Legenden des Krieges: Der große Sturm

von David Gilman 
4,5 Sterne bei4 Bewertungen
Legenden des Krieges: Der große Sturm
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Im Grunde geht die Geschichte genau so weiter, wie sie verlaufen musste.

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Wer Bernard Cornwell gerne liest - sei Herzlich Willkommen. Sehr, sehr ähnlich nur ein ganzes Stück brutaler. Sehr Empfehlenswert.

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Inhaltsangabe zu "Legenden des Krieges: Der große Sturm"

Die Ritterlichkeit stirbt mit dem ersten Hieb.
Frankreich, 1360. Im Dienste der englischen Krone kämpfen sich Thomas Blackstone und seine Männer bis nach Paris vor. Doch die Hauptstadt ist uneinnehmbar. Allerdings besteht der Prinz von Wales darauf, die ungeschützten Vorstädte dem Erdboden gleichzumachen. Thomas sieht dem Gemetzel angewidert zu – bis ein gewaltiger, vernichtender Sturm aufzieht. Er bewirkt, dass sich die beiden Königreiche wieder aufeinander zubewegen. Während der Verhandlungen bietet sich Thomas eine einmalige Chance: Er erhält den Auftrag, nach Mailand zu reisen – und sieht die Zeit seiner Rache gekommen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499291005
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:24.01.2018

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    quatsprechevor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Im Grunde geht die Geschichte genau so weiter, wie sie verlaufen musste.
    Der große Sturm

    Nach dem etwas ruppigen und dramatischen Ende des vorherigen Teils ist ein Jahr vergangen. Thomas Blackstone hat sich aufgerappelt und sinnt auf Rache. Doch der englische König hat andere Pläne für ihn. Gut ist, dass er seine Rachepläne wohl dadurch in die Tat umsetzen kann. Und dann trifft er auf die Hexe.

    Thomas Blackstone hat sich verändert. Nachdem seine Tochter und seine Frau abgeschlachtet wurden, fiel er in ein tiefes Loch. Doch das Leben geht weiter und der englische König benötigt einen seiner besten Männer im Krieg gegen die französische Krone. Doch Thomas ist ruhig geworden. Ruhig und wütend. Und noch erbarmungsloser, was seine Prinzipien angeht.

    Nachdem er auf die Heilerin Aelis trifft, spürt er, dass sein Herz noch nicht ganz zu Stein erstarrt ist, doch sein Geist ist hart wie Granit. Die ungewöhnliche Frau bringt Unruhe in seine Truppe, lässt viele an sich zweifeln und scheint nicht nur für Thomas eine Prüfung zu sein. Und doch ist sie am Ende der Trumpf, ohne den alle Leben verbraucht gewesen wären.

    Im Grunde geht die Geschichte genau so weiter, wie sie verlaufen musste. Thomas scheint mir ein immer mehr wie ein bretonischer Abklatsch von Bernard Cornwells Uthred zu sein: Ein wütender, einsamer Superkämpfer, immer am Rande des Todes, den Kampf suchend, mit unerhörtem Glück und mit einem Ohr vom König gehört. Das Intermezzo mit Aelis war spannend und hat eine Wendung in die Geschichte gebracht – aber genau das gleiche gab es auch in der Uthred-Saga.

    Da ich die Saga von Bernard Cornwell sehr mag finde ich den Vergleich jetzt nicht allzu schlimm. Aber leider ist es auch nichts neues mehr. Spannender hätte ich es gefunden, wenn Thomas bei seinem Bogen geblieben wäre. Warum der Break am Anfang gemacht werden musste, ist mir noch nicht ersichtlich geworden. Schwertschwingende Superritter gibt es nun wirklich schon genug. Etwas Neues wäre wünschenswert gewesen. Aber mit dem Klassiker liegt wohl kein Autor daneben.

    Im Ganzen ist die Geschichte von Thomas Blackstone traurig und düster. Der Abenteuersinn ist verschwunden, kein Heldentum ist geblieben. Es geht nur noch um Rache, Vergeltung und Mord. Es ist bis zum Schluss guter Schreibstil, hinterlässt aber keinen entspannten Eindruck, sondern eher Furcht vor dem, was noch kommen muss.

    Originalbeitrag: Der große Sturm

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    MichaelSterzikvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wer Bernard Cornwell gerne liest - sei Herzlich Willkommen. Sehr, sehr ähnlich nur ein ganzes Stück brutaler. Sehr Empfehlenswert.
    Rücksichtloser Schrecken

    Der britische Autor David Gilman veröffentlichte nun im Verlag Rowohlt den neuesten Titel um seinen Helden Thomas Blackstone. Es ist der vierte Teil einer noch nicht abgeschlossen Reihe.

