Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

von David Levithan 
4,1 Sterne bei98 Bewertungen
Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (76):
Erdnussphlip91s avatar

Ein wirklich tolles Buch! Es ist eins meiner Lieblingsbücher.

Kritisch (7):
the_ocean_of_bookss avatar

Mich konnte das Buch leider nicht richtig fesseln, deswegen bekommt es von mir nur 2,5 Sterne.

Alle 98 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt"

Mitreißend und tief bewegend: David Levithans neues Meisterwerk

'Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.'

Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …

Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783737351850
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:FISCHER KJB
Erscheinungsdatum:24.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    jennysbuecherliebes avatar
    jennysbuecherliebevor 9 Monaten
    Verwirrender Anfang, gutes Ende!

    Klappentext:

    Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern…

     

    Meinung:

    In dem Buch geht es nicht, wie von mir vermutet, nur um Harry und Craig, sondern auch um andere Jungs, die es aufgrund ihrer Sexualität nicht leicht haben.

    Da gibt es Ryan und Avery, die sich neu kennen lernen und ineinander verlieben. Neil und Peter sind zwar schon länger zusammen, aber Neils Eltern wollen diese Beziehung nicht wahr haben. Auch Cooper, der verbirgt, dass er schwul ist, hat seine Probleme.

    Insgesamt wird die Geschichte von Männern erzählt, welche in den letzten Jahren verstorben sind. So bekommt man auch immer mal wieder einen Eindruck, wie es früher war.

    Besonders schön war es zu sehen, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammen finden. Jedoch wurde manchmal zu schnell zwischen den verschiedenen Geschichten hin und hergesprungen.

    Zu Beginn hat mich der Aufbau der Geschichte etwas verwirrt, da es keine Kapitel gibt und das Buch somit in Absätze unterteilt ist. Nach einigen Seiten hatte ich mich aber daran gewöhnt.

    Der Schreibstil von David Levithan hat mir sehr gut gefallen. Es gab keine langen, komplizierte Sätze, sodass man alles direkt verstanden hat und gut vorangekommen ist.

    Schlussendlich kann ich sagen, dass das Buch eine sehr ernste Message hat und diese auch gut rübergebracht wird. Insbesondere zum Ende hin.

    Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

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    Geschichten-Welts avatar
    Geschichten-Weltvor einem Jahr
    Two Boys Kissing

    Beim Durchlesen des Klappentext hat man erst den Eindruck, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt aber eigentlich hatte ich das Gefühl der Autor möchte lieber über die Diskriminierung gegenüber Schwulen berichten.

    Das Buch hatte eine sehr gute Message und den Schluss fand ich besonders nochmal emotional mitreißend, aber es haben mich mehrere Dinge am Gesamtpaket gestört, weshalb ich es nicht u meinen Lieblingsbüchern zählen würde.

    Erst einmal haben wir hier nicht nur ein Pärchen sondern mehrere und eine einzelne Person, deren Geschichte erzählt wird und es ist schwierig auf so wenig Seiten genug zu schreiben, damit man sich wirklich mit den Charakteren anfreundet. Besonders verwirrend war es dann auch, dass ständig zwischen ihnen hin und her geswitched wurde. Manchmal sogar fast per Absatz. Es dauert ein Weilchen bis man sich daran erinnert wer jetzt nochmal wer war und es stört so ein wenig den Leseverlauf.

    Weiter irritierend war auch die Erzählweise. Als Erzähler haben wir sozusagen alle bereits verstorbene Schwule. Also einen Erzähler, der in der Wir-Form erzählt und die Story eigentlich immer wieder mit seinen eigenen Geschichten unterbricht. Damit hatten wir eigentlich noch eine zusätzliche Geschichte. Es war mal etwas neues, aber irgendwie gefiel es mir nicht wirklich.

    Jetzt nicht ganz so schlimm, aber trotzdem ein wenig nervig war, dass es keine Unterteilung im Buch gab. Es gab keine Kapitel, sondern eine große Geschichte komplett in eins erzählt. Ich persönlich habe gerne Kapitel um auch mal einen Punkt zu haben, wo man gut stoppen kann, wenn man keine Zeit mehr hat. Hier musste man immer gucken ob die nächste Seite gerade gut bei einem Abschnitt endet und man später auch noch weiß wo man aufgehört hat. Im Zweifelsfall musste man den Abschnitt davor immer nochmal lesen um zu wissen worum es nochmal ging.

