David Lamb Der missverstandene Gott?

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Inhaltsangabe zu „Der missverstandene Gott?“ von David Lamb

Man könnte fast glauben, Gott habe einen schlechten Ruf! Viele halten ihn für zornig und wütend. Sie meinen, er schlage Menschen ohne ersichtlichen Grund eins rechts und links um die Ohren. Das Alte Testament scheint Gott als launisch und heimtückisch darzustellen; als einen, der ganze Armeen auslöscht und Feinde aufgrund von extremen Vorurteilen bestraft. Doch neben den verstörenden Passagen von Gottes zornigem Handeln wird im Alten Testament auch ein Gott der Liebe, der Güte und der Geduld porträtiert. Wie sind diese scheinbaren Widersprüche miteinander vereinbar? Um den Charakter Gottes zu erforschen, taucht David Lamb tief in die komplexen Strukturen des Alten Testaments ein. Und findet die richtigen Antworten. Ein hilfreich, fesselnd und unterhaltsam geschriebenes Buch, in dem der Autor den vielkritisierten "unbequemen Gott" erklärt.

hat Tiefgang, Witz und ist gründlich recherchiert - vielleicht bald ein Klassiker!

— cho-ice

Das Buch wurde "ihm" nicht gerecht

— Sporchie

Der Autor setzt sich auf überzeugende Weise mit den heutigen Gottesbild des Alten Testaments auseinander und widerlegt gängige Meinungen.

— mabuerele

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  • hat das Potenzial zum Klassiker!

    Der missverstandene Gott?

    cho-ice

    30. October 2013 um 10:50

    Kein leichtes Thema, das sich der Autor David T. Lamb da vorgenommen hat, aber ein sehr wichtiges. Vielen Christen erscheint Gott im Alten Testament ganz anders als im Neuen Testament, und es gibt auf säkularer Seite nicht zuletzt durch Richard Dawkins und andere „bekennende Atheisten“ deutliche Kritik an der Art, wie Gott hier dargestellt wird. Der Autor bringt zwei Eigenschaften mit, die ihn geradezu dafür prädestinieren, ein Buch wie dieses zu schreiben: Zum einen ist er als Professor für Altes Testament ein Experte desselben, zum anderen ist er ein gläubiger Christ. Wer nun allerdings eine langweilige, fundamentalistisch anmutende Abhandlung über hebräische Wortbedeutungen erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Lamb ist zwar vom Fach, nimmt sich aber selbst nicht allzu ernst. Sein Schreibstil ist lebendig und in bestem Sinne unterhaltend. Er führt viele aktuelle Bezüge zur Wahrnehmung Gottes in unserer westlichen Kultur an und beweist (als Amerikaner!) englischen Humor, der dem ernsten Thema sehr gut bekommt. Über die schwierigen Stellen der Bibel bügelt er nicht einfach hinweg; vielmehr geht er ausführlich auf sie ein. Jahwes Hang zu zornigen Gewaltausbrüchen, die willkürliche Tötung Usas, der doch nur die Bundeslade schützen wollte, der angeordnete Genozid an den Kanaanitern, der sexistische Umgang mit Frauen, die Wandel- bzw. Unwandelbarkeit Jahwes … all das und noch mehr kommt auf den Tisch und wird eingehend und mit Blick auf den Kontext behandelt. Dabei nimmt Lamb auch immer wieder Bezug auf Dawkins und Co., was das Buch auf jeden Fall auch für kritisch eingestellte Leser interessant macht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt, sondern wirklich in die Tiefe geht, und dabei noch gut geschrieben ist. Ich kann es rückhaltlos jedem empfehlen – „alten Hasen“ ebenso wie Menschen, die erst am Anfang ihres Lebens als Christ stehen, Theologen und Bibelwissenschaftlern genauso wie Laien, die das Thema interessiert. Es hat das Potenzial, zu einem neuen Klassiker zu werden!

