Einfluss auf die Herrscher vergrößern wollen. Unendliches Leid für die Bauern, und selbst Städte waren vor marodierenden Söldnern und Siegern nicht sicher. Doch auch im südlichen Europa, in Italien gab es zwischen den kleineren Königreichen kriegerische Auseinandersetzungen.

    David Gilman schleudert seinen Protagonisten Thomas Blackstone ins Exil nach Italien. Als Söldner verpflichtet, geht der Krieg für ihn und seine Freunde blutig weiter. Doch sein blutbefleckter Streifzug endet, als ihn eine Nachricht erreicht um wieder für seinen König zu kämpfen. Über die verschneiten Alpen geht es zurück, auch zu Frau und Kind – aber das Grauen verfolgt und holt ihn ein....

    Der Schreibstil, der Ausdruck, sein Stil und nicht zuletzt, die atmosphärische Spannung, die der britische Autor hier zeigt, erinnert sehr an Bernard Cornwell. Sicherlich hat jeder seine persönliche Note, doch stilistische Werkzeuge werden sehr ähnlich verwendet.

    Der dritte Band der Reihe: „Legenden des Krieges – Der einsame Reiter“ ist wie seine beiden im Rowohlt Taschenbuchverlag erschienen Titel hochklassig. Spannung in jedem Kapitel, abwechslungsreiche Perspektive und inhaltliche gute Dialoge sind der Grundstein für einen erfolgreichen Roman. Die Atmosphäre des Titels ist nicht nur bühnengerecht spannend, sondern auch voller Dramatik.

    In diesem Roman ist natürlich auch ein persönlicher Erzfeind des Thomas Blackstone vertreten und damit auch die gute, alte Rache, die der Story aber gut tut und bis zuletzt an Wucht nichts verliert. David Gilman schreibt allerdings ähnlich wie sein berühmter Kollege, sehr drastisch. Nicht nur, dass Thomas Blackstone konsequent auftritt und brutal tötet ,wirkt manchmal schockierend, sondern auch die Strafen und Hinrichtungen sind an geschilderter Brutalität manchmal schwer zu verdauen. Das schreckliche daran ist ebenfalls, dass sich diese Grausamkeiten, nicht der Autor fiktiv ausgedacht hat, sondern tatsächlich so von dem damaligen Adel ausgeübt wurden.

    Die Erzfeindschaft und überhaupt, dass Verhältnis dieser beiden Königshäuser, wird gut thematisiert, aber verliert an Gewichtung, da der Autor sich eher auf das Schicksal von Thomas Blackstone fokussiert. Auch der Aufstand der Bauern, der einfachen Bevölkerung, die sich gegen ihre „Herren“ erheben wird aufgegriffen und gehört mit zu den Kapiteln, die höchst spannend erzählt werden. Man kann ja durchaus Sympathie für die Bevölkerung und ihre Motive entwickeln, aber auch diese begehen Kriegsverbrechen an Frauen und unschuldigen Kindern, die schockieren. Im Krieg gibt es halt keine unschuldigen, nur Opfer und Täter – alle schuldig.

    Es wird auch nach diesem schockierenden, aber wichtigen und richtigen Ende der Handlung, noch weitere Bände geben. Die Darstellung und Entfaltung von Thomas Blackstone wird hier offenbar weitergeführt, wie – dass bleibt hier die große Frage.


    David Gilman gibt nicht nur dem Krieg ein realistisches Gesicht, sondern schafft es auch, die Charaktere auf solide Entwicklungsbahnen zu lenken. Nein – Philosophie gehört nicht dazu – aber Ehre, Freundschaft, Mut und Aufopferung – davon ist hier die Rede.

    Fazit

    „Legenden des Krieges – der einsame Reiter – von David Gilman ist ein Pageturner im Genre gewalttätiger „historischer“ Roman. Brutal wie eine Streitaxt, fein erzählt wie ein gut geschmiedetes Schwert und mit Intrigen und Rache gerüstet – was will man mehr?

