David Grossman

 3.9 Sterne bei 173 Bewertungen

Lebenslauf von David Grossman

Jugendliteratur mit Verstand: Der israelische Schriftsteller David Grossmann wurde 1954 in Jerusalem geboren. Bekannt wurde er in erster Linie für seine Kinder- und Jugendbücher sowie Romane und Essays. Nach seinem Studium der Theaterwissenschaften und Philosophie an der Hebräischen Universität in Jerusalem arbeitete er für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Israel. In seinen Büchern beschäftigt sich Grossmann häufig mit der Koexistenz von Islam und Judentum. Sein Jugendbuch „Wohin du mich führst“ von 2001 setzt sich ebenfalls mit dieser Thematik auseinander. Sein Essayband „Die Kraft zur Korrektur“ (2008) enthält Texte zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Auch die Rede zur Eröffnung des Berliner Literaturfestivals 2007 findet sich in diesem Band. Trotz gemischter Reaktionen auf einige seiner politischen Stellungnahmen werden seine Werke von der Literaturkritik größtenteils gefeiert. Für seine einfühlsamen und thematisch anspruchsvollen Veröffentlichungen wurde David Grossmann mit einer Vielzahl an Preisen und Ehrungen bedacht. „Wohin du mich führst“ wurde mit diversen Jugendbuchpreisen prämiert und für „Die Kraft zur Korrektur“ erhielt der Autor den Geschwister-Scholl-Preis. Zu seinen bedeutendsten Auszeichnungen gehört mit Sicherheit die Verleihung des Israel-Preises 2018.

Alle Bücher von David Grossman

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Kommt ein Pferd in die Bar

Kommt ein Pferd in die Bar

 (56)
Erschienen am 27.07.2017
Eine Frau flieht vor einer Nachricht

Eine Frau flieht vor einer Nachricht

 (40)
Erschienen am 12.08.2011
Wohin du mich führst

Wohin du mich führst

 (27)
Erschienen am 01.06.2003
Zickzackkind

Zickzackkind

 (23)
Erschienen am 01.09.2000
Der Kindheitserfinder

Der Kindheitserfinder

 (10)
Erschienen am 01.01.2007
Sei du mir das Messer

Sei du mir das Messer

 (10)
Erschienen am 01.04.2003
Aus der Zeit fallen

Aus der Zeit fallen

 (6)
Erschienen am 27.04.2016
Die Umarmung

Die Umarmung

 (4)
Erschienen am 06.02.2012

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Neue Rezensionen zu David Grossman

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Rezension zu "Giraffe und dann ab ins Bett!" von David Grossman

„Diese Energie, die Welt zu erforschen – ich liebe es, für Kinder zu schreiben.“
WinfriedStanzickvor 2 Monaten


 

 

Zum größten Teil in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als seine eigenen Enkel noch klein waren, hat der große israelische Schriftsteller und Friedenspreisträger David Grossmann eine ganze Menge Gutenachtgeschichten für sie geschrieben. Teilweise sind sie damals in eigenen Bilderbüchern erschienen, lange waren sie nicht mehr zugänglich.

Nun hat der Hanser Verlag alle Geschichten von Ruthi, Jonathan, Joram und anderen in einem von Henrike Wilson traumhaft illustrierten Hardcoverband wieder aufgelegt und sie so einer ganz neuen Generation von vorlesenden Eltern und ihren Kindern wieder zugänglich gemacht. Die älteren Geschichten von Joram hat schon damals Mirjam Pressler übersetzt. Die anderen, die in diesem schönen Buch versammelt sind, hat Anne Birkenhauer aus dem Hebräischen ins Deutsche übertragen.

David Grossmann, neben dem gerade verstorbenen Amos Oz für mich der größte Schriftsteller Israels der letzten 50 Jahre, sagt zu seinen Geschichten und zu den Wesen, für er sie geschaffen hat:
„Diese Energie, die Welt zu erforschen – ich liebe es, für Kinder zu schreiben.“

Das letzte Buch, das er für Erwachsene vorlegte, war das Buch „Kommt ein Pferd in die Bar“ aus dem Jahr 2016, dessen Sog, Dramatik und Emotionalität ich mich damals nicht entziehen konnte. Nun wo die Stimme von Amos Oz fehlt, erhoffe ich mir bald einen neuen Roman von Grossman.

