Verschwörung

von David Lagercrantz 
3,2 Sterne bei24 Bewertungen
Verschwörung
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Positiv (10):
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Bemerkenswerte und spannende Fortsetzung der Millennium - Trilogie !!!

Kritisch (5):
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Auf ganzer Linie langweilig!

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Inhaltsangabe zu "Verschwörung"

Böse Zungen behaupten, Mikael Blomkvist sei nicht länger der Journalist, der er einst war. Lisbeth Salander hingegen ist aktiv wie eh und je. Die Wege kreuzen sich, als Frans Balder ermordet wird. Der weltweit führende Experte für künstliche Intelligenz hatte Blomkvist kurz vor seinem Tod brisante Informationen versprochen. Als der erfährt, dass Balder auch in Kontakt zu Lisbeth Salander stand, nimmt er die Recherche auf. Doch wie immer verfolgt Lisbeth Salander ihre ganz eigene Agenda.
Grandios gelesen von tatort-Kommissar Dietmar Bär
(1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 10h)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783837143423
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstiges Audio-Format
Umfang:0 Seiten
Verlag:Random House Audio
Erscheinungsdatum:29.10.2018
Das aktuelle Buch ist am 27.08.2015 bei Heyne erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    niggeldis avatar
    niggeldivor 3 Monaten
    Nicht so gut wie die Vorgänger

    Mikael Blomkvist steht vor einer Entscheidung. Böse Zungen behaupten, er sei nicht länger der Journalist, der er einst war. Lisbeth Salander hingegen ist aktiv wie eh und je. Die Wege kreuzen sich, als Frans Balder, einer der weltweit führenden Experten für künstliche Intelligenz, ermordet wird. Kurz vor seinem Tod hatte er Mikael Blomkvist brisante Informationen versprochen. Als Blomkvist erfährt, dass Balder auch in Kontakt zu Lisbeth Salander stand, nimmt er die Recherche auf. Die Spur führt zu einem amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Mikael Blomkvist wittert seine Chance, die Enthüllungsstory zu schreiben, die er so dringend braucht. Doch wie immer verfolgt Lisbeth Salander ihre ganz eigene Agenda. (Amazon.de)

    Die Charaktere sind wie immer sehr eigen, aber authentisch. Eine Entwicklung gibt es kaum, Lisbeth ist immer noch sehr distanziert - vor allem gegenüber Mikael. Ansonsten war es spannend zu erfahren, was die Protagonisten seit dem letzten Teil so getrieben haben bzw. treiben. Auch tauchen “neue“ alte Bekannte auf, die neugierig auf Teil 5 machen.
    Den Fall an sich fand ich jetzt nicht so spannend, da waren die vorherigen sehr viel aufregender. Keine Ahnung, ob's am Autoren-Wechsel lag oder an etwas anderes.

    Dietmar Bär setzt seine Stimme gekonnt ein, z.B. bei Holger Palmgren, der nach einem Schlaganfall schleppend spricht. Ich habe gerne zugehört. :)

    Ich empfehle das Buch denjenigen, die sich für Mikael und Lisbeth weiterhin interessieren. Wer jedoch auf einen atemberaubenden Fall hofft, wird leider enttäuscht. 3,5 Sterne

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    MilaWs avatar
    MilaWvor 8 Monaten
    Holprige Fortsetzung voller Klischees

    Während Bloomkvist mit dem Bedeutungsverlust des Journalismus an sich und seiner Zeitschrift Millenium im Speziellen hadert, ist Salander den Resten der Gruppe um ihren Vater auf der Spur und hackt deswegen die NSA. Als einer der führenden Experten für künstliche Intelligenz ermordet wird, ist Bloomkvist zufällig vor Ort und sieht bald ein, dass er wieder Salanders Hilfe braucht, um die Hintergründe aufzudecken.


    Ich muss zugeben, dass ich von Anfang an skeptisch war. Es ist immer schwer, die Reihe eines anderen Autoren zu übernehmen und die Fans nicht zu enttäuschen.

