David Gilmour Unser allerbestes Jahr

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Inhaltsangabe zu „Unser allerbestes Jahr“ von David Gilmour

Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, schlägt Jesse einen ungewöhnlichen Handel vor: freie Kost und Logis, aber drei Filme pro Woche. Von Truffaut über Hitchcock bis hin zu ›Basic Instinct‹. Nachmittage und Abende gemeinsam auf dem Sofa. Kein Kurs in Filmgeschichte, sondern viel Zeit zum Reden über falsche Freundinnen, die richtigen Drogen, verlorene und gefundene Liebe. Und darüber, wie lebenswichtig Leidenschaft ist. Ein wahres und weises, zärtliches und urkomisches Buch über gebrochene Herzen im Film und im wirklichen Leben und darüber, dass Erwachsenwerden nichts mit dem Alter zu tun hat.

Maue Geschichte, ständige Kurzbeschreibungen von Film-Klassikern.

— Salliano
Salliano

Mittelmäßig! Hat mich etwas gelangweilt.

— Pusteblume85
Pusteblume85

Ohne große Höhepunkte - aber eine kurzweilige Vater-Sohn-Geschichte, von einer positiven Grundstimmung getragen...

— Sookie70
Sookie70

Man sollte sich mit vielen älteren Filmen auskennen - sonst ist das Buch langweilig und nicht einfach zu verstehen.

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Ein schönes Buch, für Filmkenner ein Muss!

— QueenDebby
QueenDebby

EIne sehr berührende, wahre Geschichte über einen Vater, der mit seinem pubertierenden Sohn einen ungewöhnlichen Weg gegangen ist.

— Lese-Hase
Lese-Hase

Der Versuch, als Filmkritiker im Medium Buch anerkannt zu werden.

— sommerlese
sommerlese

Macht Lust die besprochenen Filme sich an zu sehen. Die Tatsache, dass es eine wahre Geschichte ist, macht es noch viel besser.

— Hackuchan
Hackuchan

Filmkenner können sich an seitenlangen Beschreibungen der Filmhintergründe erfreuen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein sehr ungewöhnliches Buch. Aber eins für Filmfans und/oder Eltern von Heranwachsenden.

— vormi
vormi

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  • Kleine Kinder, kleine Sorgen…

    Unser allerbestes Jahr
    peedee

    peedee

    04. October 2016 um 18:56

    Meine Mutter meinte schon früher: „Kleine Kinder, kleine Sorgen – grosse Kinder, grosse Sorgen.“ Das bekommen auch die Eltern von Jesse, 16, zu spüren: er will nicht mehr zur Schule gehen. Aber das geht doch nicht, was soll aus ihm werden? David Gilmour, der Vater von Jesse und Autor dieses Buches, erzählt von seinem ungewöhnlichen Vorschlag: Jesse muss nicht mehr zur Schule, stattdessen mit seinem Vater drei Filme pro Woche schauen. Wie soll das funktionieren?Erster Eindruck: Ein schönes Cover, zwei Männer sitzen auf einem Steg am Wasser, still, besinnlich.David Gilmour ist Buchautor, Fernsehmoderator, Journalist und Filmkritiker. Ich habe jedoch vor diesem Buch noch nichts von ihm gelesen oder gesehen. Es war ein ganz spezieller Moment, als David seinen Sohn fragt, ob er weiter zur Schule gehen will und er ihm stattdessen den „Filmclub“ vorschlägt. Er soll weiterhin Kost und Logis erhalten – wenn er Jesse mit Drogen erwischt, ist das Experiment vorbei.Die Liebe von David zu seinem Sohn ist sehr gut spürbar. Mir hat gefallen, dass er mit der Mutter von Jesse, seiner Ex-Frau, ein so gutes Verhältnis hat. Er meinte dazu, dass er nur mit ihr so über den gemeinsamen Sohn schwärmen könnte – alle anderen würden schon lange abwinken. Seine jetzige Frau kommt nicht häufig vor, schliesslich geht es ja in erster Linie um die Vater-Sohn-Beziehung. Was mir gut gefallen hat, war, dass er als Vater auch Zweifel hatte: „Aber was war, wenn ich falsch lag?“ (S. 96). Zudem plagten ihn zuweilen auch Geldsorgen. Ich habe mich natürlich auch gefragt, was das „Filmclub“-Projekt bringen soll. Es ging David darum, zusammen Zeit zu verbringen und aufgrund der unterschiedlichen Filmthemen auch gleich unterschiedliche Gesprächsthemen zu haben.Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Es hat keine eigentlichen Höhepunkte und es geht auch nicht nur über ein Jahr, wie der Titel es vermuten lässt, sondern über drei Jahre. Für wahre Filmfans wird dieses Buch eine wahre Freude sein, denn David erklärt immer, wieso er und Jesse nun einen bestimmten Film anschauen. Da ich jedoch kein grosser Filmkenner bin, schon gar nicht von alten Klassikern, kann das Buch bei mir in dieser Hinsicht leider nicht punkten. Ein schönes Buch über das Erwachsenwerden, das Aushalten, das Loslassen – und viel Liebeskummer. 4 Sterne.

