David Litchfield

 4.9 Sterne bei 7 Bewertungen

Neue Bücher

An der Geige: Hugo, der Hund!

 (3)
Neu erschienen am 01.10.2018 als Hardcover bei Bohem Press.

Alle Bücher von David Litchfield

Der Bär am Klavier

Der Bär am Klavier

 (4)
Erschienen am 01.12.2015
An der Geige: Hugo, der Hund!

An der Geige: Hugo, der Hund!

 (3)
Erschienen am 01.10.2018

Neue Rezensionen zu David Litchfield

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Rezension zu "An der Geige: Hugo, der Hund!" von David Litchfield

Erzählt vom Zauber der Musik und der Kraft lebenslanger Freundschaft
WinfriedStanzickvor 23 Tagen


 

Viele Kinder, aber auch Erwachsene waren 2015 begeistert von dem „Bär am Klavier“ , jener wunderbaren Geschichte eines Bären, der vom Wald auf die Bühnen der Welt kommt und dort sagenhaften Erfolg hat.

 

In der hier vorliegenden Fortsetzung taucht der Bär wieder auf, doch zunächst wird die Geschichte von Hector und Hugo erzählt. Hector ist ein alter Musiker, der schon lange zusammenlebt mit seinem besten Freund, dem Hund Hugo. Im Laufe der Jahre hatten die beiden gute und schlechte, aber auch ziemlich verrückte Zeiten erlebt.

 

Doch nun, da alle nur dem klavierspielenden Bär lauschen wollen, ist sein Geigenspiel nicht mehr gefragt und Hector hört auf die spielen. Doch Hugo holt die Geige heimlich aus dem Versteck und fängt an zu spielen. Zunächst nur auf der nächtlichen  Dachterrasse zur Freude der Nachbarn und zum Erstaunen von Hector, den das Spiel aus seinem Dämmer aufgeweckt hat, in der er sich all die Zeit geflüchtet hatte.

 

Hector lehrt seinem Hund alles Tipps und Tricks und immer mehr Leute wollen Hugos Spiel hören. Die Nachricht über den Hund an der Geige verbreitet sich in Windeseile und kommt auch dem berühmten Bär zu Ohren. Der bietet ihm an, in seiner neuen Band mitzuspielen. „Es ist die Chance deines Lebens.“

 

Hugo packt seine Koffer, aber Hector schafft es nicht, ihm beim Abschied seinen Segen zu geben. Ist es Trauer, ist es Eifersucht?

 

Die Nachricht vom Erfolg der Bären Big Band auf den Bühnen der Welt und dem Spiel des Hundegeigers Hugo kommt auch Hector zu Ohren und als die Band eines Tages in seiner Heimatstadt auftritt, kauft er sich eine Karte und wird von Hugo auf die Bühne gerufen. Er soll selbst noch einmal spielen. Und da wird Hector klar, dass sie für immer Freunde bleiben würden, auch wenn sie nun getrennt waren: „Denn gute Freundschaft währt – wie gute Musik- ein Leben lang.“

 

Ein Bilderbuch, das viel mit Licht und Schatten spielt und wunderbar erzählt vom Zauber der Musik und die Kraft lebenslanger Freundschaft, die sie zu stiften vermag.

 

 

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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "An der Geige: Hugo, der Hund!" von David Litchfield

Eine wunderschöne Geschichte über das alt werden und tiefe Freundschaft
Kinderbuchkistevor einem Monat

