David Guterson Ed King

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  • Rezension zu "Ed King" von David Guterson

    Ed King
    Ruth_liest

    Ruth_liest

    16. April 2012 um 11:31

    David Guterson beweist mit seinem jüngsten Werk "Ed King" erneut seine Meisterschaft. Der Roman beginnt 1962. Der Versicherungsmathematiker Walter muss seine kleinen Kinder versorgen während seine Frau mit Depressionen in der Klinik liegt. Diane, ein minderjährige Au-pair, soll ihm dabei helfen. Und natürlich beginnen die beiden ein Verhältnis bis Walters Frau aus der Klinik entlassen wird. Die schwangere Diane erpresst Walter für den Rest seines Lebens, obwohl sie das Kind aussetzt. Später heiratet sie einen reichen Mann, der aber ihre Lügen und Betrügereien entdeckt, so dass er sich von ihr scheiden lässt. Da arbeiten gehen keine Alternative ist und Armut das schlimmste aller Übel ist, übt sich Diane im Drogenhandel. Eine Übung, die gründlich schief geht. Als ihr ein "Märchenprinz" über den Weg läuft, greift sie zu. Ihr ausgesetztes Baby wird von einem wohlhabenden Ehepaar adoptiert und Ed King genannt. Der Junge gerät schnell auf die schiefe Bahn und verursacht sogar einen tödlichen Unfall. Die angst vor Entdeckung lässt Ed nach einem bürgerlichen Leben streben. So wird er einer der größten und reichsten Internetunternehmer der Welt. Zum Glück fehlt nur noch eine Ehefrau. Die findet er schließlich in Diane, einer 15 Jahre älteren Frau, mit der er lange Jahre glücklich verheiratet ist. Erst mit über 50 gelingt es ihm eher zufällig alle Schicksalsfäden seines Lebens zu entwirren. Ed hat bei dem Unfall seinen Erzeuger getötet und die Frau an seiner Seite ist seine leibliche Mutter. Klingt kitschig. Ist es aber nicht. David Guterson gelingt es an Hand der drei Menschen - Mutter, Vater, Kind - den amerikanischen Mittelstand und seine Vorstellungen von Glück und Moral zu skizzieren. Wobei das Glück hier für die Erfüllung des amerikanischen Traums von Wohlstand, Ansehen und bürgerlicher Sicherheit steht. Egoistisch und skrupellos verfolgen alle drei ihre Ziele. Sie erlangen zwischenzeitlich auch traumartige Zustände, doch am Ende bleibt nichts als Betrug, Schmerz und Einsamkeit. Der Roman ist gewohnt brilliant geschrieben. Die Lektüre packt einen und doch fehlt mir dieses letzte Quäntchen, das "Schnee, der auf Zedern fällt" ausgemacht hat.

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