    Leider ist die Handlung voller Klischees. Allein die handelnden Personen: hochbegabter Autist, megaböse Meistermanipulatorin, der letzte aufrechte Journalist, der reuige russische Killer, das unkaputtbare Hackergenie, der böse Frauen- und Kinderschläger… *gähn* Leider fehlt die psychologische Tiefe der Personen vollkommen. Gerade in Serien ist es sehr gut möglich, vielschichtige Personen mit überraschenden Facetten zu kreieren. Das passiert hier leider nicht, auch wenn Lisbeth und Mikael gewohnt solide agieren und wieder etwas Gesellschaftskritik vorkommt. Larsson konnte man viele Fehler verziehen, weil er eine unfassbar coole Heldin geschafft hat, aber Langerrantz springt nur auf den Zug auf und schafft es nicht, überraschende neue Persönlichkeitsaspekte hinzuzufügen. Vielleicht hatte er zu viel Respekt vor dem Original oder muss sich erstmal warmschreiben. Zudem weiß der Leser viel zu viel. Hätte man ein paar Informationen weggelassen, hätte der Leser/Hörer mitfiebern und mitraten können. So wird aber ganz oft nur das wiederholt, was man aus der Sichtweise einer anderen Person schon wusste. Es werden viele Themen angeschnitten, aber am Ende wird doch nur die Verschwörungsgeschichte aus dem Vorgängerband wieder aufgewärmt.

    Auch der Hörbuchsprecher hat mich etwas irritiert. Der Einsatz verschiedener Stimmfärbungen bei verschiedenen Personen ging manchmal etwas in die Hose. Manchmal wechselt er in einem Dialog unvermittelt die Stimmfärbung und die Personen sind schwer zu unterscheiden. Das hat mich ab und an verwirrt.

    Kurzweilig ist das Endergebnis schon und ich habe es auch ganz gern gehört. Leider ist das Ganze aber zu holprig umgesetzt. Für Fans zwar ein Muss, aber da ist noch sehr viel Luft nach oben bei den Fortsetzungen.

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    Literaturwerkstatt-kreativs avatar
    Literaturwerkstatt-kreativvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Bemerkenswerte und spannende Fortsetzung der Millennium - Trilogie !!!
    „Millenium“

    Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor

    „Verschwörung (Hörbuch) nach Stieg Larsson“ von David Lagercranz


    Die Zeitung „Millenium“ geführt von Erika Berger und Mikael Blomkvist kämpft seit längerem mit Umsatzeinbußen. Ihnen fehlt eine gute Titelstory, denn Starjournalist Mikael Blomkvist hat längere Zeit nichts weltbewegendes zu Papier gebracht und manche bösen Stimmen behaupten, seine Zeit wäre vorbei.


    Blomkvist wittert jedoch seine Chance, als der renommierte Forscher Franz Balder ihn anruft und zu einem Treffen in sein Haus einlädt. Balders Forschungsgebiet ist „Künstliche Intelligenz“ und ihm ist anscheinend gerade ein phänomenaler Durchbruch gelungen. Als Mikael bei Balder ankommt wurde dieser von einem unbekannten Täter erschossen. Balders autistischer Sohn August hat den Mörder jedoch als einzigster gesehen. Doch August spricht nicht.


    Als Mikael herausbekommt das Lisbeth Salander und Franz Balder sich kannten, wird auch er hellhörig und beginnt zu recherchieren. Und auch Lisbeth schaltet sich ein. Sie will wissen wer hinter dem Mord steckt und stößt dabei auf ihre hinterlistige und gewalttätige Zwillingsschwester Camilla.


    Die beiden hassen sich seit ihrer Kindheit abgrundtief und Camilla trachtet Lisbeth nach dem Leben und natürlich auch August Balder, der schließlich Augenzeuge wurde. Doch Lisbeth, die dies ahnt schützt August und setzt ihr Leben dabei aufs Spiel.



    Fazit:

    Zehn Jahre nach dem Tod von Stieg Larsson hat David Lagercrantz den Auftrag von Larssons Vater erhalten, die „Millennium - Reihe“ fort zu führen. Dies hat zu kontroversen Diskussionen weltweit geführt und Lagercrantz hat es von Anfang an natürlich nicht leicht gehabt in die gewaltigen Fußstapfen von Stieg Larsson zu treten. Ich habe die ersten 3 Teile „Verblendung - Verdammnis – Vergebung“, leider nicht gelesen, - lediglich die Verfilmungen gesehen - und war von den beiden Hauptprotagonisten Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist sehr angetan. So habe ich mich gefreut, dass deren Geschichte weitergeht.


    Ich habe mich diesmal für das Hörbruch entschieden und wurde bei weitem nicht enttäuscht.


