David Lama Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich

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Inhaltsangabe zu „Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich“ von David Lama

David Lama bezwingt den mythischen Berg – 'Eine Sensation.' Spiegel.de „You haven’t got a snowball’s chance in hell“ – Du hast nicht den Hauch einer Chance, sagte Kletterlegende Jim Bridwell, als er von David Lamas Plan erfuhr. Doch nichts konnte für den damals 19-jährigen Tiroler reizvoller sein, als etwas scheinbar Unmögliches zu schaffen. Spannend und brutal ehrlich erzählt David Lama, was er in den drei Wintern am legendären Gipfel Patagoniens erlebt hat. Wie seine hochfliegenden Träume von der Realität einer international geführten Debatte um „Show“ und Regeln des modernen Alpinismus eingeholt wurden. Und wie ihm und seinem Kletterpartner am Ende gegen alle Zweifel die erste freie Besteigung des Cerro Torre gelang.

In meinen Fall war mir die Bohrhackenproblematik einfach zu viel im Vordergrund

— Agnes13
Agnes13

Wie eine rasante Achterbahnfahrt erlebt der Leser die Höhen und Tiefen dieses Abenteuers und wird Zeuge wie das Unmögliche möglich wird!

— Loony_Lovegood
Loony_Lovegood

Das Unmögliche wird für David Lama wahr und der Leser klettert gedanklich mit. Gewaltig!

— martina400
martina400

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  • Leserunde zu "Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich" von David Lama

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    DavidLama

    DavidLama

    Hallo liebe Lovelybooks-Community, ich möchte mit Euch gerne eine Leserunde zu meinem neuen Buch „Free. Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich“ starten. Der Cerro Torre in Patagonien ist für mich der vielleicht schönste Berg der Welt. Über vier Jahre habe ich versucht diesen gigantischen Granitobelisken im Freikletterstil zu bezwingen, was viele für unmöglich hielten. Es war mit Sicherheit mein bis dato größtes Abenteuer. Während diesen vier Jahren hat der Cerro Torre viel von mir verlangt. Er hat mich als Kletterer, als Alpinist und als Mensch verändert. Dieser ungeheuer schöne, majestätische Berg mit seinem Charisma und seinen Tücken hat mich dazu gebracht, über das Klettern reiflich nachzudenken und meine eigene Rolle im modernen Alpinismus genauso zu reflektieren wie den modernen Alpinismus selbst. Ich habe Demut gelernt und Geduld. Ich habe eine Vorstellung davon bekommen, welchen Stellenwert das Klettern für mich hat und dass es sich lohnt, für den richtigen Weg und das Recht auf das eigene Abenteuer zu kämpfen. Ich habe gelernt, so lange an der eigenen Position zu feilen, bis sie unverrückbar und richtig ist. Ich habe gelernt, dass alpinistische Erfolge nicht von ungefähr kommen und niemandem einfach zufallen. Klettern ist eine permanente Reise zu dir selbst. Der Cerro Torre ist ein Ziel, das dir diese Tatsache immer wieder vor Augen führt, oft in den überraschendsten Momenten. Davon handelt mein neues Buch. Ich verlose 20 Bücher und freue mich schon sehr auf Eure Meinungen! Am 16. Dezember zwischen 17 und 18:30 Uhr wird es eine Fragestunde geben, während der wir über Eure Leseerfahrungen diskutieren können. Natürlich dürfen auch all die mitmachen, die das Buch selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben.

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  • Nichts ist unmöglich

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    Starbucks

    Starbucks

    03. February 2014 um 08:32

    David Lama lebt für seinen Traum, und der liegt in bzw. auf den Bergen. Er hat das Glück, seine Berufung zu seinem Lebensinhalt machen zu können. Gemeinsam mit seinem Kletterpartner will er in Patagonien auf den Cerro Torre steigen. Das Buch ‚Free‘ von David Lama erzählt und dokumentiert dieses scheinbar unmögliche Projekt, dass am Ende doch gelang. Der Reiz an der Ersteigung der Cerro Torre ist für David Lama eigentlich, dass alle dies für unmöglich halten. Er ist einer, der das Gegenteil beweisen möchte. Und er muss gegen die Menschen ankämpfen, die gegen den modernen Alpinismus sind, der oft entgegen der Bestimmungen Spuren am Berg hinterlässt. Seine Vorgänger haben es David Lama da nicht leichter gemacht, da sie eben dies getan haben. Obwohl man schon vorher weiß, dass das Unterfangen am Ende gelingen wird, fiebert man mit David Lama mit. Ich schaue gern diese Outdoorfilme als Mulitmediashows oder auch im Fernsehen, aber da sieht man meist nur das Ergebnis oder kurze Ausschnitte – hier durfte man von Anfang an dabei sein. Hier darf man auch erleben, was der Berg mit David Lama macht, wie der Berg ihn verändert. Ich weiß nicht, ob man das erwarten darf oder ob das für David Lama sehr wichtig ist, denn für ihn scheint vor allem er selbst und seine Leistung zu zählen, aber ich hätte mir etwas mehr Natur in diesem Buch gewünscht. Er ist drei Jahre vor Ort in Patagonien und damit ständig draußen. Das ganze Unterfangen hat aber kaum mit der Schönheit vor Ort, der Naturverbundenheit, der Macht der Natur an sich zu tun, sondern nur mit dem Schaffen des Projektes, des sich beweisen Wollens, des Kräfte Messens zu tun. Schade, aber für den Autor wohl nicht so bedeutend. Damit verdient das Buch trotz sprachlicher Schwächen gute vier Sterne. Ich freue mich sehr auf den Film im Kino ab März 2014. 

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  • Rezension zu "Free" von David Lama mit Christian Seiler

