Unser allerbestes Jahr

von David Gilmour 
3,6 Sterne bei283 Bewertungen
Unser allerbestes Jahr
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Positiv (151):
I

Eine Autobiographie die das traumhafte Sein eines Vaters beschreibt.

Kritisch (33):
Pusteblume85s avatar

Mittelmäßig! Hat mich etwas gelangweilt.

Alle 283 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Unser allerbestes Jahr"

Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, schlägt Jesse einen ungewöhnlichen Handel vor: freie Kost und Logis, aber drei Filme pro Woche. Von Truffaut über Hitchcock bis hin zu ›Basic Instinct‹. Nachmittage und Abende gemeinsam auf dem Sofa. Kein Kurs in Filmgeschichte, sondern viel Zeit zum Reden über falsche Freundinnen, die richtigen Drogen, verlorene und gefundene Liebe. Und darüber, wie lebenswichtig Leidenschaft ist.

Ein wahres und weises, zärtliches und urkomisches Buch über gebrochene Herzen im Film und im wirklichen Leben und darüber, dass Erwachsenwerden nichts mit dem Alter zu tun hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596511747
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:12.04.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.07.2010 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

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    I
    inlovewithbookslisavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Autobiographie die das traumhafte Sein eines Vaters beschreibt.
    Eine Autobiographie vom Feinsten!

    Dieses Buch hat Herz, Seele, Tränen und Glück zu einem wunderbaren Roman zusammengefasst.

    Obwohl es autobiographisch geschrieben wurde, erlebt der Leser immerwieder beschriebene Situationen aus der Sicht von David Gilmour.

    Er schafft es, seine Ängste, Sorgen und Hoffnungen um seinen Sohn so zu beschreiben, dass der Leser jeden Augenblick miterlebt.

    Man sitzt förmlich mit David auf dem Sofa, beobachtet seinen Sohn und hofft mit ihm, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat, bangt um seine Zukunft und leidet mit, wenn er bei verflossenen Lieben nicht helfen kann.

    In einem Wort: Wunderbar!

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    Chrissy87s avatar
    Chrissy87vor 6 Monaten
    David Gilmour - Unser allerbestes Jahr

    David Gilmour beschreibt in diesem Buch, den Versuch seinen Sohn Jesse zu helfen. Dieser will nicht mehr zur Schule gehen und David schlägt ihm stattdessen vor mit ihm mehrere Filme die Woche zu sehen.
    Ich fand das Buch irgendwie merkwürdig. Ich fand die Idee schon seltsam, zu sagen dass das Kind auf Schulbildung und einen Abschluss verzichten kann, wenn man sich gemeinsam Filme anschaut. Okay, das muss ja jeder für sich selbst entscheiden, trotzdem hat mich das das ganze Buch über gestört.
    Auch mit den beiden Protagonisten David und Jesse bin ich nicht warm geworden. Gerade bei David hatte ich oft das Gefühl, dass er krampfhaft versucht eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen.
    Und ein Krampf war es für mich auch ein Großteil der Geschichte. Für mich war das irgendwie nichts.

    Kommentare: 1
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    kokardkales avatar
    kokardkalevor 8 Monaten
    Eine ganz andere Vater-Sohn-Beziehung

    Jesse ist 16, als er keine Lust mehr auf die Schule hat. Sein Vater David weiß nicht, was er tun soll. Jesse ist nicht mehr in dem Alter, in dem David ihm noch etwas befehlen kann und so stimmt er zu, dass Jesse die Schule abbrechen und zu Hause bleiben kann. Die einzige Voraussetzung ist, dass die beiden dreimal die Woche einen Film zusammen anschauen, den David aussucht.

    In diesem Buch wird viel über Filme geredet. David gibt oft Hintergrundinfos an Jesse zu den einzelnen Filmen und merkt bei einzelnen Szenen oder Momenten die Besonderheit an. Jesse ist zunächst gelangweilt von den alten Schinken, doch nach und nach erwacht in ihm das Interesse. Doch nicht nur Jesses Veränderung erleben wir in diesem Roman mit, auch David lernt vieles während der drei Jahre, in denen er und sein Sohn diese Filmabende beibehalten.