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  • Unser allerbestes Jahr

    Unser allerbestes Jahr
    Angel10

    Angel10

    05. October 2015 um 08:42

    - beeindruckend, da der Roman auf einer wahren Begebenheit beruht

  • Nur für Filmfans

    Unser allerbestes Jahr
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    11. September 2015 um 18:35

    David Gilmours Sohn Jesse ist 16 Jahre alt und hat offensichtlich "null Bock auf Schule". Er schreibt schlechte Noten, wenn er nicht ohnehin unentschuldigt fehlt. David hat Angst, dass sein Sohn "abrutscht" und macht ihm und seiner Exfrau den Vorschlag, dass Jesse sich ein Jahr Auszeit nehmen darf und mit seinem Vater im Haus der Exfrau zusammenzieht. Die einzigen Bedingungen sind, dass Jesse pro Woche drei Filme mit seinem Vater angucken muss und keine Drogen nehmen darf. Klingt seltsam, ist aber tatsächlich so gewesen. David beschreibt in diesem Roman die Zeit, die er mit seinem Sohn verbracht hat, als er selbst als Filmkritiker ohne Job war. Die beiden sehen sich gemeinsam Filme an und David versucht sie mit Jesse zu besprechen. Die weiteren beherrschenden Themen in dem Roman sind Frauen und Jesses erste Erfahrungen mit der Liebe.  Persönlich halte ich nicht so viel vom erzieherischen Laissez-faire-Stil und hätte es als sinnvoller erachtet, wenn ein Schulabbrecher statt bis nachmittags im Bett zu liegen und anschließend Filme zu gucken, eine sinnvolle Tätigkeit als Alternative zur Schule hätte ergreifen müssen und so gelernt hätte, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.  Andererseits ist es aber beneidenswert, mit wie viel Geduld und Empathie David versucht, seinen Sohn auf den richtigen Weg zu bringen. Er bringt sogar so viel Verständnis auf, dass er auch entgegen der Abmachung bei dem Gebrauch von Kokain ein Auge zudrückte. Das Buch beschreibt einen interessanten, wenn auch verrückten Erziehungsansatz, den man aber nicht gutheißen muss. Abgesehen davon ist "Unser allerbestes Jahr" aber meiner Meinung nach nur für Leser interessant, die sich mit einer Bandbreite an (alten) Filmen auskennen. So werden doch über 100 Filme im Schnelldurchlauf abgehandelt. Da ich viele Filme davon aber nur vom Hörensagen kannte und nur einen kleinen Bruchteil selbst gesehen habe, fehlte mir häufig das Verständnis, warum der Film geguckt wurde und was David seinem Sohn mit ihm vermitteln wollte. In seiner Gesamtheit war der autobiographische Roman für mich insofern langweilig.  