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  • Leserunde zu "Die Begründung der Welt" von Thomas Kotulla

    Die Begründung der Welt

    Arwen10

    Zum Ende des Monats gibt es noch eine Neuerscheinung aus dem christlichen Brunnen Verlag: Die Begründung der Welt von Thomas Christian Kotulla Zum Inhalt: Die existenziellen Fragen des Lebens faszinieren seit jeher: Warum existiert überhaupt "Etwas" und nicht "Nichts"? Aus welchem Grund ist unsere Welt so schön und zugleich so grausam? Wieso empfinden wir Liebe und Gerechtigkeit als etwas Gutes? Warum verhalten wir uns trotzdem oft lieblos oder ungerecht und haben anschließend ein schlechtes Gewissen? Sind wir in unserem tiefsten Inneren gut oder schlecht? Haben wir einen freien Willen? Hat unser Leben einen tieferen Sinn? Wie können wir glücklich sein? Und gibt es ein Leben nach dem Tod? Bei seiner Suche nach Antworten beschäftigt sich der Autor Thomas Christian Kotulla mit verschiedenen philosophischen, psychologischen und theologischen Erklärungen. Und gelangt zu überraschenden Entdeckungen... Zum Autor: Thomas Christian Kotulla Thomas Christian Kotulla, Jahrgang 1981, studierte und promovierte im Bereich Wirtschaftswissenschaften an der BiTS in Iserlohn, an der Harvard University in den USA und an der ESCP Europe in Berlin. Die Ergebnisse seiner Forschung wurden mit mehreren internationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet und in Büchern und Fachzeitschriften publiziert. Thomas Christian Kotulla ist freier Berater sowie Dozent und Research Fellow an der ESCP Europe in Paris, Berlin, London, Madrid und Turin. Seine Leidenschaft für philosophische, psychologische und theologische Fragen war die Grundlage für sein aktuelles Buch. Die Homepage des Autors: http://www.diebegruendungderwelt.com/ Die Bewerber schauen sich bitte das knapp 3 minütige Video auf der Homepage des Autors an und geben ihren ersten Eindruck wieder . Am 24.08. wird es einen Fragetag mit dem Autor geben, wo ihr schon mal eure Fragen loswerden könnt. Am Ende des Tages werden ein Teil der Freiexemplare für die Leserunde verlost. Die Leserunde findet mit Begleitung des Autoren statt. Voraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde in allen Abschnitten und das Schreiben einer Rezension. Über eine möglichst weite Verbreitung der Rezension freuen sich Autor und Verlag . Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde und auch an den Autor, der zwei Exemplare zur Leserunde beisteuert ! Bitte bewerbt euch bis zum 28.08.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 29.08. im Laufe des Tages.

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    • 391

    mabuerele

    04. September 2013 um 22:25
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    ThomasChristianKotulla schreibt Das Thema "strafender vs. liebender Gott" ist ein sehr wichtiges Thema. In den späteren Kapiteln meines Buches gehe ich detailliert darauf ein. Lass uns an späterer Stelle dann gerne noch mal ...

    Zu dem Thema empfehle ich als Zusatzlektüre das angehängte Buch. Das haben wir auch in einer LR hier diskutiert.

  • Leserunde zu "Warum lässt Gott das Leid zu?" von Randy Alcorn

    Warum lässt Gott das Leid zu?

    Arwen10

    Da immer wieder in Leserunden und auch so die Frage auftaucht: Warum lässt Gott das Leid zu ? Habe ich mir gedacht, dass es vielleicht ein paar Leute gibt, die dazu gerne mal etwas lesen möchten. Das Buch ist natürlich kein Roman. Es ist ein Sachbuch und im christlichen Francke Verlag erschienen. Der Autor ist Pastor und benutzt im Buch deutliche Worte. Natürlich wird dabei auch immer wieder auf die Bibel eingegangen. Dies sollte jedem bewusst sein, der das Buch lesen möchte und sich dafür bewirbt. Zum Inhalt: Leid ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Jeder wird früher oder später damit konfrontiert. Oft wirft es viele Fragen über Gott auf: Wie konnte ein gütiger und allmächtiger Gott eine Welt erschaffen, in der es Leid gibt? Wie ist Gottes Güte mit der Existenz des Bösen vereinbar? Und wie kann es uns gelingen, mit den leidvollen Erfahrungen in unserem Leben umzugehen? Diesen großen Lebensfragen widmet sich Randy Alcorn in seinem ermutigenden Buch. Und er findet erstaunliche Antworten, die voller Hoffnung stecken. Hier ein Blick auf die Webseite des Autors: http://www.epm.org/ Von den Bewerbern hätte ich gerne gewußt: Was glaubt ihr, warum Gott Leid zulässt ? Vorraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde , mit Posten in den einzelnen Abschnitten und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung auf diversen Plattformen sind Verlag und Autor sehr dankbar ! Ein großes Dankeschön an den Francke Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Wie immer sind alle willkommen, die mit eigenem Exemplar mitlesen möchten. Bitte bewerbt euch bis zum 09.08.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 10.08. im Laufe des Tages.

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    • 266
  • Leserunde zu "Der missverstandene Gott?" von David Lamb

    Der missverstandene Gott?

    Arwen10

    Ein Thema in Gesprächen ist immer wieder, dass der Gott im Alten Testament niemals der aus dem Neuen Testament sein kann. Ist das wirklich so ? Der missverstandene Gott ? von David T. Lamb Autoreninfos David T. Lamb David T. Lamb (Dr. phil., Oxford) ist außerordentlicher Professor für Altes Testament am Biblical Theological Seminary in Hatfield / Pennsylvania. Zuvor hat er für InterVarsity Christian Fellowship in der Studentenseelsorge gearbeitet und lange in verschiedenen interkulturellen Zusammenhängen gelehrt. Er ist der Autor des Buches „Righteous Jehu and His Evil Heirs“. (Quelle: http://brunnen-verlag.de/index.php?parent=2&sub=yes&idcat=10&lang=1&idart=19&idau=1073) Zum Inhalt: Man könnte fast glauben, Gott habe einen schlechten Ruf! Viele halten ihn für zornig und wütend. Sie meinen, er schlage Menschen ohne ersichtlichen Grund eins rechts und links um die Ohren. Das Alte Testament scheint Gott als launisch und heimtückisch darzustellen; als einen, der ganze Armeen auslöscht und Feinde aufgrund von extremen Vorurteilen bestraft. Doch neben den verstörenden Passagen von Gottes zornigem Handeln wird im Alten Testament auch ein Gott der Liebe, der Güte und der Geduld porträtiert. Wie sind diese scheinbaren Widersprüche miteinander vereinbar? Um den Charakter Gottes zu erforschen, taucht David Lamb tief in die komplexen Strukturen des Alten Testaments ein. Und findet die richtigen Antworten. Ein hilfreich, fesselnd und unterhaltsam geschriebenes Buch, in dem der Autor den vielkritisierten "unbequemen Gott" erklärt. Von den Bewerbern möchte ich wissen, welche Teile der Bibel lest ihr gerne ? Gibt es für euch Unterschiede im Alten und Neuen Testament ? Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Bitte bewerbt euch bis zum 25.06.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 26.06. im Laufe des Tages.

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    • 100
  • Hat Gottes Charakter zwei Seiten?

    Der missverstandene Gott?