    Fazit: Lesbar

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    CarasBuecherwahns avatar
    CarasBuecherwahnvor einem Jahr
    Mehr als nur "Two boys kissing"


    Titel: Two boys kissing (jede Sekunde zählt)
    Autor: David Levithan
    Seiten: 288
    dt. Verlag: KJB


    Meine Meinung:
    In dem Buch "Two boys kissing" von David Levithan geht es um zwei Jungs die sich küssen. Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen und dafür starten sie den Versuch den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. Aber es geht um so viel mehr. Es geht um Ryan und Avery, die sich neu kennen lernen und zwischen denen eine neue Liebesgeschichte entsteht. Es geht um Cooper, der heimlich mit älteren Männern chattet und lauter gefälschte Identitäten hat. Es geht um Peter, der mit Neil zusammen ist und dessen Eltern nicht zugeben können, dass ihr Sohn schwul ist. Es geht um Menschen, die Homosexualität hassen, es geht um Menschen, die sich
    dafür opfern, dass andere so leben können wie sie möchten und es geht um die, die einfach die Augen verschließen. Interessanter weise wird das Buch aus der Perspektive von den Männern erzählt die in vergangenen Jahren an AIDS gestorben sind und die sich noch mehr aufgrund ihrer Sexualität verstecken mussten. Das Buch zeigt auf der einen Seite, dass wir mit der Akzeptanz schon ein ganzes Stück weiter sind als noch vor ein paar Jahren, aber trotzdem bei
    weitem noch nicht weit genug! Das Buch erzählt nicht einfach eine Liebesgeschichte oder eine Tragödie. Es erzählt alles. Es zeigt, wie verschieden Menschen behandelt werden und was man alles erreichen kann. Durch die Erzählperspektive nimmt man die Story völlig anders wahr, als man es vielleicht aus einer "Ich-Perspektive" tun würde, da man eine Gruppe als allwissende Erzähler hat, die alles sehen, alles hören, aber nicht in das Geschehen eingreifen können. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, da es einen guten Inhalt hat, interessant und flüssig geschrieben ist und auch noch nachhaltig im Gedächtnis bleibt.


    Bewertung: ♥♥♥♥

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    Worldofdreamingbookss avatar
    Worldofdreamingbooksvor 2 Jahren
    Am Anfang echt verwirrdend, aber dann Bombe

    Das Buch:
    Titel: Two Boys kissing - Jede Sekunde zählt
    Autor: David Levithan
    Seiten: 279
    Verlag: Fischer Verlage KJB
    Erscheinungsjahr: 2015
    Englischer Originaltitel: Two Boys kissing
    Einbandart: Hardcover

    Worum geht’s? (Klappentext innen)
    "Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzten. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern..."

    Wie war's?

    Das Cover:
    Das Cover ist größtenteils schwarz gehalten. Es sind kleine "Hetero-Pärchen-Symbole" zu erkennen, die allerdings in einem sehr dunklen grau gedruckt sind, sodass sie fast nicht auffallen. Dazwischen sind immer wieder bunte Symbole eingestreut, die allerdings zwei Jungs zeigen, anstatt ein Hetero-Pärchen.
    Die Schrift ist einfach gehalten und weiß. Wenn man genauer hinschaut, ist sie nicht perfekt gerade, sondern sieht ein bisschen so aus als hätte sie jemand mit der Hand gezeichnet.
    Insgesamt ist das Cover schlicht gehalten.

    Der Aufbau:
    Das Buch ist statt in Kapitel in einzelne Abstätze unterteilt, die teilweise nur einige Sätze umfassen, manchmal aber auch mehrere Seiten. Oft wechselt zwischen den Absätzen der Fokus, sprich es bezieht sich auf einen anderen Charakter bzw. auf ein anderes Pärchen.

    Der Schreibstil und POV:
    David Levithan's Schreibstil ist unglaublich gut zu lesen. Es gibt keine komplizierten Schachtelsätze, sondern er ist einfach gehalten. Nicht zu detailliert, aber auch nicht so, dass es gefühllos wirkt oder etwas fehlt.
    Sehr interessant finde ich bei diesem Buch die Erzählweise. Das  Buch ist nämlich nicht aus der Sicht einer der Hauptcharaktere geschrieben, sondern aus einer allwissenden Sicht, die wirkt, als wäre sie ein Kollektiv aus verstorbenen Homosexuellen, die das ganze beobachtet.

