Das erste Kapitel las sich so unreif und schlichtweg schlecht, dass ich das Buch beinahe gleich wieder weglegen wollte. Danach wurde der Schreibstil anders und die Geschichte entwickelte sich zu einer, die ich auch gern las, mit coolen Charakteren und einem soliden Handlungsstrang. Obwohl es ein Fantasy-Buch ist, spielt es in der modernen Zeit, aber eben mit Drachen, also eigentlich eine nette Abwechslung. Man konnte sich die Umgebung auch super vorstellen, nur zur Erscheinung der Drachen haben mir einige Details gefehlt.
Leider konnte mich die Romanze gar nicht überzeugen, die im Buch eine wichtige Rolle spielt. Es war absolute Insta-Love oder eigentlich hauptsächlich Lust, von 0 auf 100, auch wenn keine Szenen zwischen den beiden explizit geschildert werden.
Es wurden zwar wichtige Themen angesprochen, sowie Trauer, indigene Bevölkerungen, Trauma und Umweltschutz, aber das alles wurde immer ganz einfach gelöst, mit Methoden, die eben einfach keinen Sinn machen. Etwas gestört hat mich auch das sehr geringe World-Building, außer dem Bereich, in dem die Handlung spielt weiß man gar nichts, keine Hintergründe zum Glaubenssystem (das sprachlich immer wieder vorkommt) oder auch zur Magie in der Welt. Wenn man aber einfach nur dahinlesen möchte, wird das aber vermutlich kaum stören.


