Eine warmherzige, berührende Freundschaftsgeschichte
für Kinder ab 4 Jahren

Hugo, der Hund ist ständiger Begleiter und Freund des alten Geigenvirtuosen Hector. Gemeinsam haben sie in den Jahren viel erlebt, gute und schlechte Zeiten liegen hinter ihnen. Nun ist Hector alt, die großen Zeiten sind vorbei. Kaum noch einer bleibt stehen wenn er auf der Straße spielt. Alle wollen nur den berühmten Bären am Klavier spielen hören aber einen alten Mann an der Geige nicht mehr. Diese Erkenntnis schmerzte ihn so sehr, dass er beschloss die Geige für immer einzupacken. "Oh, wie traurig!" kommentierten unsere Lesekinder und folgten den Bildern, die Hectors trostloses Rentnerdasein eindrucksvoll illustrieren. Hörte Hector anfangs noch Musik und schaute dem Treiben auf der Straße zu, schlief er irgendwann nur noch und bekam nichts von dem mehr mit, was sich um ihn herum abspielte auch nicht, dass Hugo sich heimlich die Geige geholt hatte und nun wie ein Weltmeister übte um genauso gut spielen zu können wie sein menschlicher Freund. Eines Nachts jedoch vernahm Hector eine bekannte , wunderschöne Melodie, die ihn aus seinem Schlaf und der Lethargie magisch herauszog. Er ging der Musik nach und entdeckte Hugo, der so wundervoll auf der Geige spielte, das Hector neuen Lebensmut bekam. Fortan brachte er Hugo alles bei. Schon bald spielte er auf der Straße vor Publikum bis eines Tages der Bär mit dem Klavier vor ihm stand und ihm das Angebot machte mit ihm auf Tournee zu gehen. Eine große Chance, dachte nicht  nur Hugo sondern zunächst auch Hector, der jedoch schnell seine Meinung änderte. Ihm wurde wohl bewusst, dass sein Leben wieder trostlos würde. So kam es, das sie sich im Streit trennten.  Hugo wurde ein Star und Hector war wieder allein. Bis eines Tages die "Bear's Big Band" in der Stadt gastierte. Hector besorgte sich ein Ticket und ließ sich von der Musik verzaubern. Doch dann kamen Aufpasser, die ihn aus der Menge holten. Zwei große kräftige Bären mit dunklen Anzügen und Sonnenbrillen führten den schmächtigen alten Mann wie einen Gefangenen ab. Unsere Lesekinder erstarrten förmlich vor Schreck. "Der hat doch gar nicht gemacht!" "Wieso ist Hugo so böse, dass er seinen alten Freund abführen lässt?"...... Stimmen über Stimmen ertönten, eine empörter als die andere und ich hatte Mühe sie zu beruhigen und ihnen zu erklären, das sie doch erst einmal abwarten sollten wie es weiter geht.
Bei solch intensiven Reaktionen der Kinder wird einem erst richtig bewusst wie sehr sie in der Geschichte mit gehen. Gab es schon heftige Reaktionen als Hugo und Hector sich im Streit trennten, auch wenn Hector noch vergebens versuchte sich zu entschuldigen, war die Empörung jetzt wesentlich größer. Um so erleichterter und erfreuter reagierten sie auf das Ende, dass dann doch ganz anders ist als sie es vermuteten.
Die Geschichte endet mit dem Satz:
"Denn gute Freundschaft währt
-wie gute Musik-
ein Leben lang."
  Die Geschichte selbst ist wundervoll. 
Warmherzig, ausdrucksstark und intensiv zieht sie den Leser und Betrachter magisch hinein und das vor allem auch durch die fantastischen Bilder. Jedes für sich ein Kunstwerk. Ein warmer, ausdrucksstarker, stimmungsvoller Farbenrausch voller Magie. David Litchfield ist ein absolut genialer Künstler, Bilderbuchmacher, Illustrator und Geschichtenerzähler. Seine Illustrationen faszinieren Jung und Alt gleichermaßen. Seine Bilderbücher sind immer auch wundervolle Geschenke für erwachsene Bilderbuchliebhaber.
Dadurch, dass Geschichte und Illustrationen aus einer Feder stammen erkennt man sehr genau wie er beides so geschickt ineinander verschmelzen lässt, das es eine perfekte, faszinierende Einheit bildet. In seinen Bildern illustriert er nicht nur das Geschehen sondern erzählt über sie einen großen, wichtigen Teil der Handlung. Seine ausdrucksstarken Illustrationen, die vielfach dreidimensional wirken vermitteln einem das Gefühl mit im Raum, mit im Getümmel, mit..... zu stehen. Die Mimik und Gestik sowohl der Menschen als auch der Tiere, insbesondere von Hugo sind so herrlich illustriert, dass man das Gefühl hat sie seien lebendig. Diese Lebendigkeit ist es auch, die uns Betrachter zuweilen den Eindruck bekommen lässt, man sehe auf einen Film und nicht auf Buchseiten. Das man ein Buch in der Hand hält wird zur Nebensache, die Bilder bilden den Raum, scheinen uns zu umschließen. Wenn man die Kinder beobachtet, wie sie die Bilder betrachten erkennt man deutlich wie sie förmlich in die Bilder hineinkriechen, fokussieren und immer wieder Neues entdecken. Die Farben transportieren die Stimmung, die sie verzaubern.
So ist es nicht verwunderlich, wenn etwas ältere Kinder ab 5 Jahren berichten, sie hätten das Gefühl gehabt in einem Traum gewesen zu sein.
Einige Eltern erzählen, das sie das Buch als Gute Nacht Geschichte vorgelesen haben und die Kinder am nächsten Morgen erzählten sie hätten die Geschichte geträumt bzw. sogar weiter geträumt.
Besonders erwähnen möchte ich zum Schluss aber noch etwas zur Geschichte, die wir auch in der Seniorengruppe mehrfach gelesen haben. David Litchfield erzählt von Hector, der sich alt und nutzlos fühlt. Diese Gefühle können gerade ältere sehr gut nachempfinden. Erstaunlicher Weise auch die Kinder, die sich häufig mehr zu Hektor hin gezogen fühlen als zu Hugo, obwohl er ja eigentlich der Protagonist der Geschichte ist. Ihre Sympathie  gilt dem heimlichen Star, Hector. Wenn die älteren Menschen das mitbekommen sind sie sehr gerührt, weil es ihnen zeigt, dass sie geliebt und gebraucht werden auch wenn sie alt sind, denn für den einen Augenblick steht Hector stellvertreten für sie, das drückten viele der Senioren in Gesprächen so aus.
Dieses Buch ist ein absoluter Bilderbuchschatz.


