Verfolgung

von David Lagercrantz 
4,2 Sterne bei65 Bewertungen
Verfolgung
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Positiv (53):
Q

mehr Infos ueber Lisbeths Vergangenheit, die ich sehr interessant war, aber der "Fall" selber war weniger verworren/spannend.

Kritisch (2):
MichaelSterziks avatar

Orientierungslose Handlung. Die beiden Hauptfiguren gehen unter. Erst das letzte Drittel ist lesenswert. Schade.

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Inhaltsangabe zu "Verfolgung"

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist gegen den Rest der Welt

Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453270992
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:07.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.12.2018 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Rasant, gefährlich und klug - Lisbeth Galanter ist zurück!
    Ein Pageturner - spannend bis zum Schluss

    Ein Pageturner – spannend bis zum Schluss

    Verfolgung von David Lagercrantz ist der zweite Band der neuen (vorher war Stieg Larsson der Autor) Millenium Triologie. Nachdem dieser verstarb hat David Lagercrantz Lisbeth Salander und ihre Leute „weiterleben“ lassen.

    Erschienen im Heyne Verlag erlebt ihr auf 476 Seiten eine weitere Geschichte von Lisbeth, ihren Verfolgern, Michael Blomkvist, Holger Palmgren und Co.

    Da ich den ersten Teil der neuen Millenium Triologie noch nicht gelesen habe und die anderen Bände schon Jahre her sind, wusste ich anfangs nicht genau, warum Lisbeth im Gefängnis ist und wie der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Charakteren ist. Ein kurzer Blick ins Internet hat mich dann aufgeklärt und dann konnte es wieder losgehen. Ich brauchte nur wenige Seiten um wieder „drin“ zu sein, mitzufiebern und zu hoffen, dass die Guten gewinnen und die Bösen verlieren. Puh, spannend war es bis zum Schluss und nein, ein Ende war in der Mitte des Buches noch nicht absehbar (Gott sei Dank). Für mich war das Gelesene schlüssig, nicht an den Haaren herbeigezogen, gut recherchiert und ich habe so einiges über die Zwillingsforschung und diverse Narkosemittel erfahren. 


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    derMichis avatar
    derMichivor 4 Monaten
    manchmal lohnt es sich zu warten

    David Lagercrantz läuft in diesem Roman nicht nur zur bisherigen Höchstform auf, sondern löst auch manches unbeholfen wirkende Element aus dem Vorgänger elegant auf (Stichwort: Zwillingsschwester(n)). Ob das ausführlich geplant war oder die eingefleischten Larsson-Fans beruhigen soll ist eigentlich egal. In jedem Fall macht es dieses Buch spürbar besser als das letzte und Lust auf mehr.

    Lisbeths Aufenthalt im Gefängnis sorgt für allerhand spannende Konflikte, während sich Mikael Blomkvist wieder im gewohnten Umfeld seiner Enthüllungsstorys bewegt. Die zentralen Probleme beider Helden verweisen vor allem auf zwei Themen: Einmal mehr nehmen sich Angehörige der gesellschaftlichen Elite Freiheiten heraus, die unter dem Deckmantel moderner Wissenschaft auch Missbrauch und Zwang beinhalten. Zum anderen wird die offene schwedische Gesellschaft mit den Abgründen anderer Kulturkreise konfrontiert, die auch in einem sich für aufgeklärt haltenden skandinavischen Land noch Anhänger finden.

    Gerade die deterministische, oft links der politischen Mitte verortete Sozialisierungsforschung, laut der der Mensch mit den richtigen äußeren Einflüssen alles mögliche sein kann, steht hier auf dem Prüfstand. Das und die Hinterfragung extremistischer Tendenzen und deren mögliche Begünstigung in offenen Gesellschaften rüttelt an den Grundfesten des schwedischen Selbstverständnisses. Vielleicht war es nicht das schlechteste, mit David Lagercrantz einen gelernten Journalisten für die Fortsetzung der Reihe zu verpflichten, der nicht nur glaubwürdig recherchiert, sondern auch das gewisse investigative Gespür mitbringt, das sowohl den Vater der Reihe, als auch seine populäre Schöpfung Mikael Blomkvist auszeichnet(e).

