David Herbert Lawrence

 3,9 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von David Herbert Lawrence

D. H. Lawrence, (1885–1930), einer der großen englischen Erzähler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurde durch seinen kontroversen und lange Zeit verbotenen Roman Lady Chatterley’s Lover weltberühmt, dem er seinen Ruf als Dichter freizügig-erotischer Literatur verdankt. Mit Der Mann, der Inseln liebte lässt sich ein anderer D. H. Lawrence entdecken, der sich eine zentrale Frage stellt: Wie kann der Mensch in einer ihn immer mehr einengenden, modernen, rational-industrialisierten Welt seine eigene Freiheit finden?

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von David Herbert Lawrence

Cover des Buches Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung (ISBN: 9783455405491)

Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung

 (8)
Erschienen am 15.08.2015
Cover des Buches Lady Chatterley: Erotik Edition Klassik (ISBN: 9783955016456)

Lady Chatterley: Erotik Edition Klassik

 (0)
Erschienen am 02.11.2014
Cover des Buches Lady Chatterley (ISBN: B002DU7R38)

Lady Chatterley

 (0)
Erschienen am 01.01.1990
Cover des Buches Überlegungen zum Tod eines Stachelschweins (ISBN: 9783379014274)

Überlegungen zum Tod eines Stachelschweins

 (0)
Erschienen am 01.01.1995
Cover des Buches The Captain's Doll (ISBN: 9783849563202)

The Captain's Doll

 (0)
Erschienen am 14.08.2013
Cover des Buches Selected Literary Criticism (ISBN: 9783849563189)

Selected Literary Criticism

 (0)
Erschienen am 14.08.2013
Cover des Buches The Trespasser (ISBN: 9783842434509)

The Trespasser

 (0)
Erschienen am 27.02.2013

Neue Rezensionen zu David Herbert Lawrence

Cover des Buches Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung (ISBN: 9783455405491)Lese_Lisels avatar

Rezension zu "Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung" von David Herbert Lawrence

Eine kleine, feine Erzählung über die Abkehr von der Welt und was daraus werden kann…
Lese_Liselvor 2 Monaten

Ich werde künftig meine Phantasien vom Leben auf einer einsamen Insel in Erinnerung an den Mann, der Inseln liebte, etwas zügeln…

Zu Beginn der Erzählung konnte ich den Inselliebhaber Mr. Cathcart nur zu gut verstehen. Denn auch ich kenne diesen Drang, mich auf einer Insel abzuschotten, nur zu gut. Wenn mir alles zu viel wird, die Nachbarn nerven, die Arbeitskollegen alle irgendwie mühsam sind, der Fluglärm bis nachts um elf nicht abebbt, dauernd das Telefon klingelt, Tonnenweise E-mails meinen Posteingang fluten und die Luft in der Familie zum schneiden dick ist, dann wünsche ich mich weit weg auf eine einsame Insel… Lawrences Thema ist aktueller denn je. 

Zwar gab es damals noch keine Mails und bestimmt weitaus weniger Lärm und Hektik auf der Welt. Aber Mr. Cathcart sehnte sich trotzdem nach Einsamkeit, nach einer Welt, die er selber geschaffen hat, nach seinem eigenen kleinen Reich. So zieht er nach und nach auf stets kleinere, abgelegenere Inseln, kehrt der Welt und allem Lebendigen den Rücken zu. Melancholisch, packend und atmosphärisch schildert Lawrence den totalen Rückzug in eine Art Zwischenreich, das Abdriften aus dem Leben.

Ein auch in seiner wunderschönen Aufmachung tolles kleine Büchlein, neu übersetzt und mit einem Vorwort von Benjamin Lebert.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung (ISBN: 9783455405491)Bibliomanias avatar

Rezension zu "Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung" von David Herbert Lawrence

Die Inseln der Einsamkeiten
Bibliomaniavor 5 Jahren

Eine kurzweilige Erzählung über einen Mann, der Inseln liebt und nach und nach auf immer kleinere, einsamere Inseln zieht. Immer wird es ihm zu laut, zu voll, zu unerträglich. Er sucht sein eigenes Paradies und findet es schließlich auf einer Insel, die nur er allein bewohnen kann. Mehr und mehr verabschiedet er sich von Alltagsgegenständen, von Geräuschen und Lebewesen, bis eigentlich nichts mehr übrig bleibt außer er selbst.