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SeilerSeites avatar

Rezension zu "Der Bär am Klavier" von David Litchfield

ein Bär entdeckt die Welt
SeilerSeitevor 2 Jahren

Dieses wundervolle Kinderbuch verbindet eine schöne Story mit eindrucksvollen Bildern. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein Bär findet ein altes Klavier im Wald, lernt darauf zu spielen, findet in der großen Stadt einen schnellen Erfolg und kehrt schließlich zu seinen Freunden in den heimatlichen Wald zurück.

Neben diesem primären Erzählfaden spricht das Buch von der Neugier, die Welt zu entdecken und Abenteuer zu erleben und zugleich vom Gefühl des Heimkommens. Es wird deutlich, wie wichtig eine Heimat ist, die Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Wer seine Wurzeln kennt und sich immer wieder auf sie zurückbesinnt, so scheint das Buch zu sagen, kann auch frohen Mutes in die Ferne wandern. Eine kleine Moral ist auch dabei: Erfolg allein macht nicht glücklich, viel wichtiger im Leben sind gute Freunde und die Familie.
Begleitet wird der Text von prächtigen Bildkompositionen des Grafikers (und Autors) David Litchfield. Er kreiert seinen einzigartigen Stil mit traditionellen Zeichentechniken, die er in Photoshop zu großen Szenen zusammenfügt. Dadurch entstehen bildschöne Panoramen, die oftmals über eine Doppelseite reichen und auf denen es viele Details zu entdecken gibt. Besonders gelungen ist die Mimik des Bären am Klavier. Litchfield vermag es mit eigentlich einfachen Darstellungen, die ganze Gefühlswelt des Protagonisten eindrücklich einzufangen. Freude, Trauer, Glückseligkeit spiegeln sich in dem sympatischen Gesicht des Bären wieder. Eine weitere Besonderheit der Bilder besteht in der zweidimensionalen Art der Zeichnungen.

Die Seiten bestehen aus etwas dickerem Papier und können daher gut von Kinderhänden umgeblättert werden. Der Einband ist ein stabiles Hardcover, das einen ausgestanzten Schutzumschlag enthält. So entsteht der plastische Eindruck, dass der Bär tatsächlich hinter dem roten Vorhang Klavier spielt. Einziges Manko: In der Mitte des Buches reicht der Text über eine ganze Doppelseite, ist jedoch wegen der Bindung in der Seitenmitte etwas schwer lesbar. Ansonsten enthält jede Seite nur wenige Sätze in einer großen, gut erkennbaren Schriftart.

Dieses Buch ist ein besonderer Schatz der Kinderliteratur, der Tiefgründigkeit mit Verständlichkeit und formvollendeter Ästhetik verbindet. 

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