David Halperin Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel

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Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel“ von David Halperin

Der junge Danny Shapiro hat es nicht leicht: Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater ist ihm fremd, und sein Zuhause engt ihn ein. Doch dann kommt die Nacht des 20.12.1962. Danny sieht, wie ein UFO vom Himmel fällt, oder hat er das nur geträumt? Danny stürzt sich in ein Abenteuer zwischen Fantasie und Realität. Aber am Ende begreift er: Er muss sich dem realen Leben stellen, auch wenn er das ohne den Umweg durch seine Fantasiewelt nicht geschafft hätte. Vielleicht wird er dann ein kleines Stück vom Glück für sich erobern können ...

Der mit Abstand größte Mist, den ich in meinem ganzen Leben je gelesen habe

— Amilyn
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    Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel
    Amilyn

    Amilyn

    12. April 2017 um 16:49

    Frage: Liebe Rezensentin, wollen Sie uns etwas zum Inhalt dieses Buches verraten?Antwort: Nein! Denn egal, was ich sage, es stimmt nicht.F: Wie kann denn so was sein?A: Da fragen Sie doch besser mal den Autor. Ich jedenfalls kann zu diesem riesengroßen Haufen Schwachsinn, den ich da gerade zu Ende gelesen habe, keine Inhaltsangabe geben.F: Also, auf dem Klappentext steht ja was von einem Abenteuer zwischen Fantasie und Realität ...A: Ja, auf dem Klappentext steht aber auch ein Zitat von Publishers Weekly: "Diese herzerwärmende Coming-of-Age-Geschichte wird jeder lieben". Ich frage mich, ob man die wegen dieser Behauptung verklagen kann.F: Nun beruhigen Sie sich doch ein wenig. Reden wir doch einfach mal über etwas schönes: das Cover!A: Sieht aus, als wäre es eine nette Komödie, oder? Vielleicht im Zusammenhang mit dem Klappentext eine Tragikomödie.F: Ist es das denn nicht?A: NEIN!!!F: Schon gut, schon gut. Wir wollen ja nicht gleich herumschreien. Dann werden wir mal konkreter. Ich sehe, Sie haben nur ein mageres Sternchen für diesen Roman vergeben. Was ist denn das Schlimmste an dem Buch?A: Das Schlimmste ist, dass irgendjemand beim Penguin-Verlag in New York dieses Manuskript des (Debut!!!-)Autoren, David Halperin, gelesen und sich gedacht hat: "Wow, das ist toll, das müssen wir unbedingt rausbringen!"F: Und was ist das Allerschlimmste?A: Dass irgendjemand beim Goldmann-Verlag in München das Buch gelesen hat und sich offenbar gedacht hat: "Wow, das ist toll, das müssen wir unbedingt übersetzen. Und rausbringen!"F: Hm ... In den 1960ern spielt die Geschichte. Gibt es denn irgend etwas positives dazu zu sagen?A: Nein. F: Hätte mich ja gewundert. Geht's etwas ausführlicher?A: Es kommt überhaupt kein 60er-Jahre-Gefühl rüber. Klar, es wird mal die Kubakrise erwähnt und das Kennedy-Attentat, und dann geht es auch mal um Roswell (schließlich kommt keine UFO-Geschichte ohne Roswell aus), aber eher nach dem Motto: "Auf der schönen grünen Wiese wuchsen ein paar bunte Blumen. Kubakrise!"F: Ach, kommen Sie ... Sie übertreiben jetzt, weil sie generell sauer auf das Buch sind.A: Generell ist dieses Buch der mit Abstand allergrößte Bulls**t, den ich in meinem ganzen Leben je gelesen habe, inklusive aller Schulbücher und Kafka! Es ist mir absolut unbegreiflich, wie es dazu kommen konnte, dass Papier für dieses Buch produziert worden ist. Immerhin ist es ein Mängelexemplar. Undenkbar, ich hätte auch noch die vollen knapp 10 EUR für diesen Schund ausgegeben. Das sind fast 20 Mark!F: Ich sehe schon, Sie werden in diesem Leben wohl keinen Frieden mehr finden mit dem Buch. Was haben Sie denn abschließend zu all den potentiellen Lesern von Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel zu sagen?A: Liebe potentielle Leser von Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel: wenn ihr zu dem Punkt kommt, an dem Danny auf dem Flughafen von Miami von drei seltsamen Männern in einen Verhörraum geschafft wird und ihr diese Szene irgendwie merkwürdig und/oder übertrieben findet: HÖRT AUF ZU LESEN! Es wird euch einiges an Nerven ersparen.F: Okay ... Na dann ... Vielen Dank für das nette Gespräch.A: Bitteschön..........F: Sie wissen aber schon, dass Kafka von vielen sehr geschätzt ...?A: Ist mir egal.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel" von David Halperin

    Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. September 2012 um 12:13

    Durch die Fantasie zur Wirklichkeit David Halperin lässt den Leser von Beginn an nicht wirklich im Zweifel darüber, dass er im Rahmen einer sich immer weiter ausweitenden Science-Fiction Geschichte tatsächlich vordergründig nur eine Fantasie in der Fantasie ausformuliert. Schon auf den ersten Seiten des Buches wird deutlich, dass für die Figur des jugendlichen Danny Shapiro die Fantasie das Sein bestimmt, zumindest zunächst, dann stärker werdend, bis das Buch zum Ende hin eine dann doch Wendung in die Realität der Figur hinein nimmt. UFO Forscher, so versteht sich Danny, mit seinem engsten (und einzigen) Freund zusammen. Mit dem ihn vor allem eben jene Suche nach einem vermeintlichen UFO verbindet. „Das UFO fiel in der Nacht vom 20-Dezember 1962 vom Himmel“. Und nun, im Jahr 1966, macht sich David auf den Weg, den Spuren des UFO´s zu folgen. Und erzählt durchaus auch von der zurückliegenden Ein Weg, auf dem plötzlich neue Haltestellen der Buslinie auftauchen, ein Mädchen eine Rolle spielen wird und durchaus fantastische Erlebnisse auf David warten. Dem Einzelgänger, Eigenbrötler. Nach kurzer Zeit aber wird bereits deutlich, dass David einer ist, der sich in sich selbst zurückzieht, in seine Fantasie, der damit den Gegebenheiten um sich herum entflieht. So ist und bleibt es lange verschwommen, was denn genau und real passiert, wieweit Davids ständige Eintragungen in sein Tagebuch reiner Fantasie entspringen oder doch an der Wirklichkeit anhaften. Einer Wirklichkeit mit einer kränkelnden Mutter, die ihre Krankheit schwer atmend wie ein Schutzschild vor sich her trägt. Eines distanzierten Vaters, der kein Verständnis in irgendeiner Hinsicht für seinen Sohn zeigt, der noch nicht einmal ein wirkliches Grundinteresse für diesen Sohn aufbringt. Und eine Wirklichkeit eben, in der David kein bisschen ein Held ist. Was Wunder, dass er sich davon wegträumt, in Abenteuer hinein. „Ich erforsche UFO´s, weil sie, im Gegensatz zu Gott, real sind und man sie sehen kann“. So real, wie Rosa Paglianos, das Mädchen, für das Danny schwärmt? Und in stiller Eifersucht entbrennt, weil sein bester Freund mit Rosa ebenfalls eng verbunden zu sein scheint? Aber so wichtig ist das alles letztendlich gar nicht. Unterhaltsam und durchaus auch spannend schreibt David Halperin von der UFO Suche seines Protagonisten und nimmt den Leser damit gut hinein in diese Welt äußerer Einsamkeit, dem Gefühl, nicht gewollt zu sein, dem nicht zurechtkommen mit der familiären Situation und der eigenen Personen. Der ständigen Verwirrung und Zurückhaltung von Gefühlen, die sich dann doch zum Ende hin Bahn brechen werden und dürfen. Und führt den Leser weiter dazu, mit zu erleben, wie durch die sich steigernde Fantasie und die vielen Überlegungen des Jungen mehr und mehr eine Kurve zur Realität genommen wird, die Erkenntnis reift, dass er sich am Ende doch den Umständen so, wie sie sind, zu stellen hat. Falls es ihm noch gelingen wird. Wie ein Mensch in und durch seine Fantasie tatsächlich für die Realität reifen kann und dass auch eingebildete Erlebnisse real intensiv ausstrahlen können, dies beschreibt Halperin in einer fundierten und sprachlich flüssigen Form. Als könnte es auch so gewesen sein.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel" von David Halperin

    Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel
    Bellexr

    Bellexr

    01. September 2012 um 12:45

    Wissenschaft ist eine Schildkröte . Der 13-jährige Danny Shapiro beobachtet auf dem Nachhauseweg ein Ufo, es ist die Nacht des 20.12.1962. Von diesem Tag an ist für den Hobby-Ufologen nichts mehr wie vorher. Danny geht auf eine abenteuerliche wie auch gefahrvolle Reise und trifft dabei auf Außerirdische und wird von den Men in Black verfolgt. Doch was ist Fantasie, was Realität? Dannys Leben ist trist und einsam. Vom Vater nicht beachtet und von der Mutter vernachlässigt, da diese schwer krank ist, hat er kaum Freunde und ist zudem noch unglücklich verliebt. Nur seinem Ufo-Tagebuch kann er seine Gefühle anvertrauen. . Der Einstieg in David Halperins Science-Fiction/Fantasy-Geschichte gestaltet sich anfangs etwas schwierig, da immer wieder die Grenzen zwischen Fantasie und Realität verwischen, was sich durch die ganze Geschichte zieht. Danny erzählt seine Abenteuer als 16-jähriger in Rückblenden und manchmal weiß man zudem nicht, ob man sich im Jahr 1965/66 oder wieder bei dem 13-jährigen Jungen und seinen Erlebnissen befindet. . Doch wenn man sich hierauf einlässt und über die erste Verwirrung hinweg ist, findet man sich schnell in der Story zurecht und man wird mit einer wundervollen, emotionalen und sehr fantasievollen Geschichte belohnt. Danny wird von dem Ufo-Hype, der Anfang der 1960er Jahre in den USA kursierte, angesteckt. Zusammen mit seinem einzigen Freund gründet er einen Ufo-Club, beschäftigt sich intensiv mit Ufo-Sichtungen und flüchtet sich so immer mehr in seine eigene Welt. . Denn die Realität bietet ihm wenig. In der Schule wird er nicht akzeptiert, sein Vater ist von ihm enttäuscht, behandelt ihn wie einen Fremden und ständig muss Danny Rücksicht auf seine schwer herzkranke Mutter nehmen. Vor seinen Augen schwindet sie immer mehr aus dem Leben, was dem Jungen schwer zu schaffen macht. Die Stimmung in Dannys Elternhaus ist immer getrübt, depressiv und voller Rücksichtnahme auf die Krankheit der Mutter. . Wen wundert es, dass sich der Junge in seine eigene Fantasiewelt flüchtet. Diese vertraut er seinem Tagebuch an und was David Halperin seinen Protagonisten in den nächsten 3 Jahren erleben lässt, wird immer spannender und nimmt stellenweise auch sehr starke Science-Fiction-Züge an. Doch Danny ist immer bewusst, dass er sich irgendwann der Realität, dem wahren Leben, stellen muss. Hierfür muss er viele Umwege in Kauf nehmen, an denen er reifer und erwachsener wird und die ihm helfen, sich dieser Realität zu stellen. . Beeindruckend ist die bildhafte, fesselnde und stellenweise auch poetische Sprache des Autors, der sich intensiv mit dem Thema Ufo und Außerirdische befasst hat. Vieles kommt einem bekannt vor, so haben die Außerirdischen die gleichen Gesichtszüge wie man sie von den Roswell-Bildern kennt und auch die kleine Stadt in Mexico wird ein Thema in dem Roman. Danny muss vor drei schwarzen Männern flüchten, den Men in Black, seine Reise führt ihn unter die Erde und doch dem Mond so nah wie auch nach Jordanien und Israel. Ein wundervolles Buch voller Mythologie, Fantasie und Science-Fiction, aber auch theologische bzw. jüdische Züge sind hier zu erkennen. Verständlich, da David Halperin emeritierter Professor für Jüdische Geschichte und Theologie ist. . Fazit: Ein Roman auf den man sich einlassen muss, der anfangs etwas verwirrend ist, aber schon bald mit einer wundervollen, fantasiereichen und überaus spannenden Geschichte voller Emotionen überzeugen kann.

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