Das Thema der Abkehr beschäftigt D. H. Lawrence in dieser Geschichte von 1927 und ist damit auch heute noch, in Zeiten von E-Mail, Facebook, Twitter und Co. aktuell.

Eine hübsche kleine Erzählung, die einen nachdenklich werden lässt, ob das, was heutzutage normal ist an Kommunikation und Austausch wahrlich so gesund ist, wie es uns vorgegaukelt wird.

Kommentieren0
9
Teilen
Cover des Buches Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung (ISBN: 9783455405491)M

Rezension zu "Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung" von David Herbert Lawrence

Abkehr
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Abkehr

Es ist eine Entwicklung „weg von allem“, die Lawrence in diesem schmalen Band in seiner wunderbaren, den Punkt treffenden, vielfache Assoziationen und Reflexionen beim Leser auslösenden Sprache, schildert.

Der Welt den Rücken zu kehren. Von Geburt an Insulaner und da mit ganzem Herzen, geht er einen für ihn folgerichtigen Schritt, seine Liebe zur Abgeschiedenheit zu zementieren.

Er verstärkt seine Abkehr von der Welt zunächst durch einen Umzug auf eine eigene Insel mit nur wenigen „Mit-Bewohnern“, dann auf eine noch kleinere Insel mit einigen auserwählten Mitmenschen, dann, in völliger Abkehr „von der Welt“ (auf eine noch kleinere Insel ohne jede menschliche Gesellschaft). So verläuft der Weg des Mannes, den Lawrence zum Mittelpunkt der Erzählung setzt.

Eines Mannes, der das wirkliche, dauerhafte, persönliche Glück sucht. Den Zustand des inneren Friedens. Zunächst in der Überlegung, ein äußeres Paradies zu schaffen und dieses „nach Innen“ wirken zu lassen. Und dann, angesichts der Erfahrungen von Fehlern und Begrenzungen, im Wissen, dass dies vom Äußeren her nicht gelingen wird, setzt er sich sich selbst aus. Und folgt der inneren Entfaltung von Gedanken, weitgehend losgelöst von allen äußeren Haft- und Haltepunkten, bar fast jeden Besitzes.

„Seine einzige Befriedigung zog er daraus, alleine zu sein, vollkommen alleine, und dass der ewig weite Raum ihn durchdrang“.

Wobei Lawrence beileibe keine „glückliche“ Rückzugsgeschichte erzählt, sondern die Tiefen der Melancholie, die Unerträglichkeit des Seins (selbst die paar Schafe auf der kleinsten der Inseln verursachen dem Mann mehr und mehr Ekel und Unruhe) ruhig und in der Tiefe des Erlebens schildert. Man kann sich und der Welt nicht wirklich entkommen und warum sollte man das unbedingt Wollen? Das schwingt als Frage durch die Seiten stetig mit.

Es ist auch ein innerer Kampf, ein Versuch, das Glück zu zwingen, hinterher zu jagen, das den Mann umtreibt bis hin zu Zuständen zwischen Wachen und Schlafen, die kaum mehr auseinandergehalten werden können, bis hin zu elementaren Erkenntnissen.

„Die Elemente! Die Elemente!....Gegen die Elemente konnte man nicht gewinnen.“
Und seinem Leben auf Dauer nicht entfliehen, so kann man diese Geschichte verstehen

Eine innere Geschichte, die in ihren äußeren Ereignissen im Buch mehr und mehr belanglos wirkt, deren Wirkung beim Leser sich aber in gleicher Weise mehr und mehr einstellt angesichts der Fragen nach dem Kern des Seins auf dieser Welt, nach dem, was Glück ist, was beherrschbar ist, wem und was man sich letztendlich nur ausgeliefert gegenüber vorfindet und den „eigenen Atem im Rücken spürt“. Und Mehr nicht.

Ein Werk, entstanden 1927, drei Jahre vor dem Tod des Schriftstellers, und bindet in sich auch die eigenen Überzeugung eines mutigen, das Leben (und die Liebe) liebenden, sich oft gegen die Konventionen der Zeit stellenden Autors. Der eben nicht den Sinn dieses Daseins darin sehen möchte, sich von dieser Welt „auf Inseln“ abzukehren.

Kommentare: 1
10
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 21 Bibliotheken

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks