David Lagercrantz Der Sündenfall von Wilmslow

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Inhaltsangabe zu „Der Sündenfall von Wilmslow“ von David Lagercrantz

David Lagercrantz machte als Autor von Stieg Larssons Millennium-Serie Furore – der Roman »Der Sündenfall von Wilmslow«, eine perfekte Mischung aus Kriminalroman und Zeitgeschichte, war sein internationaler Durchbruch als Schriftsteller: England 1954, ein toter Mathematiker, ein mit Zyankali versetzter Apfel – alles deutet auf Selbstmord hin. Oder hat der Tod des weltbekannten Alan Turing doch etwas mit seiner Arbeit für den Geheimdienst zu tun? Detective Sergeant Leonard Corell setzt die Teile eines Puzzles zusammen, das vielleicht eines der am besten gehüteten Geheimnisse des Kriegs offenbart.

Dieses Buch ist zurecht der Durchbruch des Schriftstellers gewesen, rundherum gelungen, gibt absolut keine Negativpunkte, alles passt

— HEIDIZ
HEIDIZ

Ein fesselnder und großer Roman über Alan Turing, der Mann, der den Computer mit entwickelt hatte und den Zweiten Weltkrieg verkürzte.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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  • David Lagercrantz - sein Durchbruch

    Der Sündenfall von Wilmslow
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    12. June 2017 um 09:21

    David Lagercrantz wurde in Deutschland durch die Fortsetzung von Stieg Larssons Millennium-Serie bekannt. Sein Roman »Der Sündenfall von Wilmslow« ist ein Kriminalroman gemischt mit Zeitgeschichte. Mit ihm schaffte es Lagercrantz international als Schriftsteller Bekanntheitgrad zu erlangen. In Deutschland kennt man außerdem die Biografie Zlatan Ibrahimovics, die dieser gemeinsam mit Davod Lagercrantz geschrieben hat. (Ich bin Zlatan: Meine Geschichte)   Wir befinden uns im England des Jahres 1954. Ein Mathematiker wird tot aufgefunden. Durch einen mit Zyankali versetzten Apfel kam er zu Tode – erst meint man, es sei Selbstmord gewesen. Alan Turing arbeitet für den Geheimdienst - kann es vielleicht doch kein Selbstmord gewesen sein? Kommissar Sergeant Leonard Corell ermittelt, und heraus kommt ein behütetes Geheimnis des Kriegs ...   Thematisch ist der Krimi Zeitgeschichte des Zweiten Weltkrieges, aber auch Themen wie Homosexualität und Computerzeitalter, Moral .... werden thematisiert.   Leseprobe: ========   "Bin ich schon wieder kryptisch? Erstaunt mich nicht im Geringsten! Aus dem Bart sprechen, so hat mein Vater das immer genannt. Ich verstand nicht, was er meinte, ich hatte ja keinen Bart. Habe mir auch nie einen wachsen lassen, nicht einmal während des Krieges, ha, ha, aber Sie sind direkt. Das ist gut. Als die pflichtbewussten Beamten, die wir sind, haben wir uns natürlich ein bisschen über Sie schlaugemacht. ...   