David Gilmour Die perfekte Ordnung der Dinge

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Inhaltsangabe zu „Die perfekte Ordnung der Dinge“ von David Gilmour

Ein Mann will sein Leben ordnen. Endlich. Zurückkehren an die Orte des Scheiterns, mit neuer Perspektive und dem guten Gefühl, noch einmal davongekommen zu sein. Aber womit anfangen? Mit etwas Altem oder etwas Neuem? Welches Gruselschloss zuerst aufsuchen? Ein Landhaus mit schiefem Dach am Ende der Welt, ein Internat, das sein Leben veränderte, oder ein Riesenrad in der Nacht, Ort der ersten großen Liebesenttäuschung? David Gilmour unternimmt eine Reise durch die Erinnerung, um mit Augenzwinkern festzustellen: ganz schön Glück gehabt. Eine melancholischer Rückblick mit großem Witz und Gefühl, eine ungewöhnliche Gebrauchanweisung für das Leben.

Melancholische und Wunderschöne Lebenserinnerungen eines alternden Mannes.

— Emi_ev
Emi_ev

Das Buch war zu negativ. Ich hab die ganze Zeit auf eine positive Wenundg gehofft. Zudem springt er zu sehr in den Zeiten seines Leben umher

— belchen
belchen

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    Die perfekte Ordnung der Dinge
    Emi_ev

    Emi_ev

    23. October 2015 um 20:46

    David Gilmour erzählt in diesem Buch  die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Mannes, mit allen seinen Höhenflügen und Tiefen. Es besteht aus aneinander gereihten Episoden über seine Lieben, seine Verluste und Erfahrungen, an die er sich erinnert als er alle Orte aufsucht an denen er je in seinem Leben das Gefühl des Scheiterns verspürt hat. Das Buch ist aber durchaus nicht vom Gefühl des Scheiterns geprägt, vielmehr ist es über wunderbare Neuanfänge, die sanft und nicht ohne ein Augenzwinkern erzählt werden.  Ein absolutes Wohlfühlbuch!

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  • Rezension zu "Die perfekte Ordnung der Dinge" von David Gilmour