    Auch wenn das Vermächtnis von Stieg Larsson groß ist, konnte mich Lagercrantz mit seiner Geschichte von Anfang an fesseln. Geschickt nahm er die alten Fäden wieder auf und hat auf seine eigene Art plausibel und feinfühlig weiter erzählt. Er schafft es eine düstere Atmosphäre aufzubauen und mit hervorragenden Spannungsmomenten zu punkten. Auch ist es ihm bestens gelungen, die altbekannten Charaktere Blomkvist und Salander weiterzuführen und zudem an ihren Profilen weiter zu feilen. Die gewählten Themen „Künstliche Intelligenz und das Savant-Sydrom“ (diese außergewöhnliche Inselbegabung) fand ich hochinteressant. Dies war – neben dem Thriller – ein informativer „Nebeneffekt“. Gerade das Zusammentreffen zwischen Lisbeth Salander und August Balder und dessen Inselbegabung fand ich hervorragend vom Autor dargestellt und sehr feinfühlig umgesetzt. Sehr hervorragend gemacht !


    Dietmar Bär als Sprecher dieses Hörbuches hat mir mit seiner harmonischen Stimme die Geschichte gewohnt gekonnt vorgetragen, sodass das Hörbuch mir zu einem großen Genuss wurde.



    Der 5. Teil liegt bei mir bereits griffbereit und ich kann sagen, dass ich mich sehr freue das es bald weiter geht.

    Für mich hat David Lagercrantz seine Feuertaufe bestanden. Es gibt bestimmt an der ein- oder anderen Stelle noch Luft nach oben, aber Lagercrantz hat ja auch gerade erst begonnen.


    Von mir eine Absolute Hör - Leseempfehlung !



    Autor:

    David Lagercrantz, Jahrgang 1962, arbeitete mehrere Jahre als Korrespondent für den Expressen und ist seit 1992 freier Schriftsteller und Fernsehjournalist.



    Sprecher:

    Dietmar Bär ist mit dem Genre Krimi eng verbunden. Für seine Rolle als Tatort-Ermittler Freddy Schenk erhielt er den Deutschen Fernsehpreis. Als Hörbuchsprecher hat er sich mit seinen Lesungen der Romane von Stieg Larsson und Håkan Nesser einen Namen gemacht.



    Details:

    Random House Audio (August 2015) / 9,99 Euro

    Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: 9 Std.10 Minuten

    ISBN: 978-3-8371-3135-2

    Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein
    Originaltitel: Det som inte dödar oss (Norstedts Förlagsgrupp AB)
    Originalverlag: Heyne


    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/02/18/millenium/


    Besten Dank an den „Random House Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar.





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    KerstinMCs avatar
    KerstinMCvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein schönes Hörvergnügen
    Die Fortsetzung der Millenium Trilogie

    Das Cover ist einfach und schlicht. Auf einem schwarzen Hintergrund prangt auf der rechten Seite von unten her ein weißer Drache ins Bild. Oben Links sind Autor und Titel genannt und das wars. Ein Cover was mich zum Kauf motiviert. Wobei Stieg Larsson der Hauptgrund für meinen Kauf war.

    "Lisbeth und Mikael – das ungleiche Ermittlerduo ist wieder da!

    Dem schwedischen Schriftsteller und Journalist David Lagercrantz ist ein einzigartiges Meisterwerk gelungen: Nach intensivem Studium von Stig Larssons „Millennium-Trilogie“ schafft er es mit „Verschwörung“, die Bestseller-Reihe würdig fortzusetzen. Mit den Publikumslieblingen Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist greift dieser Teil aktuelle Themen auf, ohne dabei den typisch schwedischen Charakter zu verlieren. Blomkvist ermittelt im Tod des Wissenschaftlers Frans Balder, der sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigte. Auch zu Salander hatte er Kontakt. Als Lisbeths gewissenlose Schwester Camilla hinzukommt, drohen Blomkvist und Salander in eine Verschwörung zu geraten, die bis in die höchsten Kreise der NSA reicht."
    Quelle: audible.de

    Es ist jetzt schon etwas her, dass ich die Trilogie von Stieg Larsson gelesen habe. Ich war jedoch schon nach den ersten Worten schnell wieder mit Lisbeth und Mikael vertraut. Für mich ist David Lagercrantz ein würdiger Vertreter der Stieg Larsson Idee.

    Mich hat der Roman von Anfang an gefangen genommen. Die Stimme von Dietmar Bär sorgt dafür, dass man einfach zuhören muss. Ich kann ihm stundenlang zuhören und freue mich immer wieder auf ein gutes Hörbuch mit ihm.

    Ich habe lange überlegt, ob ich den 4. Teil der Millennium Reihe lesen bzw. hören möchte. Denn die Kritiken besonders am Anfang waren groß. Deshalb habe ich erst mal eine ganze Zeit verstreichen lassen. So konnte ich David Lagercrantz eine Chance geben, ohne 100 %ig die ersten Romane von Stieg Larsson noch im Kopf zu haben. Für mich war  es ein schönes Hörvergnügen und ich freue mich schon auf den 5. Teil. Der warten auf dem Nachttisch schon auf mich.

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    monerls avatar
    monerlvor einem Jahr
    Ein guter 4. Band

    Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass die Geschichte jemals weitergehen würde. Sie war zwar ursprünglich auf mehr Bände als die veröffentlichten drei ausgelegt, aber wenn ein Autor stirbt, so dachte ich, muss man sich verabschieden, von ihm und den im Universum schwebenden und ungeschriebenen Geschichten. 

    Und da ich manchmal hinterm Mond lebe, ist bis zur Veröffentlichung an mir total vorbeigegangen, dass es jemand tatsächlich gewagt hat, Salander und Blomkvist wieder aufleben zu lassen! Ich habe mich nicht gefragt ob das gut ist, ob man das darf, ob man an Stieg Larsson heranreichen kann usw. 
    Ich wollte zugreifen und fragte mich: Soll ich es lesen oder hören? Und da ich die bisherige Trilogie als Taschenbücher im Regal stehen habe, blieb nur noch hören, da ich dann doch auf die TB-Ausgabe warten werde. Obwohl die neue Version des Covers nicht schlecht aussieht, wünsche ich mir so sehr und innig, dass der Verlag Mitleid zeigt und für die Leser, die die alte Ausgabe zu Hause haben, evtl. den vierten Teil darin integrieren!

    Es sind nun ein paar Jahre vergangen und Blomkvist sowie Millenium geht es nicht so gut. Die Zeitung ist nicht mehr unabhängig da sie sich alleine nicht mehr finanzieren konnte. Die letzte gute Geschichte war Blomkvists Veröffentlichung, die sich um Zala, Salanders Vater gedreht hatte. Mikael Blomkvist scheint als Journalist etwas eingerostet zu sein. 
    Und Salander? Sie lebt und hackt sich durch´s (Computer-)Leben. Doch dann wird Frans Bader, ein Professor, der über die künstliche Intelligenz forscht, ermordet, sein Laptop gestohlen, sein autistischer Sohn August ist der einzige Zeuge und wird auch noch von Lisbeth Salander gerettet. Die Geschichte mit all ihren Verwicklungen nimmt ihren Lauf.

    Am Anfang hatte ich etwas schwer in das Buch hineingefunden. Zu langatmig und zäh erzählt Lagercrantz die Grundstory, die sehr verzwickt und verzweigt ist, sodass man schon am Hörbuch dranbleiben und aktiv zuhören muss, um die vielen Personen auseinanderhalten zu können. Und immer wieder dachte ich, wann geht´s denn los? Es war ein bisschen so, als würde sich der Autor nicht so richtig trauen loszulegen. Er versuchte sich noch irgendwie in die Geschichte, in das Erbe Larssons, hineinzuarbeiten. 
    Als Hörer lernt man dabei einiges über Autismus und Savants, die eine bestimmte Inselbegabung vorweisen, so wie August. Er kann hervorragend zeichnen und hochkomplizierte Rechenvorgänge lösen. Man wird in Bereiche der Forschung von künstlicher Intelligenz herangeführt, was mir persönlich ein bisschen zu intensiv und zu umfangreich war. 

    Doch dann macht es irgendwie "Knack", der Knoten ist gelöst und Lagercrantz schafft es endlich die Figuren zum Leben zu erwecken, Spannung aufzubauen, tiefere Einblicke in Salanders Vergangenheit zu geben, die sich nun bis in ihre Gegenwart ausstreckt. Der Hörer wird getrieben und möchte mit dem Ende erlöst werden. Die letzten 3 Hörstunden habe ich am Stück durchgemacht, ich wollte unbedingt wissen was passiert. Und was soll ich sagen? Ich bin zufrieden! Ein gutes Ende, alles Nötige wird aufgelöst und die Krumen für den nächsten Band sind ausgestreut. Ich freue mich unerwartet auf einen weiteren Teil, in dem hoffentlich das nächste Geheimnis aus Salanders Vergangenheit aufgedeckt wird!