Mir hat die Art und Weise sehr gut gefallen, wie Lagercrantz seine Geschichte dem Leser vermittelt. Die Konstruktion insgesamt ist sehr klug aufgebaut und die Geschichte kommt lebendig rüber und kurzweilig spannend. Man kann sich sehr gut eindenken und ist gefesselt. Ich hatte Probleme, das Buch zur Seite zu legen.   Außerdem hat mir die Darstellung der Charaktere sehr gut gefallen. Sie werden in ihrer Entwicklung sehr anschaulich dargestellt und mit der fiktiven und auch der zeitgeschichtlichen Handlung verbunden. Überhaupt sind fiktive und zeitgeschichtlich belegte Handlung und Szenen sehr glaubwürdig und authentisch dargestellt.   Ich finde, das Buch ist rundherum gelungen. Absolute Empfehlung !!!     Abschließend einige biografische Daten zu Alan Turing   geboren: 23. Juni 1912 in London; gestorben: 7. Juni 1954 in Wilmslow, Cheshire) war ein britischer Logiker, Mathematiker, Kryptoanalytiker und Informatiker. Er gilt heute als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Turing schuf einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations- und Computertechnologie. Als richtungsweisend erwiesen sich auch seine Beiträge zur theoretischen Biologie. Das von ihm entwickelte Berechenbarkeitsmodell der Turingmaschine bildet eines der Fundamente der Theoretischen Informatik. Während des Zweiten Weltkrieges war er maßgeblich an der Entzifferung der mit der Enigma verschlüsselten deutschen Funksprüche beteiligt. Der Großteil seiner Arbeiten blieb auch nach Kriegsende unter Verschluss. Turing entwickelte 1953 eines der ersten Schachprogramme, dessen Berechnungen er mangels Hardware selbst durchführte. Nach ihm benannt sind der Turing Award, die bedeutendste Auszeichnung in der Informatik, sowie der Turing-Test zum Überprüfen des Vorhandenseins von künstlicher Intelligenz. Im März 1952 wurde Turing wegen seiner Homosexualität, die damals noch als Straftat verfolgt wurde, zur chemischen Kastration verurteilt. Turing erkrankte in Folge der Hormonbehandlung an einer Depression und beging etwa zwei Jahre später Suizid. Im Jahr 2009 sprach der damalige britische Premierminister Gordon Brown eine offizielle Entschuldigung im Namen der Regierung für die „entsetzliche Behandlung“ Turings aus und würdigte dessen „außerordentliche Verdienste“ während des Krieges; eine Begnadigung wurde aber noch 2011 trotz einer Petition abgelehnt. Zum 24. Dezember 2013 sprach Königin Elisabeth II. posthum ein „Royal Pardon“ (Königliche Begnadigung) aus.   Quelle: wikipedia