    Die perfekte Ordnung der Dinge
    blueberlin49

    blueberlin49

    28. February 2013 um 23:25

    Inhalt: David Gilmour begiebt sich in seinem neuen autobiographischen Roman auf eine Zeitreise in seine Vergangenheit auf dem Weg zur Selbsterkenntnis und Selbstfindung. Er bereist markante Orte in seinem Leben, an denen er gelebt und geliebt hat, trifft dabei auf alte Bekannte und wird wieder von bereits vergessenen Gefühlen übermannt, die ihn letztendlich zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. Meinung: Ehrlich gesagt hatte ich mehr von dem Buch erwartet. Nachdem ich absolut von seinem ersten Buch begeistert war und mir David Gilmour äußerst sympathisch erschien, wollte ich auch unbedingt dieses Buch haben. Schon lange stand es auf meiner Wunschliste und zu Weihnachten landete es dann endlich in meinem Regal. Prinzipiell ist das Buch nicht langweilig oder ähnliches, aber das ein oder andere Mal musste ich mich dann doch Fragen, worum es denn nun im Großen und Ganzen eigentlich geht. David - inzwischen 60 Jahre alt - besucht alte Orte aus seinem Leben und stellt immer wieder fest, wie nutzlos er ist und dass er womöglich sein ganzes Leben nur halb gelebt hat. Seine Eskapaden -inklusive Drogenkonsum - helfen dabei nicht wirklich seine melancholische selbstironische Ader sympathisch zu finden. Im Gegenteil: Den sympathischen liebevollen Mann wird man in diesem Buch eher nicht finden können, höchstens in einigen Stellen, blitzt seine Aufopferung für seine Kinder durch. Er wurde mir im Laufe des Buches sogar regelrecht unsympathisch, was vor allem durch seine merkwürdige Melancholie und Verbittertheit, aber auch durch seine eigenartigen Fantasien (Vorstellung von Masturbation auf einer Schultoilette mit einem Bild italienischer Mädchen!) verursacht wurde. Teile davon wollte ich ernsthaft nicht wissen. Durchaus lassen sich aber auch witzigere Passagen finden, die das Ganze dann wieder ein bißchen auflockern. Seine Affinität zu Tolstoi und den Beatles und seinem daraus resultierendem Verhalten waren recht lustig. Ganz gut fand ich dann eigentlich den Schluss des Buches, in der er selbst erkennt, dass seine Vergangenheit zwar nicht unbedingt toll war, aber er sie dennoch überlebt hat und darauf stolz ist. Letzendlich sind ja auch gute Dinge passiert, wenngleich es nicht leicht war alles zu überblicken, da er doch etwas in der "Handlung" springt und das ein oder andere Mal musste man sich dann schon fragen, mit wievielen Frauen er denn nun verheiratet war: 2,3 oder doch 4? Auch dass er den Bezug zu seinem ersten Buch gesucht hat, fand ich ganz interessant, ebenso die Vernarrtheit in diverse große Schriftsteller, wie Proust und Tolstoi. Letzterer hat ihn sogar die ein oder andere Beziehung gekostet, weil er lieber mit Krieg und Frieden in den Urlaub fuhr, als mit seiner Frau. Alles in allem eigentlich kein wirklich schlechtes Buch, eher mittelmäßig, was aber durchaus Geschmackssache ist. Vielleicht kann der ein oder andere mit seiner selbstzerstörerischen Melancholie mehr anfangen als ich. Am meisten überwiegt bei mir der Eindruck eines in Teilen unsympathische Mannes und damit Romans, weshalb ich auf jeden Fall Punkte abziehen muss. So ganz hatte ich auch während des Lesens nicht den Bezug zum Titel ausmachen können. Der Titel selbst fällt zwar einmal im Buch selbst, jedoch konnte ich für mich in dem Buch keine perfekte Ordnung der Dinge ausmachen. Vielleicht bezieht es sich darauf, dass er endlich sein Leben, seine Vergangenheit, ordnen will, um mit sich im Reinen zu sein. Möglicherweise verbirgt sich dahinter auch einfach etwas, was sich mir nicht offenbart hat. Ob euch das Buch gefällt oder nicht, müsst ihr - wie immer - selbst entscheiden. Mir persönlich hat es nicht so gut gefallen, obwohl es grundsätzlich gar nicht so schlecht ist und auch der Schreibstil hatte mir durchaus zugesagt. Aber Meinungen sind ja bekanntlich verschieden, also lest das Buch und entscheidet selbst. Würde mich interessieren, ob ihr die perfekte Ordnung der Dinge in dem Buch findet. Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Die perfekte Ordnung der Dinge" von David Gilmour

