David Jonathan Radio Bizarr

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Inhaltsangabe zu „Radio Bizarr“ von David Jonathan

Einige Mädchen tragen hellrosa hautenge Shirts, sehr kurze Röcke und auffallend hohe High Heels. Carola Bergrün beobachtet, wie sie Passanten überreden hereinzukommen. "Das sind Prostituierte", wirft sie Frederik Cervi vor. "Aber nein, das ist mein Marketingteam. Jetzt entschuldigen Sie mich bitte, in wenigen Sekunden startet Radioa Bizarr." Frederik Cervi hat Anfang des neuen Jahrtausends mit dem Verkauf seiner Internetbude viel Geld gemacht. Jetzt kehrt er von London nach Hamburg zurück, um auf der Reeperbahn ein Webradio aufzubauen. Radio Bizarr hat zwar einen holprigen Start, aber mit der Information über den möglichen Rücktritt des Ersten Bürgermeisters will Cervi Quote machen. Da überredet ihn die Journalistin Carola Bergrün, zunächst zu recherchieren. Dabei kommen sich die beiden nicht nur allmählich näher, sondern beginnen auch ein Netz an Korruption und Verschwörung aufzudecken, das sogar Frederik Cervis erfolgreiche Vergangenheit infrage stellt.

Der ganze Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen, so dass mein Kopfkino ohne zu stocken lief.

— Suhani
Suhani

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    Radio Bizarr
    Suhani

    Suhani

    11. August 2016 um 00:18

    Und genau diesen Eindruck hatte ich auch beim Lesen. Bei dieser Geschichte hatte ich den Eindruck, dass die Menschen / Protagonisten die Geschichte entwickeln und nicht die Menschen von der Geschichte entwickelt werden. Die Geschichte spielt auf dem Hamburger Kiez. Dort auf St. Pauli hat Frederik Cervi Räume gefunden, in dem er sein neues Projekt, das Internet Radio "Radio Bizarr" starten kann. Von der geplanten großen Eröffnungsfeier ist aber nicht viel zu sehen, da bis auf eine Journalistin keine Presse der Einladung folgt. Um nicht ganz leer dazustehen, bringt Frederik einfach schnell ein paar Prostituierte in seine Redaktionsräume, die draußen auch noch andere Läute anlocken sollen. Sprich, Frederik lässt sich so schnell nicht runterziehen und hat immer irgendwie eine Idee, um nicht auf der Stelle zu treten - und das alles total unkonventionell und aus der Situation heraus. Dazu ist er noch ein Frauenheld und nimmt das Leben eher leicht als todernst. Ganz anders ist da die Reporterin Carola Bergrün, allein erziehende Mutter einer Tochter und konventionelle Journalistin, die noch dazu um ihren Job bangen muss. Sie ist die einzige Reporterin, die auf der Eröffnungsparty erscheint. Dies tut sie auch nur, um zu sehen wie ein Internet-Radiosender schon untergeht, bevor er überhaupt startet. Denn für sie ist das alles nur Spielerei, die keinen Sinn ergibt und unseriös ist. Für sie kann nur richtiger Journalismus sein, was ordentlich mit harter Arbeit recherchiert worden ist und dann höchst informativ in der GEDRUCKTEN Tagespresse erscheint. Als dann Frederik auf seine ganz unkonventionelle Art herausbekommt, das der erste Bürgermeister von Hamburg abtreten will - und das sofort über den Äther seines Radios verbreiten will - gerät er mit Carola zusammen, die der Meinung ist, dass erst einmal die Hintergründe dazu aufgedeckt werden müssen. Kurz um, sie tun sich zusammen für diese eine Story. Und gerade dieser Zusammenschluss der beiden ist es, der die Geschichte aufbaut. Beide können sich nicht "riechen", geraten immer wieder an einander mit ihren verschiedenen Meinungen und doch finden sie einen Weg die Geschichte um den Bürgermeister aufzudecken.  Außerdem merken beide auch, wie sie sich immer mehr zueinander hingezogen fühlen. Doch beide wollen es sich und schon gar nicht dem Gegenüber eingestehen. Trotzdem schaffen sie es immer wieder, einen gemeinsamen Weg für ihre Story zu finden und geraten richtig tief in die Geschichte rein. Entdecken immer mehr Intrigen, die auch vor dem Rotlichtmilieu nicht zurück schrecken und sogar Frederik selbst betreffen, so das Frederik in brenzliche Situationen gerät, aus die Carola ihn wieder befreien muss. Natürlich nicht ohne sich wieder gegenseitig Vorwürfe zu machen. Überhaupt kabbeln sich die beiden andauernd und gerade das hat mich sehr amüsiert.  Immer wieder die Wortwechsel und auch die Gedanken der beiden, das Gegeneinander an gehen, manchmal auch den anderen auszutricksen und am Ende doch alles wieder gemeinsam zu lösen fand ich sehr erfrischend zu lesen. Der ganze Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen, so dass mein Kopfkino ohne zu stocken lief. Sehr viel wörtliche Rede, wodurch das Lesen sehr lebendig wird. Die Sätze sind nie zu lang und verschachtelt, sondern klar und ohne unnötige Ausschweifzungen. Was die Geschichte um den Bürgermeister und die Nebenfiguren angeht, kamen doch einige Wendungen vor, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Denn auch ich war während des Lesens immer wieder am überlegen und kombinieren, warum wohl der Bürgermeister so schnell abtreten wollte und wie die zusammenhänge da wohl waren. Alles in allem war es eine kurze und runde Geschichte, die allerdings noch Potenzial zu mehr gehabt hätte. Gerne hätte ich noch mehr über die beiden Nebenfiguren Humphrey + Bernhard erfahren, an die sich Frederik immer via visueller Internetverbindung wendet, wenn er wieder einen Tiefpunkt hat. Und auch wenn während der Geschichte Frederik doch einiges von sich preisgegeben hat, was seine Vergangenheit angeht, hätte ich da auch noch gerne mehr erfahren, genauso wie über die Vergangenheit von Carola. Ja, ich bin halt neugierig ;) Ach und dann das Ende ...... Also da war ich echt enttäuscht :( Da hätte ich echt nicht mit gerechnet. Die ganze Zeit hab ich gedacht das ....... Ach ne, das müsst ihr selber lesen, ich will ja nichts verraten. Aber wenn ich Punkte vergeben würde, würde ich dafür einen halben abziehen. Nicht das es nicht gepasst hätte - Menschen sind eben auch unberechenbar und tun oft was andere nicht vermuten - aber ICH hätte es lieber anders gehabt. Mein Fazit: Eine kleine Geschichte mit viel Inhalt zum Schmunzeln, aber auch Intrigen aus Politik und Rotlichtmilieu, die wieder neue Fragen aufwerfen. Eine Geschichte mit Potenzial zu einer Fortsetzung!Nachtrag: Habe auf Rezi-Suche.de gelesen, das es der erste Teil einer Reihe ist. Super, das wiegt den halben Punkt Abzug wieder auf und ich bin auf den nächsten Teil gespannt!!

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