    Sonnenblume1988

    30. July 2013 um 21:22

    Beim Lesen im Alten Testament stößt man auf einen zornigen, starren und strengen Gott. Im Gegensatz dazu scheint Gott im Neuen Testament liebevoll, geduldig und gnädig. Hat Gottes Charakter zwei Seiten, die sich widersprechen? David T. Lamb, der Professor für das Alte Testament in den USA ist, untersucht in sieben Kapiteln die Eigenschaften Gottes anhand von Bibelstellen aus dem Alten Testament. Er erklärt die Hintergründe der damaligen Zeit und beschreibt, wie die Situation einzuordnen ist und warum Gott so reagiert. Seine Argumente sind immer mit Bibelstellen unterlegt und wirken sehr überzeugend. Zum Abschluss eines Kapitels vergleicht er die Äußerung von Gottes Eigenschaften im Alten und Neuen Testament. Dabei wird deutlich, wie oft die Begebenheiten im Alten Testament missverstanden werden. Es lohnt sich, sich für das Buch Zeit zu nehmen und langsam zu lesen. Die Kapitel sind zwar leicht verständlich, aber manchmal wird nur auf Bibelstellen verwiesen, so dass man diese in der Bibel nachschlagen sollte. Leider konnten mich zwei Kapitel nicht ganz überzeugen, da mir in diesem Fall noch einige Bibelstellen gefehlt haben, die nicht aufgegriffen wurden. Über jedes einzelnes Kapitel hätte man ein eigenes Buch schreiben können. Trotzdem bin ich froh, dass Buch in meinem Regal zu haben. Ich werde es in Zukunft bei Diskussionen und Fragen als Nachschlagewerk nutzen und versuchen, mir einige Argumente zu verinnerlichen. Hinten im Buch gibt es einige Fragen, die für Gruppengespräche zur Vertiefung der Kapitel genutzt werden können. Das Buch ist sowohl für Christen, als auch für Menschen, die an Gott zweifeln geeignet. Um die Kapitel zu verstehen ist kein Vorwissen über das Alte Testament notwendig, da die Bibelstellen, die für die Argumentation wichtig sind, zitiert werden. Ob es jeden überzeugt, kann ich nicht garantieren. Ich denke, das Buch erweitert auf jeden Fall den Horizont und regt zum Nachdenken an. Ich möchte es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • Leserunde zu "Sophia - Im Sturm der Gefühle" von Tracie Peterson

    Sophia - Im Sturm der Gefühle

    Arwen10

    Eine weitere Neuerscheinung im Juni im christlichen Brunnen Verlag ist das Buch: Sophia im Sturm der Gefühle von Tracie Peterson Zum Inhalt: Texas, Ende des 19. Jahrhunderts: Eigentlich sieht die Zukunft für Sophia Vandermark vielversprechend aus: Unter der Anleitung von Dr. Christopher Clayton, dem sie ihr Herz versprochen hat, kann sie ihre Begeisterung für Medizin vertiefen. Doch ihre kleine Heimatstadt traut einer Frau nicht, die solch einen Männerberuf ausübt. Als Christopher auch noch die Verbindung löst, um zu seiner Familie zurückzukehren, die in Schwierigkeiten steckt, scheint für Sophia alle Hoffnung verloren. Gibt es doch noch eine Zukunft für die beiden – oder kann ein anderer junger Mann Sophias Herz erobern? Ich bin von „Sophia“ begeistert. Es ist eine ideale Lektüre für den Abend oder einen warmen Sommertag! Leserstimme zu "Sophia - Umwege zum Glück" (Quelle: http://brunnen-verlag.de/details.php?p_id=191571) Infos zur Autorin: Tracie Peterson Tracie Peterson hat mehr als siebzig Romane geschrieben, sowohl historische als auch solche, die in der heutigen Zeit spielen. Ihre eifrigen Recherchen finden ihren Nachhall in ihren Geschichten, wie zum Beispiel in ihren erfolgreichen Serien "Heirs of Montana" und "Alaskan Quest". Außerdem bietet sie bei verschiedene Konferenzen literarische Kurse an. Tracie Peterson und ihre Familie leben in Montana (USA). (Quelle: Homepage des Brunnen Verlages) Von den Bewerbern hätte ich gerne gewußt, ob ihr schon Bücher der Autorin kennt ? Oder gar den Ersten Band der Reihe "Sophia-Umwege zum Glück" ? Wichtiger Hinweis: In diesem Roman wird öfters auf die Bibel und Gottes Willen eingegangen, wen das stört, sollte sich nicht bewerben ! Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Bitte bewerbt euch bis zum 15.07.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 16.07. im Laufe des Tages.

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    • 100
  • Der "missverstandene Gott" ist ganz anders

    Der missverstandene Gott?