    Netterweise verkompliziert Lagercrantz seine Thesen nicht zu einem verkopften Feuilleton-Liebling, sondern vergisst auch die Spannung nicht zu oft. Im ersten Drittel muss man sich noch zwischen allerhand Personen und Situation zurechtfinden, danach kommt die angekündigte finstere Verschwörung immer mehr zum Zug. Spätestens in der zweiten Hälfte ist "Verfolgung" wieder der packende Thriller, den man sich von der Marke Stieg Larsson zu Recht erhoffen darf.

    Zugegeben - einige der pragmatischen Aufräumaktionen der Verschwörer und die Verstrickungen in Richtung Unterwelt erinnern stark an die ursprüngliche Trilogie, während die wirklich neuen Ideen eher in der Grundidee der zentralen Verbrechen stehen. Für einen Unterhaltungsroman mit einem nicht allzu stark übertriebenen Szenario ist "Verfolgung" trotzdem gut gelungen und könnte selbst Kritiker des Vorgängers überzeugen.

    Originaltitel: "Mannen som sökte sin skugga" ("Der Mann, der seinen Schatten suchte")

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    Couchpirats avatar
    Couchpiratvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte, die leider nur seeeehr langsam in Fahrt kommt.
    Spannende Geschichte, die leider nur sehr langsam in Fahrt kommt

    *** gekürzte Rezension, Vollständig mit Bildern auf meinem Blog ***

    Als Stig Larsson, der Erfinder der großartigen Millenium-Trilogie, 2004 völlig unerwartet an einem Herzinfarkt verstarb, hätte wohl keiner daran gedacht, dass sich ein paar Jahre später ein anderer Autor über Larsons Notizbücher hermachen und daraus zwei weitere Bücher im Blomquist/Salander-Universum, darunter das vorliegende Rezensionsexemplar “Verfolgung”, nach dessen Aufzeichnungen erarbeitet.

    Die Wahl fiel damals auf den schwedischen Schriftsteller und Journalisten David Lagercrantz, der sich dann letztendlich der schweren Aufgabe angenommen hat, den von Larsson erdachten Hauptfiguren Mikael Blomquist und Lisbeth Salander erneut Leben einzuhauchen. Leider konnte dessen erstes Werk auf Basis von Larssons Erbe, “Verschwörung” (Millenium IV), nicht an die Erfolge der ursprünglichen Trilogie anknüpfen. Zum einen war der verwendete Schreibstil vollkommen anders, zum anderen konnte Lagercrantz auch nicht annähernd an die spannenden Investigativ-Thriller Millenium I-III anknüpfen. “Verschwörung” wurde dann weithin als kleine Aufwärmübung des Autoren abgehakt.
    Mit “Verfolgung” (Millenium V) stöberte Lagercratz nun erneut in den Notizen des schwedischen Bestsellerautoren.

    Ich habe mir nun für euch das Hörbuch in einer gekürzten Fassung angehört.

    ->> Das Hörbuch

    Das Hörbuch wurde in der gekürzten Lesung auf zwei MP3-CDs mit 10 Stunden und 40 Minuten Laufzeit gepresst. Die vollständige Lesung dauert 12 Stunden 23 Minuten ist somit 1 Stunde 43 länger, wobei mir persönlich die gekürzte Fassung um Längen ausreicht.

    Ausgeliefert werden die beiden MP3-CDs in einem ziemlich hübsch designeten Digipak. Dieses Digipak ist etwas dicker als normal, was wohl den beiden Tonträgern geschuldet ist. Dadurch kann man aber den Hüllen-Rücken sehr gut lesen, was in meinen Augen sonst meistens eher ein Problem dieser Verpackungsform ist. Aber keine Frage, Digipak sieht einfach viel edler aus als die gewöhnlichen Jewel-Case.

