David Gray Kanakenblues

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Inhaltsangabe zu „Kanakenblues“ von David Gray

Der Hamburger Kommissar Boyle ist der Sohn eines Afroamerikaners und sein bester Freund ist ein stadtbekannter Ganove. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Kommissar bei der Kripo. Zumal er sich auf einen illegalen Deal mit dem "Jugo-Paten" Premuda eingelassen hat, der ihn mit Beweismaterial versorgte, um korrupte Polizeibeamte in den Knast zu schicken. Boyle sitzt gewaltig in der Klemme und zu allem Überfluss nimmt das Morden in dieser Nacht kein Ende. Scheinbar wahllos werden junge Männer umgebracht. Bald fahndet die Polizei nach Younas Aris, einem bislang unauffälligen Familienvater, und es beginnt eine gnadenlose Hexenjagd auf den "Kanakenmörder".

Brillanter Hard Boiled Thriller aus Hamburg.

— Elmar Huber
Elmar Huber

Spannende Geschichte, jedoch ein wenig überzogen

— Nachtschwärmer
Nachtschwärmer

Endlich mal kein weichgespülter Regionalkrimi! Durchaus spannend und realitätsnah, trotzdem nicht ganz überzeugend.

— Antonella
Antonella

Ein realitätsnaher Krimi, mitreissend und spannend bis zur letzten Seite!

— Buchundmoor
Buchundmoor

Ein harter Krimi, der dem Leser stets genügend Argumente bietet, das man auch wirklich auf der Seite von Boyle bleibt!

— kassandra1010
kassandra1010

Rasant erzählter, komplexer Thriller mit zwei unkonventionellen Helden, der mich mörderisch gut unterhalten hat.

— Baerbel82
Baerbel82

Das Gegenprogramm zum Regiokrimi: rasanter deutscher Thriller mit komplexer Handlung und coolem Stil

— maxplattner3
maxplattner3

Schnoddriger Stil und schwache Charakterisierung in Hard-Boiled-Verkleidung. Nicht lesenswert.

— tinderness
tinderness

HAMMER!!!

— Stups
Stups

Gelungener hard-boiled Thriller!

— Janosch79
Janosch79

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  • Kanakenblues

    Kanakenblues
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    04. November 2016 um 14:01