    SiCollier

    25. July 2013 um 17:15

    Meine Meinung Mit dem Alten Testament (AT) ist das so eine Sache. Da stehen, so die landläufige Meinung, viele schlimme Sachen drin, und der Gott ist so ganz anders als der Jesus des Neuen Testamentes (NT). Der hat nur die Liebe gepredigt, während der Gott des AT zornig ist, ungeduldig und straft. Von Vorwürfen wie „sexistisch“ und „rassistisch“ ganz zu schweigen. Ich will durchaus zugeben, daß ich aus ähnlichen Vorurteilen heraus eine gewisse Scheu vor dem AT hatte. Bis ich dieses Buch las und der Autor mich Stück für Stück überzeugte, daß diese Vorurteile nur eines sind: nämlich grundfalsch. „Wie bringt man den liebenden Gott des Alten Testaments mit dem gestrengen Gott des Neuen Testaments überein?“ So fragt der Autor und wartet auf Protest, der von seinen Studenten vermutlich direkt, vom Leser indirekt kommt. Daß diese Frage durchaus so stimmt (und damit gängigen Vorurteilen widerspricht), das zeigt Lamb in den Kapiteln dieses Buches Stück für Stück auf. In Kapiteln wie - Ist Gott zornig oder liebevoll - Ist Gott sexistisch oder frauenfeindlich? - Ist Gott rassistisch oder gastfreundlich? und weiteren wendet er sich (aus heutiger Sicht) besonders problematisch erscheinenden Texten des AT zu und erklärt diese. Dabei legt er besonderen Wert auf den zeitlichen wie geographischen Kontext der Entstehung der Schriften und bringt Vergleiche zu anderen Völkern (Göttern) von Nachbarvölkern Israels zu jener Zeit. Dabei wird zweierlei immer wieder deutlich: zum Einen (was eigentlich naheliegend ist, aber heute gerne außer acht gelassen wird) darf man nicht mit dem Verständnis und der Auffassung des 21. Jahrhunderts an einen Text herangehen, der zwei oder dreitausend Jahre alt ist und zu einer Zeit entstand, da ganz andere Verhältnisse herrschten. Und zum Zweiten ist es sinnvoll und notwendig, sich die damalige „Umgebung“ anzusehen. Damit ich das nicht falsch wiedergebe, zitiere ich eine entsprechende Stelle aus dem Buch, die das gut veranschaulicht: „Zum Beispiel schreiben die assyrischen Gesetze bezüglich Diebstahl strengere Strafen für Frauen vor als für Männer (meistens die Todesstrafe), während zur gleichen Zeit das Alte Testament keinen Unterschied in der Bestrafung von Männern und Frauen macht.“ (Seite 78) So wie hier bringt der Autor immer wieder Vergleiche zu anderen Völkern der Antike und zeigt auf, daß das AT zu seiner Zeit recht modern und teilweise sogar progressiv war. Durch entsprechende Beispiele aus dem NT verdeutlicht er, daß es zwischen dem Gott des AT (Jahwe) und dem des NT (Jesus) keinen Bruch gibt. All dies führt der Autor in einer treffenden Sprache gut verständlich aus. Er bringt immer wieder auch Beispiele aus aktuellen Filmen und Büchern und läßt an passender Stelle einen augenzwinkernden Humor einfließen. Damit gelingt es ihm spielend, auch schwierige Stellen gut zu erklären. Wie Lamb allerdings zu der (im Kontext des Buches folgerichtigen) Schlußfolgerung: Ich sage oft zu den Leuten: „Mein Gott gebietet mir, Sex zu haben, zu essen und mich auszuruhen. Was hat dein Gott zu (ge)bieten?“ kommt, das möge bitte jeder selbst nachlesen. Die Lektüre lohnt sich und vermag die Scheu vor dem AT zu nehmen. Kurzfassung Ein sehr gut lesbarer Überblick und Interpretation von schwierigen Stellen des AT. Sehr empfehlenswert.

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  • Der missverstandene Gott?