    Absolute Empfehlung für alle Leser, die schon gute Erfahrungen mit Bernard Cornwell machen konnten. Großartig.

    Michael Sterzik

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    quatsprechevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Er ist nicht nur gefüllt voller Gewalt und Tod, sondern auch voller Hoffnungslosigkeit.
    Der einsame Reiter

    Die Geschichte des einsamen Reiters setzt etwa ein Jahr nach dem Ende des zweiten Bandes ein. Thomas Blackstone wurde von seinem König als vogelfrei erklärt und verdient sich seitdem mit seinen treuen Gefährten den Unterhalt als Söldner. Doch seine Feinde haben ihn nicht vergessen und planen längst seinen Untergang.

    Als eine Botschaft des lange verstorbenen englischen Königs bis zu Blackstone durchdringt, sorgt diese für Turbulenzen, denn warum sollte ein toter König eine Nachricht schicken? Wer bemächtigte sich des Siegels? Oder ist eine Botschaft darin versteckt, die niemand zu entschlüsseln vermag? Trotz dieser ganzen Fragen bricht Thomas mit seinen Männern auf um dem Ruf des Königs zu folgen.

    Doch der Weg ist steinig, denn viele Drahtzieher würden den ehemaligen Bogenschützen lieber Tod sehen. Am Ende des Weges, den Thomas wieder einmal meistert, wartet nicht nur der Tod auf ihn, sondern Möglichkeiten. Nur um dann von dem französischen Mob verschlungen zu werden. Und ganz nebenbei holt er sich selbst die giftigste Schlange ins Nest.

    Ich muss zugeben, dass ich nicht so viel Freude bei diesem Teil hatte. Er ist nicht nur gefüllt voller Gewalt und Tod, sondern auch voller Hoffnungslosigkeit. Ein paar gute Momente gab es, die aber jedesmal wieder zunichte gemacht wurden. Passagen, in denen wenig passierte, wurden in die Länge gezogen. Und der ständige Sichtwechsel der Protagonisten in einem Abschnitt ist für mich ein absolutes Tabu. In einem Absatz wechselte die Perspektive zwischen Thomas und seinem Feind, ohne dass es eine Pause dazwischen gab.

    Wenn ich diesen Band mit dem ersten vergleiche, verstehe ich die Entwicklung nicht. Ich hatte so viel Spaß mit dem ‚Blutigen Schwert‘, es war herausragend! Der neue Band hat damit nichts mehr gemeinsam. Ich bin sogar ziemlich enttäuscht von dem Ergebnis. Ich hoffe einfach, dass es wieder besser wird.

    Originalbeitrag: Der einsame Reiter

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    Lilyfieldsvor 9 Monaten
    Es geht spannend weiter

    er dritte Band knüpft die Geschichte nahtlos an die vorherigen Bücher an, weswegen man hier gleich sagen sollte das man unbedingt die anderen beiden Bändde gelesen haben muß. Was aber bei einer längeren Buchreihe ja sowieso Voraussetzung ist.

    David Gilman erzählt seine Geschichte wieder sehr anschaulich, verständlich und historisch (größtenteils) korrekt. Besonders gefallen dürfte hier der längere Teil am Ende des Buches, wo konkret nochmal auf einzelne historische Begebenheiten eingegangen wird. Dies hat mir schon in den beiden Vorgängern sehr gut gefallen.
    Die Geschichte ist auch wieder äußerst spannend geschrieben, so das man oft an den Punkt kommt, das Buch nicht aus der Hand legen zu können, weil man wissen will wie es weitergeht. Wer sich für Action und Intrigen mit historischem Hintergrund interessiert muß dieses Buch (und seine beiden Vorgänger) unbedingt lesen. Ein Ende der Story ist auch noch nicht gegeben da im Januar der nächste Band herauskommt.