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  • Ein gewagtes Experiment

    Unser allerbestes Jahr
    Lese-Hase

    Lese-Hase

    25. January 2015 um 17:47

    Bücher, in denen es um Jugendliche geht, sind ehrlich gesagt nicht meine erste Wahl. Da ich selber keine Kinder habe und meine eigene Jugendzeit schon einige Jährchen zurückliegt, sind meine Welt und die Welt von Jugendlichen nicht gerade gute Nachbarn. Ich weiss also nicht mehr, warum ich auf dieses Buch gestossen bin. Heute bin ich dankbar dafür. Der Klappentext lautet so: „Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, hat eine ungewöhnliche Idee. ‘Unser allerbestes Jahr’ erzählt die wunderbare und wahre Geschichte darüber, wie Mut und Vertrauen belohnt werden, wie Zeit und Zuneigung Leben verändern können.“ Ein Jugendlicher, 16 Jahre alt, möchte also nicht mehr zur Schule – das allein ist ja noch nichts Ungewöhnliches. Dass sein Vater, bei dem er momentan lebt, ihn aber nicht dazu zwingt, ja nicht einmal versucht ihm zu erklären, warum es besser wäre, er würde es tun, das ist doch recht speziell. David Gilmour – denn die Geschichte ist die seines Sohnes und sich selbst – begreift eines Sonntagnachmittags, nachdem er vergeblich stundenlang mit Jesse Latein gebüffelt hat, „dass wir den Schulkampf verloren hatten.“ Er macht ihm ein Angebot: Jesse muss nicht mehr zur Schule, muss auch nicht arbeiten oder Miete bezahlen. Aber er muss mit seinem Vater zusammen (der Filmkritiker ist) wöchentlich drei Filme anschauen, die sein Vater aussucht. „Das ist die einzige Form von Ausbildung, die du bekommst.“ Und Drogen sind tabu. Das Buch ist nun aber keine Abhandlung über die Kino- und Filmgeschichte, obwohl ein Kinogänger ganz nebenbei einige interessante Dinge erfährt und sich die Filme durch das ganze Buch ziehen. Aber David geht es vor allem darum, Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, mit ihm in diesem heiklen Zustand im Gespräch zu bleiben, einen gemeinsamen Punkt zu finden. Und bei drei Filmen pro Woche sind es Hunderte von Stunden, die sie gemeinsam auf dem Sofa verbringen. Parallel zu den Geschichten in den Filmen wartet auch das Leben der beiden mit Geschichten auf. Jesse verliebt sich in ein Mädchen, das der Vater von Anfang an durchschaut und mitansehen muss, wie sich sein Sohn durch seine eigenen schmerzhaften Erfahrungen quält. Dabei schafft er es sogar, sich “Ich habe es dir ja gesagt” und andere Weisheiten zu verkneifen. Er selbst hat sich mit einer unsicheren beruflichen Zukunft auseinander zu setzen, denn seine Freiberuflichkeit – auch eine Entscheidung – will nicht so recht klappen. Und manchmal baut er auch richtig Mist: Als er die Zusage für einen grösseren Auftrag erhält, lädt er seine Frau und Jesse zu einem Urlaub nach Kuba ein. Als sie zurückkommen, ist der Auftrag weg. Und das Geld auch. Auch Erwachsene sind nicht perfekt. Sehr erfrischend empfand ich auch, dass dem Leser niemals weisgemacht wird, Entscheidungen dieser Art würden einmal getroffen und damit hat sich’s. Immer wieder überkommen den Vater Zweifel: „Aber was ist, wenn sich nichts tut? Wenn ich ihn in einen Brunnen geworfen habe, von dem es keinen Ausgang gibt, nur einen beschissenen Job nach dem anderen, mit beschissenen Arbeitgebern und kein Geld und zuviel Alkohol? Was ist, wenn ich dafür den Boden bereitet habe?“ Doch genau auf diesen Zweifeln kann sich die Vater-Sohn-Beziehung entwickeln. Durch Liebeskummer, Arbeitslosigkeit, Zukunftsängste und Erinnerungen baut sich allmählich das Interesse und die Neugier am anderen auf. Sich gegenseitig Schwächen und Fehlschläge einzugestehen schafft Vertrauen und Bindung. Mit grosser Freude, aber auch mit Wehmut sieht David seinem Sohn im Laufe der Geschichte dabei zu, wie er langsam lernt, Dinge anzupacken und zu regeln. Und er weiss, was das bedeutet: Die neugewonnene Nähe täuscht nicht darüber hinweg, dass sich Vater und Sohn in einem langen Prozess des Abschieds befinden. David ist sich im Klaren darüber, dass man „irgendwann nicht mehr viel für seine Kinder tun kann, aber man hat immer noch diesen Impuls.“ Aus dem vereinbarten einen Jahr sind letztlich drei geworden. Jesse wird erwachsen, wenn auch auf unkonventionelle Weise. In Begleitung eines Vaters, der ihm mit einer mutigen Entscheidung den Raum eingestanden hat, der nötig war. Jesse hat die Zeit bekommen die er brauchte, um herauszufinden, was er mit seinem Leben anfangen will. Der Vater kann auf drei schöne Jahre mit seinem Sohn zurückblicken, die ihre Beziehung gefestigt haben, ohne sie einzuengen. Er tut dies mit einer Mischung aus Melancholie und Stolz. Und ja: Natürlich geht die Story gut aus. Neben der schönen Geschichte hat mich vor allem die Sprache des Buches überzeugt. Hier ist einer am Werk, der schreiben kann (David Gilmour ist Journalist und Schriftsteller). Einer, der die Sprache nie missbraucht, um zu beschönigen oder den Leser zu beeindrucken. Gilmour weiss ganz einfach, wie er mit Sprache erzählen kann, was er erzählen will. Ganz besonders wohltuend kommt das in den authentischen Dialogen zum Vorschein. Dialoge zwischen einem unsicheren Jugendlichen und einem manchmal ebenso unsicheren Erwachsenen. Dialoge also, die auf zerbrechlichem Grund gebaut sind. „Unser allerbestes Jahr“ ist eine warmherzige, liebevolle und weise Geschichte, klug und unsentimental erzählt. Und das schönste daran: Sie ist wahr.