    Der missverstandene Gott?

    mabuerele

    19. July 2013 um 20:34

    Der Autor ist Professor und exzellenter Kenner des Alten Testaments. Im ersten Kapitel des Buches legt er dar, dass er in Gesprächen häufig auf Widersprüche zwischen dem Gott des Alten Testaments und dem des Neuen gestoßen ist.In den folgenden Kapiteln widmen er sich dann der Aufklärung dieser Widersprüche. Die Kapitelüberschriften sind als Fragen formuliert. Das Buch beginnt mit der Frage „...Ist Gott zornig oder liebevoll?...“ und endet mit der Frage „...Ist Gott fern oder nah?...“ In jedem Abschnitt zitiert der Autor Bibelstellen, die die negative Sicht auf Gott zu belegen scheinen. Außerdem erwähnt er Beispiele aus der öffentlichen Wahrnehmung, sei es Film, Fernsehen oder Literatur. Nicht alle Beispiele konnte ich nachvollziehen, da mir die amerikanische Kultur nur ausschnittsweise bekannt ist. Das ist aber für das Verständnis des Buches auch nicht notwendig. Auf überzeugende Weise nimmt der Autor die aufgeführten Bibelstellen auseinander. Er betrachtet sie nicht nur im Kontext der Zeit, sondern auch aus dem Blickwinkel verschiedener Übersetzungen. Seine Schlussfolgerungen sind logisch und stimmig. In vielfältigen Vergleichen arbeitet er die Zusammenhänge zwischen Alten und Neuen Testament heraus. Passende Vergleiche aus dem täglichen Leben sind in den Text geschickt integriert. Das Buch bedient sich keiner trockenen, theoretischen Sprache. Ich habe häufig gespürt, dass der Autor über einen feinen Humor verfügt. Die Sprache ist unserer Zeit angepasst. Die Formulierungen der Bibel übersetzt der Autor in verständliches Deutsch. Der Übersetzung ist es zu verdanken, dass dabei sehr offene Worte gewählt werden. Dem Buch ist anzumerken, dass der Autor über pädagogische Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt. So werden bei Bibelzitaten die entscheidenden Begriffe fett hervorgehoben. Der innere Aufbau der einzelnen Kapitel, die verwendeten Alltagsbeispiele und die konsequente Analyse der Texte sind weitere Beispiele dafür. Natürlich gilt es dabei zu beachten, dass sich menschliche verhaltensweisen nicht Eins - zu- eins auf die göttliche Ebene übertragen lassen. Im Epilog gibt es zu jedem Kapitel eine kurze, prägnante Zusammenfassung und wichtige Ergänzungen. Für die Gesprächsführung sind im Anhang entsprechende Fragen formuliert. Anmerkungen und ein umfangreiches Literaturverzeichnis ergänzen das Buch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es behandelt nicht nur wichtige Fragen des Glaubens, sondern ist auch eine Grundlage für Diskussionen. Nicht zuletzt hat es mich dazu angeregt, mich intensiver mit dem Alten Testament zu befassen.

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  • Ein echtes Aha-Erlebnis

    Der missverstandene Gott?

    Sonnenwind

    17. July 2013 um 19:50

    "Der missverstandene Gott" ist ein Sachbuch. Es ist nicht mehr so populär, die Bibel intensiv zu lesen, und deshalb kennen viele nur einige Schlaglichter, die sie bei mehrheitlich antichristlichen Autoren gelesen haben. Die bringen dann mit ihren populistischen Thesen viele Menschen hinter sich, die davon überzeugt sind, diese Schreier haben bahnbrechende Erkenntnisse und wissen, wo es wirklich langgeht. Und lassen sich von ihnen in die Irre führen. Aber dann kommt immer mal wieder so eine bescheidene Stimme aus dem Hintergrund wie diese: Mehrfacher Doktor, etliche abgeschlossene Fachstudiengänge, Theologe und Professor für Altes Testament. Wie wohltuend! Und obendrein kann uns David T. Lamb eine Menge erklären, weil er gelernt hat, intensiv und ohne Vorurteile am Text zu arbeiten und weil er die Bibel wirklich kennt: Er kann sie im Sinnzusammenhang lesen und öffnet so dem Leser das Verständnis für den Text. Sozusagen nebenbei lösen sich dann populäre Mißverständnisse in sonnige Luft auf: AHA! Jetzt ist das klar! Zwar wußte ich aus vielen Predigten und Bibelarbeiten schon viel von dem, was der Autor hier erklärt, aber es hat mir trotzdem gutgetan, es mal so komprimiert und sozusagen verzehrfertig aufbereitet vorzufinden. Ein ausgezeichnetes Buch, das sich mit vielen Fragen beschäftigt, die die Menschen heutzutage beschäftigen. Und den Leser dann damit nicht auf dem Trockenen stehen läßt, sondern Antworten gibt. Nicht einfach Antworten, um die Fragen abzuhandeln, sondern wirklich Hilfen und Denkanstöße, mit denen sich weiterarbeiten läßt. Die Lektüre dieses Buches hat mich sehr befruchtet, und ich habe es genossen, den Text auf mich wirken und zu mir sprechen zu lassen. Aber nicht nur der Inhalt war ansprechend zu lesen, auch der Stil ist außerordentlich anregend. Der Autor ist nicht tierisch ernst, sondern voller Humor und kann auch über sich selbst lachen. Und genauso stellt er dem Leser den Gott der Bibel vor Augen. Ein ausgezeichnetes Buch, lesenswert - nicht nur für heute und morgen, sondern für viele Jahre. Absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Der missverstandene Gott?" von David Lamb