    Ich weiß nicht, ob dies ein würdiger Nachfolgeband ist, aber es ist ein gelungenes und spannendes Buch, ein Wiedersehen mit alten Bekannten und ein paar Schwächen am Anfang. Als Hörbuch ein Genuss, da Dietmar Bär seine Arbeit ausgesprochen gut macht!
    ___________________________________
    https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2015/10/buchvorstellung-verschworung-millenium-4.html

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    Aglayas avatar
    Aglayavor einem Jahr
    Viel Action, wenig Handlung

    Ein junger, erfolgreicher Wissenschaftler wird ermordet. Da er sich kurz zuvor noch bei Mikael Blomqvist gemeldet hat, forscht dieser nach den Hintergründen der Tat. Und auch Lisbeth Salander ist wieder zur Stelle und kümmert sich um den Sohn des Toten, der die Tat beobachtet hat und nun ebenfalls in Gefahr ist…

    "Verschwörung" ist der vierte Band der "Millenium"-Reihe, die vom verstorbenen Autor Stieg Larsson auf zehn Bände angelegt wurde und nach dessen Tod nun von David Lagercrantz weitergeführt wird. Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen, ich empfehle aber trotzdem, zunächst die Originaltrilogie zu lesen, da die Figuren sonst nicht wirklich verständlich sind (und die Originale meiner Meinung nach auch merklich fesselnder sind als dieser Band hier…).

    Die Geschichte wird, wie auch bei den ersten drei Bücher, aus der Beobachterperspektive erzählt, jeweils auf eine Figur konzentriert. Manche Szenen werden auch mehrmals geschildert, jeweils aus unterschiedlicher Perspektive. Neben den Protagonisten Salander und Blomqvist kommen auch viele andere Figuren zum Zug, die zu einem Teil bereits aus den Vorgängern bekannt sind. Lisbeth Salander macht in diesen Band eine Wandlung durch, die mich nicht überzeugen konnte. War sie bisher eine geschickte Hackerin, die sich auch mal mit Gewalt zur Wehr setzte, verkommt sie hier vollends zur Comic-Superheldin, die kaum mehr menschlich zu sein scheint. Im Allgemeinen fand ich die Figuren, an denen ich in den vorhergehenden Bänden so grosses Interesse hatte, hier eher eindimensional und stereotyp.

    Die Handlung selbst ist leider nicht sehr umfangreich, ein grosser Teil des Buches besteht darin, Dinge zu erklären, die Fans der Reihe schon lange wissen. So scheint "Verschwörung" einerseits darauf angelegt zu sein, neue Leser zu gewinnen, bietet aber andererseits doch zu wenig Infos, um ohne Vorkenntnisse alles zu verstehen. Die magere Handlung wird durch viel Action kompensiert, sodass kaum eine Figur ohne grössere Verletzungen bis zum Schluss kommt. Auch die vielen und schnellen Szenenwechsel sollten wohl Spannung suggerieren, wo durch die Handlung keine aufkommt. Dazu kommt, dass der Autor den Leser einen Grossteil der Handlung nicht direkt miterleben lässt, sondern die Figuren im Nachhinein davon erzählen, was zu einer Distanz zwischen Leser und Handlung führt.

    David Lagercrantz gibt sich grösste Mühe, den Schreibstil von Steig Larsson zu kopieren. So wirkt auch dieses Buch sehr protokollartig, ohne wirkliche Gefühle dahinter (was ich Larsson in den ersten drei Bänden bereits angekreidet habe). Auch das penetrante "Product Placement", das ständige Nennen von Markennamen, führt er weiter. Allerdings fand ich Steig Larsson doch packender, Lagercrantz gibt sich zwar grösste Mühe, aber das detaillierte Aufzählen von Kleidungsstücken und Mahlzeiten ergibt für sich allein keine lebendige Erzählung. Die Übersetzung ist stellenweise etwas holprig geraten, so ist beispielsweise mehrfach davon die Rede, dass jemand "seine eigene Agenda hat" (so auch im Klappentext), was ich zwar auf Englisch kenne, auf Deutsch aber eher "seine eigenen Ziele verfolgen" nennen würde.

    Das Hörbuch wird wie auch die Vorgänger von Dietmar Bär gelesen, der "Tatort"-Fans als Freddy Schenk aus Köln bekannt sein dürfte. Er machte seine Sache wie immer sehr gut, allerdings fand ich die Abmischung nicht perfekt, an einigen Stellen ist mir ein Blätterrascheln beim Seitenwechsel aufgefallen.

    Falls sich jemand fragt, wieso ich trotz allen Kritikpunkten eine immerhin mittelgute Wertung vergebe: ich will das Buch mögen. Immerhin ist es (so etwas Ähnliches wie) Lisbeth Salander, über die wir hier sprechen. Ich bringe es einfach nicht über mich, eine schlechtere Wertung zu vergeben.

    Mein Fazit
    Viel Action, wenig Handlung

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    BettinaLausens avatar
    BettinaLausenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auf ganzer Linie langweilig!
    Die Millennium- Fortsetzung: Eine echte Enttäuschung.

    Zum Inhalt: Franz Balder, Wissenschaftler für künstliche Intelligenz, zieht sich aus seinem Arbeitsleben zurück und will sich um seinen autistischen Sohn kümmern. Er glaubt, dass jemand hinter seinem Wissen hinterher ist und fürchtet um sein Leben. Mitten in der Nacht ruft er Michael Blomkvist an, um ihm davon zu erzählen. Bevor Michael eintrifft, wird er ermordet. Sein autistischer Sohn war Zeuge des Mordes, er spricht jedoch nicht. Bei weiteren Recherchen stößt Michael auf Lisbeths Namen. Er bittet die Hackerin um Hilfe.

     

    Leider war das Buch eine riesige Enttäuschung. Der Allwissende Erzähler springt von einer Figur zur anderen, so dass es dauernd zu Wiederholungen kommt. Es wird eine hohe Distanz zu den Figuren aufgebaut, so dass sich der Leser nicht mit den Figuren identifizieren kann. Der Schreibstil ist langweilig: Es wird viel erzählt, statt die Geschichte in Szenen zu zeigen. Die Dialoge sind langweilig und vorhersehbar. Das einzige, was manchmal Spannung erzeugt, sind geschickt gesetzte Cliffhanger.

     

    Ich musste mich zwingen, das Hörbuch zu Ende zu hören. Ich kann nicht verstehen, wie man diesen Autor für die Fortsetzung der Millennium-Trilogie aussuchen konnte.

     

    Fazit: Es ist das schlechteste Buch/ Hörbuch, was ich seit langem konsumiert habe. Nicht kaufen!

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    Ofelias avatar
    Ofeliavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leider kein Vergleich mehr mit Stig Larsson. Die Charaktere sind nur grob skizziert und sehr stereotyp, die Geschichte bleibt eher flach.
    Eine Kopie, die weit entfernt ist vom Original

    ich hatte mich sehr auf einen neunen Thriller mit Lisbeth und Michael gefreut, auch wenn ich natürlich wusste, dass es anders sein würde, als die Bücher von Stig Larsson selbst.
    Ich nehme vorweg, dass "Verschwörung" sicherlich ein Thriller wie viele andere auch  und durchaus ein netter Zeitvertreib ist. Allerdings finde ich, muss man sich mit dem Original messen lassen, wenn man eine Kopie wagt- und das ist meiner Meinung nach nicht gelungen.
    Schon vor den Abhörskandalen waren die NSA oder vergleichbare Organisationen gerne Gegenstand von Thrillern und sind nun umso beliebter. Leider aber auch oftmals vorhersehbar und ein wenig abgegriffen. Auch hier taucht sie auf, bleibt aber doch eine kleine Nebenrolle im Geschehen und war für mich beinahe vollkommen überflüssig oder hätte anders aufgezogen werden können.
    Generell werden in diesem Roman zu viele Themen lose zusammen geknüpft, sodass keines eine richtige Bedeutung erlangt.
    Authistischer junge, Computergenie, häusliche Gewalt, Geheimdienst etc, etc.. Sie alle hängen miteinander zusammen, doch anders als in den vorherigen Büchern gelangt es nicht zu einer harmonischen Geschichte, sondern bleibt etwas holprig.

    Das liegt unter anderem auch daran, dass hier viele sehr besondere Charaktere aufeinander treffen, die aber alle nur grob skizziert werden und recht flach bleiben.

    Hier hat einfach die Gänsehaut gefehlt, wenn Michael und Lisbeth Stück für Stück das Puzzle zusammen setzen und sich darauf eine große, internationale Affäre entwickelt, die dennoch glaubwürdig bleibt.