    Die alte Kaffeemaschine hatte sich ausgeröchelt. Boyle griff nach der Kanne und goss die dampfende Flüssigkeit in einen Porzellanbecher. „Morgen, Arschloch“, prostete er durchs Küchenfenster dem Plakat auf dem Bauzaun gegenüber zu. Das Plakat zeigte ihn selbst, wie er breit lächelnd dem Betrachter eine Polizeimarke entgegenstreckte. Darunter stand in großen, vertrauenerweckend blauen Lettern: „EINER VON UNS.“ STORYHauptkommissar Lewis Boyle von der Pressestelle der Polizei Hamburg wird zum Tatort eines Mordes gerufen. Der Sohn des Polizeipräsidenten Carl Stiller wurde erschossen, regelrecht hingerichtet. Stiller will Boyle unbedingt bei der Soko dabei haben, und versetzt ihn dafür kurzerhand zur Mordkommission. Stiller hat Beweise dafür, dass Boyle ein Jahr zuvor nicht nur eine Festnahme der Drogenabteilung hat platzen lassen, sondern auch, dass er das Koks, das als Köder dienen sollte, direkt aus der Asservatenkammer an einen Dealer verkauft hat. So glaubt er, etwas gegen den Beamten in der Hand zu haben, um ihn kontrollieren und ggf. die Ermittlungen lenken zu können. Zuvor am selben Tag erfährt der Bauarbeiter Younas davon, dass seine Tochter, die kurz vor dem Abitur steht, von vier jungen Männern vergewaltigt wurde. Auf den Druck seines Schwagers und seiner Ehefrau fasst er widerwillig den Plan, die vier Männer zu töten, die seiner Tochter eine vielversprechende Zukunft geraubt haben. „Wer immer meinen Sohn erschossen hat, müsste schon sehr viel Pech haben, wenn er dafür mehr als die üblichen zwölf bis fünfzehn Jahre kassiert. Aber zwölf bis fünfzehn Jahre Knast sind mit zu wenig. Das hat mein Junge nicht verdient.“ MEINUNGBereits einige Jahre zuvor hat David Gray den vorliegenden Roman unter dem Titel GLASHAUS in Eigenregie veröffentlicht. Als es zur Zusammenarbeit mit dem Pendragon Verlag kam, wurde „das Buch dann zusammen mit den Lektoren wesentlich erweitert und einige Veränderungen vorgenommen. Es ist also komplett überarbeitet worden.“ Und KANAKENBLUES macht sich sehr gut im Programm des Bielefelder Verlages, der dem geneigten Leser vor allem für sein ausgesuchtes Programm moderner Krimis, wie z.B. auch für seine Robert B. Parker-Edition bekannt ist. Nach eigener Aussage wollte David Gray eine Geschichte schreiben, in der „jede Hauptfigur gute Gründe dafür hat, das strafrechtlich, bzw. moralisch verwerfliche zu tun“ (Interview auf http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de). So wimmelt es in dem Roman von Grauzonen, keiner der Charaktere hat eine weiße Weste, jeder hat die eine oder andere Fehlbuchung auf seinem Konto. Sogar die Hauptfigur Lewis Boyle ist beileibe kein Saubermann, doch kommt man als normal tickender Leser mit ihm und dem, was ihn antreibt, noch am besten klar. So erklärt sich Boyles rechtliches Fehlverhalten immerhin aus Integrität zu denen, die ihm nahe stehen und richtet sich gegen jene, die ihm selbst ans Bein pissen wollen. Die Stärke des Autors besteht darin, seine Charaktere, nachdem sie einmal aufgestellt sind, wie Spielfiguren durch das Geschehen zu treiben, die ihre Handlungen und Entscheidungen nahezu vollständig durch äußere Umstände bestimmt. Überdies gelingt es ihm nicht nur, die Motivationen der Figuren klar heraus zu arbeiten, sondern diese auch für den Leser nachvollziehbar aufzubauen. Hüben wie drüben auf dem schmalen Grat der Gesetzestreue. Ganz dicht ist Gray dabei an seinen Personen dran, so dass der Leser gemeinsam mit den Protagonisten in einen Ereignisstrudel gesaugt wird, der einen erst ganz am Ende und ordentlich durchgekaut wieder ausspuckt. „Irgendwie wenigstens den Kopf über Wasser halten“, lautet die Devise. So kann man KANAKENBLUES – nicht zuletzt wegen des Handlungsortes Hamburg – ganz treffend als adrenalingetriebene Mischung der TATORTe mit Mehmet Kurtuluş und seinem Nachfolger Till Schweiger beschreiben. Im Groben besteht KANAKENBLUES aus zwei Handlungssträngen. Einerseits dem Weg des Soko-Ermittlers wider Willen, Lewis Boyle, der plötzlich unter dem enormen Druck steht, möglichst schnell den Mörder des Sohnes seines obersten Vorgesetzten zu finden und dabei auch noch mit seinem neuen Team klar kommen muss. Auf der anderen Seite dem Pfad des Rächers seiner Tochter Younas, der sein Handeln, zu dem ihn andere gedrängt haben, selbst nicht vollständig vor sich rechtfertigen kann. Doch einmal diesen Weg beschritten, gibt es für ihn auch kein Zurück mehr. Beide „Kontrahenten“ sind also nicht mit voller Überzeugung bei ihrer jeweiligen Sache und man könnte sich die beiden gut zusammen in einer Kneipe bei einem gemeinsamen Bier vorstellen. Im Gegensatz zur moralischen Unschärfe, die den Roman beherrscht, ist zu bemerken, dass der Handlungsverlauf sehr gut durchgeplant ist und die Geschichte zu keinem Zeitpunkt zu entgleisen droht. Möglicherweise kommt es KANAKENBLUES hier zugute, dass die Geschichte bereits einmal geschrieben und hierfür „nur“ professionell überarbeitet wurde. Ein zweiter Fall mit Lewis Boyle ist bereits in Arbeit. FAZITBrillanter Hard Boiled Thriller aus Hamburg. Eine Tour de Force durch alle möglichen Grauzonen, die von vorneherein kein gutes Ende nehmen kann.

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  • Hartes Leben, harte Kommissare!

    Kanakenblues
    Buchundmoor

    Buchundmoor

    15. July 2015 um 15:40

    Da ich schon David Gray`s Werke gelesen habe, die er als Selfpublisher herausgebracht hat, war ich sehr gespannt, wie dieser Krimi von ihm ist. Um es vorweg zu nehmen, er hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil, hier ist ihm etwas ganz Besonderes gelungen! Beim Titel geht's schon los. Liest mein Vorurteilbelastetes Gehirn denselben, denke ich an das Gejammer über unser schlechtes Land. Jedoch, je weiter sich die Story entwickelt, um so mehr passt der Titel und eröffnet mir den Blues. Hamburg, wo die Reeperbahn immer ein Thema ist und eine Vielfalt der Kulturen, auch krimineller Kulturen, aufeinander trifft. Ein Kommissar, Lewis Boyle, der so ganz anders ist, als wir es gewohnt sind. Sein bester Freund, eine Kiezgrösse, was der Freundschaft keinen Abbruch tut. David Gray zeichnet mir ein genaues Bild der Machtstrukturen, der Beamtenmacht ebenso wie der Verbrechermacht. Boyle, der versucht, seine Ehre und sein Gewissen in diesem perfiden Spiel ais Macht und Korruption zu behalten und dabei trotzdem seine Schäfchen ins Trockene bringen möchte. Raffiniert spannt Gray seinen Bogen um Boyle und bringt ihn von einem Gewissenskonflikt in den Nächsten. Auch die Figur seines Antagonisten zeichnet er sorgfältig. Appeliert an mein moralisches Gewissen, schildert mit notwendiger Deutlichkeit, das auch er keine Wahl hat. Die Sprache in diesem Krimi ist hart und brutal, so wie die Story eben auch. Kein geschöntes, intellektuelles Deutsch, sondern die Sprache der Straße. Dies verleiht dem Werk eine sehr authentische Note, ist das Leben und die Handlung eben auch brutal und ehrlich. Die Spannung bezieht sich elementar auf die Frage, wer hier eigentlich Gut und wer Böse ist. Die Grenzwertigkeit der eigenen Gedanken und das es oft keine einfache Lösung gibt, wenn Gerechtigkeit gefordert wird! Obwohl Gray hier einen ureigenen Stil entwickelt, wurde ich beim lesen an Bukowski und Frank Göhre erinnert. Nicht ganz so fixiert wie Bukowski und nicht so depressiv wie Göhre. Zur Handlung an sich, möchte ich wie immer, gar nicht so viel verraten. Sie zeigt aber deutlich, was in einem Rechtsstaat an Korruption möglich ist. Das eben auch Beamte nicht zwangsläufig die Guten sind und wie verloren jemand hier in unserem Land sein kann, wenn er sich auf die Gerechtigkeit eines Rechtsstaates verlässt! Es war von der ersten bis zur letzten Seite spannend und Gänsehaut pur. Es schwirren mir auch nach dem lesen immer wieder Szenen und Gedanken dazu durch den Kopf. Und auch Boyle, mit seinen blauen Augen, der geradezu blauäugig in einige Fallen tappt, geht mir nicht aus dem Kopf. Ich habe jetzt auch den " Ausländerblues". Ich habe mit Boyle gelitten, mit Teddy gelacht und mit Youmas gefühlt! Und alle anderen gehasst! Empfehle ich uneingeschränkt!!