    Was mir besonders gut gefällt, in der Hülle befindet sich noch ein Booklet mit ein paar interessanten Informationen rund um die Entstehung des Buches, ein paar Worte zu dem leider 2004 verstorbenen Schriftsteller Stieg Larsson, dem Autoren Daid Lagercrantz und dem Sprecher Dietmar Wunder. Schön gemacht.

    ->> Der Erzähler

    Die Hörbücher “Verblendung”, “Verdammnis”, “Vergebung” und “Verschwörung” wurden damals noch von Dietmar Bär erzählt, der dort eine wirklich hervorragende Leistung in den Geschichten um Mikael Blomquist und Lisbeth Salander zeigen durfte.

    In “Verfolgung” wurde Bär nun allerdings durch einen meiner Lieblingserzähler ersetzt, Dietmar Wunder durfte mal wieder hinter dem Mikrofon Platz nehmen. Wunder bringt in dieser Position natürlich auch einen (eigentlich) entscheidenden Vorteil mit.

    Als 2011 das amerikanische Remake von “Verblendung” mit Daniel Craig in der Hauptrolle über die Kinoleinwand flimmerte, durfte Dietmar Wunder als ständiger Synchronsprecher Craigs bereits Stig Larsson-Luft schnuppern. Laut eigener Aussage hat ihm diese Synchronrolle bei der Aufnahme des Hörbuchs enorm geholfen, da er immer die Schauspieler des Remakes vor Augen hatte und er dadurch die Protagonisten im Hörbuch ähnlich den Darstellern im Film sprechen konnte.

    Und das hört man dem Hörbuch natürlich auch deutlich an. Wer das Remake “Verblendung” gesehen hat, hat tatsächlich auch Daniel Craig vor Augen. Allerdings muss ich sagen, ich bin eigentlich kein großer Fan von der Neuinszenierung. Im Fazit gehe ich dann auch ein wenig mehr auf das warum ein.

    ->> Meine Meinung zum Hörbuch

    Ja, warum bin ich jetzt eigentlich kein Fan von der Neuverfilmung von “Verblendung”?

    Kurz gesagt, das amerikanische Remake kommt einfach um Meilen nicht an die schwedische Original-Trilogie heran und hat mich eher entäuscht als begeistert. Aber die amerikanisierung von schwedischen Filmen hat in der Vergangenheit schon öfter nicht funktioniert. Ich möchte an dieser Stelle einfach nur an die Neuverfilmung des grandiosen skandinavischen Films “Nightwatch – Nachtwache” (1994) erinnern, die bereits nach drei Jahren (1997) mit “Freeze – Alptraum Nachtwache” eine Neuauflage bekam und das Erbe des großartigen Vorbilds gnadenlos an die Wand fahren lies. Ähnlich verhält es sich mit dem Remake von Verblendung, der zwar einigermaßen gut unterhielt, aber bei weitem nicht an an das handwerklich recht spezielle schwedische Vorbild herankam. Abgesehen war Noomi Rapace als Lisbeth Salander phänomenal.

    Von daher finde ich persönlich auch nicht so toll, dass hierfür Daniel Craig … äh ich meine Dietmar Wunder engagiert wurde.
    Aber eben nicht, weil ich seine Stimme schlecht finden würde, sondern weil ich eigentlich nicht an die amerikanische Version des Filmes denken möchte.

    Allerdings gibt es leider noch ganz andere Probleme bei Lagercrantzs Interpretation von Larssons Notizen, die die Sprecherleistung ziemlich schnell ins Hintertreffen geraten lässt.

    Grundsätzliches Problem des Hörbuchs ist die schwer in Gang kommende Handlung.
    Lagercrantz erzählt hier zwei verschiedene Handlungsstränge, die sich nur gelegentlich an ein paar Punkten berühren und prinzipiell sogar als jeweils eigenständiges Buch hätten veröffentlicht werden können.
    Lisbeth Salander, deren Origin-Geschichte eigentlich in Millenium I bis III zur Genüge beleuchtet und in Millenium IV mit zähen Kaugummi-Informationen  erweitert wurde, bekommt auch im aktuellen Band noch zusätzliche Randnotizen, die eher belanglos denn wichtig sind. Aber dafür wird der Hintergrund-Geschichte enorm viel Platz eingeräumt.

    Was bemerkenswert ist, Salander ist schon seit dem ersten Band eine extrem gute Hackerin. Im fünften Buch der Saga wird sie allerdings auf ein annähernd gottgleiches Podest gehoben, so dass man ihr ihre Computer-Skills einfach nicht mehr so richtig abnehmen will. Was diesen Punkt angeht, da hat es Lagercrantz meiner Meinung nach eindeutig übertrieben.

    Daher ist es auch mehr als gut, wenn man sich hier tatsächlich die gekürzte Hörbuch-Fassung zulegt, dadurch werden diese Platzfresser und Stilisierungen doch noch ein wenig entschärft. Und ein weiterer Vorteil eines beschnittenen Hörbuchs: der am Ende dann doch noch recht spannende Fall rückt so deutlich früher in den Fokus des Hörers.

    Langatmige und oberflächliche Dialoge, sowie sehr flache Charaktere und eine über lange Zeit eher unspektakuläre Geschichte schafften es leider nicht, mich bei der Stange zu halten. Oftmals war es für mich wirklich schwer, der Geschichte zu folgen, vor allem weil einfach sehr lange Zeit nicht so richtig etwas passiert und auch die Hauptprotagonisten innerhalb der Geschichte kaum Berührungspunkte haben.

    Abschließend fehlt dann eigentlich nur noch die Wertung.
    Abzüge gibt es für die Längen, ohne die es wirklich ein hervorragendes Hörbuch hätte werden können. Dietmar Wunder macht auch hier alles richtig, auch wenn ich mich eigentlich lieber nicht an Daniel Craig als Mikael Blomquist erinnern möchte. Wenigstens kommt im späteren Verlauf doch noch ein wenig Spannung auf, aber leider reicht das nicht für mehr als 3 von 5 Couchpiraten.

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    tine1211s avatar
    tine1211vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Grandiose Fortsetzung
    Grandiose Fortsetzung

    Verfolgung von David Lagercrantz (Millenium Band 5) nach Stieg Larsson

    Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich dankenswerterweise diesen Band vom Heyne Verlag kostenlos zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich bin ein großer Fan der Stieg Larsson-Reihe und war unheimlich gespannt auf die Fortsetzung der Reihe durch David Lagercrantz. Unbestritten ist, dass es sehr schwer sein dürfte, Stieg Larsson das Wasser zu reichen, aber die Geschichte von Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

    Zum Inhalt:

    Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin Faria Kazi, gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Dies ruft plötzlich alte Feinde auf den Plan, die Holger Palmgren in große Gefahr bringen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?

    Mein Eindruck:

    Bereits zu dem vierten Band der Millenium-Reihe, fortgeführt durch Lagercrantz, gab es viele Stimmen, die sich mit dem neuen Autor dieser grandiosen Geschichte nicht anfreunden konnten. Da ich hier aber über Band fünf berichte, kann ich aus meiner Sicht sagen, dass die Geschichte von Beginn an für mich keinen Unterschied zu Stieg Larsson machte. Lagercrantz hat es geschafft, die Figuren, wie Larsson sie erschuf in ihren Eigenarten beizubehalten. Lisbeth Salander ist wie üblich wortkarg, eigenbrödlerisch und ein absolutes Genie, die dies auch in dieser neuen Geschichte unter Beweis stellt. Mikael hingegen hat leider in diesem Band eine etwas kleinere Rolle gefunden, was ich sehr schade finde. Hier fehlte es etwas an Einsatz und Spannung, was jedoch seine Fähigkeit zu kombinieren und aufzudecken nicht schmälerte. Die Idee dieser Geschichte ist äußerst interessant und sie nimmt den Leser auf eine Reise voller Verschwörungen und Vertuschung und Versagen staatlicher Behörden mit, die ein unglaubliches Geheimnis aufdecken, das insbesondere Lisbeth Salander betrifft. Ich habe dieses Buch in zwei Tagen förmlich verschlungen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Spannung wurde von Beginn an sehr hoch angesetzt und bis zum Ende bewahrt. Für mich ist Lagercrantz ein ausgesprochen kompetenter und würdiger Nachfolger für die Millenium-Reihe und das Buch kann ich uneingeschränkt und voller Begeisterung empfehlen.