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  • Der steinige Weg eines Wissenschaftlers

    Der Sündenfall von Wilmslow
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    08. May 2017 um 08:55

    Der Sündenfall von Wilmslow - David Lagercrantz (Autor), Wolfgang Butt (Übersetzer), 464 Seiten, Verlag: Piper Taschenbuch (2. Mai 2017), 11 €, ISBN-13: 978-3492310604 England 1954: Inspiriert von McCarthy in den USA werden Spione, Kommunisten und Homosexuelle gejagt. Niemand ist daher überrascht, als man einen verurteilten Homosexuellen, einen Mathematiker namens Alan Turing in Wilmslow, in seinem Haus in der Adlington Straße tot auffand. Es wird allgemein angenommen, dass er die Demütigung als verurteilter Homosexueller nicht ertragen konnte. Aber der junge Detektiv Constable Leonard Corell, mit einem Hang zum wissenschaftlichen Leben, vor allem zu der höheren Mathematik, stellt eine Reihe von Fragen: Warum der Mann sich mit einem mit Zyankali vergifteten Apfel umgebracht hat? Wofür er einen Orden erhalten hat, den er anscheinend verborgen halten wollte? Und was sind es für seltsame Paradoxien an und mit denen Turing arbeitete und was können diese Widersprüche für sein Leben und seinen Tod bedeuten? Immer mehr beschleichen dem jungen Kriminalisten Zweifel an der Selbstmordtheorie, zumal seine Ermittlungen merkwürdigerweise von höheren Stellen blockiert werden. „Der Sündenfall von Wilmslow“ beginnt wie ein Krimi. Und obwohl Corell ein Detektiv ist und obwohl sein Bemühen um Erkenntnisse in diesem Fall nicht ohne Erfolg sind, ist es kein Detektivroman. Und obwohl der Verdacht auf Spionage immer mitspielt, ist es kein Spionage-Thriller. Vielmehr handelt es sich um einen historischen und gesellschaftspsychologischen Roman.  Es ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Biographie, Psychologie und Wissenschaft. Es ist eine spannende literarische Spurensuche über das Leben des britischen Wissenschaftlers Alan Turing. Brisanz gewinnt das Buch vor allem auch dadurch, dass Turing während des Krieges und danach Mitarbeiter des Geheimdienstes war und der zukunftsweisende Visionen von selbstdenkenden Maschinen entwickelte. Erzählperspektive des Kriminalisten Corell historische Fakten und literarische Fiktion auf eindrucksvolle Weise zu verweben, um facettenreich das Leben des genialen Britten lebendig werden zu lassen. Zwei Charaktere bestimmen das Buch: Corell ist ein überzeugender Charakter, der durch ein Gefühl sozialer Unzulänglichkeit gepaart mit vereitelten akademischen Ambitionen behindert wird. Doch der wahre Star des Buches ist Turing, und dieses Buch enthält eine Fülle von Details über sein Leben und seine Theorien. Lagercrantz zeigt uns, wie schlecht Turing von britischem Beamten behandelt wurde, trotz seines entscheidenden Beitrags zum Sieg der Alliierten. Ein fesselnder und großer Roman über Alan Turing, der Mann, der den Computer mit entwickelt hatte und mithalf den Zweiten Weltkrieg zu verkürzen. Und der in den Tod getrieben wurde, weil er zu unterschiedlich war. David Lagercrantz, geboren 1962, ist ein anerkannter schwedischer Autor und Journalist, der dokumentargeschichtliche Romane und Biografien über schwedische Erfinder und andere gesellschaftliche Größen verfasste, bevor er sich der Belletristik zugewandte. Deutschen Lesern ist Lagercrantz durch seine Biografie über den Fußballer Zlatan Ibrahimovićs und als Autor des vierten Teils von Stieg Larssons „Millennium“-Serie bekannt. Hier gelingt ihm eine gekonnte Verschmelzung zweier Erzählformen: die sympathische Biographie einer echten geschichtlichen Figur, die schrecklich von der Einrichtung behandelt wurde, und ein Polizeiprozess, in dem ein hartnäckiger Kriminaler versucht, unnachgiebig ein Geheimnis zu knacken So gelingt ihm eine ungewöhnlich vielschichtige, ausgezeichnete Innenansicht auf einen der einflussreichsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Beeindruckender Schreibstil und eine komplexe Handlung: absolut lesenswert.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Piper Verlages https://www.piper.de/buecher/der-suendenfall-von-wilmslow-isbn-978-3-492-31060-4 Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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  • Das traurige Leben eines verkannten Genies