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  • Film Club

    Unser allerbestes Jahr
    AlexFranzen

    AlexFranzen

    24. April 2014 um 15:28

    Eine sehr ungewöhnliche Erziehungsmethode eines besorgten Vaters sorgt dafür, dass er mit seinem Sohn 3 Filme die Woche sich ansieht. Für mich wäre diese Erziehung traumhaft, als großer Filmfan mit einem Filmkritiker Klassiker sich anzusehen und einige Szenen zu besprechen stelle ich mir sehr interessant vor. Das Buch erzählt uns hauptsächlich von einem sehr sensiblen Teenagersohn, der mit Liebeskummer und Selbstbewußtseinsproblemen zu kämpfen hat. Dies ist ziemlich locker beschrieben von David Gilmour der auch zugibt meistens nicht sicher zu sein ob er das Richtige tut. Wie einige schon angemerkt haben handelt es sich nicht um einen hochspannenden Krimi sondern eher ums erwachsen werden und welchen Einfluss Filme auf uns haben können. Achja der deutsche Titel ist mal richtig mißlungen, es handelt sich um 3 Jahre und auch das Cover passt nicht zum Buch.

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  • Erwachsenwerden

    Unser allerbestes Jahr
    Krimifee86

    Krimifee86

    26. March 2014 um 12:59

    Inhalt: Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, schlägt Jesse einen ungewöhnlichen Handel vor: freie Kost und Logis, aber drei Filme pro Woche. Von Truffaut über Hitchcock bis hin zu >Basic Instinct<. Nachmittage und Abende gemeinsam auf dem Sofa. Kein Kurs in Filmgeschichte, sondern viel Zeit zum Reden über falsche Freundinnen, die richtigen Drogen, verlorene und gefundene Liebe. Und darüber, wie lebenswichtig Leidenschaft ist. Ein wahres und weises, zärtliches und urkomisches Buch über gebrochene Herzen im Film und im wirklichen Leben und darüber, dass Erwachsenwerden nichts mit dem Alter zu tun hat. Cover: Das Cover finde ich schön, auch wenn es meiner Meinung nach nicht viel mit dem Buch zu tun hat, außer dass es durchaus ein kanadischer See sein könnte, der hier gezeigt wird. Aber Vater und Sohn waren nie angeln oder dergleichen und insofern passt das Cover leider nicht wirklich zum Buch. Dennoch sehr schön und ansprechend. Schreibstil: Der Schreibstil war okay, allerdings auch leider stellenweisend verwirrend. Will sagen: Größtenteils hat mir der Schreibstil gut gefallen, jedoch ist der Autor manchmal völlig vom Thema abgewichen, sodass ich plötzlich nicht mehr wusste, wo er war. Auch die Erklärung der privaten Situation fand ich oftmals verwirrend, wenn er nämlich mit „meine Frau“ abwechselnd Tina oder Maggy meinte. Da wusste ich manchmal nicht, von wem er gerade redet. Die Story: Erstmal passt der Titel des Buchs nicht zum Inhalt. Denn es geht nicht um „das“ allerbeste Jahr, sondern um drei Jahre. Aber egal. Ich finde es immer etwas schwierig eine Story zu bewerten, die keine Story ist, sondern auf wahren Begebenheiten beruht. Denn das gibt mir immer das Gefühl, über das Leben anderer Menschen zu urteilen, was ich schlecht kann, wenn ich durch den Roman nur einen ganz kleinen und winzigen Einblick in deren Leben erhalten habe. Demnach möchte ich die Geschichte nicht be- bzw. verurteilen. Fazit: Das Buch war ein wenig langweilig. Es geht halt um den Filmclub, den David mit und für seinen Sohn Jesse gegründet hat. Ich selber bin kein großer Filme-Gucker und kannte die meisten der vorgestellten Filme nicht einmal vom Titel. Insofern habe ich aus dem Buch nicht so viel mitgenommen, wie das ein anderer vielleicht getan hätte. Ebenfalls nicht besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil. Da bin ich manchmal einfach nicht hinterher gekommen. Eventuell empfehlenswert für Filmeliebhaber, für alle anderen nett, aber auch nicht mehr!