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    nirak03s avatar
    nirak03vor 9 Monaten
    Das Leben von Thomas Blackstone geht spannend in die nächste Runde

    Der einsame Reiter ist nun schon Band 3 dieser großartigen Geschichte. Es ist immer noch spannend zu lesen. Eigentlich hätte ich gedacht, es würde nun langsam langweilig werden, aber das Gegenteil ist der Fall. Thomas Blackstone ist einfach ein Charakter mit vielen Eigenschaften, der immer wieder für eine Überraschung gut ist.

    Nachdem der ehemalige Bogenschütze ja von seinem König in die Verbannung geschickt wurde, kämpft er nun als Söldner in Italien und ist dabei wie gewohnt erfolgreich. Aber es ist auch nicht unbedingt sein Ziel, so sein Leben zu fristen. Als ihn dann der Ruf erreicht, er möge nach England kommen, zögert Thomas nicht und macht sich mit einigen Gefährten auf den Weg.

    Gilman bleibt sich mit seinem Erzählstil treu und so ist auch die Sprache wieder recht derb und die Sprüche der Männer manchmal schon ziemlich heftig. Ich finde aber, dass es durchaus passt, wie hier die Bogenschützen untereinander miteinander umgehen. Es wirkt authentisch. War Thomas in den Vorgängerbänden noch als strahlender Held zu bezeichnen, kommt nun für ihn eine Zeit, wo auch er mit Missgeschicken zu rechnen hat und nicht immer alles so läuft, wie er es gern gehabt hätte. Dadurch bleibt es aber eben auch spannend zu lesen. Ich habe hier eine Geschichte gelesen und vor allem von Geschehnissen, die mir so nicht bekannt gewesen sind. Gilman erzählt eben, wie es gewesen ist, als das Land (Frankreich)im Chaos versunken war. Was es bedeutete, wenn der eigene König in Gefangenschaft lebt und die Regierung mehr oder weniger machtlos ist. Der Aufstand der Jacquerie wird hier detailreich geschildert.

    In einem ausführlichen Nachwort klärt der Autor Fiktion und Wahrheit. Spannend zu lesen. Ein Personenregister zu Beginn sorgt schon dafür, dass man den Überblick über die Protagonisten behält.

    „Legenden des Krieges Der einsame Reiter“ hat mich genauso in den Bann gezogen, wie seine beiden Vorgänger und ich bin jetzt neugierig, wie das Leben von Thomas Blackstone wohl weitergeht. Was kommt als Nächstes? Diese Reihe schildert eindrucksvoll eben aus der Sicht dieses Ritters aus der ersten Hälfte des 100. jährigen Krieges. Wie schlimm dieser Krieg war und was er für die Menschen bedeutet hat, wird hier ungeschönt erzählt. Thomas geht durch diese Schrecken und der Leser bekommt den Krieg hautnah mit.  

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    smutcops avatar
    smutcopvor 17 Tagen
    RalfderPreusses avatar
    RalfderPreussevor 9 Monaten

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    Schonungslos! Hier wird den Lesern kein blutiges Detail der mittelalterlichen Kriegsführung erspart. Garantiert werden die Leser mehr von diesem Autor hören wollen.

    David Gilman ist ein Meister. Seine Bücher sind minutiös recherchiert, historisch korrekt und gleichzeitig packend und spannend. Er schreibt in derselben Liga wie Bernard Cornwell.

    So gut sind die Szenen, dass man von tiefster Traurigkeit in Übelkeit und Erleichterung gestürzt wird, so schnell die Augen eben lesen können. Diese Kunst zu schreiben hebt das Buch von der Masse ab.

    Wenn Sie nur einen historischen Roman in diesem Jahr lesen, nehmen Sie diesen. Dieses Buch wird Gilman eine begierige Leserschaft bescheren, die ihren unersättlichen Hunger nach historischen Actionromanen stillen will. Großartig.

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