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    elane_eodain

    elane_eodain

    27. January 2014 um 10:46

    >> Dieser Plan besteht darin, etwas zu vollenden, was von den meisten für unmöglich gehalten wird: Ich möchte den Cerro Torre im freien Kletterstil besteigen. << (aus "Free" von D. Lama und Ch. Seiler) INHALT & GEDANKEN: David Lama ist in der Kletterszene als "Wunderkind" bekannt, im Sport- und Wettkampfklettern machte er seinen Altersgenossen schnell was vor. Nachdem er zahlreiche Wettkämpfe gewonnen hat, setzte er sich ein neues Ziel: den Cerro Torre in Patagonien über die Südostkante und die Kompressorroute im freien Stil zu klettern. Ein gewagtes Projekt für einen Nicht-Alpinisten, gefährliches Terrain an einem sensiblen Berg - und das nicht nur wegen des Schwierigkeitsgrades und den Wetterbedingungen, sondern insbesondere aufgrund der bisherigen alpinen Geschichte des Berges und seiner Bedeutung in der Szene. Schwierigkeiten, Missverständnisse, Diskussionen und Vorwürfe sind somit vorprogrammiert und David Lama muss zunächst noch viel lernen und scheitern, Erfahrungen machen, bevor sein Ziel tatsächlich in greifbare Nähe rückt. Gemeinsam mit Co-Autor Christian Seiler erzählt David Lama vom Entstehen seiner Projektidee, von der Planung, der ersten Begegnung mit dem Berg und dann auch schon von ersten Schwierigkeiten. Denn David Lama geht das Projekt zunächst reichlich unerfahren und auch unsensibel an, ich würde sogar sagen naiv. Wer in der Kletterszene aktiv ist, hat den Aufschrei vielleicht mitbekommen, die Diskussionen über das begleitende Filmteam des Sponsors und den zurückgelassenen "Müll" ... David Lama legt diese Erfahrung und die kontroversen Diskussionen sehr detailliert da, stellt seine Sicht der Dinge klar, zitiert aber auch Kritiker. So hat man als Leser das Gefühl, dass man sich ein klareres Bild der Geschehnisse machen kann, auch wenn man natürlich berücksichtigen muss, dass dieses Buch aus Sicht eines direkt Betroffenen/Beteiligten geschrieben ist. Ich finde es interessant über den Konflikt und auch David Lamas Entwicklung zu lesen, denn ich hatte das damals am Rande mitbekommen, mich aber nicht detailliert damit beschäftigt. Dennoch hätte dieser Teil meiner Meinung nach auch etwas kürzer ausfallen dürfen. Aber insgesamt liest sich das Buch angenehm flüssig und kurzweilig und kann zum Nachdenken über die sog. Kletterethik anregen, was ich sehr wichtig finde, wenn man selbst am Fels aktiv ist. Etwas genervt haben mich persönlich die ständigen Wiederholungen der Sportklettererfolge David Lamas. Dass er gut ist, weiß ich und darf gerne auch mal gesagt werden, aber hin und wieder hatte ich dann doch das unangenehme Gefühl, dass ihm dieser Erfolg ein wenig zu Kopf gestiegen ist. Außerdem hätte ich die Aufzählung der "abgehakten" Wände und Routen zur Vorbereitung auf die freie Begehung des Cerro Torre nicht gebraucht. Das hätte ich mir entweder wirklich ausführlicher mit konkreten Informationen und eine Beschreibung des Klettererlebnisses oder aber viel kürzer gefasst gewünscht, denn so habe ich das nur überflogen, ohne dass es mir persönlich etwas gebracht hätte. Am besten fand ich das letzte Kapitel des Buches, der tatsächliche Freikletterversuch, die Beschreibung an der Wand. Das hat die Bewertung des Buches insgesamt für mich wieder etwas herausgerissen, denn genau dafür wollte ich dieses Buch lesen! Es kribbelte in meinen Fingern, ich verlagerte Gewicht mit, setzte den Fuß neu, spürte den Fels ... gut beschrieben, miterlebbar gemacht - das hätte mehr Platz einnehmen dürfen! FAZIT: Viel Kontroverse, wenig tatsächliches Klettererlebnis - leider. Je nachdem, was man erwartet und sich wünscht, finde ich "Free" ok bis empfehlenswert. ANMERKUNG: Im Kino kann man sich die Dokumentation zu diesem Abenteuer übrigens ab März 2014 ansehen: „CERRO TORRE – Nicht den Hauch einer Chance“

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  • Ein spannender Einblick in den modernen Alpinismus

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    Rezistern

    Rezistern

    24. January 2014 um 12:34

    INHALT „You haven’t got a snowball’s chance in hell“ – Du hast nicht den Hauch einer Chance, sagte Kletterlegende Jim Bridwell, als er von David Lamas Plan erfuhr. Doch nichts konnte für den damals 19-jährigen Tiroler reizvoller sein, als etwas scheinbar Unmögliches zu schaffen. Spannend und brutal ehrlich erzählt David Lama, was er in den drei Wintern am legendären Gipfel Patagoniens erlebt hat. Wie seine hochfliegenden Träume von der Realität einer international geführten Debatte um „Show“ und Regeln des modernen Alpinismus eingeholt wurden. Und wie ihm und seinem Kletterpartner am Ende gegen alle Zweifel die erste freie Besteigung des Cerro Torre gelang. (Klappentext) MEINE MEINUNG Das österreichische Ausnahme-Klettertalent David Lama gilt als eine Art Wunderkind des Kletterns. In seinem neuen Buch „Free- Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich“ nimmt er uns mit zu seinem bislang größten Abenteuer und seinem Kletterprojekt am Cerro Torre in Patagonien, der mit seinem 3130 Meter hohen Gipfel als einer der schwierigsten Berge der Welt gilt. Immerhin 3 Jahre sollte es dauern, bis es David Lama gelingt, seinen großen Traum zu verwirklichen. Gemeinsam mit seinem Seilpartner Peter Orterer hat er es schließlich als Erster in nur knapp 24 Stunden geschafft, die legendäre „Kompressorroute“ Maestris am Cerro Torre über den Südostgrad im Alpinstil frei zu klettern. Wie es ihm gelungen ist das Unmöglich zu schaffen, mit welchen Hindernissen und Widrigkeiten er zu kämpfen hatte bis er schließlich erfolgreich war, dies alles schildert er in seinem Buch höchst unterhaltsam, lebendig und mitreißend. Zwischen den Zeilen spürt man Lamas tiefsitzende Begeisterung und Leidenschaft für das Klettern, die ihn zu solch beeindruckenden Extremleistungen anspornt. „Ich habe zu spüren bekommen, dass dieser mystische Berg keine Verfehlungen zulässt!“ gibt Lama später zu. Denn bereits im Vorfeld seines Kletterprojekts hat es viel Wirbel um die multimediale Vermarktung des Projekts durch seinen Sponsoren gegeben, weswegen er sich plötzlich auch massiver öffentlicher Kritik ausgesetzt sah. Teilweise bekommt man bei einigen Abschnitten das Gefühl, dass er es im noch einmal wichtig war, in aller Ausführlichkeit seine damalige Vorgehensweise und die des Filmteams zu erklären und zu rechtfertigen. Sehr offen beschreibt er in seinem Buch seine Gedanken, gesteht Fehler bei der Konzeption seines Projekts ein und lässt uns an seiner eigenen Einstellung zum Klettern und dem heutigen Alpinismus teilhaben. Am Rande erhält man auch sehr spannende, aufschlussreiche Einblicke in das ganz eigene Lebensgefühl der professionellen Klettergemeinschaft. Etwas zu kurz kommen allerdings Schilderungen seiner Emotionen und Eindrücke beim Klettern. So fehlen beispielsweise Beschreibungen der grandiosen Landschaft und überwältigender Naturerlebnisse weitgehend. Natürlich sollte man an das Buch keine literarischen Maßstäbe anlegen. Lama erzählt seine Erlebnisse in einem sehr unterhaltsamen, mitreißenden und zudem auch für Kletterlaien gut verständlichen Schreibstil. Seine Sprache ist größtenteils in einer ungekünstelten, jugendlichen Umgangssprache gehalten und wirkt einfach sehr authentisch. So vermittelt er dem Leser immer wieder sehr lebendig und anschaulich seine Begeisterung und seine Leidenschaft für diesen Extremsport. Nach der Lektüre seines eindrucksvollen Buchs, spürt man sehr deutlich, dass der Cerro Torre David Lama tatsächlich viel abverlangt und seine Einstellung als Kletterer, Alpinist und Mensch verändert hat. Man merkt, dass er in diesen 3 Jahren viel gelernt hat und gereift ist. Sehr gut gefallen hat mir auch das beigefügte, farbige Bildmaterials in hervorragender Qualität, dass dem Leser eine ungefähre Vorstellung von seinem Kletterprojekt am Cerro Torre nahebringt und deutlich sichtbar macht, in welche Grenzregionen er dabei vorgedrungen ist. FAZIT Ein mitreißendes Leseerlebnis und ein spannender Einblick in die besondere Welt des modernen Alpinismus! Ein auch für Kletter-Laien absolut lesenswertes Buch!

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  • Free: Vom Sportkletterer zum Alpinisten