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  • Kanakenblues

    Kanakenblues
    lisam

    lisam

    21. June 2015 um 12:44

    „Der Hamburger Kommissar Boyle ist der Sohn eines Afroamerikaners und sein bester Freund ist ein stadtbekannter Ganove. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Kommissar bei der Kripo. Zumal er sich auf einen illegalen Deal mit dem "Jugo-Paten" Premuda eingelassen hat, der ihn mit Beweismaterial versorgte, um korrupte Polizeibeamte in den Knast zu schicken. Boyle sitzt gewaltig in der Klemme und zu allem Überfluss nimmt das Morden in dieser Nacht kein Ende. Scheinbar wahllos werden junge Männer umgebracht. Bald fahndet die Polizei nach Younas Aris, einem bislang unauffälligen Familienvater, und es beginnt eine gnadenlose Hexenjagd auf den "Kanakenmörder".“ (Inhaltsangabe von LB)  Mir war es ab einem bestimmten Punkt einfach zu viel. Zu viel Korruption innerhalb des Polizeiapparats, zu viele Intrigen, zu viel Selbstjustiz. Ich habe mich auch die ganze Zeit gewundert warum Younas Aris nicht „endlich“ gestoppt werden kann. Weniger wäre mehr gewesen und hätte mich überzeugen können. Das Ende war für mich unglaubwürdig u.a. auch die Auflösung um den Täter. Da ich nicht Spoilern und jemanden den Lesegenuss vermiesen möchte, muss ich leider etwas vage bleiben.

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  • Kanakenblues

    Kanakenblues
    Solengelen

    Solengelen

    Der Hamburger Hauptkommissar Boyle und Teddy Amin aus der Unterwelt, zwei die auf den verschiedenen Seiten des Gesetzes stehen, sind Freunde. Und aus der Unterwelt bekommt Boyle auch Hilfe für seinen aktuellen Fall. Bestechung und Korruption sind an der Tagesordnung.  Sex, Drogen,Tote, Vergewaltigung, Rache, Selbstjustiz, ein Vater, der auf Rache sinnt, "Kanakenblues" ist ein "eiskalter" Thriller der unter die Haut geht, nichts für schwache Nerven. Der direkte unverblümte Schreibstil hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Ich war sozusagen mitten drin. Meine Nackenhaare standen zu Berge, kalte Schauer liefen über meinen Rücken und mein Kopfkino musste Überstunden machen.  Der Titel passt zum Cover und auch zum Buch. Und im eigentlichen Sinn heißt Kanake, von dem hawaiianischen Kanaka, Mensch. Und Menschen sind wir doch alle und jeder von uns hatte doch auch schon mal den "Blues", oder? Somit hat der Titel für mich keinen negativen Beigeschmack, auch wenn in unserer Gesellschaft der Begriff leider abwertend belegt ist. Ich persönlich mag Boyle als Romanfigur sehr und obwohl ich den Spruch "Der Erfolg heiligt die Mittel" nicht unbesehen unterschreiben würde, bin ich hier nicht abgeneigt ihn bedingt anzuwenden. Freundschaft, Loyalität, Gerechtigkeit sind Boyle sehr wichtig. Er möchte Korruption aufdecken, bedient sich dabei aber nicht ganz legaler Mittel. Manches ist noch tolerierbar, manches aber auch mehr als grenzwertig. Wie auch immer mag ich Boyle und finde ihn für die Geschichte passend "gezeichnet". Und nicht nur ihn, sondern auch die anderen Charaktere.  Obwohl ich Selbstjustiz skeptisch gegenüber stehe, kann ich Younas, den "Titelgeber", gut verstehen. Ich weiß nicht, wie man in so einer Situation selber handeln würde. Natürlich sagt der Verstand, die Justiz soll handeln, aber wenn man sich allein gelassen fühlt, nicht wahrgenommen, ist bis zur Selbstjustiz manchmal nur ein kleiner Schritt. Wir sind doch alles Kanaken mit Ecken und Kanten, mit Fehlern und Zweifeln, stehen vielem skeptisch gegenüber. Aber auch Mitgefühl und Toleranz zeichnen uns aus, auch wenn es nicht immer sichtbar ist.  David Gray hat es wieder geschafft, mich als Leser bis zum Schluss mitzunehmen. Er schafft es auch, den Leser nachdenklich zu machen, eigene Handlungen zu überdenken. 