    Die perfekte Ordnung der Dinge
    Marcuria

    Marcuria

    Der sechzigjährige David Monday reist zurück an die Orte, an denen er gelitten hat, um sie diesmal mit offenen Augen zu betrachten. Dabei schwelgt der Ich-Erzähler in Erinnerungen an seine Verflossenen, schildert sein Leben als Schriftsteller und erzählt von all diesen kleinen und großen Momenten, in denen er enttäuscht wurde oder versagt hat, die ihn aber letzten Endes zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. . So schön so gut, so weit also die Theorie und der Klappentext. Doch zu was für einem Menschen ist er eigentlich geworden? Das Buch ist geprägt von seiner depressiven Art, seiner negativen Lebenseinstellung und seiner Ansicht, dass alles, was mit ihm geschieht, nicht Folge seiner Handlungen, sondern Teil eines großen Plans ist, ihm das Leben schwer zu machen. Er betrachtet seine Vergangenheit auch nicht "mit offenen Augen" sondern von Drogen verblendet, verbittert und voreingenommen. Das alles hat für mich nichts mit der "herzerwärmenden Melancholie" zu tun, mit der das Buch angepriesen wird und ich hoffe auch sehr, dass niemand es jemals als "ungewöhnliche Gebrauchsanweisung für das Leben" verwenden wird. . Hinzu kommt, dass das Buch keinen roten Faden aufweist. Es ist vielmehr eine verworrene Aneinanderreihung von Eindrücken zu Tolstois "Krieg und Frieden", biografischen Einsichten in das Leben mit und von den Beatles (diese beiden Punkte nehmen zusammen mehr als die Hälfte des Buches ein), zahlreichen Zitaten anderer Schriftsteller und etlichen Niederlagen sowie Enttäuschungen aus dem Leben des Protagonisten, die dem Leser alle wild durcheinander gewürfelt und völlig zusammenhanglos vor die Füße geworfen werden. Nach und nach verliert der Leser immer mehr den Überblick und dadurch das Interesse am Geschehen. Wie ist der zeitliche Ablauf? Wie viele Exfrauen hatte David noch gleich? An welchem Ort befindet er sich gerade eigentlich? Dabei bleiben nicht nur sämtliche Nebencharaktere völlig blass, nein, auch über David erfährt der Leser kaum etwas, obwohl dieser 250 Seiten lang von sich erzählt. . Positiv hervorzuheben ist dagegen Gilmours flüssiger und stellenweise poetischer Schreibstil. Er weiß genau, wie er die Umgebung gestalten muss, damit sich der Leser mittendrin fühlt. So werden zum Beispiel Hintergrundgeräusche wie "knirschende Kieselsteine unter den Rädern des Familienautos", "das Knallen einer Fliegengittertür" oder "ein Fisch, der im Wasser platscht" beschrieben und lassen das Buch lebendig werden. Umso bedauerlicher ist es, dass es dem Autor nicht gelungen ist, diesen guten Stil mit einer ergreifenden Geschichte zu verbinden. . Zum Abschluss sei zu sagen, dass Gilmour selbst durch sein Sprachrohr David Monday sehr gut beschreibt, worum es in dem Buch wirklich geht und was es in meinen Augen scheitern lässt: "Innerlich stimmte ich ein Klagelied an, ich beklagte die Zeit, die ich hier als junger Mann vergeudet hatte. Die schrecklichen Kater, die sinnlosen Liebesgeschichten, die maßlose Ich-Bezogenheit, die ich als künstlerische Selbsterforschung ausgab" (S.183) . Fazit: "Die perfekte Ordnung der Dinge" ist eine Mischung aus Beatles-Biografie, Tolstoi-Rezension und den zusammenhanglosen Erlebnissen eines depressiven alten Mannes, verpackt in einer schönen Hülle aus gelungenen Satzkonstruktionen und ist so insgesamt leider eher langweilig und enttäuschend. (1,5 Sterne auf 2 aufgerundet)

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  • Rezension zu "Die perfekte Ordnung der Dinge" von David Gilmour

    Die perfekte Ordnung der Dinge
    Nil

    Nil

    05. November 2011 um 12:12

    Sehr melancholischer Roman! Die perfekte Ordnung der Dinge (O-Ton: The perfect Order of Things) von David Gilmour ist der zweite autobiografische Roman nach „Unser allerbestes Jahr“, ein Rückblick auf sein Leben als Schriftsteller und Filmkritiker. Hier wird die Vergangenheit in Episoden wiedererzählt und der Autor kehrt an Orte zurück an denen er schmerzvolle Erfahrungen gemacht hat. Es gibt epische Episoden über ‚Krieg und Frieden‘ von Tolstoi. Man hat insgesamt das Gefühl, dass er sich russischen Autoren sehr verbunden fühlt, da Tolstoi und Techechow viel zitiert werden. Auch gibt es ein sehr langes Kapitel über die Rolle der Beatles in seinem Leben (Kapitel 6). Auch, wie sollte es anders sein, werden seine Drogenexzesse auf eine sehr skurrile Art und Weise beschrieben. Es prägt den Roman besonders, dass überwiegend über negative Erlebnisse erzählt wird, in dem der Autor seine mitleidige Beutungslosigkeit zur Schau stellt und sich immerzu fragt ob was er verpasst hat und was hätte besser laufen können. Natürlich liegt hier wiederum auch der Fokus auf schicksalhafte Begegnungen mit Frauen, die ihn aus diversen Gründen verließen. Erst am Ende des Romans, im 10. Kapitel, merkt man, dass er eigentlich mit sich im Reinen ist und Zeit seines Lebens viel Glück gehabt hat und viele freudige Momente. Schade bloß, dass dies nur ganz am Schluss zum Ausdruck kommt. Ein Satz, der sich auf Seite 72 befindet fasst die Grundstimmung des Romans gut auf: ‚Bestimmt macht es ein Riesenvergnügen, noch einmal an die alten Wunden zu rühren und die früheren Kränkungen noch einmal auszukosten, in dem Wissen, dass ich sie überlebt habe.‘

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