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  • Statt Schule - Filme für das Leben

    Unser allerbestes Jahr
    sommerlese

    sommerlese

    27. January 2014 um 16:10

    Dieser autobiografische Roman von David Gilmour erzählt von dem Versuch des Vaters David, seinem 16jährigen Sohn Jesse auf seine spezielle Art und Weise Werte und Normen zu vermitteln. Da der Sohn schulische Probleme durch Null-Bock-Mentalität hat und häufiges Schwänzen seine Art der Problemlösung darstellt, macht ihm Gilmour das Angebot, die Schule auszusetzen und durch gemeinsames Filme ansehen und darüber diskutieren, Lösungen für das weitere Leben von Jesse zu finden. Wie reagiert man , wenn der Teenie-Sohn die Schule schmeißt und schwänzt und man als Filmkritiker gerade arbeitslos ist und Zeit mit dem Sohn verbringen möchte/muss? Genau: man sieht mit dem Sohn gemeinsam Filme und diskutiert sie! Die einzige Bedingung für die schulfreie Zeit: Keine Drogen und jede Woche 3 Filme mit Vater-Sohn Gesprächen; und das bei "All inclusive" und bis 17:00 Uhr pennen dürfen! Na, das ist doch mal ein Angebot dem niemand widerstehen kann. Dafür hätte ich vielleicht auch die Schule verlassen! Also zuerst war ich ganz begeistert, welches Verständnis und wie viel Toleranz und Geduld David für seinen Sohn aufbringt. Gemeinsame Zeit zu verbringen und Gespräche zu führen über das Erwachsenwerden, die Liebe und über die Erfahrung über das andere Geschlecht, das ist durchaus beneidenswert. Das wünscht sich jedes Elternteil. Allein dafür gebe ich 2 Sterne! Allerdings erscheint mir die Idee auf den 2. realistischen Blick hin doch schon recht merkwürdig, um nicht zu sagen verrückt. Zumal meine Filmauswahl meine Kinder in dieser Situation wohl auch eher zurückgeworfen hätte: Der Seewolf (Sohn geht zu Marine), Gandhi (Sohn geht nach Indien), Luther (Sohn wird Mönch) und Michel aus Lönneberga (Sohn amüsiert sich köstlich und hält mich für verrückt). Ok, das gehört hier nicht her, aber ich musste ja Beispiele bringen. Fraglich an den dargestellten Tatsachen finde ich vor allen Dingen, das trotz des vorherrschenden Verbots für Minderjährige in Kanada der Sohn häufig Alkohol trinkt, ständig raucht und später auch noch Kokain nimmt. Das zeugt meiner Meinung nach von einem ziemlich überforderten und inkonsequenten Vater. Schließlich war am Anfang des Film-Deals immer die Rede von "Keine Drogen". Doch der Vater reagiert nicht. Ihn stören eher die schlechten Tischmanieren oder er hat Angst, das eine Freundin dem Jungen Liebeskummer machen könnte. Die Aufnahme von Jobs war meiner Meinung ein Zeichen des Sohnes, sich vom Vater lösen zu wollen. Nun zu dem geschriebenen Buch an sich: es war für mich sehr anstrengend und auch langweilig über Filme zu lesen, die ich kaum kenne oder keinen tieferen Sinn in ihnen sehe. Dabei finde ich Filme eigentlich sehr gut. Die Sprache allerdings war einfach und gut verständlich, sodaß ich locker über viele Filmszenen hinweggelesen habe und froh war, das Buch aus der Hand legen zu dürfen. Um junge Menschen zu motivieren, erfordert es wohl einiges mehr als gemeinsam Filme zu sehen und unter Alkoholeinfluss Vater-Sohn-Gespräche zu führen. Dieses Buch habe ich nicht so sehr als Biografie gesehen, sondern eher als einen Versuch, als Filmkritiker im Medium Buch anerkannt zu werden. Wer ein Faible für ältere Filme hat, eventuell die Laissez-Faire Erziehung unterstützt und sich einfach nur unterhalten mag, kann dieses Buch lesen.