    Ich muss gestehen, ich kenne so gut wie keinen einzelnen Film, der in dem Buch erwähnt wird. Wäre das anders, würde ich die Geschichte wahrscheinlich auf einem ganz anderen Level erleben; so sind mir bestimmt viele Andeutungen entgangen. Dennoch fand ich das Buch großartig: Es erzählt von einer außergewöhnlichen Vater-Sohn-Beziehung und einer ganz anderen Herangehensweise an die Probleme Jugendlicher.

       
    Fazit: 
    David Gilmour schreibt hier über seinen Sohn und seine Beziehung zu ihm während der Zeit des Filmclubs. Ein Kommentar vom Buchumschlag besagt, dass jeder gern so einen Vater wie ihn gehabt hätte in dieser schwierigen Zeit des Lebens und dem stimme ich vollends zu.Volle 5 Sterne von mir!

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    peedees avatar
    peedeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kleine Kinder, kleine Sorgen - grosse Kinder, grosse Sorgen...
    Kleine Kinder, kleine Sorgen…

    Meine Mutter meinte schon früher: „Kleine Kinder, kleine Sorgen – grosse Kinder, grosse Sorgen.“ Das bekommen auch die Eltern von Jesse, 16, zu spüren: er will nicht mehr zur Schule gehen. Aber das geht doch nicht, was soll aus ihm werden? David Gilmour, der Vater von Jesse und Autor dieses Buches, erzählt von seinem ungewöhnlichen Vorschlag: Jesse muss nicht mehr zur Schule, stattdessen mit seinem Vater drei Filme pro Woche schauen. Wie soll das funktionieren?

    Erster Eindruck: Ein schönes Cover, zwei Männer sitzen auf einem Steg am Wasser, still, besinnlich.

    David Gilmour ist Buchautor, Fernsehmoderator, Journalist und Filmkritiker. Ich habe jedoch vor diesem Buch noch nichts von ihm gelesen oder gesehen. Es war ein ganz spezieller Moment, als David seinen Sohn fragt, ob er weiter zur Schule gehen will und er ihm stattdessen den „Filmclub“ vorschlägt. Er soll weiterhin Kost und Logis erhalten – wenn er Jesse mit Drogen erwischt, ist das Experiment vorbei.

    Die Liebe von David zu seinem Sohn ist sehr gut spürbar. Mir hat gefallen, dass er mit der Mutter von Jesse, seiner Ex-Frau, ein so gutes Verhältnis hat. Er meinte dazu, dass er nur mit ihr so über den gemeinsamen Sohn schwärmen könnte – alle anderen würden schon lange abwinken. Seine jetzige Frau kommt nicht häufig vor, schliesslich geht es ja in erster Linie um die Vater-Sohn-Beziehung. Was mir gut gefallen hat, war, dass er als Vater auch Zweifel hatte: „Aber was war, wenn ich falsch lag?“ (S. 96). Zudem plagten ihn zuweilen auch Geldsorgen. Ich habe mich natürlich auch gefragt, was das „Filmclub“-Projekt bringen soll. Es ging David darum, zusammen Zeit zu verbringen und aufgrund der unterschiedlichen Filmthemen auch gleich unterschiedliche Gesprächsthemen zu haben.

    Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Es hat keine eigentlichen Höhepunkte und es geht auch nicht nur über ein Jahr, wie der Titel es vermuten lässt, sondern über drei Jahre. Für wahre Filmfans wird dieses Buch eine wahre Freude sein, denn David erklärt immer, wieso er und Jesse nun einen bestimmten Film anschauen. Da ich jedoch kein grosser Filmkenner bin, schon gar nicht von alten Klassikern, kann das Buch bei mir in dieser Hinsicht leider nicht punkten. Ein schönes Buch über das Erwachsenwerden, das Aushalten, das Loslassen – und viel Liebeskummer. 4 Sterne.