    Der 100jährige Krieg zwischen den Erzfeinden der beiden Königreiche England und Frankreich geht in die nächste unerbittliche Runde. David Gilman spricht eine allzu deutliche Sprache und er rechnet ab – mit vielen Vorurteilen und Klischees, die wir aus Film und Fernsehen kennen. Die Ritter – meist stolze, edle Recken getrieben von moralischen Werten, gesteuert von Ehre, manchmal sogar mit Verstand – in seiner Reihe interpretiert er die Ritterlichkeit authentisch. Die edlen Recken sind bei dem Autor nichts anderes als egozentrische, brutale und rücksichtslose Kämpfer. Getrieben von der Gier nach Beute und der Aussicht mit dem Ruhme und der Ehre ganz nebenbei sich bei ihrem König zu profilieren. Vielleicht gibt es ja noch einen netten Adelstitel und ein Stück Land, dass man auspressen kann.

    Ich will nicht sagen, dass alle Ritter so wunderbare, sozial eingestellte Kämpfer waren. Sicherlich gab es auch Männer, die den Ehrenkodex etwas mehr lebten und diesen nicht in Richtlinien interpretierten. David Gilman gibt dem Krieg eine brutale Fratze. Auch Gewinner einer Schlacht können rücksichtslos sein und den Schrecken und das Elend der Zivilbevölkerung eher verschlimmern. Nach unseren Maßstäben können wir Entscheidungen und Motive nur sehr schwerlich nachvollziehen.

    David Gilman verwendet manchmal auch eine herbe Sprache, aber die ist der Situation und ihren Protagonisten angemessen. Überhaupt und sowieso legt der Autor viel Wert auf die Entwicklung seiner Charaktere. Thomas Blackstone – ist nach dem gewaltsamen Tod seiner Tochter und seiner Frau kalt und unberechenbar geworden. Sein Charakter wurde mit Blut, Tränen und einer verdammten Wut in den Schlachten geschmiedet. Relativ rhetorisch unbewaffnet hat er auch wenig Talent für die Diplomatie und so stößt er jedem vor dem Kopf, auch gerne gekrönten Häuptern.

    In „Der große Sturm“ wird ebenfalls auch gerne wiederholt auf das Leben und Sterben der Zivilbevölkerung eingegangen. Auch diese waren nicht immer Unschuldslämmer und nahmen sich gerne, was sie kriegen konnten, selbst wenn es das denunzieren von Heilkundigen war. Der Glaube an schwarze Magie und teuflische Hexerei ist einer der Nebenhandlungen in dem vorliegenden Roman.

    Es gibt wenige Autoren – die den Verlauf einer Schlacht so authentisch, und sprichwörtlich gewaltig wiedergeben können. Sein Kollege Bernard Cornwell ist einer dieser Autoren – David Gilman allerdings toppt das manchmal. Trotz all dieser blutigen und brutalen Szenarien, driftet der Autor nicht in überzeichnete Schilderungen ab. Immer wieder blitzt die Menschlichkeit und der Verstand auf, immer wieder klopft das Gewissen an. Diese Abwechslungen geben der Handlung den besonderen Flair, die besondere Stimmung, der man sich nicht entziehen kann.

    Historisch betrachtet macht David Gilman alles richtig. So wie es auch sein muss – verwendet der Autor historische Ereignisse und baut diese passgenau und unterstützt mit fiktiven Personen ein.

    Man kann sicherlich noch weitere vier Bände und mehr schreiben und Thomas Blackstone den 100jährigen Krieg ausleben lassen. Doch hoffentlich wird dies nicht geschehen. Thomas Blackstone ist „erwachsen“ geworden, seine Seele dürfte in mehr wie ein Teil gesplittert sein. So hoffe ich doch, dass diese Reihe zeitnahe ein Ende finden wird. Gerne mit einem grandiosen Schrecken – aber immer noch besser, als wenn der Protagonist sich selbst und die Spannung überholt.

    Im September 2018 geht es mit dem Titel: „Das zerrissene Land“ weiter. Wir dürfen also weiterhin gerne beobachten wie Thomas Blackstone und seine posttraumatischen Wunden nicht behandelt werden und sein Wolfsschwert Tod und Verderben bringt.

    Fazit

    „Legenden des Krieges – Der große Sturm“ von David Gilman ist ein brutal, gutes Buch. Rücksichtslos spannend und emotional wie ein Richtschwert. Trotz allem ein Pageturner.

    Michael Sterzik





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    nirak03vor 7 Monaten
    „Der große Sturm“ hält was er verspricht

    Thomans Blackstone befindet sich wieder in Frankreich. Es ist das Jahr 1360. Er hat die Aufgabe, die Städte rund um Paris zu erobern, und zwar um jeden Preis. Der Ritter ist von dem Vorgehen der Truppen wenig begeistert, aber er hat keine Wahl. Er steht treu zu seinem König. Doch dann bekommt er einen unerwarteten Auftrag und sieht seine Chance gekommen, endlich Rache nehmen zu können. Sein Weg führt ihn ein weiteres Mal in Richtung Mailand.