    Der missverstandene Gott?

    heaven4u

    Völkermord, Gesetzlichkeit, Grausamkeit und Gottes Zorn, so würden einige das Alte Testament zusammenfassen. Wer hat nicht schon mal den Kopf geschüttelt als er las, wie Lot seine Töchter zur Vergewaltigung anbot um Gottes Engel zu schützen? Wer hat sich nicht schon mal gefragt warum die Kanaaniter auf Gottes Befehl hin ermordet worden sind? Ist Gott zornig, sexistisch, rassistisch, brutal und ungerecht? Mit diesen Fragen beschäftigt sich David L. Lamb in seinem Buch „Der missverstandene Gott“. Der Autor ist Professor für Altes Testament und überzeugter Christ - eine Kombination die nicht selbstverständlich ist. All die oben stehenden Fragen haben ihn schon immer bewegt und er wollte gern Antworten darauf warum der liebevolle Gott des Neuen Testamentes im Alten Testament so scheinbar lieblos und grausam ist. Dabei deckt er viele Vorurteile auf und zeigt auf, dass wir in der heutigen Zeit oft einen ganz anderen Blick auf einzelne Begebenheiten haben und auch die Geschichte und damalige Kultur mit berücksichtigen müssen. Lamb schreibt humorvoll, flüssig und gut verständlich, überall stehen Bibelstellen dabei um es genauer verstehen zu können und man selbst nachschlagen kann. Auch aktuelle und persönliche Erlebnisse bringt er mit ein, was das Buch immer wieder auflockert und Themen praktisch darstellt. Wem das Alte Testament oft ein Rätsel ist oder wer einfach tiefer in die Thematik einsteigen will, für den ist das Buch sehr gut geeignet. Glaubensanfänger werden hier genauso Antworten finden wie alte Glaubenshasen. Ein sehr wichtiges Buch um viele Missverständnisse aufzudecken!

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    • 2

    Sonnenblume1988

    05. June 2013 um 18:46
  • Rezension zu "Der missverstandene Gott?" von David Lamb

    Der missverstandene Gott?

    maahandmeeh

    16. February 2013 um 17:53

    Welchem Bibelleser ist es noch nie passiert, dass er nach der Lektüre des Alten Testaments mit Fragezeichen im Kopf dastand? David T. Lamb stellt sich mutig und ehrlich brennenden Fragen vieler Christen. Dabei konzentriert er sich nicht auf einfache Texte, sondern geht bewusst an schwierige Abschnitte des Alten Testaments heran. Er liefert Antworten und Erklärungen, die oft erstaunlich einprägsam sind. Der Vergleich, ob ich denn nicht beleidigt sei, wenn man mich – den Ehrengast – im Kofferraum zu einer Veranstaltung fahren würde, fand ich sehr anschaulich und brachte mich zum schmunzeln. Trotz dieser teils komplexen Themen verliert sich der Autor nicht in Wiederholungen oder komplizierten theologischen Formulierungen. Dieses Buch bringt dem Leser nicht nur die Auseinandersetzung mit Fragen an Gott, sondern Gott selbst näher. Dieses Buch ist Pflichtlektüre eines jeden Bibellesers!

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