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    Angel10vor 3 Jahren
    Unser allerbestes Jahr

    - beeindruckend, da der Roman auf einer wahren Begebenheit beruht

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Man sollte sich mit vielen älteren Filmen auskennen - sonst ist das Buch langweilig und nicht einfach zu verstehen.
    Nur für Filmfans

    David Gilmours Sohn Jesse ist 16 Jahre alt und hat offensichtlich "null Bock auf Schule". Er schreibt schlechte Noten, wenn er nicht ohnehin unentschuldigt fehlt. David hat Angst, dass sein Sohn "abrutscht" und macht ihm und seiner Exfrau den Vorschlag, dass Jesse sich ein Jahr Auszeit nehmen darf und mit seinem Vater im Haus der Exfrau zusammenzieht. Die einzigen Bedingungen sind, dass Jesse pro Woche drei Filme mit seinem Vater angucken muss und keine Drogen nehmen darf. Klingt seltsam, ist aber tatsächlich so gewesen. David beschreibt in diesem Roman die Zeit, die er mit seinem Sohn verbracht hat, als er selbst als Filmkritiker ohne Job war. Die beiden sehen sich gemeinsam Filme an und David versucht sie mit Jesse zu besprechen. Die weiteren beherrschenden Themen in dem Roman sind Frauen und Jesses erste Erfahrungen mit der Liebe. 

    Persönlich halte ich nicht so viel vom erzieherischen Laissez-faire-Stil und hätte es als sinnvoller erachtet, wenn ein Schulabbrecher statt bis nachmittags im Bett zu liegen und anschließend Filme zu gucken, eine sinnvolle Tätigkeit als Alternative zur Schule hätte ergreifen müssen und so gelernt hätte, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. 

    Andererseits ist es aber beneidenswert, mit wie viel Geduld und Empathie David versucht, seinen Sohn auf den richtigen Weg zu bringen. Er bringt sogar so viel Verständnis auf, dass er auch entgegen der Abmachung bei dem Gebrauch von Kokain ein Auge zudrückte.

    Das Buch beschreibt einen interessanten, wenn auch verrückten Erziehungsansatz, den man aber nicht gutheißen muss. Abgesehen davon ist "Unser allerbestes Jahr" aber meiner Meinung nach nur für Leser interessant, die sich mit einer Bandbreite an (alten) Filmen auskennen. So werden doch über 100 Filme im Schnelldurchlauf abgehandelt. Da ich viele Filme davon aber nur vom Hörensagen kannte und nur einen kleinen Bruchteil selbst gesehen habe, fehlte mir häufig das Verständnis, warum der Film geguckt wurde und was David seinem Sohn mit ihm vermitteln wollte. In seiner Gesamtheit war der autobiographische Roman für mich insofern langweilig.  

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    L
    Lese-Hasevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: EIne sehr berührende, wahre Geschichte über einen Vater, der mit seinem pubertierenden Sohn einen ungewöhnlichen Weg gegangen ist.
    Ein gewagtes Experiment

    Bücher, in denen es um Jugendliche geht, sind ehrlich gesagt nicht meine erste Wahl. Da ich selber keine Kinder habe und meine eigene Jugendzeit schon einige Jährchen zurückliegt, sind meine Welt und die Welt von Jugendlichen nicht gerade gute Nachbarn. Ich weiss also nicht mehr, warum ich auf dieses Buch gestossen bin. Heute bin ich dankbar dafür.

    Der Klappentext lautet so: „Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, hat eine ungewöhnliche Idee. ‘Unser allerbestes Jahr’ erzählt die wunderbare und wahre Geschichte darüber, wie Mut und Vertrauen belohnt werden, wie Zeit und Zuneigung Leben verändern können.“

    Ein Jugendlicher, 16 Jahre alt, möchte also nicht mehr zur Schule – das allein ist ja noch nichts Ungewöhnliches. Dass sein Vater, bei dem er momentan lebt, ihn aber nicht dazu zwingt, ja nicht einmal versucht ihm zu erklären, warum es besser wäre, er würde es tun, das ist doch recht speziell. David Gilmour – denn die Geschichte ist die seines Sohnes und sich selbst – begreift eines Sonntagnachmittags, nachdem er vergeblich stundenlang mit Jesse Latein gebüffelt hat, „dass wir den Schulkampf verloren hatten.“ Er macht ihm ein Angebot: Jesse muss nicht mehr zur Schule, muss auch nicht arbeiten oder Miete bezahlen. Aber er muss mit seinem Vater zusammen (der Filmkritiker ist) wöchentlich drei Filme anschauen, die sein Vater aussucht. „Das ist die einzige Form von Ausbildung, die du bekommst.“ Und Drogen sind tabu.