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    Loony_Lovegood

    Loony_Lovegood

    15. January 2014 um 14:13

    Wenn man mit gerade mal 19 Jahren schon so gut wie alles im Wettkampfklettern erreicht hat und auch am Fels viele schwere Sportkletterrouten gemeistert hat, was ist dann der nächste logische Schritt? Ein großer Alpinist zu werden! Und warum sollte man klein anfangen? Schließlich liegt der Reiz daran, etwas zu erreichen was bisher noch keinem Menschen gelungen ist. David Lama wollte der Erste sein, der den Cerro Torre in Patagonien im freien Stil klettert und so wurde ein neues Projekt geboren, welches David Lama so kommentiert: "Es heißt, dass es unmöglich ist, den Cerro Torre über die Südostkante und die Kompressorroute frei zu begehen, und irgendwie ist für mich das Projekt damit bereits definiert." Man muss wissen, dass der Cerro Torre nicht irgendein Berg ist, sondern durch seine vorzuweisende Geschichte DER BERG schlechthin. Cesare Maestri's Begehung 1970 hinterließ so große Spuren am Cerro Torre, wodurch die Alpinistenszene in Aufruhr geriet. Maestris Egotrip, diesen Berg um jeden Preis zu besteigen, glich einer Vergewaltigung. Er rammte mit seinem Kompressor Bohrhaken um Bohrhaken in den Fels, damit er die für ihn unmöglich zu kletternden Stellen technisch überwinden konnte. Sein komplettes Material mitsamt Kompressor blieb am Cerro Torre zurück, was kontrovers zu der reinen Ethik der Alpinisten steht, am Felsen keine Spuren zu hinterlassen. Man kann sich vorstellen, dass seit dem jeder Schritt am Cerro Torre wachsam von der Alpinistenszene verfolgt wird. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis auch David Lama in diese Schusslinie hinein geriet. David Lama beschreibt in seiner Autobiographie seine Erlebnisse in Patagonien am Cerro Torre, welche Fehler er begangen hat und wie er daraus gelernt hat. Der Berg hat nicht nur physisch alles von ihm abverlangt, auch psychisch wurde er auf eine harte Probe gestellt. Es ist beeindruckend zu lesen, wie David Lama diesen schwierigen Weg trotz allem Spott gemeistert hat, wie er sein Ziel nie aus den Augen verloren und nicht aufgegeben hat bis das Unmögliche möglich wurde. Reinhold Messner kommentiert dieses Gelingen so: "Die Entwicklung des Bergsteigens war, ist und bleibt, Grenzen zu verschieben: Was vor zehn Jahren unmöglich war, kann möglich werden. David Lama hat den Cerro Torre 2012 frei geklettert - ich hätte das vor zehn Jahren noch für unmöglich gehalten." Fazit: Es ist ein ehrliches Buch, in dem der Leser die persönliche Entwicklung von David Lama hautnah miterlebt. Dieser Berg hat ihn verändert und ihn zu einem wahren Alpinisten gemacht. Es liest sich gut und ist auch für den Laien verständlich geschrieben. Auf jeden Fall empfehlenswert!

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  • Das Unmögliche wird plötzlich möglich

