David Kess ist ein deutscher Thrillerautor. Bei "Zettel" handelt es sich um seinen ersten Thriller. Erschienen ist sein Debüt im Mai 2025 beim BoD Verlag und ist als Taschenbuch als auch als EBook erhältlich.
Der Prolog begann für mich etwas verwirrend, was allerdings auch etwas am Schreibstil lag. Die Sätze waren für mich teils zu kurz, zu abrupt, da musste ich mich erstmal hinein finden. Wenn man das erstmal hinbekommen hat, ist es Recht angenehm. David verzichtet auf unnötige Schnörkel und Beschreibungen, die gewählten Settings kann man sich dennoch sehr gut vorstellen. Allerdings sind seine Charaktere mir zu blass, zu Gesichtslos gewesen. Es wurden Namen hingeworfen und das war's. Keinerlei weitere Fakten oder Hintergründe dazu, deshalb fiel es mir schwer einen Bezug aufzubauen, was mir auch leider bis zum Ende nicht gelungen ist.
Was ich aber positiv hervorzuheben möchte, ist die schnell steigende Spannung, diese hält sich auch bis zum Schluss. David hatte eine erdrückende und schwere Stimmung aufgebaut, man hat sich fast selber verfolgt gefühlt.
Aber es gab auch ein paar kleine Fehler, die mich dann wiederum aus dem Lesefluss geholt hatten.
Auf der einen Seite ist es später Nachmittag, im nächsten Absatz ist es erst Mittag.
Aber mit seinen 310 Seiten ist es ein echtes Schmankerl und sehr schnell durch gelesen. Für ein Debüt ist es nicht schlecht, man merkt das Potenzial vorhanden ist und ich würde auch einen weiteren Thriller von ihm lesen.


