David Lamb

 4.6 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Der missverstandene Gott?, Afrika Afrika und weiteren Büchern.

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David LambDer missverstandene Gott?
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Der missverstandene Gott?
Der missverstandene Gott?
 (8)
Erschienen am 08.09.2012
David LambRegreening the Bare Hills
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Regreening the Bare Hills
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Erschienen am 15.11.2012
David LambAfrika Afrika
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Afrika Afrika
David LambLarge-Scale Forest Restoration
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Large-Scale Forest Restoration
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Erschienen am 03.10.2014

Neue Rezensionen zu David Lamb

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cho-ices avatar

Rezension zu "Der missverstandene Gott?" von David Lamb

hat das Potenzial zum Klassiker!
cho-icevor 5 Jahren

Kein leichtes Thema, das sich der Autor David T. Lamb da vorgenommen hat, aber ein sehr wichtiges. Vielen Christen erscheint Gott im Alten Testament ganz anders als im Neuen Testament, und es gibt auf säkularer Seite nicht zuletzt durch Richard Dawkins und andere „bekennende Atheisten“ deutliche Kritik an der Art, wie Gott hier dargestellt wird.

Der Autor bringt zwei Eigenschaften mit, die ihn geradezu dafür prädestinieren, ein Buch wie dieses zu schreiben: Zum einen ist er als Professor für Altes Testament ein Experte desselben, zum anderen ist er ein gläubiger Christ. Wer nun allerdings eine langweilige, fundamentalistisch anmutende Abhandlung über hebräische Wortbedeutungen erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Lamb ist zwar vom Fach, nimmt sich aber selbst nicht allzu ernst. Sein Schreibstil ist lebendig und in bestem Sinne unterhaltend. Er führt viele aktuelle Bezüge zur Wahrnehmung Gottes in unserer westlichen Kultur an und beweist (als Amerikaner!) englischen Humor, der dem ernsten Thema sehr gut bekommt.

Über die schwierigen Stellen der Bibel bügelt er nicht einfach hinweg; vielmehr geht er ausführlich auf sie ein. Jahwes Hang zu zornigen Gewaltausbrüchen, die willkürliche Tötung Usas, der doch nur die Bundeslade schützen wollte, der angeordnete Genozid an den Kanaanitern, der sexistische Umgang mit Frauen, die Wandel- bzw. Unwandelbarkeit Jahwes … all das und noch mehr kommt auf den Tisch und wird eingehend und mit Blick auf den Kontext behandelt. Dabei nimmt Lamb auch immer wieder Bezug auf Dawkins und Co., was das Buch auf jeden Fall auch für kritisch eingestellte Leser interessant macht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt, sondern wirklich in die Tiefe geht, und dabei noch gut geschrieben ist. Ich kann es rückhaltlos jedem empfehlen – „alten Hasen“ ebenso wie Menschen, die erst am Anfang ihres Lebens als Christ stehen, Theologen und Bibelwissenschaftlern genauso wie Laien, die das Thema interessiert. Es hat das Potenzial, zu einem neuen Klassiker zu werden!

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Sonnenblume1988s avatar

Rezension zu "Der missverstandene Gott?" von David Lamb

Hat Gottes Charakter zwei Seiten?
Sonnenblume1988vor 5 Jahren

Beim Lesen im Alten Testament stößt man auf einen zornigen, starren und strengen Gott. Im Gegensatz dazu scheint Gott im Neuen Testament liebevoll, geduldig und gnädig. Hat Gottes Charakter zwei Seiten, die sich widersprechen?

David T. Lamb, der Professor für das Alte Testament in den USA ist, untersucht in sieben Kapiteln die Eigenschaften Gottes anhand von Bibelstellen aus dem Alten Testament. Er erklärt die Hintergründe der damaligen Zeit und beschreibt, wie die Situation einzuordnen ist und warum Gott so reagiert. Seine Argumente sind immer mit Bibelstellen unterlegt und wirken sehr überzeugend. Zum Abschluss eines Kapitels vergleicht er die Äußerung von Gottes Eigenschaften  im Alten und Neuen Testament. Dabei wird deutlich, wie oft die Begebenheiten im Alten Testament missverstanden werden.

