David Herbert Lawrence Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung“ von David Herbert Lawrence

D. H. Lawrence’ grandiose Erzählung über die Abgründe der menschlichen Existenz - neu übersetzt von Benjamin Lebert: Ein Mann liebt Inseln. Er sucht sein Glück auf einer sturmumtosten Insel. Hier erschafft er sich seine eigene Welt, richtet alles nach seinen Vorstellungen ein. Doch schon bald wird sein Glück bedroht, nicht von Wind und Wellen, sondern von den anderen Menschen. Also flüchtet der Mann auf eine kleinere Insel und schließlich auf eine noch kleinere Insel, bis er schließlich ganz allein ist, allein mit dem Meer. Immer tiefer verliert er sich in sich selbst, in seinen Wünschen und Sehnsüchten. Eine Geschichte über einen Menschen, der den Rückzug aus der Welt wagt, um die Gezeiten, die Schwingungen der Seele zu spüren, um sich sein eigenes Paradies zu erschaffen.

Wunderschönes Cover und eine Geschichte der Abkehr

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  • Die Inseln der Einsamkeiten

    Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung

    Bibliomania

    01. November 2016 um 01:13

    Eine kurzweilige Erzählung über einen Mann, der Inseln liebt und nach und nach auf immer kleinere, einsamere Inseln zieht. Immer wird es ihm zu laut, zu voll, zu unerträglich. Er sucht sein eigenes Paradies und findet es schließlich auf einer Insel, die nur er allein bewohnen kann. Mehr und mehr verabschiedet er sich von Alltagsgegenständen, von Geräuschen und Lebewesen, bis eigentlich nichts mehr übrig bleibt außer er selbst. Das Thema der Abkehr beschäftigt D. H. Lawrence in dieser Geschichte von 1927 und ist damit auch heute noch, in Zeiten von E-Mail, Facebook, Twitter und Co. aktuell. Eine hübsche kleine Erzählung, die einen nachdenklich werden lässt, ob das, was heutzutage normal ist an Kommunikation und Austausch wahrlich so gesund ist, wie es uns vorgegaukelt wird.

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  • Abkehr

    Der Mann, der Inseln liebte - Erzählung

    michael_lehmann-pape

    21. August 2015 um 12:53

    Abkehr Es ist eine Entwicklung „weg von allem“, die Lawrence in diesem schmalen Band in seiner wunderbaren, den Punkt treffenden, vielfache Assoziationen und Reflexionen beim Leser auslösenden Sprache, schildert. Der Welt den Rücken zu kehren. Von Geburt an Insulaner und da mit ganzem Herzen, geht er einen für ihn folgerichtigen Schritt, seine Liebe zur Abgeschiedenheit zu zementieren. Er verstärkt seine Abkehr von der Welt zunächst durch einen Umzug auf eine eigene Insel mit nur wenigen „Mit-Bewohnern“, dann auf eine noch kleinere Insel mit einigen auserwählten Mitmenschen, dann, in völliger Abkehr „von der Welt“ (auf eine noch kleinere Insel ohne jede menschliche Gesellschaft). So verläuft der Weg des Mannes, den Lawrence zum Mittelpunkt der Erzählung setzt. Eines Mannes, der das wirkliche, dauerhafte, persönliche Glück sucht. Den Zustand des inneren Friedens. Zunächst in der Überlegung, ein äußeres Paradies zu schaffen und dieses „nach Innen“ wirken zu lassen. Und dann, angesichts der Erfahrungen von Fehlern und Begrenzungen, im Wissen, dass dies vom Äußeren her nicht gelingen wird, setzt er sich sich selbst aus. Und folgt der inneren Entfaltung von Gedanken, weitgehend losgelöst von allen äußeren Haft- und Haltepunkten, bar fast jeden Besitzes. „Seine einzige Befriedigung zog er daraus, alleine zu sein, vollkommen alleine, und dass der ewig weite Raum ihn durchdrang“. Wobei Lawrence beileibe keine „glückliche“ Rückzugsgeschichte erzählt, sondern die Tiefen der Melancholie, die Unerträglichkeit des Seins (selbst die paar Schafe auf der kleinsten der Inseln verursachen dem Mann mehr und mehr Ekel und Unruhe) ruhig und in der Tiefe des Erlebens schildert. Man kann sich und der Welt nicht wirklich entkommen und warum sollte man das unbedingt Wollen? Das schwingt als Frage durch die Seiten stetig mit. Es ist auch ein innerer Kampf, ein Versuch, das Glück zu zwingen, hinterher zu jagen, das den Mann umtreibt bis hin zu Zuständen zwischen Wachen und Schlafen, die kaum mehr auseinandergehalten werden können, bis hin zu elementaren Erkenntnissen. „Die Elemente! Die Elemente!....Gegen die Elemente konnte man nicht gewinnen.“ Und seinem Leben auf Dauer nicht entfliehen, so kann man diese Geschichte verstehen Eine innere Geschichte, die in ihren äußeren Ereignissen im Buch mehr und mehr belanglos wirkt, deren Wirkung beim Leser sich aber in gleicher Weise mehr und mehr einstellt angesichts der Fragen nach dem Kern des Seins auf dieser Welt, nach dem, was Glück ist, was beherrschbar ist, wem und was man sich letztendlich nur ausgeliefert gegenüber vorfindet und den „eigenen Atem im Rücken spürt“. Und Mehr nicht. Ein Werk, entstanden 1927, drei Jahre vor dem Tod des Schriftstellers, und bindet in sich auch die eigenen Überzeugung eines mutigen, das Leben (und die Liebe) liebenden, sich oft gegen die Konventionen der Zeit stellenden Autors. Der eben nicht den Sinn dieses Daseins darin sehen möchte, sich von dieser Welt „auf Inseln“ abzukehren.

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