    Das Buch ist nun aber keine Abhandlung über die Kino- und Filmgeschichte, obwohl ein Kinogänger ganz nebenbei einige interessante Dinge erfährt und sich die Filme durch das ganze Buch ziehen. Aber David geht es vor allem darum, Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, mit ihm in diesem heiklen Zustand im Gespräch zu bleiben, einen gemeinsamen Punkt zu finden. Und bei drei Filmen pro Woche sind es Hunderte von Stunden, die sie gemeinsam auf dem Sofa verbringen.

    Parallel zu den Geschichten in den Filmen wartet auch das Leben der beiden mit Geschichten auf. Jesse verliebt sich in ein Mädchen, das der Vater von Anfang an durchschaut und mitansehen muss, wie sich sein Sohn durch seine eigenen schmerzhaften Erfahrungen quält. Dabei schafft er es sogar, sich “Ich habe es dir ja gesagt” und andere Weisheiten zu verkneifen. Er selbst hat sich mit einer unsicheren beruflichen Zukunft auseinander zu setzen, denn seine Freiberuflichkeit – auch eine Entscheidung – will nicht so recht klappen. Und manchmal baut er auch richtig Mist: Als er die Zusage für einen grösseren Auftrag erhält, lädt er seine Frau und Jesse zu einem Urlaub nach Kuba ein. Als sie zurückkommen, ist der Auftrag weg. Und das Geld auch. Auch Erwachsene sind nicht perfekt.

    Sehr erfrischend empfand ich auch, dass dem Leser niemals weisgemacht wird, Entscheidungen dieser Art würden einmal getroffen und damit hat sich’s. Immer wieder überkommen den Vater Zweifel: „Aber was ist, wenn sich nichts tut? Wenn ich ihn in einen Brunnen geworfen habe, von dem es keinen Ausgang gibt, nur einen beschissenen Job nach dem anderen, mit beschissenen Arbeitgebern und kein Geld und zuviel Alkohol? Was ist, wenn ich dafür den Boden bereitet habe?“

    Doch genau auf diesen Zweifeln kann sich die Vater-Sohn-Beziehung entwickeln. Durch Liebeskummer, Arbeitslosigkeit, Zukunftsängste und Erinnerungen baut sich allmählich das Interesse und die Neugier am anderen auf. Sich gegenseitig Schwächen und Fehlschläge einzugestehen schafft Vertrauen und Bindung. Mit grosser Freude, aber auch mit Wehmut sieht David seinem Sohn im Laufe der Geschichte dabei zu, wie er langsam lernt, Dinge anzupacken und zu regeln. Und er weiss, was das bedeutet: Die neugewonnene Nähe täuscht nicht darüber hinweg, dass sich Vater und Sohn in einem langen Prozess des Abschieds befinden. David ist sich im Klaren darüber, dass man „irgendwann nicht mehr viel für seine Kinder tun kann, aber man hat immer noch diesen Impuls.“

    Aus dem vereinbarten einen Jahr sind letztlich drei geworden. Jesse wird erwachsen, wenn auch auf unkonventionelle Weise. In Begleitung eines Vaters, der ihm mit einer mutigen Entscheidung den Raum eingestanden hat, der nötig war. Jesse hat die Zeit bekommen die er brauchte, um herauszufinden, was er mit seinem Leben anfangen will. Der Vater kann auf drei schöne Jahre mit seinem Sohn zurückblicken, die ihre Beziehung gefestigt haben, ohne sie einzuengen. Er tut dies mit einer Mischung aus Melancholie und Stolz. Und ja: Natürlich geht die Story gut aus.

    Neben der schönen Geschichte hat mich vor allem die Sprache des Buches überzeugt. Hier ist einer am Werk, der schreiben kann (David Gilmour ist Journalist und Schriftsteller). Einer, der die Sprache nie missbraucht, um zu beschönigen oder den Leser zu beeindrucken. Gilmour weiss ganz einfach, wie er mit Sprache erzählen kann, was er erzählen will. Ganz besonders wohltuend kommt das in den authentischen Dialogen zum Vorschein. Dialoge zwischen einem unsicheren Jugendlichen und einem manchmal ebenso unsicheren Erwachsenen. Dialoge also, die auf zerbrechlichem Grund gebaut sind.