    Zu dem Buch:

    Heyne Verlag Verlagsgruppe Random House

    ISBN 978-3-453-27099-2

    Erschienen September 2017

     

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    C
    Claudisbuchblogvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Kein Stieg Larsson, trotzdem unterhaltsam.
    Verfolgung von David Lagercrantz

    Ich beendete zuletzt den fünften Teil der Millenium-Reihe mit dem Titel Verfolgung (Originaltitel: Mannen som sökte sin skugga, erschienen 2017) von David Lagercrantz. Der schwedische Autor (geboren 1962) erhielt 2013 den Auftrag, die Geschichte um Lisbeth Salander und Mikael Blomquist weiterzuschreiben. Der vierte Teil Verschwörung (Originaltitel: Det som inte dödar oss) ist demzufolge von David Lagercrantz und erschien 2015.

    Die ersten drei Teile sind von Stieg Larsson, der an einem unvollendeten und unveröffentlichten vierten schrieb bevor er 2004 verstarb. Bisher traut sich niemand zu, seine begonnene Originalgeschichte (er verfasste 250 Seiten) weiterzuspinnen.

    Die gebundene deutsche Ausgabe umfasst 480 Seiten. Es gibt ein Hörbuch mit 12:23 Stunden Dauer, das Dietmar Wunder liest. Mir hat der Wilhelm Heyne Verlag das eBook zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

    Inhalt

    Lisbeth Salander muss für zwei Monate ins Gefängnis, was sie ohne Murren abzusitzen gedenkt. Weil sie bedroht wird, schickt man sie allerdings in den Sicherheitstrakt, genannt B, des Frauengefängnisses Flodberga, in dem schwerkriminelle Frauen eingesperrt sind. Was Lisbeth egal ist, solange sie morgens töpfern, abends trainieren und sich danach mit Quantenmechanik und Relativitätstheorie beschäftigen darf. Egal ist ihr allerdings nicht, dass in einer Nachbarzelle die zwanzigjährige Faria Kazi jeden Abend von Beatrice „Benito“ Anderson und deren Freundinnen misshandelt wird und alle wegschauen, Mitgefangene genauso wie das Wachpersonal. Als es ihr zu bunt wird, gibt sie dem Leiter der Sicherheitsabteilung Alvar Olsen fünf Tage Zeit, die Missstände im Sicherheitstrakt zu beenden. Andernfalls beende sie diese selbst, sie nehme sich Benito vor. Was sie dann auch tut und sich damit eine neue beste Todfeindin anschafft.

    Lisbeths früherer Vormund, Anwalt Holger Palmgren erhielt von der ehemaligen Sekretärin der Kinderpsychiatrie des Sankt-Stefans-Krankenhauses, Maj-Britt Torell, die gesammelten Unterlagen zu Lisbeths dortigem Aufenthalt. Darin fand er Hinweise auf Mitarbeiter des Registers für menschliche Eugenik und Erblehre in Uppsala, die sich in Lisbeths Kindheit für sie und ihre Zwillingsschwester Camilla interessierten und beide diversen Tests unterzogen. Sie hielten sie aber für ungeeignet an der Teilnahme des Projekts 9.

    Nachdem Palmgren das Register Lisbeth gegenüber erwähnt, wird sie neugierig und beginnt mit der Suche nach den Hintergründen. Dabei stößt sie auf eine Namensliste. Weil ihre Nachforschungen durch die Gefängnismauern beschränkt sind, setzt sie Mikael Blomquist auf den Fall an. Er solle nach Leo Mannheimer suchen, ein hochbegabter Investmentbanker aus guter Familie, der auf den ersten Blick unbescholten wirkt. Was Mikael tiefer zu graben veranlasst. Holger Palmgren selbst durchforstet nochmals die Unterlagen, findet dort Professor Martin Steinberg erwähnt und ruft diesen an, um nach dessen Aufgabe beim Register zu fragen. Ein schwerwiegender Fehler mit unerwarteten Folgen für alle Beteiligten.