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    • 3
    Solengelen

    Solengelen

    02. June 2015 um 07:47
  • Kanakenblues oder Wieviel Unrecht darf ein Polizist?

    Kanakenblues
    Wolfhound

    Wolfhound

    Boyle ist en aufstrebender Polizist in Hamburg. Er möchte etwas erreichen im Leben und schreckt dabei auch nicht davor zurück, Kontakte in die Hamburger Unterwelt zu nutzen, um ungeliebte Kollegen aus dem Weg zu schaffen. Als nun der Sohn des Polizeipräsidenten tot aufgefunden wird, sieht Boyle seine Chance, voran zu kommen. Zumal der Polizeipräsident selbst Boyle einen Auftrag bezüglich der Aufklärung erteilt. Doch schon bald wird ein zweiter Junge tot aufgefunden und Boyle glaubt einfach nicht an Zufälle. Eine rasante Nacht in Hamburg beginnt, denn es scheint jemand auf Mordtour zu sein. David Gray hat hier einen Krimi vorgelegt, der eigentlich eine perfekte Vorlage für eine Verfilmung im Tatort ist. In absoluter Eigenbrötler-Manier macht sich Boyle an die Lösung des Falles und schreckt dabei vor nichts und niemandem zurück. Schnörkellos und absolut geradlinig beschreibt David Gray die Odysee Boyles in der Hamburger Nacht, Nebenschauplätze bleiben weitestgehend unberücksichtigt und auch der Schreibstil ist klar. Keine langen Schachtelsätze, bei denen man mehrmals nach dem Sinn suchen muss. Einfach die schöne gewohnt angenehme Schreibweise Grays. Der Titel des Buches vermag einiges an Aufsehen erregen, vielen gefällt er schlichtweg nicht. Ich finde ihn hingegen absolut passend. Mit nur einem Wort beginnt Gray schon beim Titel zu provozieren und hart an die Grenze des Anständigen zu gehen. Heutzutage ist jeder so sehr darauf bedacht, immer politisch korrekt zu sein, dass so eine Gratwanderung auch sehr erfrischend sein kann. Kanakenblues regt dazu an, einmal tiefer über den Sinn eines Buchtitels nachzudenken und vielleicht auch mal die Unsinnigkeit einiger Diskussionsthemen in Frage zu stellen. Im Buch selbst schafft Gray es, den Leser mitzunehmen. Man weiß, wer der Täter ist und lernt ihn auch über das ganze Buch hinweg mehr kennen und auch seine Beweggründe werden dargelegt. Da ist für mich aber auch das klitzekleine Problem, dass ich mit dem Buch habe. Ich verstehe zwar, dass der Täter das tut, was er denkt, tun zu müssen, aber seine Beweggründe um das große Warum in meinem Kopf verschwinden zu lassen, werden nicht so klar ausgearbeitet. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefgang und Information gewünscht. Einige Dinge sind auch etwas unschlüssig. Zum Beispiel lebte der Täter in einem Gefängnis EIN Jahr mit einem Häftling zusammen, der nur Französisch sprach. Also lernte unser Täter diese Sprache. Aber nach VIELEN Jahren in Deutschland, wo seine Tochter zur Schule geht und er auch arbeitet in einem deutschen Betrieb, kann er immer noch wesentlich besser Französisch als Deutsch? Das ist mir ehrlich gesagt ein wenig zu unrealistisch. Nichtsdestotrotz hat Kanakenblues mich fantastisch unterhalten, Boyle ist ein Typ Mensch, wo ich mich nicht so einfach entscheiden kann, ob ich ihn mag oder nicht. Deshalb würde ich mich sehr über weitere Geschichten mit ihm freuen, um ihn noch besser kennenlernen zu können. Denn solch eine Gratwanderung am Rande des Gesetzes in der Position eines Polizisten finde ich äußerst interessant und macht einfach Lust auf mehr.

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    • 3
    Arun

    Arun

    31. May 2015 um 00:01
  • Leserunde zu "Kanakenblues" von David Gray

    Kanakenblues
    David_Gray

    David_Gray

    Kanakenblues - Macht ist die Angst der anderen. Für alle Fans der etwas härteren Thriller. Der Pendragon Verlag hat da ein tolles Angebot für euch:    Eine Leserunde mit Buchverlosung zu meinem neuen Thriller: „Kanakenblues“. Ganz druckfrisch erschienen wartet er auf euch!   Worum geht es im Buch?   Der ehrgeizige Kripokommissar Lewis Boyle ist der einzige Schwarze im Hamburger Polizeidienst und noch dazu hat er einst durch einen schmutzigen Deal mit dem Jugo-Paten Nicolas Premuda zwei korrupte Beamte in den Knast gebracht. Kein Wunder dass Boyle nicht besonders beliebt ist im Polizeipräsidium…   Als der Sohn des Polizeipräsidenten Dr Carl Stiller erschossen wird, stellt dieser Boyle vor die Wahl: Entweder legt er den Mörder seines Sohnes um oder Boyle wanderte wegen seines Deals mit Premuda selbst in den Knast.   Boyle sitzt gewaltig in der Klemme und zu allem Überfluss nimmt das Morden in dieser Nacht kein Ende.     Scheinbar wahllos werden weitere junge Männer umgebracht. Bald fahndet die Polizei nach Younas Aris, einem bislang unauffälligen Familienvater, und es beginnt eine gnadenlose Hexenjagd nach dem »Kanakenmörder«.   Boyle hat nicht viele moralische Grenzen, doch genau hier zieht er eine: Er ist kein Killer. So sucht er, um den eigenen Hals zu retten, nach Leichen im Keller des ehrenwerten Dr Stiller.   Was da an gefährlichen Geheimnissen ans Licht kommt, schockiert selbst den abgebrühten Boyle. “Kanakenblues“ ist ein ungewöhnlicher hard boiled Thriller.   Hier eine Besprechung des Buches beim CrimeMag-Magazin:   http://culturmag.de/rubriken/buecher/david-gray-kanakenblues/86265 Autor und Verlag verlosen für die Leserunde 10 Taschenbücher und 30 eBooks.

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    • 256
  • Kalt, knallhart und korrupt von vorn bis hinten!

    Kanakenblues
    kassandra1010

    kassandra1010

    25. May 2015 um 18:04

    Boyle, ein korrupter Bulle muss feststellen, dass jemand von seinem Schweizer Nummernkonto erfahren hat. Ausgerechnet der Polizeipräsident beauftragt ihn noch während der Ermittlungen im Mordfall dessen Sohnes, den Täter zu finden und umzulegen. Doch Boyle, der in seinem Herzen so wenig korrupt ist, wie der Polizeipräsident ehrlich, begibt sich auf die Jagd.   Unterstütz von seinem alten Freund und ehemaligen Chef Becker ermittelt er im harten Drogenmilieu von Hamburg unterstütz von seinem alten Freund Teddy muss er erfahren, das egal wie man es dreht und wendet, seine Liste über korrupte Polizisten immer länger wird und noch weitere Jugendliche sterben….   Ein harter Krimi, der dem Leser stets genügend Argumente bietet, das man auch wirklich auf der Seite von Boyle bleibt, auch wenn der mehr als einmal das hauchzarte Band gefährlich ausdehnt und bei dessen eigenem kleinen privaten Feldzug mit der Hoffnung auf seine eigene Erlösung mehr Leichen hinterlässt als ihm lieb ist.

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  • Atemlos durch die Nacht.

    Kanakenblues
    Gulan

    Gulan

    Bellini sah Boyle unverfroren geradeheraus an. Boyle sagte nichts. Er wusste nicht, was er hätte sagen sollen. „Vor ein paar Jahren hat mir ein Kollege von Ihnen mal gesagt: Macht sei immer die Angst der anderen. Damals hatten diese anderen noch Angst vor euch. Aber heute habt IHR ANGST VOR DENEN. Und das gefällt mir nicht“, sagte Bellini, hob ihren Kopf und zog ihre Nase kraus. „Riechen Sie das … so riecht es im ganzen Haus.“ Boyle sah ihr wortlos zu, ohne zu ahnen, worauf sie hinauswollte. „Angst, Boyle. Es riecht nach Angst hier. Nur ist das Polizeipräsidium so ziemlich der letzte Ort in dieser Stadt, an dem es nach Angst riechen sollte, finden Sie nicht?“ (eBook, S.189) Lewis Boyle hat es endlich zur Mordkommission der Hamburger Polizei geschafft. Sein erster Einsatz hat es dann direkt in sich: Der Sohn des Polizeipräsidenten Dr. Stiller wurde erschossen. Am Tatort angekommen, wird er sofort zu Dr. Stiller zitiert. Dieser erpresst Boyle und verlangt von ihm, den Täter zu ermitteln und dann zu erschießen. Kurz darauf stirbt ein weiterer junger Mann. Boyle glaubt an einen Zusammenhang zwischen den Fällen und sucht vor allem nach der Verbindung zum Polizeipräsidenten. Derweil hat der Mörder seine Mission für diese Nacht noch nicht beendet. Eine Hetzjagd beginnt, in der nicht nur die Polizei, sondern auch Hamburgs Unterwelt beteiligt ist. Autor David Gray hat bislang seine Bücher im Selbstverlag herausgebracht. Unter dem Titel „Glashaus“ ist dieser Krimi bereits als eBook erschienen. Nachdem der Pendragon Verlag das Buch veröffentlichen wollte, wurde es nochmal komplett überarbeitet und ist jetzt unter dem neuen Titel „Kanakenblues“ erschienen. Gray hat einen knallharten Polizeikrimi geschrieben, politisch unkorrekt und mit vielen Grautönen. Ein deutscher hardboiled detective – ja, es gibt ihn noch! Lewis Boyle ist definitiv solch ein Exemplar. Mitte 30, dunkelhäutig, dazu selbstbewusst, zielstrebig, intelligent. Mit vielen Feinden, vor allem im eigenen Haus. Seine Berufsausübung gleicht einem Tanz auf der Rasierklinge. Boyle steht grundsätzlich schon zu den Zielen seines Berufsstandes, aber das hindert ihn nicht, mit der Gegenseite für seine Zwecke zu kooperieren. Sein bester Kumpel seit Kindertagen und erster Ansprechpartner im Hamburger Gangstermilieu ist Teddy Amin, Jude, dick im Zuhälter- und Drogengeschäft. Gleich zu Beginn wird der Leser Zeuge, dass Boyle eine verdeckte Ermittlung mit einer Menge Koks an einen Hamburger Unterweltboss verrät, um dadurch zwei besonders üble Kollegen loszuwerden (und gleichzeitig sein eigenes Schweizer Konto zu füllen). Die zweite Erzählperspektive handelt von Younas Aris, einem Gastarbeiter, der seit langem mit der Familie in Deutschland lebt. Er ist durchaus intelligent, aber über Handlangerdienste auf dem Bau nicht hinausgekommen. Er hegt Respekt für sein Gastland und fühlt sich doch minderwertig behandelt. Als seine Tochter von vier jungen Männern vergewaltigt wird und er in der Polizeiwache abgewimmelt wird, startet er, bedrängt von der eigenen Familie, einen blutigen Rachefeldzug. Der Autor zeigt die Hansestadt in sehr unvorteilhaftem Licht. Jeder hat hier Dreck am Stecken: Polizisten, Politiker, Journalisten und natürlich die Unterwelt. Da werden komplizierte Bündnisse geschlossen, meist nur fragil und auf Zeit, bis sich neue Konstellationen ergeben. Es geht - natürlich - um Macht, Einfluss und letztendlich um verdammt viel Kohle. Und das alles erzählt Gray sehr intensiv, temporeich, mit interessanten Charakteren und weitgehend schlüssig. Lediglich der Weg des „Kanakenkillers“ Younas durch die Nacht war für mich von ein wenig zu viel Zufall, Glück und bei einem Amateur unangebrachter Professionalität geprägt. Durch den Schauplatz Hamburg ist man als deutscher Leser immer geneigt zu sagen: „Na, trägt der Autor da nicht ein bisschen dick auf?“ Wäre schlimm, wenn es in der Hansestadt tatsächlich so zugeht, aber so ganz sicher, dass dem auf keinen Fall so ist, sollte man nicht sein. Denn dafür gelingt David Gray mit diesem Krimi eine zu gute und nicht ganz unrealistische Fiktion.