    Der Sündenfall von Wilmslow
    Pippo121

    Pippo121

    01. August 2016 um 19:59

    Wilmslow (England) 1954: Der Mathematiker Alan Turing begeht Selbstmord, indem er einen mit Zyanid vergifteten Apfel isst. Für die Polizei ist dieser Fall schnell geklärt, vor allem da Turing aufgrund seiner Homosexualität zu einer „chemischen Kastration“ verurteilt wurde. Nur der junge Polizeiassistent Corell macht sich die Mühe hinter die Fassade zu blicken und beginnt, sich für die Person Alan Turing zu interessieren. Doch seine Nachforschungen werden nicht von jedem mit Wohlwollen gesehen und rasch werden ihm Steine in den Weg gelegt. Denn Alan Turing hat im Zweiten Weltkrieg Unglaubliches für die Alliierten geleistet, doch dies würde die britische Regierung am liebsten für immer geheim halten … Bevor ich dieses Buch in Händen hielt waren mir weder Alan Turing noch Bletchley Park ein Begriff. Zwar wusste ich, dass die deutsche Wehrmacht ihre Botschaften mithilfe der Enigma-Maschine verschlüsselte, doch ich hatte keine Ahnung von dem Aufwand, den die britische Regierung betrieb um diese Codes zu knacken. Erst nach und nach wird mir jetzt klar, welche Leistung die Mathematiker rund um Alan Turing hier vollbracht haben und dieser ganze Entstehungsprozess ist äußerst interessant. Man spürt, dass David Lagercrantz sich zu hundert Prozent in dieses komplexe Thema eingearbeitet hat und er versucht, es dem Leser so verständlich wie möglich zu gestalten. Vor allem im Mittelteil war eine sehr philosophische Debatte über den Ursprung der reinen Mathematik und die Probleme, vor die das Lügnerparadox sie stellte. Diese Diskussion fand ich zwar interessant, aber auch sehr komplex und ich musste mich wirklich konzentrieren um den Inhalt richtig erfassen zu können. Dennoch vermittelte sie einen guten Einblick von Alan Turings Verständnis von Mathematik und seiner Idee, eine mechanische Intelligenz zu erschaffen. Denn Turing ist der Vorreiter des Computers und noch heute wird sein Turing-Test benutzt um Maschinen auf künstliche Intelligenz zu testen. Der Umgang mit Homosexuellen in der Nachkriegszeit machte mich fassungslos, wütend und traurig zugleich. Alan Turing war zweifellos ein mathematisches Genie, doch er wurde wegen seiner Homosexualität verurteilt und verunglimpft. Nach seiner Verurteilung hatte er nun die „Wahl“ zwischen Gefängnis und einer sogenannten chemischen Kastration. Er entschied sich für Letzteres und musste jahrelang Östrogen zu sich nehmen. Dies veränderte natürlich seinen Körper und als er schließlich Selbstmord beging, hieß es von Seiten des Untersuchungsrichters „dass ein solches impulsgesteuertes Handeln typisch sei für das Verhalten eines Mannes dieser Art!“ (S.455) Warum Turing Selbstmord beging ist nicht bekannt. Die chemische Kastration kann zu Depressionen führen, was mich auch nicht weiter wundern würde. Allerdings stand Turing zur Zeit seines Selbstmordes unter dem Verdacht des Hochverrats, da er als Homosexueller natürlich moralisch verdorben sei und somit auch leicht zum sowjetischen Spion werden könnte. Dieser unsinnige Verdacht und vor allem dessen hirnrissige Begründung machen mich noch jetzt wütend. Immerhin ist dies erst 60 Jahre her! Doch zu dieser Zeit wurde Homosexualität als Krankheit, gar als Perversion angesehen, die die ganze Gesellschaft bedrohen würde. Die homophobe Atmosphäre ist sehr menschenverachtend und an manchen Stellen sehr extrem. Alan Turing ist an einer verstockten, intoleranten und rückständigen Gesellschaft gescheitert. Glücklicherweise haben die Zeiten sich geändert haben und unsere Gesellschaft ist heute offener und toleranter. Der Polizeiassistent Corell war mir zu Beginn nicht sympathisch, was größtenteils an seiner homophoben Einstellung lag. Nur langsam vollzieht sich in ihm ein Wandel und er wird etwas toleranter. Diese Entwicklung hat er vor allem seiner Tante Vicky zu verdanken. Dennoch bleibt Corell ohne jedes Selbstvertrauen und er hat Angst, vor seinem eigenen Mut. Denn er hat das Talent, Zusammenhänge rasch zu begreifen und ist vermutlich selber überdurchschnittlich intelligent, doch seine jahrelang gehätschelten Komplexe lassen sich nur schwer über Bord werfen. Erst nachdem er die Wahrheit kennt wird er mutiger uns selbstsicherer. Dieses Buch ist eine Mischung aus Biographie und Aufarbeitungsroman und hat mich sehr berührt. Einen Krimi sucht man hier vergebens, doch das Buch fesselt den Leser auch ohne kriminalistischen Elemente. Denn der historische Hintergrund hat ein enormes Gewicht und Alan Turings trauriges Leben lässt einen sicherlich nicht kalt. In seiner Rede anlässlich der offiziellen Entschuldigung der britischen Regierung trifft Gordon Brown, fünfundfünfzig Jahre nach Alan Turings Tod den Nagel auf den Kopf:„Im Namen der britischen Regierung und all derer, die dank Alans Arbeit in Freiheit leben, bin ich stolz, sagen zu können: Es tut uns leid, du hattest so viel Besseres verdient!“ (S.460)

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  • Der Sündenfall von Wilmslow