Es lohnt sich, sich für das Buch Zeit zu nehmen und langsam zu lesen. Die Kapitel sind zwar leicht verständlich, aber manchmal wird nur auf Bibelstellen verwiesen, so dass man diese in der Bibel nachschlagen sollte. Leider konnten mich zwei Kapitel nicht ganz überzeugen, da mir in diesem Fall noch einige Bibelstellen gefehlt haben, die nicht aufgegriffen wurden. Über jedes einzelnes Kapitel hätte man ein eigenes Buch schreiben können. Trotzdem bin ich froh, dass Buch in meinem Regal zu haben. Ich werde es in Zukunft bei Diskussionen und Fragen als Nachschlagewerk nutzen und versuchen, mir einige Argumente zu verinnerlichen. Hinten im Buch gibt es einige Fragen, die für Gruppengespräche zur Vertiefung der Kapitel genutzt werden können.

Das Buch ist sowohl für Christen, als auch für Menschen, die an Gott zweifeln geeignet. Um die Kapitel zu verstehen ist kein Vorwissen über das Alte Testament notwendig, da die Bibelstellen, die für die Argumentation wichtig sind, zitiert werden. Ob es jeden überzeugt, kann ich nicht garantieren. Ich denke, das Buch erweitert auf jeden Fall den Horizont und regt zum Nachdenken an.

Ich möchte es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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SiColliers avatar

Rezension zu "Der missverstandene Gott?" von David Lamb

Der "missverstandene Gott" ist ganz anders
SiColliervor 5 Jahren

Meine Meinung

Mit dem Alten Testament (AT) ist das so eine Sache. Da stehen, so die landläufige Meinung, viele schlimme Sachen drin, und der Gott ist so ganz anders als der Jesus des Neuen Testamentes (NT). Der hat nur die Liebe gepredigt, während der Gott des AT zornig ist, ungeduldig und straft. Von Vorwürfen wie „sexistisch“ und „rassistisch“ ganz zu schweigen. Ich will durchaus zugeben, daß ich aus ähnlichen Vorurteilen heraus eine gewisse Scheu vor dem AT hatte. Bis ich dieses Buch las und der Autor mich Stück für Stück überzeugte, daß diese Vorurteile nur eines sind: nämlich grundfalsch.

„Wie bringt man den liebenden Gott des Alten Testaments mit dem gestrengen Gott des Neuen Testaments überein?“ So fragt der Autor und wartet auf Protest, der von seinen Studenten vermutlich direkt, vom Leser indirekt kommt. Daß diese Frage durchaus so stimmt (und damit gängigen Vorurteilen widerspricht), das zeigt Lamb in den Kapiteln dieses Buches Stück für Stück auf.

In Kapiteln wie
- Ist Gott zornig oder liebevoll
- Ist Gott sexistisch oder frauenfeindlich?
- Ist Gott rassistisch oder gastfreundlich?
und weiteren wendet er sich (aus heutiger Sicht) besonders problematisch erscheinenden Texten des AT zu und erklärt diese. Dabei legt er besonderen Wert auf den zeitlichen wie geographischen Kontext der Entstehung der Schriften und bringt Vergleiche zu anderen Völkern (Göttern) von Nachbarvölkern Israels zu jener Zeit.