    Was wollte das Register von den Kindern? Und was verbirgt sich hinter dem Projekt 9?

    Fazit

    David Lagercrantz hat mit Verfolgung einen spannenden und unterhaltsamen Thriller geschrieben, den zu lesen mir Spaß bereitete. Er ist nicht Stieg Larsson; ich erwarte das nicht und mache es ihm auch nicht zum Vorwurf. Lagercrantz kommt Lisbeth Salander und Mikael Blomquist nahe, er hat sie aber nicht selbst erschaffen. Das merkt man an mancher Stelle, an der die Protagonisten auf mich hölzern und nicht authentisch wirken. Auch erscheinen die ständigen Cliffhanger innerhalb der Kapitel auf mich etwas gewollt; wobei ich mich dann irgendwann fragte, was will der Autor damit erreichen? Man kann Verfolgung als eigenständigen Roman lesen. Ich rate trotzdem dazu, sich die Inhalte der Vorgänger anzulesen, da häufig auf vorherige Ereignisse und Personen hingewiesen wird, deren jeweilige Rolle hier nicht in aller Ausführlichkeit beschrieben wird.

    Grundsätzlich halte ich es für sehr schwierig, sich mit dem Genie eines Stieg Larssons vergleichen lassen zu müssen. Ich glaube, da würden die meisten dran scheitern. Eingefleischte Larsson-Fans werden mit diesem Nachfolger nicht glücklich, da er eben nicht von ihm selbst erdacht wurde.

    David Lagercrantz kann schreiben und das soll er auch bitte weiterhin tun; es muss für mich kein Millenium-Thriller sein. Für seinen Mut und ein unterhaltsame Geschichte gibt es von mir drei Sterne.


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    Leseherzs avatar
    Leseherzvor 7 Monaten
    Dem Bösen ins Auge blicken

    Lisbeth Salander befindet sich für einige Zeit in einem schwedischen Gefängnis und sitzt ihre Strafe ab. Das Leben in Knast ist hart, doch wer mit Benito zu tun hat, wünscht sich automatisch die Freiheit zurück. Eines Tages dreht Benito durch, als Lisbeth Fari schützen will. Lisbeth greift ein und dies gefährdete fast ihre Entlassung, doch Fari legt für sie ein Wort ein. Lisbeth kommt dennoch frei...

    Währenddessen geht es Holger Palmgren immer schlechter und bekam letztlich eine intensivere Pflege. Doch eine Person hat durchaus was dagegen. Rakel ist skrupellos und verschafft sich Zutritt zu Holgers Wohnung und bringt ihn um. Mikael Blomkvist findet ihn, versucht ihm das Leben zu retten. Doch vergebens... Holger stirbt!

    Es gab eine Reihe von Untersuchungen über eineiige und zweieiige Zwillinge und Lisbeth und Camilla fielen hier rein. Mikael recherchiert weiter um zu verstehen, wieso und weshalb. Zwillinge, die gewaltsam voneinander getrennt werden, und das sogar noch sehr früh, dass keinerlei Erinnerungen behalten werden. Er lernt Leo (oder auch Dan) kennen. Ein eineiige Zwilling, der sich im Innern all die Jahre unvollständig fühlt und eines Tages seinen Zwilling fand. 

    Mikael ahnt nicht, welche Wellen seine Geschichte aufbringt...

    (Man merkt, dass Stieg Larsson nicht mehr selber schreibt. Besonders am Anfang des Buches fehlt genau dieser Schreibstil, aber David Lagercrantz ist würdevoll in seine Fußstapfen getreten!)