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    Anneblogt

    Anneblogt

    31. December 2013 um 16:58

    Wie das Unmögliche plötzlich möglich wird. Erst raten alle David Lama davon ab, den Cerro Torre frei klettern zu wollen. Ein Ding der Unmöglichkeit, sagen erfahrene Alpinisten zum damals 19-jährigen David, der damals mehr am Sportklettern interessiert war und relativ wenig vom Alpinismus wusste. Trotzdem bricht er auf, doch der erste patagonische Sommer bringt schlechtes Wetter und so wird der erste Versuch des Aufstiegs bald abgebrochen. Zurück bleiben nur die Ausrüstung und Bohrhaken des Kamerateams am Berg. Sofort werden David und das Red-Bull-Team in der Öffentlichkeit kritisiert, auch von anderen Kletterern und Alpinisten. Er würde den Cerro Torre für eine Werbekampagne benutzen und wie vor vielen Jahren Maestri den Berg mit den Bohrhaken entweihen. Hier merkt man mal wieder die Brutalität der Medien und der Gesellschaft, den selbst Leute, die von dem Thema keine Ahnung haben, meinen ihre Meinung abgeben zu müssen. Dieses Phänomen beobachtet man ja leider häufiger und ich finde es bewundernswert, dass David seinen Plan nicht einfach abgebrochen hat. Stattdessen hat er mit seinem neuen Partner Peter Ortner nach diesem Versuch weitere herausfordernde Routen unternommen und Erfahrung unternommen. Nach Änderung der Taktik in Bezug auf das Kamerateam, um weitere Kontroversen zu verhindern, brechen sie schließlich etwa ein Jahr später erneut nach El Chalten auf. Dort schaffen sie nach einigen anderen Gipfeln schließlich auch den Cerro Torre, wenn auch mit technischer Kletterei. Wieder gab es Kritik an seiner Technik, was sogar mich als Leserin sehr genervt hat und es ist klasse, dass David es ihnen ihm dritten Jahr richtig zeigt, indem er den Cerro Torre mit seinem Partner frei klettert. Interessant fand ich auch, dass das Filmteam den Gipfel ebenfalls erreicht hat und Aufnahmen gemacht hat. Der Aufstieg ist super beschrieben und man bemerkt im Laufe des Buches richtig die Veränderung von Davids Einstellung. Die Schilderungen der Aufstiege gefallen mir eh alle sehr gut und die Beschreibungen waren einfach faszinierend, man wird richtig mitgezogen und erlebt alles hautnah mit. Niederschläge werden verkraftet und es werden immer neue Versuche gestartet. Gut waren aber auch besonders die Gefühle und Gedanken zum Schluss: David hat sein Ziel nach drei langen Jahren nun endlich geschafft, aber jetzt gibt es eine innere Leere, da er sich nun nicht mehr überlegen muss, wie es weitergehen muss, damit er an sein Ziel gelangt. Dieses Gefühl kennt wahrscheinlich jeder irgendwoher. Lustig fand ich irgendwie, dass Jason und Hayden, die ihn vorher oft kritisiert hatten, nun selbst in den Mittelpunkt der Anfeindungen geraten sind mit dem Entfernen der von Maestri angebrachten Bohrhaken. David hingegen wird gelobt und respektiert, nachdem er das Unmögliche erreicht ha.t Das ist so nach dem Motto: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Die Aufnahmen sind atemberaubend und der Schreibstil passt super zum Buch und lässt sich gut lesen, auch wenn ich öfters mal über österreichische Ausdrücke lachen musste. .Er wirkt sehr authentisch und man kann richtig mitfiebern. Da am Anfang viele Begriffe erklärt werden, ist das Buch selbst für Laien lesbar und ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich irgendwie für Berge und das Klettern interessiert. Von mir gibt es jedenfalls 5 von 5 Punkten.

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  • Free - Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    martina400

    martina400

    29. December 2013 um 18:05

    "Der Alpinismus hat sich nicht nur als ein Terrain erwiesen, wo ich meine Ideen ausleben kann, sondern auch als harte Schule für meine Urteilskraft, meine Leidenschaft, mein Verantwortungsbewusstsein und meine Konzeption des Kletterns an sich." S. 150 Inhalt: Niemand glaubt daran, dass David Lama seinen Traum den Cerro Torre frei zu klettern, auch schafft. Drei Jahre brauchte er, um seinen Traum zu verwirklichen. In seiner Autobigrafie beschreibt er seine Träume, seine Wünsche, gesteht sich Fehler ein und merkt wie ihn das Projekt Cerro Torre verändert. Er überdenkt Einstellungen lernt dazu und lässt sich vom Berg verändern. Cover: David Lama blickt skeptisch zum Gipfel des Cerro Torre. Der Berg in blau-weiß gehalten wirkt unbezwingbar, die orange Schrift macht neugierig und schon hält man das buch in den Händen. Ich finde das Cover sehr ansprechend. Meine persönliche Meinung: David Lama macht mit "seinem" Berg eine enorme Entwicklung durch. Er überdenkt vieles neu, wird vom Sportkletterer zum Alpinisten, wird entmutigt und enttäuscht, sieht Fehler ein und lernt dazu. Das alles wird super beschrieben, Begriffe werden gut erklärt und man kennt sich immer aus. Leider bleiben Gefühle und persönliche Eindrücke ein bisschen außen vor. Weiters hat für mich vieles in diesem Buch nach einer Rechtfertigung geklungen. Als müsse er sich bei einer Menge Leute für seinen Traum und die Umsetzung rechtfertigen und mit diesem Buch laut "aufschreiben", damit es jeder hört. Er schreibt ausfühlich über das Dilemma mit den Bohrhaken, die erneuten Sprüche beim zweiten Anlauf und dann noch über seine Finanzierung durch RedBull. Es wirkt, als müsse das gesagt werden und so lang und breit beschreiben werden. Er verlor nie seinen Traum und ist ein gewaltiger Sportler. Dafür sollte ihm Respekt gezollt werden. Wie er finanziert wird und den Streit um die Bohrhaken ... das kann man erklären, aber viel mehr geht das den Leser auch nichts an. Fazit: Das Unmögliche wird für David Lama wahr und der Leser klettert gedanklich mit. Gewaltig!

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  • David schafft das Unmögliche- beeindruckend!

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    mamamal3

    mamamal3

    27. December 2013 um 11:48

    David Lama- "Wunderkind im Klettern", entschließt sich, zu neuen Ufern aufzubrechen. Des Wettkampfkletterns beinahe leid, will er sich als begeisterter Alpinist versuchen. Es soll aber nicht irgendein Berg sein, sondern der Cerro Torre in Paragonien. Genau dort sind die Wetterbedingungen für diese Mehrseillängen-Tour besonders schlecht, Wetterfenster mit nur wenig Wind sehr selten. David hat auch seinen Hauptsponsor von der Möglichkeit überzeugt, ihn zu begleiten. Er lässt zunächst allerdings die Filmcrew selbst entscheiden, wie das Vorhaben dokumentiert werden soll- ihm geht es ja um sein Projekt- der möglichst freien Besteigung. Mehrfach muss er anreisen- doch die Internet-Klettergemeinde macht es ihm besonders schwer. Denn neue Haken in der Wand, die einst Maestri mit Haken "pflasterte", sind auch zur Absicherung der Filmcrew in den Augen vieler ein "No go"! ------- David erzählt aus meiner Sicht als Freizeitklettererin sehr unterhaltsam, gut verständlich und auch spannend. Es ist zwar zu spüren, daß er kein Schriftsteller ist- aber das erwartet ja auch niemand von einem Weltklassesportler! :-) Besonders begeistert hat mich seine mentale Entwicklung- wie sich seine Ansichten zu neu aufkommenden Schwierigkeiten verändern. Er zeigt selbstkritisch, was er falsch gemacht hat, kann aber dennoch seinen Standpunkt immer vertreten. Mir hat das Miterleben seines Erfolges viel Spaß gemacht. :-)

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  • Tausend Seillängen bis zu Hans Saler