    Leseeindruck:
    Anfangs war ich sehr verwirrt, da ich mit der Erzählweise nicht wirklich klar kam und es auch sehr lange dauert, bis das erste Mal über die beiden Charaktere auf dem Klappentext erzählt wird.
    Wenn man sich allerdings einmal an die Erzählweise des Buchs gewöhnt hat, ist es eine unglaublich mitreißende Lektüre, die ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.
    Die verschiedenen Geschichten der einzelnen Jungs sind wunderbar miteinander verwebt und hängen auch irgendwie alle zusammen.
    Die Geschichte ist in ihrer Art einzigartig, da ich vorher noch nie etwas in der Art gelesen habe und mir auch kein anderes Buch bekannt ist, das die Geschichte in dieser Art aufgezogen hat.
    Leider ist das Buch sehr oft von einer "Geschichte" in die nächste gesprungen, was mich ein bisschen gestört hat.




    Fazit:
    Das Buch ist einzigartig und packend.
    Allerdings hatte ich zu Beginn so meine Probleme mit der Erzählweise und den ständigen Sprüngen, weshalb es dann doch nur zu 4 von 5 Sternen gereicht hat.



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    bookishly_mes avatar
    bookishly_mevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist einfach so viel mehr als nur 2 Jungs die sich stundenlang küssen... poetisch und inspirierend.. wirklich ein MUST-READ!!
    Ein MUST-READ!!

    Wie schon gesagt es ist mehr als nur ein Buch über 2 Jungs die sich mehr als 32 Stunden küssen. Ich liebe David Levithan's Schreibstil. Es ist so poetisch und es lehrt soviel über das Leben. Auch hat mir unendlich sehr gefallen, das man selbst nicht ein Leser war, sondern ein Zuschauer. Seine Wir-Perspektive, die damit die verstorbenen homosexuellen AIDS-Kranken meint, sorgt für weitere Gänsehaut und zeigt nur mehr wie sich unsere Gesellschaft immer noch nicht geändert hat und wie wenig Toleranz bis heute noch existiert. Die Liebes- und Lebensgeschichte dieser 7 Jungs ist so emotionsvoll und berührend.. Einfach WOW. Kann ich wirklich nur weiter empfehlen!

    5 von 5 Sternen

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    black_shadow1997s avatar
    black_shadow1997vor 2 Jahren
    Anders als alles, was ich vorher gelesen habe!

    In dem Buch geht es eigentlich um Harry und Craig, die den Rekord für den längsten Kuss der Welt schaffen wollen. Doch anstatt, dass sich die Geschichte nur auf die Beiden bezieht, lernt man noch 5 andere schwule Jungs kennen.
    Sie sind alle verschieden und es werden ihre Geschichten erzählt. Alle Charaktere haben so etwas an sich, dass man sie einfach mögen muss.

    Der Erzählstil, den David Levithan hier anwendet ist ein ganz besonderer. Die Geschichte wird aus einer Perspektive erzählt, die alles weiß und alles sieht und doch keine Gestalt hat. Die Erzähler bezeichnen sich selbst als "Wir".

    Es ist ein so unglaubliches buch! Ich liebe es und es gehört definitiv jetzt schon zu meinen Jahresfavoriten.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, mit einer Botschaft zu einem wichtigen Thema! Jedoch sind die Wechsel zwischen den Charakteren ein wenig unübersichtlich.
    Auch nur Liebe

    Meine anfängliche Vermutung, wonach dieses Buch etwas ganz anderes ist, als meine sonstigen Bücher, hat sich defintiv bestätigt. Allerdings war es in noch mehr Arten besonders, als ich gedacht habe!