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    Vanessa-v8s avatar
    Vanessa-v8vor 7 Monaten
    Spannend

    Worum geht's? Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen? Meine Meinung: Verfolgung ist der 5. Teil der Millennium-Reihe den man auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Ich habe die ersten vier Teile nicht gelesen und kam super mit der Geschichte klar. Der Autor David Lagercrantz hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Auch die bildlichen Beschreibungen der einzelnen Szenen machten das Buch umso spannender. Mich fesselte das Buch bereits von der ersten Seite an und auch die Spannung blieb bis zur letzten Seite. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. In der Geschichte wird der Leser öfters mit der Vergangenheit konfrontiert, so konnte man sich über die Geschehnisse ein besseres Bild machen. Die Hauptprotagonisten waren mir sehr sympathisch, umso leichter lies sich die Geschichte lesen. Salander und Blomkvist sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich bin schon auf den sechsten Teil gespannt. Der einzige kleine Manko ist, dass manchmal über trockenen Börsenstoff geredet wurde. Allerdings störte das auch nicht weiter. Fazit: Was soll ich noch sagen? Ein Buch mit hoher Suchtgefahr. Ein spannender Thriller den man nicht weglegen möchte, die Spannung bleibt bis zur letzten Seite. Ich kann es jedem empfehlen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen.

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    birgitfacciolis avatar
    birgitfacciolivor 8 Monaten
    Kurzmeinung: 5.Teil der Millenium Triologie
    Lisbeth`s Vergangenheit

    Der fünfte Teil der eigentlichen Millenium Triologie war wieder Spitze.Die Vergangenheit von Lisbeth war nochmals ein großes Thema.Dieses Mal ist mir allerdings doch ein Unterschied vom Schreibstil und Spannungsaufbau aufgefallen.Die Szenen von der Verbrecherin Benito finde ich etwas überreizt-nicht so Glaubwürdig.Die Wissenschaft und Forschung ist aber ein gutes Thema in dem Buch,man könnte sich sehr gut vorstellen das das so passiert ist.

    Millenium hat dieses mal eher eine Nebenrolle gespielt und das Zusammenspiel von Lisbeth und Mikael steht auch nicht so im Vordergrund,was ich schade finde.Auch kam mir Mikael Blomquist nicht so authentisch rüber wie in den vorangegangenen Teilen.Aber alles in allem hat mir der Roman schöne Lesestunden beschert.

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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Fortsetzung im Sinne von Stieg Larsson
    Hochspannung bis zur letzten Zeile

    „Erst musste man die Wahrheit kennen. Und dann konnte man sich rächen.“ (Zitat S 181)

    Lisbeth Salander sitzt wegen des letzten Falles für zwei Monate im berüchtigten Frauengefängnis Flodberga ein und bemerkt, dass die Gefangene „Benito“ Beatrice Andersson und eine Gruppe rund um sie im Sicherheitstrakt B Mitgefangene terrorisieren. Besonders haben sie es auf Faria Kazi abgesehen, eine junge Frau aus Bangladesch und da auch die Aufsehen wegschauen, greift Lisbeth ein und macht sich Benito zur Todfeindin.

    Mikael Blomkvist besucht sie jeden Freitag. Eines Tages erhält sie überraschend Besuch von ihrem alten Vertrauten und Mentor Holger Palmgren, der ihr von völlig neuen Spuren, ihre Kindheit betreffend, berichtet. Lisbeth beginnt zu recherchieren und Mikael unterstützt sie bei ihren Ermittlungen über in wichtiges Forschungsprojekt in der Vergangenheit. Was genau hat Leo Mannheimer, Chefanalyst bei einer Investmentgesellschaft, damit diesem Projekt zu tun? Jemand ist bereit, die Aufdeckung mit allen Mitteln zu verhindern und scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein …

    Dieser Roman ist der insgesamt fünfte Band aus der Millennium-Serie und der zweite aus der Feder von David Lagercrantz. Auch diesmal gelingt es dem Autor wieder, die Geschichte vom charakteristischen Aufbau bis hin zu den Charakteren im Sinne von Stieg Larsson fortzusetzen. 