    „Unser allerbestes Jahr“ ist eine warmherzige, liebevolle und weise Geschichte, klug und unsentimental erzählt. Und das schönste daran: Sie ist wahr.

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    AlexFranzens avatar
    AlexFranzenvor 4 Jahren
    Film Club

    Eine sehr ungewöhnliche Erziehungsmethode eines besorgten Vaters sorgt dafür, dass er mit seinem Sohn 3 Filme die Woche sich ansieht. Für mich wäre diese Erziehung traumhaft, als großer Filmfan mit einem Filmkritiker Klassiker sich anzusehen und einige Szenen zu besprechen stelle ich mir sehr interessant vor. Das Buch erzählt uns hauptsächlich von einem sehr sensiblen Teenagersohn, der mit Liebeskummer und Selbstbewußtseinsproblemen zu kämpfen hat. Dies ist ziemlich locker beschrieben von David Gilmour der auch zugibt meistens nicht sicher zu sein ob er das Richtige tut. Wie einige schon angemerkt haben handelt es sich nicht um einen hochspannenden Krimi sondern eher ums erwachsen werden und welchen Einfluss Filme auf uns haben können. Achja der deutsche Titel ist mal richtig mißlungen, es handelt sich um 3 Jahre und auch das Cover passt nicht zum Buch.

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 5 Jahren
    Erwachsenwerden

    Inhalt: Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, schlägt Jesse einen ungewöhnlichen Handel vor: freie Kost und Logis, aber drei Filme pro Woche. Von Truffaut über Hitchcock bis hin zu >Basic Instinct<. Nachmittage und Abende gemeinsam auf dem Sofa. Kein Kurs in Filmgeschichte, sondern viel Zeit zum Reden über falsche Freundinnen, die richtigen Drogen, verlorene und gefundene Liebe. Und darüber, wie lebenswichtig Leidenschaft ist. Ein wahres und weises, zärtliches und urkomisches Buch über gebrochene Herzen im Film und im wirklichen Leben und darüber, dass Erwachsenwerden nichts mit dem Alter zu tun hat.

    Cover: Das Cover finde ich schön, auch wenn es meiner Meinung nach nicht viel mit dem Buch zu tun hat, außer dass es durchaus ein kanadischer See sein könnte, der hier gezeigt wird. Aber Vater und Sohn waren nie angeln oder dergleichen und insofern passt das Cover leider nicht wirklich zum Buch. Dennoch sehr schön und ansprechend.

    Schreibstil: Der Schreibstil war okay, allerdings auch leider stellenweisend verwirrend. Will sagen: Größtenteils hat mir der Schreibstil gut gefallen, jedoch ist der Autor manchmal völlig vom Thema abgewichen, sodass ich plötzlich nicht mehr wusste, wo er war. Auch die Erklärung der privaten Situation fand ich oftmals verwirrend, wenn er nämlich mit „meine Frau“ abwechselnd Tina oder Maggy meinte. Da wusste ich manchmal nicht, von wem er gerade redet.

    Die Story: Erstmal passt der Titel des Buchs nicht zum Inhalt. Denn es geht nicht um „das“ allerbeste Jahr, sondern um drei Jahre. Aber egal. Ich finde es immer etwas schwierig eine Story zu bewerten, die keine Story ist, sondern auf wahren Begebenheiten beruht. Denn das gibt mir immer das Gefühl, über das Leben anderer Menschen zu urteilen, was ich schlecht kann, wenn ich durch den Roman nur einen ganz kleinen und winzigen Einblick in deren Leben erhalten habe. Demnach möchte ich die Geschichte nicht be- bzw. verurteilen.

    Fazit: Das Buch war ein wenig langweilig. Es geht halt um den Filmclub, den David mit und für seinen Sohn Jesse gegründet hat. Ich selber bin kein großer Filme-Gucker und kannte die meisten der vorgestellten Filme nicht einmal vom Titel. Insofern habe ich aus dem Buch nicht so viel mitgenommen, wie das ein anderer vielleicht getan hätte. Ebenfalls nicht besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil. Da bin ich manchmal einfach nicht hinterher gekommen. Eventuell empfehlenswert für Filmeliebhaber, für alle anderen nett, aber auch nicht mehr!

