David Graeber Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

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Inhaltsangabe zu „Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus“ von David Graeber

Die Behauptung von Wirtschaft und Politik, dass es zum bestehenden System keine Alternative gibt, wird von David Graeber in diesem Buch systematisch demontiert. Eine andere Wirtschaft, ein anderes Modell menschlicher Gemeinschaft ist nicht nur denkbar, sondern auch möglich und machbar. Der Kapitalismus in seiner bisherigen Form ist an einem für uns alle spürbaren Ende angekommen. Nicht nur die Länder der Dritten Welt, sondern auch unsere unmittelbaren Nachbarn tragen Schuldenlasten, die nie wieder zu begleichen sind; ganze Kontinente sind quasi bankrott. Aber auch nahezu jeder Einzelne ist verschuldet. Schulden, sagt David Graeber, sind nur Versprechungen, und die Welt ist momentan voll von Versprechungen, die nicht gehalten wurden. Jeder Umsturz beginnt mit Schulden und für Graeber als bekennenden Anarchisten auch mit der Frage: Welche Versprechungen wollen sich freie Menschen künftig geben und wie schaffen wir eine neue, bessere Welt? Wem das naiv erscheint, der möge sich nur anschauen, wo es in den letzten Monaten gegärt hat: Von den Protesten gegen Stuttgart 21 bis zur »Occupy Wall Street«-Bewegung organisieren sich ganz normale Menschen und begehren auf gegen die Selbstherrlichkeit von Wirtschaft und Politik und damit auch gegen die Herrschaft des Kapitals. In den Vororten und Reihenhaussiedlungen wird die Revolution zuletzt ankommen, so Graeber. Aber dass sie ihren Weg auch dorthin finden wird, daran besteht für ihn kein Zweifel.

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  • Rezension zu "Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus" von David Graeber

    Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

    Dubhe

    30. August 2012 um 12:48

    In diesem Buch will uns der Autor alternative Möglichkeiten zu unserem jetzigen Politik- und Wirtschaftssystem aufzeigen, die uns nicht nur zum Nachdenken sondern auch zum Handeln anregen sollen. Und genau das tut dieses Buch auch, aber leider hat der Autor es so gestaltet, dass dieses Denken in die falsche Richtung geht, denn dieses Buch stellt einen Ausruf dar, an den ich nicht glaube. Ich weiß, dass unser jetziges System einfach nur falsch ist und die Erde wird es uns in der Zukunft einmal deswegen heimzahlen, doch wie ein griechischer Philosoph schon einmal so schön ausgedrückt hat, jeder Volk hat die Regierung und die Wirtschaft, die es auch verdient.

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  • Rezension zu "Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus" von David Graeber

    Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

    WinfriedStanzick

    30. March 2012 um 10:48

    Der 1961 geborene und seit einem Rauswurf in Yale nun in London lehrenden Ethnologe David Graeber „ ist der Mann der Stunde“ ( Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Vor allem durch seine politischen Bücher und sein Engagement bei „Occupy“ wurde der bekennende Anarchist schnell einem großen Publikum auch außerhalb der Bewegung bekannt. Immer wieder benennt und formuliert er auch in den in diesem Band versammelten bisher verstreuten Essays „Alternativen zum herrschenden System“. Denn „noch immer weigern sich Kapitalisten kollektiv, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ihre Grundannahmen über die Welt zu hinterfragen. Dies könnte nicht nur den Tod des Kapitalismus zur Folge haben, sondern praktisch die ganze Welt zerstören. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – und damit eine neue Sprache, ein neues gemeinsames Verständnis davon zu entwickeln, was die Menschen im Grunde ausmacht und was sie realistischerweise von der Welt und voneinander erwarten dürfen. Man könnte sehr wohl argumentieren, dass das Schicksal der Welt davon anhängt.“ In Deutschland hat gerade der greise Heiner Geißler in seinem Buch „Sapere aude“ in eine ähnliche Richtung argumentiert. Ob man nun eher anarchistisch oder eher aus christlich-sozialen Gründen für eine Überwindung des „Kamikaze-Kapitalismus“ eintritt, deutlich ist: die Welt wird sich verändern und die Schriften David Graebers zeigen wichtige Richtungen an. Dabei argumentiert er immer historisch, seine Essays sind Dokumente eines Gelehrten, der seine Wissenschaft in den Dienst des politischen Engagements stellt und sie dennoch darin nicht aufgehen lässt. Mit Spannung kann man sein im Mai 2012 bei Klett-Clotta erscheinendes großes Werk „Schulden: Die ersten 5000 Jahre“ erwarten, ein ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise. Mit diesen Worten wird es angekündigt: „Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie. Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden. Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben.“ Man sollte als politisch bewusster Zeitgenosse David Graebers Schriften unbedingt zur Kenntnis nehmen, auch wenn man nicht zu den Aktivisten zählt. Er gibt dem, was derzeit scheinbar schicksalhaft in der Welt der Ökonomie passiert, eine historische und radikal-humanistische Perspektive. Eine andere Wirtschaft, ein anderes Modell menschlicher Gemeinschaft ist nicht nur denkbar, sondern auch möglich und machbar.

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