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    • 8
    Cridilla

    Cridilla

    18. May 2015 um 09:00
    SalanderLisbeth schreibt Das hört sich ja mal interessant an.

    Jep, sehe ich genauso !

  • Zu viel Verschwörung und Korruption

    Kanakenblues
    Natalie77

    Natalie77

    12. May 2015 um 08:41

    Inhalt: Eine Nacht die für Boyle keine Ruhe bringen wird. Zwei junge Männer wurden ermordet, sie kannten sich. Schnell wird klar das es noch zwei weitere Opfer geben könnte und so ist Eile geboten. Doch nicht nur der Täter macht Druck auch der Polizeipräsident will den Fall bald gelöst wissen und setzte Boyle unter Druck... Meine Meinung: Ich bin ehrlich der Titel hat mich zunächst davon abgehalten dieses Buch zu Lesen, dann stand es auf der Liste des Buch Magazins und ich schaute mir den Rückentext mal an. der Klang recht gut so dass ich dem Buch eine Chance geben wollte. So ganz begeistern konnte es mich aber nicht, aber es war auch nicht schlecht. Dieses Buch ist locker und leicht zu lesen. Es ist der Schreibstil der dafür sorgt. Die Handlung dagegen empfand ich als sehr verworren und merkte auch das ich nach einem Tag Lesepause erst einmal wieder rein finden musste. Für mich neu war das man sowohl den Täter wie auch die Motivation von Beginn an weiß. Für mich war es ein Spannungskiller was den Fall betrifft. Allerdings nicht was die Verstrickungen der Polizei und Boyle angeht. Ich empfand die Morde als Nebenschauplatz und nicht als Haupthandlung. Haupthandlung war für mich die ganze Korruption und die Begegnung von Boyle mit seiner Vergangenheit. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich vermutlich auch Abstand gehalten. Es ist einfach nicht mein Ding. Genauso wenig mochte ich manche Ausdrücke. Kanakenblues steht ja schon auf dem Titel, aber dabei bleibt es nicht, denn auch im Text fällt dieser Ausdruck mehrfach. Auch wenn Kanake Mensch bedeutet ist es für mich ein Unwort und sorgt direkt für negative Stimmung beim Lesen. Genauso bei dem Wort Nigger das auch immer mal wieder fiel. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und bleiben doch fern. Einzig mit Younas konnte ich mitfühlen. Hat nicht jeder schon einmal gedacht er würde gerne Selbstjustiz verüben? Kennt nicht jeder Sprüche wie: Fass mein Kind an und Du bist Tot? Dies hat der Autor aufgegriffen und somit Younas als Figur geschaffen, den man trotz des Mordens mag. Man kann ihn irgendwie verstehen und ich habe ihn hier und da sogar in gewisser Weise bewundert, wenn er ganz anders gehandelt hat als es andere Killer tun und so sich selbst treu blieb. Boyle ist Polizist. Bekommt viel Gegenwind und hat Kontakte und Freunde mit denen man lieber nichts zu tun hat. Ihn empfand ich immer als negativ und wurde so auch nicht warm mit dieser Figur. Am Ende wurde ich hier und da überrascht, aber bin eben nicht restlos begeistert. Ich gehöre da wohl zur Minderheit mag aber daran liegen das es mir zu viel Verschwörung und Korruption war und zu wenig vom eigentlichen Mordfall. Die Szenen von den Morden fand ich sehr gut geschrieben, aber alles andere fand ich teilweise zu verworren.