    Mit dem Teil „der Große Sturm“ liegt bereits der 4. Band der „Legenden des Krieges“ vor. Das Leben des Ritters Thomas Blackstone aus England wird hier gründlich beleuchtet. Es ist jetzt das Jahr 1360, England befindet sich mitten im 100 jährigen Krieg gegen Frankreich. Die Schlachten werden nicht weniger. Im Gegenteil. Eigentlich sollte man denken, so langsam wäre alles erzählt und die Taten wiederholen sich, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Geschichte wird immer spannender und nervenaufreibender. Die Schwerter haben sozusagen keine Zeit Rost anzusetzen.


    Gerade in diesem Teil geht die Handlung rasant voran. Wobei der Augenmerk nicht unbedingt nur auf dem Ritter liegt. Auch seine Gefährten haben ihre Momente. Momente, in denen sie alles zeigen, was in ihnen steckt. Aber auch Moment die einen beim Lesen auch mal schlucken lassen und man sich fragt, musste das jetzt wirklich sein? Der Autor hat eben das Leben dieser Männer so geschildert, wie es gewesen sein könnte. Er hat dabei alle Höhen und Tiefen ausgelotet und Spannung erzeugt. Thomas und seine Gefährten haben viel durchzustehen, aber sie meistern alles gemeinsam. Diese Truppe ist so richtig zusammen gewachsen und führen die Leser gemeinsam durch diese Tage in Frankreich. Der Erzählstil Gilmanns ist dabei angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn die Sprache schon reichlich derb ist. Sie passt aber einfach zu der Geschichte und den Menschen.


    Mir hat dieser Teil richtig gut gefallen. Ich halte ihn sogar für den bis jetzt besten Teil dieser Reihe. Ich konnte das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen und war dann doch überrascht, wie schnell ich wieder am Ende angekommen war. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn es im Sommer mit Band 5 weitergeht und Thomas wieder sein Schwert schwingen darf.  

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    Kathaaxds avatar
    Kathaaxdvor 8 Monaten
    Spannend bist zum Schluss

    Ein sehr spannendes Buch und vorallem auch spannendes Buch. Schon allein die Tatsache dass das Buch im Jahre 1360 spielt, hat mich ganz schön neugierig gemacht. Und dann noch in Frankreich. Bis die Reise dann nach Mailand geht. Dieses Buch ist auch der vierte Band einer Reihe und ich finde, man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen. Jede Geschichte hat seine eigene Handlung, so kam es mir zumindest bei diesem Buch vor. Vorallem ist der Hauptaugenmerk dabei der Krieg. Hierbei dreht es sich die meiste Zeit um die Schlachten, die gewonnen werden müssen. Aber auch die Reise, in der man Thomas Blackstone begleitet, ist sehr interessant. So begleitet man ihn von Frankreich nach Mailand, durch ganz Europa. Aber dabei muss er auch kleine Abenteuer bewältigen. Den was wäre eine Reise, ohne Steine im Weg. Das Buch hat mich keineswegs gelangweilt, obwohl es mit seinen 640 Seiten doch verhältnissmäßig dick ist. Trotzdem kamen immer wieder Überraschungen und Wendungen in diesem Buch, was einfach die Spannung aufrecht erhielt. 

    Der Hauptcharakter in diesem Buch ist Thomas Blackstone. Wie schon oben geschrieben, begleitet man ihn in seiner Reise. Für mich wirkte er tapfer und mutig, aber auch egozentrisch. Ich konnte mich wirklich nicht entscheiden ob ich ihn symphatisch finden sollte oder nicht. Aber letztendlich war er mir symphatisch. Er hatte die ganze Zeit die befürchtung, das jemand Rache an ihm nehmen will. Dadurch konnte ich auch das Buch nicht zur Seite legen. Den ich wollte unbedingt wissen, was Thomas alles erlebt. 

    Der Schreibstil war flüssig zu lesen und auch dem Jahr gerecht. Auch die Kulisse wurde dabei sehr schön bildlich beschrieben. Dafür das es ein Historischer Roman ist, hat diese Geschichte schon einiges an Action zu bieten. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und ob da noch mehr kommt. Den dieses Buch hat meine neugierde auf die Reihe geweckt und ich werde mir vornehmen, die anderen Teile zu lesen.

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    David Gilman erweckt einen der unerbittlichsten Kriege des mittelalterlichen Europas wieder zum Leben.

    Der historische Roman ist dank Sir Thomas Blackstone, seinen Leuten und ihren Kämpfen um so vieles reicher!

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