    Zunächst einmal begleitet man nicht nur Harry und Craig durch die Geschichte, sondern gleich noch fünf andere Jungs, die ebenfalls alle schwul sind. Da ihre Geschichten, Beziehungen und Charaktere aber alle unterschiedlich sind, behält man nach ungefähr 100 Seiten anfänglicher Verwirrung doch den Überblick. Da der Autor es wirklich schafft, die Gefühle und Gedanken aller durch Perspektivenwechsel zu zeigen, spürt man auch eine gewisse Verbundenheit zu ihnen. Wobei ich doch recht schnell zwei Lieblingspärchen hatte. ;)

    Was beim Lesen besonders auffällt, ist die eigenartige Erzählperspektive. Man weiß nicht genau, wer erzählt, da sie sich als "wir" bezeichnen. Sie stehen über allem und kennen die Gedanken der Jungen und erzählen uns so deren Geschichten. Man bekommt im Laufe des Buches nicht viele Hinweise über die Erzähler und es bleibt immer ein bisschen vage. Meiner Meinung nach sind sie die Geister aller bisher verstorbenen, schwulen Jungs und Männer, die das Schicksal derer verfolgen, die nach ihnen kommen. Immer wieder lassen sie mit einfließen, wie es bei ihnen früher war und wie sie gelebt und geliebt haben.

    Das klingt alles sehr viel komplizierter als es eigentlich ist, weil es einfach schwer zu beschreiben ist. Lasst euch davon nicht abschrecken, denn man gewöhnt sich schnell an die Erzählweise.

    In diesem Buch geht es ums Schwulsein und darum, wie man damit klarkommt, wie man lebt und wie man sich verliebt. Schön fand ich, dass es aus allen Stadien Figuren gab, die einem die Situation näher bringen. Die, die sich gerade gefunden haben und sich verlieben. Die, die schon lange zusammen sind. Die, die sich schon wieder getrennt haben. Die, die für ihre Homosexualität ausgegrenzt werden oder wurden. Die, deren Eltern es nicht wissen und die, deren Eltern es wissen. Die, die damit nicht klarkommen und die, die sich akzeptiert haben. Von allem war etwas dabei und so konnte man sich gut in die Situation hineinversetzen und die Jungs verstehen.

    Fazit

    Wenn euch dieses Thema nicht interessiert, dann lasst es sein. Und wenn ihr keine nicht so leicht verdaulich Kost wollt, dann lasst es ebenfalls sein. Dieses Buch hat eine Botschaft, es will nicht nur unterhalten. "Two Boys Kissing" war wirklich anderes und auch wenn ich etwas anderes erwartet habe, so hat es mir doch sehr gut gefallen!

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    LuisaL2000s avatar
    LuisaL2000vor 2 Jahren
    Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

    Titel: "Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt"

    Autor: David Levithan

    Verlag: Fischer KJB Verlag

    Seitenzahl: 285

     

    Klappentext:

    "Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort."

     

    Cover:

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Der Titel steht in weißen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund, jedoch ist dieser matt und mit glänzenden Strichmännchen bestückt, die jeweils einen Mann und eine Frau darstellen sollen, die sich an den Händen halten. Diese sind jedoch so verblasst, sodass man sofort die zwei farbigen Strichmännchen erkennt, die zwei Männer darstellen, die sich an den Händen halten. Man erkennt dadurch sofort, worum es in dem Buch geht. Ich finde das Cover sehr schön und passend zum Buch.

     

    Inhalt:

    In dem Buch geht es um verschiedene schwule Personen beziehungsweise größtenteils Pärchen.

    Das Besondere ist jedoch, dass das Buch aus der "Wir"-Perspektive geschrieben ist und diese Perspektive die Geister der vergangenen schwulen Generation darstellt.

    Craig und Harry, die beiden Personen, die im Mittelpunkt stehen, wollen einen neuen Weltrekord für den längsten Kuss aufstellen, der 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden dauern soll. Dafür haben sie auch schon reichlich geübt und als es soweit ist, wird alles gefilmt und somit kann quasi die ganze Welt zuschauen.

    Es gibt jedoch einige Probleme, zum Beispiel, dass Craig`s Eltern noch gar nicht wissen, dass er schwul ist, oder dass die beiden mal zusammen waren und Craig immer noch nicht ganz über Harry hinweg ist.

    Zwei weitere Personen, um die es geht, sind Neil und Peter. Sie sind schon seit einem Jahr zusammen, doch Neil`s Eltern ignorieren es offenbar, dass ihr Sohn schwul ist.