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  • The Film Club!

    Unser allerbestes Jahr
    Kleines91

    Kleines91

    07. January 2014 um 21:24

    Klappentext: Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater hat eine ungewöhnliche Idee. "Unser allerbestes Jahr" erzählt die wunderbare und wahre Geschichte darüber, wie Mut und Vertrauen belohnt werden, wie Zeit und Zuneigung Leben verändern können. Meine Meinung: Ich möchte nur kurz etwas zum Inhalt sagen, da zum einen dieser im Klappentext etwas zu kurz kommt und zum andern ich nicht alles vorweg nehmen möchte, es aber doch für wichtig erachte,dass man doch ein wenig weiß, worum es hierbei geht. Nachdem Davids Sohn Jesse immer schlechtere Noten aus der Schule mit heim bringt, verwundert es nicht wirklich, als er seinem Vater mitteilt, dass er keinen Bock mehr auf Schule hat und sie abbrechen möchte. Und gegen die Erwartungen aller erlaubt es Ihm David. Welcher Vater täte das schon? Jedoch hat er eine Bedingung: Er muss ein Jahr lang eine Liste an Filmen abarbeiten bzw. sie sich zusammen mit seinem Vater anschauen. Dies erscheint dem Leser als doch annehm- und schaffbare Aufgabe. Jedoch wird es eine Art Aufgabe für beide. Vater und Sohn verbringen mehr Zeit miteinander und lernen den anderen besser kennen - über den jeweiligen Filmgeschmack.  Für Filminteressenten muss ich leider sagen, dass sie nicht so sehr befriedigt werden. Zwar werden Filme angerissen und es handelt sich auch um "NichtBlockbuster" sowie Klassiker. Aber der Film an sich steht nicht im Hauptgeschehen. Manchmal hab ich mir gewünscht, mehr über einen Film zu erfahren.  Aber hier steht ganz klar das Verhältnis von Vater und Sohn im Vordergrund. Der Autor berichtet hier aus seinem Leben und seinen Erfahrungen mit seinem Sohn. Das Buch war echt gut zu lesen und ich war schnell durch. Ich muss zugeben, dass ich es mir nur gekauft habe, weil es ein Mängelexemplar war und um Filme ging und ich dachte es könne echt interessant werden. Wurde es auch. Halt nur anders als Gedacht.  Aber nichtsdestotrotz ist es eine nette Freizeitbeschäftigung für ´nen langweiligen Sonntag im Winter oder einen warmen,sonnigen Tag im Sommer im Park. Man bekommt Einblicke in eine neue Art der "Vater-Sohn-Beziehung" und merkt, was für einen Einfluss Filme auf einen haben können. Margarete von Schwarzkopf vom NDR sagt über das Buch "Ein bezauberndes Buch über Liebe und Nähe, über Gegensätze, die sich überwinden lassen, und über das Erlernen des Verständnisses für andere Menschen!" - Anhand dieser Meinung habe ich mir anderes vorgestellt. Geht man nur von Meinung aus, dann wird man doch etwas enttäuscht. Aber wie schon gesagt, ein leichtes Buch für Zwischendurch - finde ich.