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Der Versuch, als Filmkritiker im Medium Buch anerkannt zu werden.
    Statt Schule - Filme für das Leben

    Dieser autobiografische Roman von David Gilmour erzählt von dem Versuch des Vaters David, seinem 16jährigen Sohn Jesse auf seine spezielle Art und  Weise Werte und Normen zu vermitteln.
    Da der Sohn schulische Probleme durch Null-Bock-Mentalität hat und häufiges Schwänzen seine Art der Problemlösung darstellt, macht ihm Gilmour das Angebot, die Schule auszusetzen und durch gemeinsames  Filme ansehen und darüber diskutieren, Lösungen für das weitere Leben von Jesse zu finden.

     

    Wie reagiert man , wenn der Teenie-Sohn die Schule schmeißt und schwänzt und man als Filmkritiker gerade arbeitslos ist und Zeit mit dem Sohn verbringen möchte/muss?
    Genau: man sieht mit dem Sohn gemeinsam Filme und diskutiert sie!
    Die einzige Bedingung für die schulfreie Zeit: Keine Drogen und jede Woche 3 Filme mit Vater-Sohn Gesprächen; und das bei "All inclusive" und bis 17:00 Uhr pennen dürfen!

    Na, das ist doch mal ein Angebot dem niemand widerstehen kann.
    Dafür hätte ich vielleicht auch die Schule verlassen!
    Also zuerst war ich ganz begeistert, welches Verständnis und wie viel Toleranz und Geduld David für seinen Sohn aufbringt. Gemeinsame Zeit zu verbringen und Gespräche zu führen über das Erwachsenwerden, die Liebe und über die Erfahrung über das andere Geschlecht, das ist durchaus beneidenswert. Das wünscht sich jedes Elternteil.
    Allein dafür gebe ich 2 Sterne!

    Allerdings erscheint mir die Idee auf den 2. realistischen Blick hin doch schon recht merkwürdig, um nicht zu sagen verrückt.
    Zumal meine Filmauswahl meine Kinder in dieser Situation wohl auch eher zurückgeworfen hätte: Der Seewolf (Sohn geht zu Marine), Gandhi (Sohn geht nach Indien), Luther (Sohn wird Mönch) und Michel aus Lönneberga (Sohn amüsiert sich köstlich und hält mich für verrückt). Ok, das gehört hier nicht her, aber ich musste ja Beispiele bringen.

    Fraglich an den dargestellten Tatsachen finde ich vor allen Dingen, das trotz des vorherrschenden Verbots für Minderjährige in Kanada der Sohn häufig    Alkohol trinkt, ständig raucht und später auch noch Kokain nimmt. Das zeugt meiner Meinung nach von einem ziemlich überforderten und inkonsequenten Vater. Schließlich war am Anfang des Film-Deals immer die Rede von "Keine  Drogen". Doch der Vater reagiert nicht. Ihn stören eher die schlechten Tischmanieren oder er hat Angst, das eine Freundin dem Jungen Liebeskummer machen könnte.
    Die Aufnahme von Jobs war meiner Meinung ein Zeichen des Sohnes, sich vom Vater lösen zu wollen. 
    Nun zu dem geschriebenen Buch an sich: es war für mich sehr anstrengend und auch langweilig über Filme zu lesen, die ich kaum kenne oder keinen tieferen Sinn in ihnen sehe. Dabei finde ich Filme eigentlich sehr gut.
    Die Sprache allerdings war einfach und gut verständlich, sodaß ich locker über viele Filmszenen hinweggelesen habe und froh war, das Buch aus der Hand legen zu dürfen.


    Um junge Menschen zu motivieren, erfordert es wohl einiges mehr als gemeinsam Filme zu sehen und unter Alkoholeinfluss Vater-Sohn-Gespräche zu führen.


    Dieses Buch habe ich nicht so sehr als Biografie gesehen, sondern eher als einen Versuch, als Filmkritiker im Medium Buch anerkannt zu werden.
    Wer ein Faible für ältere Filme hat, eventuell die Laissez-Faire Erziehung unterstützt und sich einfach nur unterhalten mag, kann dieses Buch lesen.

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