    Avery und Ryan stellen das nächste schwule Paar dar, wobei diese sich gerade erst kennengelernt haben und noch ziemlich unsicher sind. Auch sie haben einige Problem, jedoch merken sie sofort, dass ihre Beziehung besonders ist.

    Die letzte schwule Person ist Cooper. Dieser verbringt den Großteil seiner Zeit mit Sex-Apps und schreibt mit irgendwelchen Typen, von denen er weiß, dass nie mehr daraus wird. Auch seine Eltern wissen noch nicht, dass er schwul ist.

     

    Schreibstil:

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil dieser so anders war, da das Buch wie schon erwähnt aus der "Wir"-Perspektive geschrieben ist. Auch wenn das und der Fakt, dass es keine Kapitel gab, anfangs etwas verwirrend war, hat man sich doch schnell in die Geschichte vertieft.

     

    Lieblingszitat:

    Ich muss zugeben, in dem Buch gab es echt viele tolle Zitate, aber mein Liebstes ist:

    "Wenn man die Augen schließt, kann man eine Welt heraufbeschwören. Tariq schließt die Augen und sieht Schmetterlinge. Ihr Schwirren, wie sie zur Musik in seinem Kopf durch die Luft wirbeln. Das will er sein - auf der Tanzfläche und im Leben. Ein Schmetterling. Bunt und hoch hinaus." (Seite 26)

     

    Eigene Meinung:

    Ich muss zugeben, nachdem ich das Buch beendet habe, musste ich erst etwas darüber nachdenken und wusste nicht so recht, wie es mir gefallen hat. Nach einigen Überlegungen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist, wenn nicht sogar eines der besten LGBTQ-Bücher überhaupt!

    David Levithan hat eine sehr authentische und emotionale Geschichte geschaffen und ich habe noch nie zuvor ein Buch aus dieser Perspektive gelesen, was mir außergewöhnlich gut gefallen hat.

    Die Charaktere waren mir alle sehr sympathisch und mir hat es sehr gut gefallen, dass so viele verschiedene Personen und Geschichten zusammengefügt wurden, was in dem Buch vor allem durch das Kussprojekt der Fall war.

    Ich habe sehr mit den Charakteren mitgefiebert und war oftmals sehr schockiert über die Handlung. Dadurch dass das Buch aus der Sicht der vergangenen Generation geschrieben wurde, aber es in der heutigen Zeit spielte, hat man so Homosexualität in zwei verschiedenen Zeiten erlebt, was sehr interessant war. Man hat dadurch auch erfahren, was sich in der Zeit verändert und vielleicht sogar verbessert hat. Jedoch merkt man oft, dass vieles immer noch gleich ist und sich höchstwarscheinlich nie ändern wird.

    David Levithan beschreibt sehr authentisch die Probleme der heutigen sowie der damaligen schwulen Genereation und Gefühle wie Liebe, Hass und Schmerz werden gut überliefert.

    Durch dieses Buch hat man mal wieder gemerkt, dass es doch egal ist, ob man schwul, lesbisch, bi oder hetero ist, denn Liebe ist Liebe. Jedoch sehen das immer noch so viele Menschen anders, was ich einfach nur erschreckend finde. Ich finde es einfach nur schlimm, dass Teenager heutzutage immer noch Angst haben müssen, sich zu outen, da sie so oft von anderen runtergemacht werden.

    Jeder sollte den lieben dürfen, den er lieben will und dieser Hass soll endlich aufhören!

     

    Fazit:

    "Two Boys Kissing" ist ein wunderschönes und sehr besonderes Buch, welches ich jedem empfehlen kann. Die Idee mit der anderen Perspektiv war zwar neu, hat mir jedoch unglaublich gut gefallen und die Charaktere waren sehr sympathisch. Das war definitiv nicht mein letztes Buch von David Levithan!

     

    Bewertung:

    Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen und würde noch viel mehr geben, wenn ich könnte!

     

     

     

     

     


     

     

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    PetrovaFires avatar
    PetrovaFirevor 2 Jahren
    Unmöglich in Worte zu fassen

    Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
    https://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/06/rezi-david-levithan-two-boys-kissing.html

    Zitat
    "Aufrichtig zueinander zu sein ist kein Geschenk, das in Einwickelpapier daherkommt - aufreißen und fertig. Nein, es ist ein Geschenk, das sich selbst entfaltet. Mit dem Reden anzufangen ist genug. Es reicht, einen Anfang gemacht zu haben und zu spüren, dass es ein Anfang ist."
    - Seite 100 & 101.