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  • Die etwas andere Erziehung

    Unser allerbestes Jahr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2014 um 09:03

    UNSER ALLERBESTES JAHR ist ein autobiografischer Roman von David Gilmour. Dieser erzählt von dem Versuch, seinem Sohn auf seine Art und Weise Werte und Normen zu vermitteln. Jesse, der nur noch schlechte Noten schreibt, frustriert ist und innerlich schon lange mit der Schule abgeschlossen hat, beginnt zu schwänzen. Als sein Vater das merkt, bietet er ihm die Möglichkeit, die Schule abzubrechen, unter folgender Bedingung: Jesse soll jede Woche mit ihm zusammen drei Filme ansehen, welche sein Vater selbst aussucht. Sollte Jesse jedoch mit Drogen erwischt werden, so gilt dieser Handel nicht mehr und er muss wieder zur Schule. Jesse nimmt den Vorschlag an. Und so beginnt der Filmclub – Woche für Woche werden Filme geschaut, die mit dem realen Leben verknüpft werden, indem der Vater Themen wie Drogen, Alkohol und Sex anspricht. Vor jedem Film gibt er eine kurze Einleitung zur Geschichte, zum Regisseur, zu den Schauspielern, und bittet seinen Sohn, auf bestimmte Szenen zu achten ("achte auf die Treppe", "gleich kommt die Szene XY, pass genau auf"). Filmkenner können sich an seitenlangen Beschreibungen der Filmhintergründe erfreuen. Für manch anderen könnte dieser Aspekt ermüdent und langweilig erscheinen. UNSER ALLERBESTES JAHR beschreibt die "etwas andere Erziehung". Auf seine Weise will David die Beziehung zu seinem Sohn aufbauen und ihm die Möglichkeit bieten, mit Hilfe seiner Erziehungsmethode Mut und Kraft zu finden, vor allem aber sich selbst. Alexa

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  • Ungewöhnlich

    Unser allerbestes Jahr
    vormi

    vormi

    20. April 2013 um 21:47

    Mir hat das Buch gut gefallen. Vor allem, da David Gilmour und sein Sohn, das ja scheinbar genau so erlebt haben. Ein sehr ungewöhnliches Buch, sowas habe ich noch nie gelesen. Es geht um eine außergewöhnliche (autobiografische) Beziehung zwischen Vater und Sohn. Der pubertierende Sohn befindet sich in einer Sinnkrise und weiß nicht, was er machen soll. Schule läuft gerade gar nicht. Und der liberale Vater bietet ihm an, erstmal mit der Schule aufzuhören. Einzige Bedingungen - Keine Drogen und jeden Tag einen Film mit dem Vater zusammen anschauen. Bewundernswert, ein Traum von jedem Heranwachsenden. Ich bin selber Mutter von 2 (fast) erwachsenen Kindern. Für alle Eltern ein echt interessantes Buch. In vielen Situationen erkennt man sich und seine Sprösslinge wieder. Sehr interessante Gespräche, viele Filme werden angeschaut und besprochen. Schade, daß der Leser nicht alle Filme kennt, und manchmal dadurch den Sinn nicht ganz erkennt. Aber man erkennt viele Gespräche wieder, die man selber schon in der einen oder anderen Form geführt hat. Und manchmal bin ich neidisch auf eine gute Antwort gewesen. Und durch die gemeinsamen Filme und die dadurch gemeinsam verbrachte Zeit ergeben sich dann eben auch gute Unterhaltungen. Guter Schreibstil, die widerstreitenden Gefühle des Vaters kommen sehr gut rüber. Denn, Gott sei Dank, hadert der mehr als einmal mit seiner Entscheidung, den Jungen zu hause zu lassen. Und man möchte wissen, wie geht es mit dem Sohn weiter ...

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  • Rezension zu "Unser allerbestes Jahr" von David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. March 2013 um 12:30

    Ein wunderschönes, warmes, liebevolles Buch über eine ganz großartige Vater-Sohn-Beziehung. Wer sich allerdings den deutschen Titel ausgedacht hat, gehört geohrfeigt. Was war denn gegen "The Film Club" einzuwenden? Schließlich geht es in dem Buch in ziemlich zentraler Position auch um Filme. Mal davon abgesehen: der erzählte Zeitraum im Buch erstreckt sich über drei Jahre. Also ist der deutsche Titel einfach mal phänomenal falsch! Aber "Unsere allerbesten drei Jahre" hätte sich vermutlich nicht ganz so toll angehört... David Gilmour hat auf jeden Fall eine sehr schöne, bewegende und sehr persönliche Geschichte zu Papier gebracht. Auch wenn ich jetzt nicht DER Filmfan schlechthin bin, waren seine Ausführungen über Filme doch sehr interessant.

