David Lloyd , Alan Moore V wie Vendetta Comic

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Inhaltsangabe zu „V wie Vendetta Comic“ von David Lloyd

Um das Jahr 1990, während sich in Europa der eiserne Vorhang verflüchtigte, war in der US-amerikanischen Comicszene alles andere als Tauwetter angesagt. Von einer &#147;britischen Invasion&#148; war dort die Rede, und gemeint waren damit bis heute bedeutende Szenaristen wie Neal Gaiman, Grant Morrison und vor allem Alan Moore. Auch wenn Moore sich damals bescheiden als &#147;Einäugiger unter Blinden&#148; bezeichnete, revolutionierte seine neue, anspruchsvolle Erzählweise binnen weniger Jahre die angloamerikanische Comic-Kultur. <p> Der Durchbruch gelang Moore mit den heute schon zu Klassikern gewordenen Serien <i>Swamp Thing</i> und <i>Watchmen</i>. Seine ersten beiden großen Serien waren zuvor bereits im englischen Magazin &#147;Warrior&#148; erschienen: der Superheldenepos <i>Marvelman</i> (heute <i>Miracleman</i>) und die Dystopie <i>V for Vendetta</i>. Letztere zeichnet ganz in der Tradition George Orwells das Bild eines faschistischen Großbritanniens. Moore schildert in zahlreichen kurzen Kapiteln das Schicksal von Tätern und Opfern in einem totalitären System. Hauptfigur ist der mysteriöse &#147;V&#148;, der einzige Überlebende von Experimenten an Menschen in einem britischen Konzentrationslager. <p> Dank Moores poetischer Sprache und der düster-eindrucksvollen Visionen von Zeichner David Lloyd ist <i>V wie Vendetta</i> auch ein Vierteljahrhundert nach dem Erscheinen des ersten Kapitels noch eine packende, nervenaufreibende Lektüre. Die aktuelle Verfilmung durch die Wachowski-Brüder wird dafür sorgen, dass dieser Klassiker der neunten Kunst wieder in den Blick des Lesepublikums gerückt wird. Allerdings hätte man sich gewünscht, dass das für die vorliegende Ausgabe viel zu kleine Lettering überarbeitet wird, und auch die Übersetzung knirscht und rumpelt an vielen Stellen. Doch trotz dieser Kritikpunkte gehört <i>V</i> in jede repräsentative Bibliothek der Literatur des 20. Jahrhunderts. <i>--Felix Darwin</i>
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