    Sehr gut fand ich allerdings Dietmar Bär als Sprecher, der auf albern piepsige Stimmen bei Frauen verzichtet und das Buch spannend gelesen hat.

    Wer Fan von der Trilogie ist, wird enttäuscht sein, für andere ist es ein Thriller wie jeder andere auch.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 3 Jahren
    Schlechte Kopie

    Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist sind wieder da. Wie das, wird man sich fragen, denn Stieg Larsson der Autor der berühmten Millennium-Trilogie ist 2004 verstorben. Schon einmal wurde ein berühmtes Buch von einem anderen Schriftsteller «weitergeschrieben», «Vom Winde verweht», was laut Kritikern gewaltig misslang. Ist es David Lagercranz gelungen? Larsson selbst hatte wohl einen vierten Teil in Arbeit (geplant waren 10 Bände), zu weiteren gibt es Exposés. Somit konnte im Sinne des Autors weitergearbeitet werden. Die Erben wollten allerdings keine weitere Veröffentlichung der vorliegenden Arbeiten, aber sie stehen ja gegeneinander im Erbstreit.

    Zum Buch: Die Zeitschrift Millennium ist heruntergewirtschaft, steht nicht mehr im Focus des Interesses. Mikael Blomkvist ist ausgebrannt, fühlt sich nicht mehr in der Lage, dem modernen Zeitgeschehen der Pressewelt standzuhalten, er selbst ist auch technisch im letzten Jahrhundert steckengeblieben. Lisbeth Salander ist weiter aktiv als Hackerin unterwegs, die Welt zu retten ist ihr Ziel.

    Frans Balder, ein schwedischer Informatiker, der in einem Softwarehaus gearbeitet hat, das für die NSA tätig ist und führend in der Softwarearchitektur von künstlicher Intelligenz ist, zieht sich ins Privatleben zurück, will nur noch für seinen autistischen Sohn da sein. Er ahnt, dass kriminelle Mächte an seinem Wissen interessiert sind und er beschließt, an die Öffentlichkeit zu gehen, um sich selbst zu schützen, setzt sich mit Blomkvist und dem Geheimdienst in Verbindung. Zu dem Treffen kommt es nicht mehr, da er fast direkt von den Augen des Journalisten umgebracht wird. Nur der Sohn bleibt am Leben. Dank seines zeichnerischen Talents könnte er den Mörder identifizieren. Und nun kommt Lisbeth ins Spiel. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, den Jungen zu retten.
    Auch hinter Lisbeth ist man staatlicherseits hinterher. Sie hatte sich ins interne Netz der NAS gehackt und Informationen gesammelt, aus denen hervorgeht, dass die NSA sich in Firmen hackt, um Betriebsspionage zu begehen.

    Der Stil von Larsson wurde in etwa eingehalten und die Story ist oberflächlich gesehen halbwegs spannend. Ich kam mir allerdings häufig belehrt vor. Hier wurden ellenlange Vorträge zu künstlichen Intelligenz, zu Autismus und zu speziellen Formen und zur IT-Sicherheit gehalten, die wie copy and past aus dem Lehrbuch klangen. Unzählig oft und nervend werden Sachverhalte wiederholt. Das ist nicht der Stil von Larsson.

    Ist die Story glaubhaft? Für mich nicht. Die Figuren sind völlig überzeichnet. Eine Lisbeth hätte gereicht, die rambomäßig alles das glattbiegt, das die doofe Polizei verbockt. Lisbeth geht zwei Tage nach einem selbstbehandelten Schulterdurchschuss auch wieder zum Boxtraining, beinhart. Irgendwie muss man ja den Kopf frei bekommen. Das ist platt. Auch die ausufernde Kindheit von Lisbeth und ihrer Schwester, erzählt von dem alten Vormund Lisbeths, der plötzlich bis ins Detail alles aus Lisbeths Leben weiss, hilft nicht weiter. Es ermüdet, denn er steigt weiter als ein Beichtvater in die Gedanken der beiden und kann genau begründen, warum die beiden das sind, was sie geworden sind. Auch hier wieder der lehrmeisterhafte Erzählstil.