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Rezension zu "Giraffe und dann ab ins Bett!" von David Grossman

Genau so soll ein Vorlesebuch sein. Ganz wundervoll!
Damarisvor 4 Monaten

So auf Anhieb ist mir das Kinderbuch "Giraffe und dann ab ins Bett!" nicht aufgefallen. Ist das Cover zu dunkel oder zu unscheinbar? Völlig unverständlich, wie ich jetzt finde. Denn auf den zweiten Blick haben zwei meiner Kinder, und natürlich ich, dieses Buch ganz fest in unser Herz geschlossen. Schaue ich es jetzt an, dann bin ich entzückt; vom Cover und von den Geschichten sowieso.

Zuerst muss ich aber anmerken, dass ich nicht komplett nachvollziehen kann, warum die Altersempfehlung ab 3 Jahren festgesetzt wurde. Meine jüngste Tochter ist drei, bald vier, und sie versteht keine der Geschichten im Zusammenhang. Dafür saugt sie das, was sie versteht, auf wie ein Schwamm und ist begeistert von den vielen lebensnahen Bildern, die die einzelnen Geschichten begleiten. Meine 9-jährige Tochter hingegen ist völlig fasziniert von den Geschichten, obwohl sie schon etwas zu alt dafür erscheint. Allerdings kann sie hinter den Humor, den Twist oder die Situationskomik jeder Geschichte schauen und kichert beim Lesen und Vorlesen am laufenden Band. Damit ist "Giraffe und dann ab ins Bett!" für sie und mich ein wunderschönes Vorleseerlebnis. Empfehlen würde ich dieses Kinderbuch ab etwa 5 Jahren.

Das Buch enthält keine fortlaufende Erzählung, sondern alle Kindergeschichten, die von Autor David Grossman als Einzelbände veröffentlicht wurden. Charaktere wiederholten sich teilweise, jedoch steht jede Geschichte für sich, lässt sich eigenständig lesen oder vorlesen. Sie erzählen vom Alltag, vom Kindergarten, von Freunden oder der Familie - genau die Themen, die Kinder interessieren. Jede Geschichte hat einen besonderen Charme, alleine aufgrund der Personennamen, die aus dem Hebräischen übernommen wurden, und viel natürlichen Humor. Die Vorleselänge ist perfekt für zwischendurch oder auch als Gutenachtgeschichte. Bei uns bleibt es niemals bei nur einer Geschichte.

Fazit ...
Genau so soll ein Kinderbuch sein. "Giraffe und dann ab ins Bett!" ist ein Vorleseschatz! Voller Natürlichkeit, herzlichem Humor und Alltagscharme. Die Altersempfehlung würde ich unbedingt von 3 auf 5 Jahre hochsetzen, damit Zusammenhänge und Twists verständlich werden. Jüngere Kinder können sich zuerst durch die vielen Bilder mit den Geschichten vertraut machen. Ältere Kinder werden beim Vorlesen viel kichern und lachen. Umso eher man das Buch im Regal stehen hat, umso besser. Es wird Kinder lange begleiten. Ganz wundervoll!

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H

Rezension zu "Kommt ein Pferd in die Bar" von David Grossman

Grossmanns Roman ist sehr lesenswert!
Habichtvor 5 Monaten

Anstatt einer Schenkel klopfenden Stand-up-Comedy-Show erleben die Besucher des Comedians Dovle und somit die Leser dieses brillanten Romans einen fulminanten Seelenstriptease, der mir als Rezipient unter die Haut ging und mich voller Gedanken und Gefühle zurückließ, die mich sicher noch eine ganze Weile beschäftigen, nicht nur mit der düsteren Vergangenheit unserer Geschichte, sondern auch mit persönlichen Reflexionen. Fazit: Grossmanns Roman ist sehr lesenswert und sicher nicht der Letzte, den ich von ihm las!

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David Grossman wurde am 25. Januar 1954 in Jerusalem (Israel) geboren.

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