    Der Sündenfall von Wilmslow
    Kleine8310

    Kleine8310

    27. May 2016 um 00:33

    "Der Sündenfall von Wilmslow" ist ein Roman des Autors David Lagercrantz. In diesem beginnt die Geschichte im Jahr 1954 und spielt in dem kleinen Ort Wilmslow. In diesem Städtchen wird der Mathematiker Alan Turing tot aufgefunden. Als neben seinem Bett ein mit Zyankali versetzer Apfel gefunden wird, vermuten alle zuerst, dass sich der Mann selbst getötet hat. Ein Grund dafür hätte seine Homosexualität seien können, die dazu führte, dass er unter andauernden Repressionen zu leiden hatte.  Der junge Detective Sergeant Leonard Corell, zweifelt an der Theorie des Selbstmordes, denn er, selbst ein vielversprechender Mathematiker, hegt den deutlichen Verdacht, dass ganz andere Mächte mit dem Tod Turing's zu tun haben. Als er weiterermittelt stößt der junge Detective auf harte Widerstände und findet nach und nach Spuren, die ihn zu einem sehr gut gehüteten Geheimnis des Krieges führen ... Ich war sehr auf dieses Buch gespannt, da mir schon der Auftakt der "Millenium"-Trilogie des Autors ziemlich gut gefallen hatte. Der Klappentext verrät ja schon, dass es auch um Zeitgeschichte geht und das finde ich ebenfalls immer sehr interessant. Der Schreibstil von Herrn Lagercrantz lässt sich flüssig und problemlos lesen und zudem fügt er sich gut in die beschriebenen Jahre der Geschichte ein.   Die Charaktere in diesem Roman sind sehr gut ausgearbeitet und ich habe die Entwicklungen gespannt mitverfolgt. Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus Kriminalroman und Biographie, wobei der biographische Teil hier doch überwiegt. Ich fand es interessant, wie der junge Detective den Spuren folgt und welche Geheimisse dabei nach und nach ans Tageslicht gekommen sind und manche Situation sorgte auch dafür, dass die Emotionen nicht ganz auf der Strecke blieben.    Zwischenzeitlich gab es in der Erzählung, wenn es um die reine Biographie von Alan Turing ging, aber auch Kapitel, die für meinen Geschmack zu ausschweifend waren und ruhig hätten knapper gehalten werden können. Die Auflösung war schlüssig und auch der Abschluss der Geschichte war, meiner Meinung nach, gut gewählt und ich habe das Buch zufrieden zuklappen können!    "Der Sündenfall von Wilmslow" ist eine gelungene Mischung aus Kriminalroman und Biographie, die mich gut unterhalten hat!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
    Floh

    Floh

    11. March 2016 um 12:46
  • Spannender Unterhaltungsroman über das traurige Leben eines Genies

    Der Sündenfall von Wilmslow
    Monsignore

    Monsignore

    05. March 2016 um 18:23

    Über Alan Turing kann man viel lesen, es gibt auch einen passablen Spielfilm über sein Leben, das weitgehend traurige Leben eines Genies. Unter seiner Leitung wurde die Codiermaschine Enigma geknackt, was den 2. Weltkrieg vermutlich um zwei Jahre verkürzt hat, weil die Alliierten unbemerkt den geheimen deutschen Funkverkehr entschlüsseln konnten. Ferner gilt der Kryptomathematiker als Wegbereiter des Computers. Erstmals liegt nun eine spannende Romanverarbeitung dieses Ausnahme-Lebens vor. In der Atmosphäre des kalten Krieges gerät Alan Turing in der Verdacht des Hochverrats, denn als Homosexueller (damals in England eine Straftat, auf die Gefängnis stand) war er aus Geheimdienstsicht erpressbar. Statt ins Gefängnis zu gehen, unterzog er sich einer Chemotherapie, die ihn gesundheitlich ruinierte - das Buch beginnt mit dem Auffinden seiner Leiche. Gut dargestellte Figuren, ein handlungsreicher Plot, gründliche historische Recherche und ein Wissen um Dramaturgie machen das Buch sehr lesenswert.