    Dann haben wir den hochintelligenten Informatiker, mit leicht autistischen Tendenzen und den stummen Autisten, der neben einem fotografischen Zeichentalent besser als ein Rechner Probleme der höheren Mathematik löst. Und da ist der umsorgte Professor, der wegen eines ihm noch unbekannten Autisten Hals über Kopf die Nobelpreisfeier verlässt. Nicht zu vergessen die wahnsinnig schöne Schwester von Lisbeth, die jeden Menschen von der ersten Sekunde an manipulieren kann, der alle Männer hörig sind (natürlich nicht Blomkvist) und die aufrechte Frau im Geheimdienst, die völlig gegen die Vorschriften handelt und gesuchte Straftäter versteckt, der Gerechtigkeit wegen. Ein Hoch auf die Gerechtigkeit und aufrechte Gestalten mit gottgleichen Fähigkeiten, die sich gegen die Bösen und Schönen stemmen, gefolgt von einem Heer trottliger Bullen … Und wenn sie nicht gestorben sind … (auch die Bösen) … gibt es einen weiteren Teil. Alles ein wenig viel, nach meinem Geschmack. Zu viel Intelligenz, zu viele Zufälle, zu viel Rambo in den Frauen, zu viel gute Menschen, zu viele dumme Polizisten, zu viel Unglaubwürdiges. NSA und russische Mafia gegen aufrechte Europäer. Ja, wir sind wer! Die Guten. Der Plot ist platt.

    Mit Cliffhangern versucht der Autor die Spannung zu halten, doch mit dem Zeigefinger, in langen Belehrungen und ausufernden Erklärungen, stürzt die Spannung ab.

    Ist die Weiterentwicklung eines berühmten Romans gelungen? The same procedure as last time: Vom Winde verweht … Noch mehr davon brauche ich nicht.

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    Jujus avatar
    Jujuvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gelungender Ableger der Millennium Trilogie
    Ein gelungender Ableger der Millennium Trilogie

    Frans Balder, einer der führenden Spezialisten für künstliche Intelligenz wird ermordet. Zuvor hat er Mikael Blomkvist brisante Informationen versprochen. Als Mikael erfährt, dass Frans auch Kontakt zu Lisbeth Salander hatte, fängt er an zu recherchieren. Eine spannende Geschichte beginnt, die Mikael als Journalist wieder den Schwung geben könnte, den er so dringend braucht.
    Fazit:
    Der Vorlesestil ist sehr gut! Ich tue mich normalerweise schwer mit Hörbüchern aber Dietmar Bär ist ein wirklich guter Vorleser. Er hat eine gute tiefe Stimme und verstellt diese in genau dem richtigen Maße, damit man die Charaktere und das Beschreibende voneinander unterscheiden kann. Man kommt sich nicht wie beim Zirkus vor. Außerdem schafft er eine gute Atmosphäre, die zur Geschichte passt und spannend wirkt.
    Die Charaktere sind alte Bekannte und was sollte man hierzu sagen? :) Man kennt die meisten schon aus der Millennium Trilogie und dort wird auch angesetzt, auch wenn hier die Charaktere leider etwas zu sehr erhoben werden, was teilweise schon zu viel wirkt. Auch die anderen Charaktere um die es hier geht werden sehr überzogen in eine Richtung beschrieben. Also ist es die schönste Frau auf Erden und der beste Hackergott den es gibt. Etwas bescheidenere Beschreibungen wären auch ausreichend gewesen.
    Die Geschichte ist spannend und gut! Wie gebannt verfolgt man dort das Treiben und auch die Story um den behinderten Sohn, die Software und die schöne Frau ist durchaus unterhaltsam. Aber fängt man an es als Fortsetzung der Millennium Trilogie zu sehen, so muss man leider sagen es bleibt eine Trilogie. Lagercrantz ist gut und hat hier etwas sehr spannendes geschaffen, aber es ist eben nicht das Original und das merkt man. Es fehlt das gewisse Etwas, was es im Original gab. Die Charaktere waren sehr unterschiedlich und tiefgründig und dennoch äußerst glaubwürdig. Hier waren sie schon zu sehr auf dem Podest und irgendwie einerseits wie Superhelden, andererseits irgendwie überzogen in ihren Charaktereigenschaften. Dadurch geht etwas die Sympathie verloren.
    Ein sehr guter Thriller, der zu begeistern und fesseln vermag. Jedoch, sollte man sich hier besonders bewusst sein, dass es eben ein anderer Autor ist und eine Geschichte nach Stieg Larsson erzählt die gut und lesenswert ist, aber nicht an die Vorgänger rankommt.

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