    Gestaltung
    Das Cover von "Two Boys Kissing" ist übersät von kleinen Strichmännchenpaar. Immer eine Frau und ein Mann. Doch vereinzelt treten in Regenbogenfarben Paare hervor aus zwei Männern. Passend zum Titel. Im Buch geht es jedoch um die gesamte LGBT-Gemeinde. Wieso also nicht auch mal zwei Frauen? Dennoch gefällt mir, dass diese Paare in der Menschenmasse integriert sind. Wären sie nicht in den Farben des Regenbogens gehalten, sondern in grau, wie die anderen, wem würden sie da schon auffallen?
    Mir gefällt das deutsche Cover definitiv besser als das Original, da man dort lediglich zwei Jungs beim Küssen abgebildet hat, während hier doch einiges an Ideen und Kreativität hineingeflossen ist.
    Ungewöhnlich an "Two Boys Kissing" ist das Fehlen von Kapiteln. Die Perspektivwechsel werden lediglich durch Absätze markiert. Ansonsten ist es eine Geschichte ohne Pausen.

    Meine Meinung
    Lange habe ich mich versucht vor dieser Rezension zu drücken. Ich fühlte mich des Buches einfach nicht würdig, denn egal welche Worte ich finden würde, sie wären doch irgendwie die falschen. "Two Boys Kissing" lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Aber ich werde es versuchen.

    David Levithan hat einen einzigartige Perspektive gewählt. Das Buch ist in der Wir-Form geschrieben. Wir, dass ist eine fiktive Gemeintschaft der Verstorbenen, welcher der LGBT-Gemeinde angehörten. Sie beobachten ihre Nachfolger, die jüngere Generation, und sie erzählen die unterschiedlichen Geschichten der Protagonisten.

    So viel aus diesem Buch ist zitierungswürdig. Ich habe die Charaktere geliebt. Es wirkte - manchmal leider - authentisch. Es könnte wirklich so passiert sein oder gerade irgendwo auf der Welt geschehen. Jeder Charakter hat seinen eigenen Hintergrund, seinen eigene Geschichte und seinen eigenen Weg, den er oder sie gehen muss.

    Ich konnte "Two Boys Kissing" gar nicht aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt. Es war spannend, emotional und einfach einzigartig. Es lässt sich kaum in Worte fassen. Auch als Nicht-Mitglied der LGBT-Gemeinde konnte ich die Probleme, die Gefühle und Zweifel verstehen und mich in die Charaktere hineinversetzen.

    Ich könnte jetzt noch ewig weiter um den heißen Brei reden, aber damit würde ich dem Buch eindeutig nicht gerecht werden. Lest es einfach!

    Fazit
    "Two Boys Kissing" lässt sich unmöglich in Worte fassen. Wer es nicht liest, ist selber Schuld!

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    Z
    Zidisbuecherweltvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wieder einmal ein wichtiges und mutiges Buch von David Levithan! Nur zu empfehlen!
    Ein wunderbares und wichtiges Buch!

    Erste Sätze

    "Ihr könnt nicht wissen, wie es jetzt für uns ist - da werdet ihr immer einen Schritt hinterher sein. Seid dankbar dafür. Ihr könnt nicht wissen, wie es damals für uns war - da werdet ihr immer einen Schritt voraus sein. Seid dankbar, auch dafür."
    Worum geht's?

    Craig und Harry wollen den Weltrekord für den längsten Kuss brechen, und der dauert über 32 Stunden. Eigentlich sind sie gar nicht mehr zusammen. Doch mit diesem Kuss wollen sie ein Zeichen setzen für die gleichgeschlechtliche Liebe. Neil und Peter sind schon länger zusammen, müssen jedoch noch herausfinden, ob ihre Liebe auch alltagstauglich ist. Ryan und Avery haben sich gerade erst kennengelernt und finden erst langsam zueinander. Cooper fällt es schwer, sich selbst zu akzeptieren. Er isoliert sich immer weiter und flüchtet sich in Internet-Chatrooms. Wie gehen all diese Jungs mit ihrem Schwulsein um und was kann der Kussrekord verändern?