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  • Ruhig, teils auch langatmig erzählter, biographischer Roman

    Der Sündenfall von Wilmslow
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    01. February 2016 um 12:37

    Ruhig, teils auch langatmig erzählter, biographischer Roman Ein wenig Thriller Atmosphäre fügt Lagercrantz in diese biographische Betrachtung des Mathematikers Alan Turing durchaus ein. Einen Kriminalbeamten (mathematisch begabt, aber an seinem Beruf eher missmutig wenig interessiert) lässt Lagercrantz „Feuer fangen“ im Anblick dieses sehr andersartigen, sehr aufwendigen, scheinbaren Selbstmordes. An einem Mann, der ihm wenig bekannt ist, der zu diesen Zeiten Mitte der 50er Jahre an sich wenig Popularität genießt. Obwohl er, was Codierungen, das mathematische Denken über eine „Universalmaschine“ oder über „künstliche Intelligenz“ (im Nachgang gesehen), bahnbrechende Gedanken und Vorarbeiten gelliefert hat. Aber eben auch im Krieg seinen (mathematischen) Teil der Codierung und Decodierung von Nachrichten intensiv geliefert hat. Ein Geschehen, das tief unter Aktendeckeln und Geheimhaltungsklauseln verborgen ist und dort verborgen bleiben soll. Geht es nach den Oberen der Geheimdienste, die Turner durchaus nicht einfach so aus den Augen lassen. Dass hier auch ein kluger Kopf ist, der im Leben ein stückweit naiv vorgeht, der seine Homosexualität indiskret auslebt, der sogar selbst dafür sorgt, dass die Polizei ihn aufgrund eines neuen Paragraphen gegen Homosexuelle massiv unter Befragung und Verurteilung nimmt, das sind lange Zeit nur Randnotizen, bis Alan Turing in seinen wissenschaftlichen Beiträgen und seiner menschlichen Bedeutung im Rahmen dieses speziellen „Outings“ posthum breite Würdigung erfährt. Bis dahin, dass sein „Turing Test“ noch heute als das Maß der Dinge bei der Überprüfung künstlicher Intelligenz eingesetzt wird. Allerdings lässt Lagercrantz zu sehr im Duktus seiner Erzählung spüren, dass eine Thriller- Spionage Geschichte, eine Verschwörung zum Tod des damals noch jungen Turing, auch ihm selbst wenig wahrscheinlich erscheint. So dümpeln die Ermittlungen des Polizisten Corell auf dieser Ebene auch eher dahin, während Lagercrantz andererseits akribisch die Stimmung der Zeit einfängt (sowohl in der massiven Geheimhaltung der Kriegsereignisse im Geheimdienst, als auch in der Frage der sexuellen Orientierung) und sich seinen Personen, allen voran dem mathematisch begabten Corell und dem genialen Alan Turing sehr breit und ausführlich in der Darstellung der Charaktere und der inneren Entfaltung und Entwicklung zuwendet. Selbst das eigentliche „Verbrechen“, man könnte sagen, der Zeitumstände an dem jungen Mathematiker ob seiner sexuellen Veranlagung, hätte hier doch für mehr noch an Empörung, emotionaler Schilderung und Aufdeckung sorgen können, wenn Lagercrantz nicht seine ruhige Erzählweise so konsequent durchhalten würde. Eher also eine breite, biographische Berichtsform ist es, die am Ende als Lektüre im Raum steht, bei der es weniger um Spannung geht (auch wenn Ian Fleming gewisse Erwähnungen finden wird). Das ist in Teilen auch ein Stück langatmig, auch wenn Lagercrantz sehr gut vorbereitet, sehr akribisch und sehr fundiert so gut wie alles Wissenswerte zu Turing im Lauf der Zeit mitteilt. Sprachlich ausdrucksstark, flüssig erzählt, aber mit Längen, denen hier und da ein wenig mehr „Thrill“ gut getan hätte. Was nun aber das Leben Turings in den meisten Bereichen nicht unbedingt hervorbringt. Ein „James Bond-Mathematiker“ war Turing nun einmal nicht. Dennoch setzt Lagercrantz eine lesenswerte Hommage an die „Vordenker“ modernen Computerwesens in den Raum.

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