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  • Hard-Boiled in Hamburg

    Kanakenblues
    Baerbel82

    Baerbel82

    07. May 2015 um 15:51

    Eine Nacht in Hamburg. Zwei junge Männer werden erschossen aufgefunden. Hauptkommissar Lewis Boyle ermittelt. Unerwartete Unterstützung bekommt er von seinem Freund Teddy Amin, einem Gangster. Weitere Menschen sterben. Wo ist die Verbindung? Boyle arbeitet sich durch einen Sumpf aus Korruption und Bestechung und macht die Bekanntschaft von Menschen, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Zudem hat er mit den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit zu kämpfen. Schnell ist klar, dass sich Younas Aris, ein „Kanake“, auf einem Rachefeldzug befindet, weil seine Tochter mehrfach vergewaltigt wurde. Kann Boyle den Killer stoppen, bevor er sein „Werk“ vollendet hat? „Kanakenblues“ ist ein knallharter, hochkomplexer Polizeithriller und zugleich eine Hommage an Hamburg. Es geht um Sex und Drogen, Gewalt und Korruption. Aber auch um Selbstjustiz und Ehrenmord. Rasant treibt David Gray die Geschichte voran. Denn die Handlung findet fast ausschließlich in einer einzigen Nacht statt. Allerdings bin ich mit Boyle nicht wirklich warm geworden: Hart gesotten, aber auch korrupt. Tja, wer im Glashaus sitzt… Younas Handeln ist bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, trotzdem ist er ein kaltblütiger Killer: „Schuld ist relativ. Mord nicht.“ „Kanakenblues“ ist nichts für zartbesaitete Leser. Denn es geht brutal mit aller Gewalt zu, körperlich wie sprachlich. Fazit: Rasant erzählter, komplexer Thriller mit zwei unkonventionellen Helden, der mich mörderisch gut unterhalten hat.

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  • Erstaunlich ....

    Kanakenblues
    maxplattner3

    maxplattner3

    02. May 2015 um 16:39

    Ich muss meiner Frau danken, die mir dieses Buch empgfahl, da sie den Titel ungewöhnlich fand und obwohl ich den Klappentext recht nichtssagend fand und nie zuvor etwas von dem Autor gehört hatte, las ich das Buch und wurde positiv überrascht. Endlich mal eine neue Stimme im deutschen Krimi, die mit der Betulichkeit der dort vorherrschenden Regiokrimis aufräumt. In diesem Buch ist alles ein bisschen anders, und das ist verdammt gut so!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. May 2015 um 16:01
  • Rasanter Thriller

    Kanakenblues
    Xanaka

    Xanaka

    26. April 2015 um 19:56

    Lewis Boyle ist der einzige schwarze Kriminalkommissar bei der Hamburger Kripo. An sich immer für die Gerechtigkeit kämpfend, lässt er sich auf einen merkwürdigen Deal mit Nicolas Premuda - einem Gangchef ein, um korrupte Polizisten in den Knast zu bringen. Nach seiner lang ersehnten Versetzung zur Mordkommission wird er gleich mit dem Fall des ermordeten Sohn des Hamburger Polizeipräsidenten konfrontiert. Dieser weiß scheinbar mehr über die Vergangenheit von Boyle und gibt ihm die Order den Mörder seines Sohnes zu fassen und umzubringen. Wenn nicht, dann... Bei dem Mörder des Sohnes, das erfahren wir im zweiten Handlungsstrang, handelt es sich um Younas Aris. Younas ist ein griechischer Einwanderer und mehr schlecht, als recht in Hamburg etabliert. Sertab, die Tochter von Younas ist von 4 Schulkumpeln vergewaltigt worden und Younas soll und muss Rache nehmen. So verlangt es die Tradition und vor allem seine Frau und deren Onkel. Also begibt sich Younas auf seinen Rachefeldzug. Und so nimmt das Drama seinen Lauf. Boyle verfolgt Younas, der wiederum die Vergewaltiger seiner Tochter. Dieses Buch ist ein absoluter Hardcore-Thriller - ein sogenannter hard boiled Thriller. Er ist spannend geschrieben. Aber es erschreckt einem beim Lesen, wie der Umgang in der Hamburger Polizei untereinander ist, was für ein harter und rauer Umgangston herrscht. Auch das Ausmaß an Korruption, Erpressung, Betrug und Manipulation habe ich so noch nicht gelesen. Es ist phasenweise erschreckend. Ebenso erschreckt es beim Lesen, wie gnadenlos Younas der anfänglich noch Skrupel hat, die Rache fortsetzt. Erst spät wird ihm und auch dem Leser klar, dass auch Younas von seinem Onkel für dessen persönlichen Rachefeldzug, unter anderem am Polizeipräsidenten, benutzt wird. Das Buch war spannend und rasant geschrieben. Ich habe es hintereinander weg gelesen. Aber es ist nichts für schwache Nerven. Lange habe ich über den Buchtitel nachgedacht. Also der Buchtitel passt irgendwie schon, aber so richtig gefällt er mir nicht. Er klingt von vornherein so abwertend. Aber nach dem Lesen des Buches ist er, denke ich, genau richtig. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob mir das Buch gefallen hat. Es hat sich gut und flüssig gelesen. Aber ich weiß nicht, ob ich es noch einmal lesen würde. Wer auf solche Thriller steht, für den mag es genau richtig sein. 