Dabei wird zweierlei immer wieder deutlich: zum Einen (was eigentlich naheliegend ist, aber heute gerne außer acht gelassen wird) darf man nicht mit dem Verständnis und der Auffassung des 21. Jahrhunderts an einen Text herangehen, der zwei oder dreitausend Jahre alt ist und zu einer Zeit entstand, da ganz andere Verhältnisse herrschten. Und zum Zweiten ist es sinnvoll und notwendig, sich die damalige „Umgebung“ anzusehen. Damit ich das nicht falsch wiedergebe, zitiere ich eine entsprechende Stelle aus dem Buch, die das gut veranschaulicht:

„Zum Beispiel schreiben die assyrischen Gesetze bezüglich Diebstahl strengere Strafen für Frauen vor als für Männer (meistens die Todesstrafe), während zur gleichen Zeit das Alte Testament keinen Unterschied in der Bestrafung von Männern und Frauen macht.“ (Seite 78)

So wie hier bringt der Autor immer wieder Vergleiche zu anderen Völkern der Antike und zeigt auf, daß das AT zu seiner Zeit recht modern und teilweise sogar progressiv war. Durch entsprechende Beispiele aus dem NT verdeutlicht er, daß es zwischen dem Gott des AT (Jahwe) und dem des NT (Jesus) keinen Bruch gibt.

All dies führt der Autor in einer treffenden Sprache gut verständlich aus. Er bringt immer wieder auch Beispiele aus aktuellen Filmen und Büchern und läßt an passender Stelle einen augenzwinkernden Humor einfließen. Damit gelingt es ihm spielend, auch schwierige Stellen gut zu erklären.

Wie Lamb allerdings zu der (im Kontext des Buches folgerichtigen) Schlußfolgerung: Ich sage oft zu den Leuten: „Mein Gott gebietet mir, Sex zu haben, zu essen und mich auszuruhen. Was hat dein Gott zu (ge)bieten?“ kommt, das möge bitte jeder selbst nachlesen. Die Lektüre lohnt sich und vermag die Scheu vor dem AT zu nehmen.


Kurzfassung

Ein sehr gut lesbarer Überblick und Interpretation von schwierigen Stellen des AT. Sehr empfehlenswert.

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Ein Thema in Gesprächen ist immer wieder, dass der Gott im Alten Testament niemals der aus dem Neuen Testament sein kann. Ist das wirklich so ?

Der missverstandene Gott ? von David T. Lamb






Autoreninfos









David T. Lamb

David T. Lamb (Dr. phil., Oxford) ist außerordentlicher Professor für Altes Testament am Biblical Theological Seminary in Hatfield / Pennsylvania. Zuvor hat er für InterVarsity Christian Fellowship in der Studentenseelsorge gearbeitet und lange in verschiedenen interkulturellen Zusammenhängen gelehrt. Er ist der Autor des Buches „Righteous Jehu and His Evil Heirs“.

(Quelle:
http://brunnen-verlag.de/index.php?parent=2&sub=yes&idcat=10&lang=1&idart=19&idau=1073)


Zum Inhalt:


Man könnte fast glauben, Gott habe einen schlechten Ruf! Viele halten ihn für zornig und wütend. Sie meinen, er schlage Menschen ohne ersichtlichen Grund eins rechts und links um die Ohren. Das Alte Testament scheint Gott als launisch und heimtückisch darzustellen; als einen, der ganze Armeen auslöscht und Feinde aufgrund von extremen Vorurteilen bestraft. Doch neben den verstörenden Passagen von Gottes zornigem Handeln wird im Alten Testament auch ein Gott der Liebe, der Güte und der Geduld porträtiert. Wie sind diese scheinbaren Widersprüche miteinander vereinbar? Um den Charakter Gottes zu erforschen, taucht David Lamb tief in die komplexen Strukturen des Alten Testaments ein. Und findet die richtigen Antworten.

Ein hilfreich, fesselnd und unterhaltsam geschriebenes Buch, in dem der Autor den vielkritisierten "unbequemen Gott" erklärt.




Von den Bewerbern möchte ich wissen, welche Teile der Bibel lest ihr gerne ? Gibt es für euch Unterschiede im Alten und Neuen Testament ?





Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde !



Bitte bewerbt euch bis zum 25.06.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 26.06. im Laufe des Tages.


Zur Leserunde

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