    Diesmal geht es um zwei aktuelle Themen, einerseits die Stellung der Frau in einer traditionellen, muslimischen Familie und andererseits um wissenschaftliche Forschungsprojekte und vor allem um die Frage, wie weit man als Wissenschaftler gehen kann und darf, zählt wirklich nur der Erfolg und das Ergebnis. Was ist mit der ethischen Verpflichtung der Forschung? Ein wirklich zeitlos wichtiges Thema, um welches der Autor seine Geschichte aufbaut.

    Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, der ein Gespräch zwischen Holger Palmgren und Lisbeth Salander vorausnimmt, welches später im Zusammenhang nochmals genauer geschildert wird. Der Zeitrahmen umfasst nur wenige Tage, er reicht vom 12. bis zum 30. Juni. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, diese wiederum umfassen einzelne Kapitel, die jeweils durch eine Datumsangabe definiert und unabhängig von den drei Hauptteilen fortlaufend durch die gesamte Erzählung nummeriert sind. Ein kurzer Epilog beendet die Geschichte. Ergänzend dazu setzt der Autor Rückblenden ein, um den Verlauf mancher Geschehnisse zu erklären.

    Der Autor verwendet die neutrale Erzählperspektive, nützt jedoch die einzelnen Kapitel dazu, um Ereignisse zu beschreiben, die mit wechselnden Hauptcharakteren im Mittelpunkt an völlig verschiedenen Orten, jedoch gleichzeitig, stattfinden. Durch diese dicht gedrängte Erzählform ergibt sich ein intensiver Spannungsbogen, der den Leser bereits mit dem Einstieg in seinen Bann zieht und auch diese fünften Teil der Millennium-Reihe zu einem Page-Turner macht.

    Bereits beim vierten Band der Millenniums-Serie gab es durchaus kritische Stimmen, die meinten, der Autor käme nicht an Stieg Larsson heran, ich habe das damals schon anders gesehen und auch nach dem Lesen dieses fünften Bandes bleibe ich bei meiner Meinung: mit David Lagercrantz wurde in meinen Augen ein großartiger Nachfolger gefunden, diese spannende Reihe um den Millennium Verlag, den Journalisten Mikael Blomkvist und vor allem die einzigartige Lisbeth Salander weiterzuführen. Ein spannender Thriller, den man nicht aus der Hand legen wird, bis man das letzte Wort des Epilogs gelesen hat.

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 9 Monaten
    Spannende Unterhaltung...

    „Verfolgung“ ist der insgesamt fünfte Band aus der Millenium-Reihe von Stieg Larsson und der zweite Band aus der Feder von David Lagercrantz.
    Noch besser als der vierte Band und somit erste von David Lagercrantz, weil man noch mehr das Gefühl hat, Stieg Larsson herauslesen zu können.
    Topaktuell in der Thematik, dieses Mal ist Lisbeth Salander noch stärker Thema als sonst und vielleicht hilft dies das Handeln der Lisbeth Salander zu verstehen.
    Zwei Handlungsebenen lassen den Leser zunächst etwas ratlos zurück und ich hatte das Gefühl, dass dies nie zusammenpassen könnte. Jedoch keine Sorge, es passt und für mich wurde dies sehr zufriedenstellend gelöst.
    Zwischendurch war die eine oder andere Länge festzustellen, dies ist aber der Detailverliebtheit von David Lagercrantz geschuldet. Das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch, denn ich sehe dies eher als kleine Atempausen an.
    Die Spannung ist Anfangs auf einem nicht allzu hohen Niveau, steigert sich aber und insbesondere auf den letzten ca 100 Seiten kommt man kaum zum Luftholen und kann das Buch gerade dann nicht mehr aus der Hand legen.
    Wie man es kennt vom Autor sind Schauplätze und die meisten Figuren wieder sehr plastisch beschrieben. Den einen oder anderen altbekannten hätte ich mir durchaus etwas detaillierter gewünscht, insbesondere für Leser die erst jetzt in die Millenium-Reihe einsteigen, doch kann ich damit leben, dass es nun doch nicht so war.
    Der fünfte Band der Millenium-Reihe war für mich wieder spannende Unterhaltung und ich kann hier guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen.
    Von uns gibt es für das Buch 4 von 5 Sternen. 

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