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  • Eine dunkle Nacht in Hamburg

    Kanakenblues
    janaka

    janaka

    25. April 2015 um 09:17

    Lewis Boyle und Teddy Amin sind seit Kindertage die besten Freunde, auch wenn sie im Erwachsenenleben auf verschiedenen Seiten stehen, Boyle ist Kommissar bei der Mordkommission und Amin ist einer der drei großen Unterweltbosse in Hamburg. Eines Nachts wird Kommissar Boyle zu einem Tatort gerufen, an dem ein junger Mann regelrecht hingerichtet wurde. Der Druck, den Mörder zu fassen, ist enorm, denn der Tote ist der Sohn des Hamburger Polizeipräsidenten Dr. Stiller. Dieser erpresst Boyle mit seiner Vergangenheit, Stiller will den Mörder tot sehen und Boyle soll ihn erledigen. Kurze Zeit später stirbt erneut ein junger Mann, Boyle vermutet, dass die beiden Morde zusammen hängen. In einem zweiten Erzählstrang lernen wir die Beweggründe des Mörders Younas Aris kennen. Durch den Druck der Familie wird er zum Mörder und will in dieser Nacht die vier Vergewaltiger seiner Tochter zur Strecke bringen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt… Mit "Kanakenblues" hat der Autor David Gray einen rasanten und fesselnden Krimi geschrieben, der nichts für schwache Nerven ist. Ich bin etwas länger um das Buch geschlichen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich das aushalten kann. Aber ich habe die beiden Sherlock Holmes Bücher von David Gray verschlungen, mag seinen Schreibstil sehr und habe mich dann entschieden, es mit diesem Buch zu versuchen und ich wurde nicht enttäuscht. Gleich zu Anfang wird eine gewaltige Spannung aufbaut, die sich die ganze Zeit über hält. An manchen Stellen musste ich echt Schlucken, so realitätsnah wurden die Situationen beschrieben. Am schlimmsten fand ich die überhebliche Aussage von einem der Vergewaltiger. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und authentisch beschrieben, was mir besonders gut gefällt, dass hier der Böse nicht nur böse ist und der Gute auch seine bösen Seiten hat, so wie es auch im wirklichen Leben ist. Mit Boyle hat der Autor eine Figur erschaffen, die zwar nicht immer politisch korrekt handelt, aber im Endeffekt doch für die Gerechtigkeit kämpft. Und mit Younas zeigt uns der Autor, dass auch aus einem friedliebenden Menschen ein brutaler Mörder werden kann. Younas hat sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, als aber dann seine Tochter brutal vergewaltigt wird, muss er handeln… dass er im Grunde genommen von dem Onkel seiner Frau nur benutzt wird, wird dem Leser erst im Laufe des Buches klar. David Gray hat die Handlungen gut aufgebaut, genial verschachtelt und die Auflösung zum Schluss ist ihm auch gelungen. Durch die verschiedene Handlungsstränge, war ich als Leser mitten im Geschehen und konnte in die Gedankenwelt der beiden Hauptprotagonisten eintauchen. Am Anfang habe ich mich an dem Wort "Kanake" gestört, bis dann die Erklärung für dieses Wort kam. Das Wort stammt vom hawaiischen "kanaka" für "Mensch" ab, und mit dieser Erklärung kann ich gut leben und versuche nun es nicht mehr als Schimpfwort zu betrachten.

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  • Hard-boiled Thriller mit sehr viel Potential!

    Kanakenblues
    Janosch79

    Janosch79

    Mit "Kanakenblues" habe ich den ersten Thriller aus der Feder von David Gray gelesen. Ich wurde absolut nicht enttäuscht.  Da dieses Buch auch noch in Hamburg spielt, hat es mich besonders angesprochen.  Im Mittelpunkt steht Kommissar Boyle, der sich von seinen Artgenossen aber komplett unterscheidet.  David Gray gelingt es von Anfang an, die Figur Boyle in einem Geflecht aus Korruption und Machtgier hervorragend zu zeichnen.  Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt dabei sehr deutlich. Der Titel "Kanakenblues" ist ebenfalls sehr gut gewählt, weil es genau den Nerv des Buches trifft.  Die verwendete Sprache ist nichts für Zartbesaitete, sondern es geht ohne Schnörkel zur Sache.  Sozusagen eine perfekte Vorlage für einen Film.  Ein Vorzug, der diesem Thriller auch dadurch eine entsprechende Authentizität verleiht.  Ein großer Pluspunkt in meinen Augen! Die Spannung hält David Gray von Anfang bis Ende des Buches komplett durch.  Von meiner Seite eine klare Empfehlung!  

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