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    wandablue

    wandablue

    „Ein Abenteuer [wird] durch die Anwesenheit von Kameraleuten und einem Hubschrauber emotional verändert“, kritisiert Hanspeter Eisendle das Vorhaben des Sportkletterers David Lama, seinen besonderen alpinistischen Freikletterversuch am patagonischen Cerro Torre mithilfe des Mediateams „Red Bull“ zu vermarkten. Eine Diskussion über angebrachtes, ethisches Verhalten am Berg entbrennt. Was spricht dagegen, alles technisch Machbare auch zu verwirklichen? Wer trägt die Verantwortung für das Agieren der beiden Parteien „Film und Sport“? David Lama ist nach anfänglichem Widerstand bereit, begangene Fehler einzusehen und Gesamtverantwortung für sein Projekt zu übernehmen. Überhaupt ist die Besteigung im Freestyle am echten Berg viel herausfordernder als er gedacht hat, das Wetter ist, was es immer ist, Wetter! und unbeeinflussbar, so verbringt er drei Sommer hinter einander in Patagonien, in denen er ständig hinzu lernt, über sich, über den Berg, über die Wahl des besten Partners und über das Projekt. Und er gibt nicht auf, so dass das Unternehmen dank seiner Hartnäckigkeit schliesslich gelingt. David und sein Kamerad Peter Ortner sind überglücklich: Es ist geschafft. David Lamas Buch weist wesentliche Schwächen im sprachlichen Bereich auf. Auch wenn der Bericht authentisch bleiben soll, braucht es keinen derartigen Einsatz an Fäkalsprache, auch der Gebrauch österreichischen Slangs ist übertrieben; ein Wechsel der Erzählperspektive, auch dreimal in einem kurzen Abschnitt, ist Usus. Slang und Fachvokabular tanzen nicht nur einen verworrenen Reigen, auch offensichtliche Grammatikfehler werden nicht berichtigt. Andererseits schimmert immer wieder Davids kantiger Humor durch. Von Davids phantastischen persönlichen Eindrücken am Berg ist kaum etwas zu lesen. Für die grandiose Schönheit der Berggipfel, der Schneefelder, der Gletscher, des Lichtspiels in verschiedenen Stunden des Tages und der Nacht, für das in jeder Hinsicht umwerfende Erleben der Höhenwelt findet David nur schwer Worte. Er ist kein Mann der Worte, formuliert er einmal sinngemäss, sondern ein Mann der Tat. David Lama geht es um Leistung und Information, nicht um Erzählung. Dennoch hat das Buch Zug. Und das ist dem Bergsport selbst geschuldet. Fazit: Obwohl sprachlich durchaus fragwürdig, ist „Free“ immer noch ein Bergbuch, begleitet von einigen einmaligen Fotos. Und wer selber dem Berg frönt, für den ist es allemal spannend, einem Meister des Fachs beim Ausüben des Handwerks über die Schulter zu schauen. Doch das nüchterne und karge „Free“ ist tausend Seillängen von Hans Salers genialem und wunderschönen „Zwischen Licht und Schatten“ entfernt!

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    • 2
    alasca

    alasca

    24. December 2013 um 16:21
  • Ein großartiges Leseabenteuer

    Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
    MrsAmy

    MrsAmy

    20. December 2013 um 09:20

    David Lama ist einer der erfolgreichsten Sportkletterer im Profibereich. Schon an unzähligen Wettkämpfen hat er teilgenommen und gesiegt. Doch eines Tages sieht er ein Bild des Cerro Torre – eine 3128 m hoher Berg in Patagonien. Noch nie wurde dieser Berg freigeklettert. Ein solches Vorhaben gilt unter den Alpinisten schier als unmöglich. Doch David Lama macht gerade dieses Unmögliche neugierig, und so fasst er einen Entschluss: Er wird den Gipfel des Cerro Torre freikletternd erreichen. Das Unmögliche wird mit ihm möglich, doch bis dahin ist es ein langer Weg. Er wird an dieser Unternehmung wachsen, wird sich Problemen entgegenstellen und sich auch mit der Ethik des Alpinismus auseinandersetzen müssen. Ein großartiges Abenteuer. David Lama nimmt den Leser in seinem Buch „FREE. Der CERRO TORRE, das Unmögliche und ich“ mit auf eine lange Reise, an deren Ende er nicht nur den Cerro Torre frei geklettert haben wird, sondern sich auch als Mensch verändert hat. Natürlich ist bei einer solchen Lektüre der Ausgang im Allgemeinen bereits bekannt, nichtsdestotrotz, fiebert man mit David mit. Er ist insgesamt drei Mal am Cerro Torre und wird versuchen diesen Berg zu bezwingen. Das Buch ist extrem gut geschrieben, die Sprache, und damit auch Davids Emotionen und seine Sicht der Dinge wirken unverfälscht und ehrlich. Doch nicht nur die unmittelbare Besteigung des Berges steht im Mittelpunkt, sondern auch der Alpinismus, der sich in vielfältige Strömungen zerteilt. David Lama wird sich bei seinen Touren am Cerro Torre bewusst werden müssen, dass alles was an diesem Berg getan wird, ganz besonders intensiv von den anderen Alpinisten begutachtet wird. Doch David Lama wächst und lernt aus der Aktion, die einen riesigen Sturm in der Welt der Alpinsten auslöste. Kurzum: Ein absolut lesenswertes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann!

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