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  • Rezension zu "Unser allerbestes Jahr" von David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr
    Keksisbaby

    Keksisbaby

    22. January 2013 um 08:28

    Was tun, wenn der pubertierende Sohn keinerlei Interesse für die Schule zeigt, und man selbst arbeitslos ist? Natürlich bietet man dem Kind an, die Schule zu schmeißen und versucht das pädagogische Defizit mit drei Filmen die Woche auszugleichen. Diese Vorgehensweise wird aber nur empfohlen bei Eltern, die hauptberuflich Filmkritiker sind. Mehr als einmal zweifelt David zwar, ob seine ungewöhnliche Erziehungsmethode wirklich Erfolg hat, aber er hält an dem Konzept fest, auch als sein Sohn aus Liebeskummer immer mehr trinkt und sogar Drogen nimmt. Am Ende entwächst Jesse den gemeinsamen Filmnachmittagen, aber den beiden bleibt ihre Erinnerung an eine Zeit, die sie einander näher gebracht hat. Ein eher ungewöhnliches Konzept, die Welt anhand von Filmen zu erklären, aber dann auch wieder nicht. Spiegeln sie doch Träume und Ideale wieder, die man im wirklichen Leben so nie erreicht. Ich fand es gut, dass David mehr als einmal an sich zweifelt, das macht das ganze Greifbarer. Ich glaube Eltern hinterfragen fast immer wie ihre Entscheidungen die Zukunft des Kindes beeinflussen. Außerdem fand ich schön zu sehen, dass er mindestens genauso viel über sich lernt, wie Jesse über das Leben. Ein wenig genervt war ich von Jesses überbordenden Liebeskummer. Immer wenn ein Mädchen ihn verließ, war es gleich ein Weltuntergang, den er mit seinem ausgeprägten Gang zur Selbstzerstörung Ezessiv zelebrierte. Aber vielleicht ist das einfach so, wenn man in der Pubertät steckt. Es ist immer eine kleine Katastrophe, ehe man lernt, das die Welt sich weiterdreht, egal wie groß die Tragödien in unserem Leben sind. Es hat mir großen Spaß gemacht bei dieser besonderen Vater-Sohn-Beziehung dabei zu sein und bekannte Filme mal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

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  • Rezension zu "Unser allerbestes Jahr" von David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr
    blueberry7

    blueberry7

    04. January 2013 um 17:34

    sehr schöne Idee die Welt in Filmen zu erklären..............

  • Rezension zu "Unser allerbestes Jahr" von David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr
    sheepy

    sheepy

    21. August 2012 um 13:19

    Die Geschichte zwischen Vater und Sohn ist interessant, allerdings fehlt total die Spannung in der Geschichte und werden zu oft Filme genannt, deren Inhalt nicht weiter erläutern wird.

  • Rezension zu "Unser allerbestes Jahr" von David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr
    Deli

    Deli

    31. December 2011 um 00:07

    Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, schlägt Jesse einen ungewöhnlichen Handel vor: freie Kost und Logis, aber drei Filme pro Woche. Von Truffaut über Hitchcock bis hin zu ›Basic Instinct‹. Nachmittage und Abende gemeinsam auf dem Sofa. Kein Kurs in Filmgeschichte, sondern viel Zeit zum Reden über falsche Freundinnen, die richtigen Drogen, verlorene und gefundene Liebe. Und darüber, wie lebenswichtig Leidenschaft ist. Ein wahres und weises, zärtliches und urkomisches Buch über gebrochene Herzen im Film und im wirklichen Leben und darüber, dass Erwachsenwerden nichts mit dem Alter zu tun hat. Ein ziemlich intimer Einblick wird dem Leser hier dargeboten, stellt man schon gleich am Anfang fest, das es sich um eine wahre Geschichte handelt. Diese Geschichte erzählt über die Verbindung vom Autor und seinem Sohn in dessen "schwieriger Phase". Keine Lust mehr auf Schule, erste Freundin, Liebeskummer, Drogen. Der Vater versucht durch die verschiedenen Filme die er mit seinem Sohn schaut ihm ein Mindestmaß an Bildung zukommen zu lassen (auf diese Idee muß man erstmal kommen...) und bringt ihn mit viel Feingefühl voran. Ein sehr herzerwärmendes Buch und die Mischung aus Erzählung und Filmhintergründen ist genau richtig.

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