David Leavitt

 3.9 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Späte Einsichten, Die verlorene Sprache der Kräne und weiteren Büchern.

Lebenslauf von David Leavitt

Der us-amerikanische Schriftsteller David Leavitt wurde 1961 in Pittsburgh, Pennsylvania geboren. 1984 gelang ihm mit seinem Kurzgeschichtenband "Familientanz" der internationale Durchbruch. Es folgten viele weitere Romane, darunter "Die verlorene Sprache der Kräne" und "Alles, was uns fehlt". Leavitt lebt in Gainsville, ist Professor für Englische Literatur an der Universität Florida und Herausgeber einer Literaturzeitschrift. Sein aktueller Roman "Späte Einsichten" erscheint im September 2015 bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von David Leavitt

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Späte Einsichten

Späte Einsichten

 (7)
Erschienen am 16.05.2017
Die verlorene Sprache der Kräne

Die verlorene Sprache der Kräne

 (5)
Erschienen am 01.09.2011
Alles was uns fehlt

Alles was uns fehlt

 (0)
Erschienen am 01.07.1998
Alt genug, um fremdzugehen

Alt genug, um fremdzugehen

 (2)
Erschienen am 01.08.1999
While England Sleeps

While England Sleeps

 (2)
Erschienen am 25.06.1998
The Page Turner

The Page Turner

 (0)
Erschienen am 16.06.1999

Neue Rezensionen zu David Leavitt

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Fantasie_und_Träumereis avatar

Rezension zu "Späte Einsichten" von David Leavitt

Lesenswerte psychologische Skizze
Fantasie_und_Träumereivor 3 Jahren

Je größer die Begeisterung für einen Roman, desto schwieriger ist es, diese in eigene Worte zu fassen. Vor allem dann, wenn der Autor selbst so brillant und klug schreibt, dass die Faszination für seine Fähigkeit psychische Vorgänge zu skizzieren, für Sprachlosigkeit sorgt. Oder Wortlosigkeit - in meinem Fall.

"Meine große Schwäche ist, dass ich den Fluss der Zeit nicht akzeptieren kann. Ich will gegen das Verblassen der Erinnerung durch die Zeit ankämpfen. Ein ganz und gar vergeblicher Versuch, weil - vielleicht hast du das auch bemerkt - gerade die Erinnerungen, die wir am häufigsten beschwören, am schnellsten verblassen und durch - wie soll ich sagen - eine Art Erinnerungsfiktion ersetzt werden."
Zur Handlung: Schauplatz ist Lissabon im Jahr 1940. Pete und Julia leben dort, weil Julia jüdischer Abstammung ist. Wohl fühlt sie sich dort nicht. Aber wo gefällt es ihr schon? Sie fühlt sich nirgends Zuhause. Ist immer unruhig. Viele alternative Möglichkeiten gibt es derzeit aber auch nicht. Fast alle Länder, in denen Julia zu leben erwägt, sind zu gefährlich für sie. Ihre Unzufriedenheit scheint sich zu ändern, als sie Iris und Edward kennenlernen. Sie freunden sich mit dem Pärchen an. Es kommt dazu, dass Leidenschaft entfacht und Liebe von einer neuen Perspektive betrachtet wird.

"Ich fand es unheimlich. Für mich ist ein Charakterwandel immer beängstigender als ein Sinneswandel."
David Leavitt ist es gelungen mich zu überraschen. Warum? Ich habe mich zwar auf einen guten Roman eingestellt, aber eben nicht auf einen solch guten. Handlungen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Die der Verlag glücklicherweise auch nicht im Klappentext veröffentlicht, sondern für den Leser im Geheimen hält. Wie eine kleine Entdeckungsreise liest man sich durch die Wahrheiten, die von Leavitt nur nach und nach serviert werden.

"Ich verstand, dass ich in Ermangelung eines drängenden Wunsches oder Ziels mein Leben lang nach einem Zweck außerhalb meiner selbst gesucht hatte, der mich gewissermaßen huckepack tragen würde."
Dieses psychologische Geschick, dass Leavitt an den Tag legt. Beeindruckend! Klare Worte, Strukturen wie aus dem Lehrbuch. Und doch erkenne ich sie erst nach etlichen Seiten. Trotz Erfahrung mit derlei Handlungsformen, gelingt es Leavitts Figuren auch mich zu täuschen. Sich zu verstecken hinter Handlungsmustern, mit denen sie ihre gespielte Realität, ihr Wunschdenken ausleben, um sich so vor der Wirklichkeit zu verstecken. Wie schnell gerät sie einem dabei aus den Augen.

"Und ich dachte: Natürlich. Er kann die Szenen anderer Leute nicht ertragen - nur seine eigenen."
Ich habe mir etliche Notizen zu den Figuren des Romans gemacht und verzichte nun darauf, diese zu veröffentlichen, denn dieselbe Überraschung, die mich erfasst hat, das Staunen, dass Leavitt so häufig mit seinen charmanten und betörenden Worten, hinter denen so viel Berechnung steckt, ausgelöst hat, soll jeder Leser selbst erfahren.

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Rezension zu "While England Sleeps" von David Leavitt

Rezension zu "While England Sleeps" von David Leavitt
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

"While England Sleeps" von david Leavitt spielt im London der 30er Jahre. Die thematische Anlage klingt vielversprechend: die Ignoranz der Briten gegenüber dem drohenden Weltkriegsunheil, die schöpferische Krise eines Schriftstellers und seine Liebe zu einem Mann. Die Umsetzung ist aber seicht und kitschig, die Dialoge sind Stereotyp. Ich konnte es nicht zuende lesen.

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David Leavitt wurde am 23. Juni 1961 in Pittsburgh (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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