    Meine Meinung

    Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch! Es sollte in den Buchläden auf den Präsentiertischen liegen und Blogger sollten darüber schwärmen. Ich hoffe, ich kann einen kleinen Teil dazu beitragen, dass "Two Boys Kissing" kein Geheimtipp mehr bleibt. 

    Also, was ist so toll an diesem Buch? Erstmal ist David Levithan ein Meister darin, verschiedene Geschichten, die Leben von unterschiedlichen Menschen, miteinander zu verweben. So auch in diesem Buch, in dem alle Jungs irgendwie von dem Kussprojekt erfahren und es sie mehr oder weniger beeinflusst. Durch diese unterschiedlichen Sichten wird das Buch sehr vielschichtig und lebendig. Alle Jungs sind schwul, jeder geht aber auf eine vollkommen andere Weise damit um. Manche scheinen überhaupt kein Problem damit zu haben, sich so zu akzeptieren wie sie sind, anderen fällt es schwerer. So verlaufen nicht alle Geschichten positiv. Stattdessen wir auch auf Schwierigkeiten eingegangen, wie Hass und Gewalt gegen Schwule, sowie auch Unverständnis und Tabuisieren oder Suizid, jedoch ohne dies zu überzeichnen. 

    Ein weiterer schöner Aspekt am Buch ist die Stimme der früheren Generation Schwuler, welche sich durch die Geschichte zieht. Sie gibt Kommentare zu den einzelnen Schicksalen ab und fühlt und leidet mit den verschiedenen Jungs. Man erfährt durch sie die historische Entwicklung des Umgangs mit Heterosexualität in der Gesellschaft und merkt dadurch, was sich im Laufe der Jahre geändert hat und um wie viel leichter es heutzutage für Schwule ist, sich als schwul zu outen und anerkannt zu werden. Da jedoch die Jungs im Buch auch noch mit Ausgrenzung und Ablehnung zu tun haben, wird deutlich, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Man kann daher nur erahnen, was zukünftige Generationen Schwuler zu erzählen haben könnten. 

    Auf jeden Fall ist das Buch etwas für jeden. Denn ich finde, man erkennt, dass Liebe universell ist und man sich dadurch auch in die Liebe der Jungs hineinversetzen kann. Schade, dass es nicht mehr Jugendbücher gibt, die auf das Thema Heterosexualität eingehen, da es doch mittlerweile etwas ganz normales ist. Umso wichtiger ist es, dass dieses Buch gelesen wird, da es Verständnis für das Thema weckt. 

    Dadurch, dass David Levithan einen unverwechselbaren zum Teil poetischen Schreibstil hat, lässt sich das Buch wunderbar lesen. Es ist eines dieser Bücher, in das man am liebsten ganz viele Eselsohren machen würde, um die Stellen zu markieren, die einen berühren und zum Nachdenken bringen, weil sie so viel Wahrheit beinhalten. Glaubwürdig macht das Buch außerdem die Anmerkung des Autors, dass die Geschichte zum Teil auf einer wahren Begebenheit beruht. Zwar ist sie natürlich fiktiv, jedoch haben im Jahr 2010 wirklich zwei Collegestudenten den Weltrekord im Langzeitküssen gebrochen. 


    Fazit: 

    Ein wichtiges und wunderbares Buch. Wer gute LGBTQ Literatur sucht, ist hier definitiv an der richtigen Stelle!

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    Ein absolut lesenswertes Buch, dem meiner Meinung nach bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Also ändert das und lest es.

    Zunächst etwas verwirrend, schon bald aber gerade in der Paralellschau ergreifend und spannungsreich arrangiert Levithan die Geschichten aller Jungs um den Kuss herum.

    Levithan hat mit dieser Geschichte wieder einmal ein großartiges Zeichen gesetzt.

    Ein Buchjuwel, bei dem jede Seite zählt.

    Und je länger man liest, desto froher ist man über den wohlwollenden Chor, der auch uns als Leser mit Mut, Hoffnung und Lebensenergie versorgt.

    David Levithan gelingt es, seine Protagonisten für die Erfahrung vieler stehen zu lassen.

    Ein Wahnsinnsbuch!

    Tolle Figuren, viel Nachdenkliches und eine gelungene Sprache. Was will man mehr?

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